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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jau, und genau das kann ich nicht verstehen.
    Bei den meisten wusste ich gar nicht, dass sie ihren Namen geändert hatten.
    Aber es ist doch egal: Heidi zB ist doch dieselbe Person, egal wie sie mit Nachname heißt.
    Geändert von mono17 (30.10.2014 um 19:03 Uhr)
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und doch ja: Es sagt durchaus etwas darüber aus, welchen Stellenwert eine Frau ihrer Karriere einräumt.

    Nicht umsonst heißt es ja: sich einen Namen machen. Und ein neuer Name löscht schon mal die Vorgeschichte, wenn nicht explizit deklariert.

    Ich fand die Lösung gut, aus dem eigenen Namen einen Zweitnamen davor zu machen.

    Allerdings möchte ich einen Einwand wagen - Frauenberufe werden schon mal per se schlechter bezahlt. Und hat nicht der MicrosoftChef kürzlich verlauten lassen, Frauen sollten nicht nach mehr Gehalt fragen? Da steckt einiges mehr dahinter als nur die blöden Frauen, die die falschen Berufe wählen.

    Mit dem Anecken - ist ein interessantes Argument. Ja, frau oder man eckt an - das sehe ich teilweise aber auch bei Herrn Sugarnovus, wenn wir etwas Unkonventionelles leben.

    Ich fände es sehr traurig, würde er sich von Chef, Kollegen, Familie soweit beeinflussen lassen.
    Mein Nachname bestimmt NICHT mein Leben. Und das schreibe ich, die ich einen wahrlich komplizierten Nachnamen habe, den ich buchstabieren muss,seit ich es kann. Ich war unter dem Namen auch "bekannt".
    Aber das,was ich erlebt habe, getan oder gelassen habe, das bleibt, ob ich nun irgendwann mal meinen Nachnamen ändere oder icht.
    Auch bei Ordensleuten ändert sich doch nicht ihre Identität oder ihre Geschichte, wenn sie ihren (Vor-) namen wechseln.
    Es ist ein Zeichen für einen neuen Lebensabschnitt, für eine Entscheidung.
    Und das kann es auch beim Nachnamen sein.
    Geändert von mono17 (30.10.2014 um 19:04 Uhr)
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  3. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Es ist ein Zeichen für einen neuen Lebensabschnitt, für eine Entscheidung.
    Und das kann es auch beim Nachnamen sein.
    und das Signal lautet dann für gar nicht so wenige Vorgesetzte: ich habe geheiratet, jetzt bin ich hauptsächlich Ehefrau - wenn mein Mann umzieht, ziehe ich mit und Kinder sind auch geplant und ich bleibe dann zuhause.
    Ich frage immer gerne Männer nach einer Hochzeit, wie sie denn nun heißen. Die Reaktionen sind durchaus interessant: Erstmal wird die Frage meist nicht verstanden, warum sich durch die Hochzeit was am Namen ändern sollte. Die heftigste Reaktion war "so eine die nicht meinen Namen will hätte ich nie geheiratet, wenn schon eine mit sowas ankommt"! Die meisten konnten sich nicht vorstellen, ihren Nachnamen zu ändern, einer hat erzählt, dass es vorher ziemliche Diskussionen gab. Das war auch der einzige, der mehr als zwei Monate in Elternzeit war.

  4. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und das Signal lautet dann für gar nicht so wenige Vorgesetzte: ich habe geheiratet, jetzt bin ich hauptsächlich Ehefrau - wenn mein Mann umzieht, ziehe ich mit und Kinder sind auch geplant und ich bleibe dann zuhause.
    Ich würde mit meinen Mann auch umziehen, wenn ich nicht seinen Namen annehmen würde. Und ob Kinder geplant sind oder nicht, hat m.M. auch wenig mit der Wahl des Namens zu tun. Dem Chef verheimlichen, dass man verheiratet ist, kann man doch wohl sowieso nicht, zumindest wenn sich die Steuerklasse ändert.

    Solche heftigen Reaktionen von Männer wg. dem Nachnamen hab ich selbst noch nie erlebt. Krass!

