Nicht in England, aber in Südwales bei der Hochzeit einer deutsch-walisischen Cousine, und ja, eine andere Cousine aus Deutschland und ich waren die beiden einzigen Frauen ohne Hut.

Die Mode mit dem fascinator kannte ich zu dem Zeitpunkt nicht, das wäre schon etwas gewesen. Aber auch uns wurde das Nichthuttragen nachgesehen.

Die Hochzeit wurde ebenfalls in einem riesigen Zelt gefeiert, angegliedert an ein sehr altes Hotel, einfach großartig.
Es gab ein mehrgängiges Menu, der Alkohol floss - ohne dass er bezahlt werden musste - in Strömen. Es wurden wunderbare Reden geschwungen, insbesondere dem Brautvater gelang eine sehr zu Herzen gehende. Alberne Spielchen gab es GottseiDank nicht, alle fassten sich in ihren Wortbeiträgen recht kurz.

Die vorangegangene Trauung, ebenfalls in einer sehr alten Kirche, war außerordentlich berührend, zumal der Pastor, der mal im Bergbau bei Aachen gearbeitet hatte, neben walisisch auch deutsch und schottisch in seiner Predigt sprach ( der Bräutigam war Schotte).
Durch die deutsche Brautmutter und die deutsche Verwandtschaft gab es ein in GB unübliches Flowergirl, meine damals 9jährige Tochter, was die walisische und angeheiratete schottische Verwandtschaft so nicht kannte und goldig fand. Die Idee mit dem flowergirl war dann letztlich der " deutsche" Beitrag zu der Hochzeit.