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  1. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Albert_Zweistein Beitrag anzeigen
    Übrigens spricht ja nichts dagegen, dass sich die Eltern auf einen gemeinsamen Nachnamen einigen. Aber der Frage, warum das fast automatisch der Name des Mannes sein muss, sind wir damit keinen Schritt nähergekommen.
    Ich glaube, es liegt zum Teil einfach auch daran, dass Männer in der Regel nicht ohne weiteres bereit sind, den Namen der Frau anzunehmen. Ein Mann, der "sowas" tut, gilt als Weichei. Und wer ist schon gerne ein Weichei!? Vielen Frauen ist es auch nicht wichtig genug, ihren "Mädchennamen" zu behalten und nehmen einfachheitshalber den Namen des Mannes an. Gleichzeitig demonstrieren sie damit auch nach außen, dass sie jetzt verheiratet sind. Verheiratet zu sein ist für die meisten Frauen - auch heute noch, wo sie es an sich nicht "nötig" hätten - das höchste der Gefühle.

    Ach, übrigens, Herr Zweistein: Ich stelle es mir sehr lustig vor, wenn Frau Einstein und Herr Zweistein heiraten und die Kinder dann Einstein-Zweistein heißen würden. Also, sowas wünsche ich keinem Kind.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber der gemeinsame Familienname transportierte permanent auch nach außen die Botschaft, ich sei nicht allein, es gibt da ganz vieeeeele , die mich beschützen. Und das fühlte sich für mich als Kind unheimlich gut an und hat mich sicher stark geprägt.

    Ich hatte trotz angepassten Familiennamen oft die gegenteiligen Empfindungen.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es liegt zum Teil einfach auch daran, dass Männer in der Regel nicht ohne weiteres bereit sind, den Namen der Frau anzunehmen. Ein Mann, der "sowas" tut, gilt als Weichei. Und wer ist schon gerne ein Weichei!?
    Das sagst Du! Diese These kommt mir sehr hinterwäldlerisch vor, wie aus den 60iger Jahren.
    Da ist wohl die Weltuhr eine Weile stehengeblieben.

    Seltsam, sowas hörte ich seit Jahren in meiner Umgebung noch nie, auch nicht im Ausland.

    Da könnte man die These aufstellen, dass Männer, die sich nicht trauen, den Namen
    ihrer Frau anzunehmen, ebenfalls Weicheier sein könnten. Nur als These.

    Wir leben im Jahr 2014.
    Geändert von Mikkana (01.10.2014 um 13:05 Uhr) Grund: ./. l

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...]Ach, übrigens, Herr Zweistein:[...]
    Nenene, ich bin eine Albertine.

    Ich stelle es mir sehr lustig vor, wenn Frau Einstein und Herr Zweistein heiraten und die Kinder dann Einstein-Zweistein heißen würden. Also, sowas wünsche ich keinem Kind.
    Alles Gewöhnungssache. In Spanien oder Südamerika leben die Leute ganz entspannt mit Ihren Monster-Doppelnamen. Und in der Schule wird man sowieso beim Vornamen genannt, da ist es viel dramatischer, Schantaale-Cheyenne zu heißen.

  5. Moderation

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Albert_Zweistein Beitrag anzeigen
    Und das bisschen Haushalt erledigen wir auch, ohne uns schlecht zu fühlen. Dass Mutti unterdrückt am Herd schuftet, ist passé. Heute entfaltet sich die kreative Partnerin in der Küche.

    Ganz im Ernst, irgendwie finde ich das Argument total kurios. Früher hatten wir bestimmte Rechte nicht, und jetzt können wir auf die Rechte ganz lässig verzichten, weil sie uns ja zustehen? Da ist die Möglichkeit, dass Frauen gleichberechtigt agieren könnten, ja gedanklich überhaupt nicht eingeplant.
    Heute hat man das Recht zu wählen. Ich finde es kurios, dass den Frauen, die sich gegen ihren Geburtsnamen entscheiden, unterstellt wird, nicht emanzipiert zu sein. Namen sind für mich nicht Schall und Rauch. Jeder hat dazu eine Einstellung, die doch bitte respektiert werden soll.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es liegt zum Teil einfach auch daran, dass Männer in der Regel nicht ohne weiteres bereit sind, den Namen der Frau anzunehmen. Ein Mann, der "sowas" tut, gilt als Weichei.
    Ja? Sagt wer? Ich kenne einige Männer - sowohl als Kollegen als auch im Bekanntenkreis - die den Namen der Frau angenommen haben. Als Exot galt und gilt keiner. Und spätestens nach zwei oder drei Jahren kann sich auch kaum einer noch daran erinnern, dass Herr Meier früher Müller geheißen hat.
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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Mikkana Beitrag anzeigen
    Das sagst Du! Diese These kommt mir sehr hintlerwäldlerisch vor, wie aus den 60iger Jahren.
    Außerdem kann man auch das wieder auf andere Bereiche ausdehnen. Ein Mann, der Elternzeit nimmt, den Putzlappen schwingt oder weniger verdient als seine Frau, gilt bei seinen Fußball-Freunden womöglich auch als Weichei.

