Antworten
Seite 94 von 135 ErsteErste ... 44849293949596104 ... LetzteLetzte
Ergebnis 931 bis 940 von 1350
  1. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst du genau? Eine Krise?

    Och, die ein oder andere hatte ich schon Ich könnte ein Buch damit füllen. Von Krankheit, zerrütteten Familienverhältnissen, Selbstzweifel, Geldknappheit, Arbeitslosigkeit, Todesfälle in der engen Familie und war eigentlich alles dabei. Die Beziehung stand schon mehr als einmal auf wackligen Beinen, aber wir haben uns immer wieder an einen Tisch gesetzt und die Kurve gekriegt.

    Obwohl es sicher mehr als eine gute Möglichkeit gab, an einem gewissen Punkt einen "sauberen" Schlusstrich zu ziehen und ein anderes Kapitel aufzuschlagen. Als mein Freund vor 2 Jahren mit dem theoretischen Teil seines Studiums fertig war, musste er für seinen Praxisteil umziehen ----- ca. 350 km von zuhause entfernt. Zu der Zeit steckten wir in einer mittelschweren Krise. Da hätte er leicht die Beziehung beenden können, wenn er es denn gewollt hätte. Wir wären auf Abstand gewesen und er hätte sich umorientieren können, ohne mir ständig über den Weg zu laufen.

    Naja, er hat mich mitgenommen und das Jahr in Braunschweig war ein ganz besonderes für uns und es hat uns total zusammengeschweißt.
    du redest ja sehr viel von familie, also das drumrum und dass die familie deines zukünftigen mannes dich sehr wohlwollend aufnimmt.

    wie wäre das aber, wenn du selbst keine eltern mehr hättest, sehr weit weg von den schwiegereltern leben würdest, ( bei mir war es eine glückliche fügung) keine tanten, onkel nix in der nähe und zwei kleine kinder?

    da war ich so alt wie du jetzt.

    aus liebe heiraten und abwarten bis alles passt ist einfach.
    es geht mir um den alltag, auf verzicht, eben wegen zwei kleinen kindern.und und und.

    darum kann ich dieses gerede. das ist mir alles nicht sooo wichtig, null ernst nehmen.
    hat nix mit dir zu tun.
    davon habe ich mehrere beispiele in meinem umfeld.

  2. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Denn das "Versprechen" für "immer" gibt es doch gar nicht, da die Scheidung durch die Eheschließung nach BGB nicht ausgeschlossen wird. Solange die "Kündigung" möglich ist, ist es kein "für immer", sondern nur ein "solange, wie es BEIDE wollen"....
    Das gegenseitige Versprechen für eine lebenslange Partnerschaft kann sich das Paar auch z.B zum Sonnenaufgang am Strand geben. Wieso sollte das Unterschreiben eines Vertrages im Standesamt mehr idellen Wert haben?
    klappe die 189.

    kannst du wirklich nicht verstehen, dass es mensnchen gibt, die eben genau aus dem grund heiraten?
    sich für immer gegenseitig zu lieben, zu achten....ja, bis dass der tod uns scheidet.
    in dem moment wo paare das tun, glauben sie auch meist daran.
    DOCH, IST SO!

    aber vielleicht kannst du mir eine andere frage beantworten.
    WARUM tun das immer noch so viele paare?
    und dieses ganze drama-drama...ganz in weiss, junggesellen/innen-abschied, am besten noch ne kutsche mit pferd.

    rein statistisch gesehen, ist es ja für die katz!

  3. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    kannst du wirklich nicht verstehen, dass es mensnchen gibt, die eben genau aus dem grund heiraten?
    sich für immer gegenseitig zu lieben, zu achten....ja, bis dass der tod uns scheidet.
    i!
    Das kann man wollen und hoffen, aber man kann es aus meiner Sicht nicht versprechen. Dazu ist das Leben viel zu unvorhersehbar.
    Bei mir war es ja nun höchstwahrscheinlich "für immer"
    Aber der Gedanke, ob es für immer ist oder nicht ist mir zum Zeitpunkt der Eheschließung ganz bestimmt noch nicht mal durch den Kopf gegangen, weder so noch so.

