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  1. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Ist ja zum Fremdschämen. Braucht man denn für alles Publikum? Demnächst wird noch von der Hochzeitsnacht ein Video gedreht, das man hinterher auf FB stellt und mit allen "Freunden" "teilt".

  2. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Pelmeni, warum ereiferst Du Dich eigentlich so bei dem Thema?

  3. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Weil ich zwei Tendenzen sehe, die mir persönlich nicht gefallen:

    Das eine ist die grenzenlose Selbstbeweihräucherung, die sich z.B. in der endlosen Suche nach der ultimativen Hochzeitslocation äußert oder eben in einer peinlichen öffentlichen Zelebrierung privater Momente. Ich finde es wirklich peinlich, wenn ich eine öffentliche Veranstaltung besuche und zuerst einmal miterleben muss, wie von der Bühne aus ein Heiratsantrag gemacht wird. (Interessant wäre es wieder geworden, wenn die Braut "nein" gesagt hätte.)

    Das andere ist die neue Spießigkeit, mit der heute das ganze Programm vom Antrag über die Verlobungsringe bis zum Brauttanz durchgezogen wird. Die Enkel meiner Generation hätten sich da mit ihren eigenen Urgroßeltern vermutlich blendend verstanden.

    Aber jeder wie es ihm/ihr gefällt. Und wenn die Ehen dann auch entsprechend lange halten, will ich nichts gesagt haben.

  4. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Das andere ist die neue Spießigkeit, mit der heute das ganze Programm vom Antrag über die Verlobungsringe bis zum Brauttanz durchgezogen wird. Die Enkel meiner Generation hätten sich da mit ihren eigenen Urgroßeltern vermutlich blendend verstanden.

    ich sehe es nicht als spiessig- sondern eine neu-erschaffung von ritualen. und rituale haben eigentlich aufgabe, den sinn sicherheit zu schaffen und zu vermitteln.

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    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich sehe es nicht als spiessig- sondern eine neu-erschaffung von ritualen. und rituale haben eigentlich aufgabe, den sinn sicherheit zu schaffen und zu vermitteln.
    D'accord. Tradition ist bei Hochzeiten was immer bridezilla moechte und was immer derjenige, der die Rechnung am Ende bezahlt, bestimmt .
    Und moeglichst die Freundinnen uebertrumpft, sowenig wie moeglich Spannungen mit patchwork Familie , und zig Bedingungen und Einschraenkungen in ein 10 minuten dauerndes main event ueberlebt.

  6. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich sehe es nicht als spiessig- sondern eine neu-erschaffung von ritualen. und rituale haben eigentlich aufgabe, den sinn sicherheit zu schaffen und zu vermitteln.
    Ja, dieser Gedanke ist nicht falsch. Aber diese Rituale entstammen eben einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Gesellschaftsform (Frau wartet darauf, dass Mann sie endlich fragt. Eltern müssen zustimmen. Frau wird vom Vater dem Mann übergeben). Das passt doch alles gar nicht mehr in unsere Zeit und entspricht auch nicht der tatsächlichen Situation. Die meisten leben vor der Ehe nicht mehr bei ihren Eltern, haben schon andere Partnerschaften hinter sich und womöglich sogar schon Kinder. Ich nehme auch an, dass die meisten diese Formen irgendwie wieder schick finden und gar nicht ernst nehmen, und wenn es später in der Ehe kracht, wird es ihnen völlig schnuppe sein, dass die Eltern "ihren Segen" zu der Hochzeit gegeben haben, und sie werden sich jede Einmischung verbitten. Wo soll da der Halt herkommen?