    Aber ich kann meine Lebensgestaltung doch nicht an anderer Leute Eiern ausrichten?

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Albert_Zweistein Beitrag anzeigen
    Außerdem kann man auch das wieder auf andere Bereiche ausdehnen. Ein Mann, der Elternzeit nimmt, den Putzlappen schwingt oder weniger verdient als seine Frau, gilt bei seinen Fußball-Freunden womöglich auch als Weichei.

    Aber ich kann meine Lebensgestaltung doch nicht an anderer Leute Eiern ausrichten?
    Nochn OT / Gedanke

    und was würde man über männliche User in einem Forum einer Frauenzeitschrift denken!

  8. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Bei mir alten Emanze sind alle davon ausgegangen, dass ich "selbstverständlich" meinen Geburtsnamen (den ich ab so ca. 15 auch nicht mehr als "Mädchennamen" verstanden habe) behalte.

    Nix war. Ich habe mich in der Familie meines Mannes so aufgehoben, so gewollt gefühlt, dass ich auch namentlich gerne dazu gehören wollte - im Gegensatz zu meiner Herkunftsfamilie. Also habe ich dieses Gefühl dann auch namensrechtlich dokumentiert - wie gesagt, zum bassen Erstaunen des Umfeldes, das ein "Einknicken" oder eine "Altmodischkeit" sah, wo nichts davon war.

    Nach mehr als 15 Jahren gehen aber alle wieder davon aus, dass der "arme Kerl" unterm Pantoffel steht - u.a. weil ich auf demokratischer Verteilung der Hausarbeit bestehe. Tsts, allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann ;-)

  9. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Mikkana Beitrag anzeigen
    Ich hatte trotz angepassten Familiennamen oft die gegenteiligen Empfindungen.
    Wenn ein Name nur "angepasst" wird, damit die Fassade stimmt, aber mit keinem positiven Inhalt verknüpft wird, dann darf man sich nicht wundern, dass er keine positiven Empfindungen hervorruft. Namen sind keine Zauberer, die jedes Ungemach heil machen.

    Zitat Zitat von Mikkana Beitrag anzeigen
    Da könnte man die These aufstellen, dass Männer, die sich nicht trauen, den Namen ihrer Frau anzunehmen, ebenfalls Weicheier sein könnten. Nur als These.

    Wir leben im Jahr 2014.
    Welche These würdest du - im Jahr 2014 - aufstellen, die erklären würde, warum nicht Männer, sondern Frauen, mehrheitlich den Namen des Partners annehmen? Im besten Fall nehmen Frauen einen Doppelnamen an, während der Mann seinen alten Namen unverändert behält.

  10. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Albert_Zweistein Beitrag anzeigen
    Nenene, ich bin eine Albertine.
    Ach so!

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Ich kenne einige Männer - sowohl als Kollegen als auch im Bekanntenkreis - die den Namen der Frau angenommen haben.
    Einige Männer kenne ich auch. Genau genommen sind es zwei. Zwei von - sagen wir mal - dreihundert. Beide Männer hatten ursprünglich einen nur schwer aussprechbaren polnischen Nachnamen. Das war das Hauptmotiv für die Namensänderung. Aus welchen Motiven haben sich deine Kollegen/Bekannten für den Namen der Frau entschieden?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Und spätestens nach zwei oder drei Jahren kann sich auch kaum einer noch daran erinnern, dass Herr Meier früher Müller geheißen hat.
    Wenn alles so glatt läuft, warum sind es nur "einige" Männer, die ihren Namen ändern, und nicht die Hälfte, die sich ergeben müsste, wenn man die Sache rein statistisch betrachten würde?

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