  4. User Info Menu

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Hätte dein Mann sich ohne Ehe darauf eingelassen?

    (ich frage, weil ich in Erinnerung habe, dass du auch eher der Meinung bist, dass heiraten keinen Unterschied macht. Ich kann mich aber auch täuschen).
    Ja hätte er. Wir haben aber bereits vor der Ehe zwei gemeinsame Häuser angeschafft und vieles notariell geregelt.

    Die Ehe war meine Idee, damit sparen wir uns tatsächlich ein paar Behördengänge in der Zukunft und die Erbschaftssteuer ist auch ein Kriterium.
    Wobei wir auch einen Ehevertrag und Vorsorgevollmachten haben.
    Auch meine Idee.

    Gefühlsmäßig macht es für uns beide tazsächlich keinen Unterschied und Ehering zb trage ich auch keinen.

  5. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat von Marta-Agata
    Noch mal ein anderer Vergleich (der natürlich auch hinkt, wie alle Vergleiche):
    Wenn ich einem Freund vertraue und ihm 50 000 Euro leihe, dann tue ich das natürlich nur, wenn er mir verspricht, dass er sie zurückzahlt und ich diesem Versprechen auch glaube. Trotzdem ist es bei uns üblich, dass solche Dinge mit schriftlichem Vertrag gemacht werden. Und auch wenn ich ihm grundsätzlich glaube, so würde es mich doch sehr stutzig machen, wenn er nicht bereit wäre, das was wir vereinbart haben in der üblichen Form zu unterschreiben. Und ich würde ihm das Geld nicht geben. (auf die Beziehung bezogen - mit gezogener Handbremse fahren).

    In einer Gesellschaft, wo es gar keine schriftlichen Kreditverträge gibt, würde ich ihm das Geld trotzdem geben, wenn ich ihm vertraue. Aber bei uns gibt es die Ehe nun einmal - als bewährte Form und Grundlage einer Familie.
    Ich finde Dein Vergleich gut, weil mir dabei der Unterschied in unserem Denken klar wird.
    Denn auch wenn Du einen Vertrag mit Deinem Freund hast, wenn er sich nicht daran hält und Dir Dein Geld nicht zurück zahlt und dann dafür sorgt, dass bei ihm auch nichts zu holen ist, dann hast Du nur einen wertlosen Zettel in der Hand.

    Ich bin gar nicht gegen Verträge und würde im Falle eines Zusammenlebens ohne Trauschein spätestens ab dem Zeitpunkt, in dem aufgrund der Beziehung etwas zu regeln ist, dies auch tun.
    Und wenn mein Partner dies ohne für mich plausiblen Grund und ohne sinnvolle Alternative verweigern würde, dann wäre er vermutlich nicht lange mein Partner.
    Aber die Ehe ist für mich dabei eben nur eine Option. Und da in diesem Staat die Rechtssprechung sich auch für bestehende Ehen ständig ändert, sind mir einzelfallbezogene Verträge sicherer.

    Ich selbst habe zu DDR-Zeiten geheiratet, weil bestimmte Möglichkeiten im Zusammenleben seinerzeit nicht ohne Eheticket möglich waren. Zu dieser Zeit war es nicht möglich, dass ein uneheliches Paar für gemeinsame Kinder das gemeinsame Sorgerecht bekommt. Uneheliche Väter waren quasi rechtlos.
    Die Ehe war allerdings in der DDR keine Zugewinnsgemeinschaft, sondern eine Gütergemeinschaft. Dafür gab es keine nachehelichen Verpflichtungen und auch keine Aufteilung der Rentenansprüche.
    Mit der Wende wurde diese Ehe dann eine Zugewinnsgemeinschaft und es gab plötzlich mögliche nacheheliche Verpflichtungen und den Versorgungsausgleich. Außerdem galt als Grundlage für die Ehe plötzlich nicht mehr das Familiengesetz der DDR, auf dessen Grundlage wir die Ehe eingegangen sind, sondern das BGB, in dem zumindest 1990 noch "gruselige" §§ standen. Und wir hatten keine Möglichkeit die Ehe als ungültig zu erklären, wenn wir diese neue Rechtssprechung nicht akzeptieren wollten, da blieb nur die Scheidung. Wenn bestehende Verträge so beliebig geändert werden können, dann kann frau schon das Vertrauen in das Rechtssystem verlieren.
    Mein Mann und ich haben jedenfalls die Dinge, die wir regeln wollten, zusätzlich noch selbst vertraglich geregelt. Und wir haben uns angewöhnt, einmal jährlich (mit der Steuererklärung) die Verträge auf Aktualität zu überprüfen. Hier geht es vor allem um die Absicherung im Krankheits- und Todesfall und die Absicherung unserer Kinder. Nacheheliche Ansprüche haben wir (soweit es möglich ist, geht leider nicht vollständig) ausgeschlossen.
    Zurzeit ist die Ehe als Form des Zusammenlebens für uns eine günstige Option, besonders steuerrechtlich, da ich inzwischen mehr als doppelt so viel verdiene, wie mein Mann.