    Rituale, die sinnentleert sind, geben eben keinen Halt mehr. Das gilt auch für die kirchliche Trauung: Wer wirklich praktizierender Christ ist, wird ganz selbstverständlich in der Kirche seiner Gemeinde heiraten und sich von "seinem/ihrem" Pfarrer trauen lassen. Gemeinde und Christentum gehören nämlich zusammen, und DAS gibt den Halt. Wer aber meint, er müsse unbedingt bei Sonnenaufgang in einer entlegenen Kirche auf den Azoren heiraten, weil das so tolle Fotos gibt, der missversteht die kirchliche Trauung als Event, das ihn selbst in den Mittelpunkt rückt, und mutet den Gästen auch noch sehr viel zu. Übrigens kennt das Christentum auch den Begriff der "Demut", was man in diesem Fall auch mit Bescheidenheit übersetzen kann.
    Geändert von Inaktiver User (21.10.2014 um 08:18 Uhr)

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    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Julez3 hat sich sicherlich über die amerikanische Gepflogenheit eines Verlobungsringes informiert. Der muss dort das 3fache eines Monatsgehaltes des Mannes kosten, sonst ist das kein Antrag.

    Das habe ich hier mal in der Bri gelernt.
    Das kenne ich aus amerikanischen Kitschfilmen. Da brauche ich keine Bri.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  8. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    ich vertrete durchaus die meinung: jeder mensch, jede gruppe, jede familie, jede kleingruppe etc- darf sich gerne ihre eigenen rituale geben, erarbeiten, definieren.

    ich möchte dass man/frau mich in ruhe lässt- darf jeder nach seiner/ihrer fasson glücklich werden. und wem der sonnenunter oder -aufgang etwas bedeutet- voila

  9. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Was mich an der Geschichte der TE etwas erstaunt:
    Die Schwiegereltern legen anscheinend fest, dass und wann geheiratet wird und kündigen sich bei den Brauteltern an, um nochmal förmlich um "Erlaubnis" zu fragen. Der potentielle Bräutigam muss seinen Antrag dann bis dahin auf die Reihe bekommen haben? Oder hat er seine Eltern darum gebeten, die Eltern seiner Liebsten aufzusuchen, weil er sowieso vorhatte, ihr einen Antrag zu machen?

    Dass die TE sich im Vorfeld so einen Kopp macht, welcher Ring als Verlobungsring geht und welcher nicht und ob der jetzt über 1000 Euro kosten muss, weil ein 89 €-Ring nicht geht (obwohl sie ihn schön findet).

    Ganz ehrlich, wenn mein Auserwählter 1300 € für einen Ring ausgeben würde, würde ich an seinem Verstand zweifeln und ihn ernsthaft fragen, ob wir den nicht lieber wieder zurückgeben und uns für das Geld nicht neue Matratzen oder eine schöne Reisen gönnen wollen. Aber jeder nach seiner Fasson

    Einen Antrag brauch und will ich auch nicht. Bei der Arbeit muss ich tagtäglich Anträge bearbeiten Mir reicht zu wissen, dass er mich heiraten möchte und ich ihn auch. Aber ich bin da auch etwas pragmatisch, obwohl ich sonst auch eher romantisch veranlagt bin. Jetzt müssen wir nur noch einen Termin festmachen, was zurzeit leider nicht so einfach ist wegen der äußeren Umstände

    Ich wundere mich auch im Freundeskreis immer wieder mal und frage mich, ob es einigen nicht nur um das Event geht. Freunde von uns drehen grad völlig am Rad (sie heiraten nähcsten Sommer) und planen wie die Weltmeister. Sie grübeln seit Tagen über das Design der Liederhefte, Tischkärtchen, Einladungskarten, weil alles ja zusammenpassen soll. Eine Bonbonbar muss auch her, ein extravagantes Kleid, Gastgeschenke und und und. Ich denk mir dann, wenns Spaß macht und wichtig für sie ist, nur zu.

    Aber vielleicht würde es weniger Scheidungen (und auch Ehen geben), wenn der Fokus mehr auf der Wahl des Ehepartners liegen würde als auf solch oberflächlichen Dinge.

    Lass es doch einfach auf dich zukommen und vertrau auf den guten Geschmack deines Verlobten.

  10. Inaktiver User

    AW: Hilfe! Verlobungsring!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Bonbonbar muss auch her
    Von Bonbonbars lese ich in letzter Zeit auch immer öfter. Ist das für die Kinder gedacht? Bei gutem Essen und Trinken, was ich bei einer Hochzeit eigentlich voraussetze, gelüstet es mich eigentlich nicht zwischendurch nach Bonbons. Oder ist das ein preiswerter Ersatz für das Dessert?

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