  5. Inaktiver User

    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dem Chef verheimlichen, dass man verheiratet ist, kann man doch wohl sowieso nicht, zumindest wenn sich die Steuerklasse ändert. !
    Ums Verheimlichen geht es mir nicht, sondern um das Signal: Konservatives Modell, fängt damit an, dass der Familienname selbstverständlich vom Mann kommt.
    Und nein, das muss nicht automatisch schlecht sein. Es gibt nur in meinen Augen noch viel zu viele Fragen, wenn man sich die Elternzeit hälftig teilt oder die Namensfrage als Frau nicht ganz so unwichtig findet oder nicht die Steuerklasse auf 3/5 ändert, auch wenn er ganze 3% mehr verdient.
    Geändert von Inaktiver User (30.10.2014 um 22:12 Uhr) Grund: Berichtigung

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Ich verstehe nicht nur nicht, wieso überhaupt einer von beiden den Nachnamen des anderen annimmt sondern auch nicht, warum Ringe gekauft und Torten angeschnitten werden. Mir wäre das zu allerweltsmäßig-massenwarenartig. Ich persönlich käme nie auf die Idee, mich einer millionenfach (bzw. unendlich weit) verbreiteten Idee anzuschließen, statt meine eigene zu zelebrieren. Schon gar nicht in Liebesfragen.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und das Signal lautet dann für gar nicht so wenige Vorgesetzte: ich habe geheiratet, jetzt bin ich hauptsächlich Ehefrau - wenn mein Mann umzieht, ziehe ich mit und Kinder sind auch geplant und ich bleibe dann zuhause.
    Ich frage immer gerne Männer nach einer Hochzeit, wie sie denn nun heißen. Die Reaktionen sind durchaus interessant: Erstmal wird die Frage meist nicht verstanden, warum sich durch die Hochzeit was am Namen ändern sollte. Die heftigste Reaktion war "so eine die nicht meinen Namen will hätte ich nie geheiratet, wenn schon eine mit sowas ankommt"! Die meisten konnten sich nicht vorstellen, ihren Nachnamen zu ändern, einer hat erzählt, dass es vorher ziemliche Diskussionen gab. Das war auch der einzige, der mehr als zwei Monate in Elternzeit war.

    Wer heiratet, heiratet doch nur. Mit Kindern hat eine Ehe nicht unbedingt etwas zu tun, mit Umzug auch nicht. Und S4/4 kommt in meinem Umfeld ziemlich oft vor.
    Ich kenne auch diese konservativen Männer- mein Fall sind die nicht.
    Aber dass ich mein Leben mit einem Namen aufgebe- das glaube ich nicht, denn ich bleibe ja ich.
    (Meine Internetnamen würde ich Fall der Fälle auf jedenfall behalten, de klingen einfach besser als das, was ich dann neu hätte).
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  8. gesperrt

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Warum nicht die Entscheidung für einen gemeinsamen Familiennamen - so man denn einen gemeinsamen tragen möchte - auf objektiven Fakten resultieren lassen?
    Wir haben vor der Heirat entschieden, den in unserer Stadt (immerhin 3,5 Millionen Einwohner) selteneren Namen zu wählen. Beide Namen waren zweisilbig, relativ “normal“ und nach erster Einschätzung etwa genauso verbreitet.
    Es wurde dann seiner. Damit konnte ich aufgrund der gewählten Kriterien aber gut leben.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Mal eine andere Perspektive: ich habe einen schwedischen Kollegen. Als der heiratete haben er und seine Frau sich einen komplett neuen Familiennamen ausgesucht, der einen Teil aus dem Namen seiner Oma und ihrer Mutter hat. Fuer meine Ohren klingt der Name nicht schoen, aber warum nicht. Ich finde es eine lustige, und vor allem viel interessantere Moeglichkeit die Zusammengehoerigkeit zu feiern.

    Ich habe uebrigens nie meinen Namen veraendert, Herr Carolly auch nicht. Ich wollte es zwar aus praktischen Ueberwegungen (es ist sowas wie Mueller: sehr einfach und auch international einfach zu schreiben), aber weil das so buerokratisch ist wenn man im Ausland wohnt und beide unterschiedliche Nationalitaeten haben ist es nie dazu gekommen. Naja.. ich buchstabiere meine Nachnamen weiterhin.. normalerweise mehrmals bis es endlich stimmt oder ich resigniert aufgebe.

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    AW: Was bewegt Frauen dazu, nach der Hochzeit den Nachnamen 'Müller' anzunehmen?

    Ach, das ist in meinem Fall ein ganz profaner Grund gewesen ... ich wollte meinen Namen (der auch der meines Ex war) loswerden, obwohl er schön war ... ;)
    Meinen Geburtsnamen fand ich schon immer unsäglich blöd ... also? Was tun?
    So nahm ich den Allerweltsnamen meines Mannes an und - hätte ich seinerzeit nie geglaubt - identifiziere mich mittlerweile damit.

    Was so gesehen auch schön ist, oder?

    my 5 Cents
    Um aus dem Rahmen fallen zu dürfen, müsste man erst mal im Bilde sein!!

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