  6. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann man wollen und hoffen, aber man kann es aus meiner Sicht nicht versprechen. Dazu ist das Leben viel zu unvorhersehbar.
    Bei mir war es ja nun höchstwahrscheinlich "für immer"
    Aber der Gedanke, ob es für immer ist oder nicht ist mir zum Zeitpunkt der Eheschließung ganz bestimmt noch nicht mal durch den Kopf gegangen, weder so noch so.
    ich war 24 und wollte das einfach.
    ohne jegliche überlegung oder gar berechnung.
    meine freundinnen, die sogar früher heirateten, genauso.

    da meine eltern sich nicht trennten, war das für mich - damals - selbstverständlich!

    garantie gibt es für nichts.
    aber warum v o r h e r schon alles mies machen?!

  7. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    wie wäre das aber, wenn du selbst keine eltern mehr hättest, sehr weit weg von den schwiegereltern leben würdest, ( bei mir war es eine glückliche fügung) keine tanten, onkel nix in der nähe und zwei kleine kinder?
    ...
    aus liebe heiraten und abwarten bis alles passt ist einfach.
    es geht mir um den alltag, auf verzicht, eben wegen zwei kleinen kindern.und und und.

    darum kann ich dieses gerede. das ist mir alles nicht sooo wichtig, null ernst nehmen.
    hat nix mit dir zu tun.
    davon habe ich mehrere beispiele in meinem umfeld.
    sorry, ich versteh glaub ich nicht was du meinst? Meinst du, wenn unser Verhältnis zu unseren Eltern nicht so gut wäre oder wir keine Eltern mehr hätten oder nicht so mit unseren Familien verflochten wären, würden wir mit dem Heiraten auch nicht warten sondern es jetzt einfach machen? Weil es uns ja nicht so wichtig wäre, dass z.B. seine Eltern mit dabei sind?

    Oder bin ich auf dem Holzweg?

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist mir Heiraten tatsächlich nicht sooo wichtig. Klar, ich hätte auch nichts dagegen, übermorgen zu heiraten oder bereits verheiratet zu sein, aber es ist auch nicht dramatisch, damit noch ein paar Monate zu warten. Eben weil wir noch keine gemeinsamen finanziellen Verpflichtungen haben, die der eine ohne den anderen nicht alleine tragen könnte (Hausfinanzierung z.B.). Und ich schrieb ja schon, sobald ich z.B. wegen Kindern eine Zeitlang nicht berufstätig bin, möchte ich auch schon gerne abgesichert sein. Was übrigens auch im Interesse meines Partners ist.

    Klar, die Welt würde nicht untergehen, wenn seine Eltern bei der Trauung nicht dabei sein werden, aber schöner fände ich es schon. Also warten wir mal ab und entscheiden im Herbst, ob wir es dann machen oder nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat von TOSCA
    aber vielleicht kannst du mir eine andere frage beantworten.
    WARUM tun das immer noch so viele paare?
    und dieses ganze drama-drama...ganz in weiss, junggesellen/innen-abschied, am besten noch ne kutsche mit pferd.
    Kann ich nicht und hat mit Ehe für mich nichts zu tun.

    Ich persönlich vermute, dass Menschen, die auf solche Äußerlichkeiten aus sind, damit irgendwelche Defizite kaschieren. Da ich mit diesen Menschen nicht zusammenleben muss, ist es mir aber herzlich egal.
    Vielleicht fehlt mir auch einfach nur das Romantik-Gen, denn aus meiner Familie und dem Freundeskreis kenne ich solche "Drama-Hochzeiten" nicht.

    kannst du wirklich nicht verstehen, dass es mensnchen gibt, die eben genau aus dem grund heiraten?
    sich für immer gegenseitig zu lieben, zu achten....ja, bis dass der tod uns scheidet.
    in dem moment wo paare das tun, glauben sie auch meist daran.
    DOCH, IST SO!
    Und kannst Du Dir nicht vorstellen, das Paare genau das wollen, ".....sich für immer gegenseitig zu lieben, zu achten....ja, bis dass der tod uns scheidet...." und trotzdem realistisch genug sind, dass es dafür keine Garantien gibt?
    Und das Paare für das gemeinsame Leben vielleicht auch kein Ticket wollen oder brauchen? Und das ihre Beziehung für sie genauso "wertvoll" ist, wie für andere eine Ehe?

    ich war 24 und wollte das einfach.
    ohne jegliche überlegung oder gar berechnung.
    Ja, und dies ist doch schön für Dich, besonders wenn es gut gegangen ist.
    Trotzdem geht nicht jede so in die Ehe.
    Ich habe auch mit 24 geheiratet, sehr überlegt und mit viel Berechnung. Keine Liebe hat bisher meinen Verstand ausgeschaltet. Einen Vertrag mit weitreichenden Folgen abzuschließen, dass überlege ich mir sehr genau.
    Ist meine Beziehung dadurch jetzt weniger wert?

  9. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    aber vielleicht kannst du mir eine andere frage beantworten.
    WARUM tun das immer noch so viele paare?
    und dieses ganze drama-drama...ganz in weiss, junggesellen/innen-abschied, am besten noch ne kutsche mit pferd.

    rein statistisch gesehen, ist es ja für die katz!
    Nein, es ist nicht für die Katz, weil sie es wollen. Aber es ist auch nur eine Option von mehreren. Um mehr geht es hier gar nicht. Um die Anerkennung auch der anderen Optionen, verbindlich zu leben.

  10. Inaktiver User

    AW: Welche Bedeutung hat Heiraten für euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um die Anerkennung auch der anderen Optionen, verbindlich zu leben.
    Nicht heiraten ist aber eben zunächst mal nicht verbindlich - wenn ich morgen wen kennenlerne ist das eben mein Freund, und nicht mein Mann, und das möchte ich bitte erst mal von niemand "als bis der Tod uns scheidet" betrachtet haben!! Und ob sich diese Paare notariell genauso verpflichtet haben fragt man ja nun wirklich nicht. Im Zweifelsfall wohl eher: nein. Sonst würden die meisten ja wohl doch heiraten.

    Die meisten Beziehungen fangen eben als Beziehung an und dann heiratet man, und nicht umgekehrt, daher ist die Ehe dann eben die nächste Stufe. Das kann man blöd finden, ändert aber eben nichts daran dass es in der Reihenfolge gelebt wird und sich daraus eben eine gewisse Wertigkeit ableitet.

    Den Sinn davon sich genauso absichern zu wollen (was ja zu 100% eh nicht geht, und wenn es noch so oft ignoriert wird) - aber das nicht Ehe nennen zu wollen hat sich mir leider immer noch nicht erschlossen.

    Oder meinst du damit diverse Varianten wie: erbberechtigt ja, im Pflegefall aber nicht heranzuziehen, oder Rentenanwartschaften gemeinsam, Zeugnisverweigerungsrecht gewährt, bei Trennung aber keine Scheidung sondern einfache Vertragskündigung oder wie? Das wäre wohl kaum mehr zu administrieren.

Antworten
Seite 94 von 135 ErsteErste ... 44849293949596104 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •