Nein, für seine Schulden muss sie nie geradestehen, auch in der Ehe bleibt jeder für sein Geld alleine verantwortlich, egal, welche Form gewählt wird. Er wird allerdings möglicherweise Gütertrennung wollen, damit der Zugewinn, den er während der Ehe mit seinem Unternehmen macht, nicht im Falle einer Scheidung plötzlich an sie ausgezahlt werden muss. Das ist aber für sie sehr nachteilig. Ich kann nur ganz dringend zu einer Ehe mit ganz normalem Güterstand, also der Zugewinngemeinschaft raten.Zitat von Jo68
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Thema: Heiratsmuffel
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24.11.2006, 14:06
AW: Heiratsmuffel
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24.11.2006, 14:22
AW: Heiratsmuffel
Wie kommt es dann zu den Fällen, in denen die geschiedene Ehefrau noch die Schulden der misslungenen Selbständigkeit ihres Ex-Mannes abbezahlen muss? Also, das ist jetzt keine rethorische Frage, man hört doch sehr oft von solchen Fällen.
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24.11.2006, 14:27
AW: Heiratsmuffel
Also ich muss zugeben, dass ich von solchen Fällen noch nie gehört habe, obwohl ich beruflich mit solchen Fragen zu tun habe. Ich kann mir das dann nur so erklären, dass diese Frauen irgendwelche Kredit-Bürgschaften für ihren Mann übernommen haben. Oder dann, wenn er schon insolvent war, auf ihren Namen das Geschäft weitergeführt haben. Das mit den Bürgschaften kommt häufig vor, wenn die Banken das Vertrauen in den Mann verlieren und dann die Frau mitunterschreibt, um sein Geschäft zu retten.
Ansonsten gibt es das wirklich nicht, kein Ehegatte muss für die Schulden seines Partners aufkommen.
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24.11.2006, 20:00Inaktiver User
AW: Heiratsmuffel
Das Ausgangsposting bringt mich zum Kopf-Schütteln - wieso klärt man das nicht vorher?
Was sollen wir da jetzt sagen?
Eigentlich doch nur, dass sie unverheiratet nicht so lange zu Hause bleiben sollte und wenn das Leben sonst zu anstrengend wird, eben aufhören, sein Büro zu machen.
Das sehe ich aus Erfahrung in meinem Umfeld leider anders. ES kann durchaus mit ihr zu tun haben.
Zitat von Inaktiver User
Ich kenne zwei Männer, die mit Partnerin und gemeinsamem Wunschkind leben und das Ganze auch weitgehend finanzieren, die mir ganz explizit gesagt haben, dass sie diese Frau nicht heiraten werden.
Ich war jeweils ziemlich schockiert - und sie haben mir dann Gründe aufgezählt (die für mich Trennungsgründe gewesen wären, z.B. zu unterschiedliche Einstellung zu Geld).
Jo, das hat doch nichts mit Selbstständigkeit zu tun, sondern damit, ob beide ungefähr gleichviel verdienen. Unser System des Ehegatten-Splitting spart dann Steuern, wenn die Einkommen unterschiedlich sind - egal aus welcher Quelle.
Zitat von Jo68
Ja, das verlangen die Banken aber sehr oft. Sobald es einen Kredit eines Persönlich-Haftenden gibt, für den es nicht genug Sicherheiten gibt (sondern der auch auf Haftung ins Privatvermögen und ggf. zukünftigen Verdienst beruht, und das gibt es nicht selten), muss der Ehepartner mitunterschreiben.
Zitat von shaun2
Und das machen die Banken nicht nur aus Raffinesse. Sondern weil sie sich dagegen schützen müssen, dass alles Privatvermögen auf den anderen übertragen wird und das Paar bestens lebt, während die Schulden nicht bezahlt werden.
Gruß, Leonie
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24.11.2006, 20:14Inaktiver User
AW: Heiratsmuffel
Engel,
vielleicht noch einmal etwas konstruktiver. Was kannst Du tun?
Du kannst ihm die Vorteile vorrechnen. Aber klar hat er - jedenfalls was eine mögliche Trennung angeht - auch Nachteile.
Und Du kannst Dich abgrenzen. Wenn er sich nicht ganz auf Dich einlässt, dann machst Du das auch nicht (so hat A_nice_day das gemacht, das findest Du in "Trennung, weil er keinen Kinderwunsch hat?").
Also: kein Büro mehr für ihn, keine Zustimmung zum gemeinsamen Sorgerecht (wobei ich die aktuelle Rechtslage nicht kenne), keine drei Jahre Urlaub.
Du musst aber selbst wissen, ob Du das willst.
Gruß, Leonie
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24.11.2006, 22:38
AW: Heiratsmuffel
Welche Vorteile hat eigentlich ein Mann von einer Heirat?
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24.11.2006, 22:40Inaktiver User
AW: Heiratsmuffel
Das kommt darauf an, ob Du davon ausgehst, dass es für das Leben hält, ob es Kinder geben wird und ob Du selbstverständlich annimmst, dass der Mann mehr verdienen wird.
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24.11.2006, 22:53
AW: Heiratsmuffel
Zitat von Inaktiver User
Ok
Und wenn ich als Mann eine Frau heirate, welche Vorteile habe ich als Mann dann von einer Heirat?
Gruß
Caramon
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24.11.2006, 22:59Inaktiver User
AW: Heiratsmuffel
Caramon,
vielleicht noch einmal so:
Zunächst geht es um das "Sich ganz aufeinander einlassen", um das Versprechen, die Beziehung nicht mehr zur Disposition zu stellen, und um das öffentliche Bekenntnis zueinander.
Darum, eine Lebensgemeinschaft zu gründen, in der man füreinander einsteht, und in der man sich in einigen Dingen nach dem anderen richtet bzw. mit ihm einen gemeinsamen Weg findet. Da haben ja beide etwas davon.
Nie hätte ich z.B. eine berufliche Entscheidung von einem Mann beeinflussen lassen vor der Hochzeit. Da wäre ich nach Amerika gegangen, wenn da ein Angebot gekommen wäre - auch wenn das Trennung bedeutet hätte.
Für uns bedeutet Ehe auch gemeinsames Geld, egal wer das verdient (und das weiß man am Anfang der Ehe ja u.U. gar nicht).
Dann geht es um das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder. Ein unehelicher Vater hat weniger Rechte - aber die Rechte sind gestärkt worden. Finde ich eine sehr zwiespältige Angelegenheit.
Und es geht natürlich auch um die Absicherung desjenigen, der für die Kinder beruflich zurücksteckt. Kann ja auch der Mann sein - meist aber die Frau. Und da geht es schließlich darum, Verantwortung zu übernehmen. Kann im Einzelfall lästig sein - ist ja aber nicht per se etwas Schlechtes, oder?
Und schließlich um die direkten finanziellen Vorteile: Einkommensteuer und Erbschaftssteuer.
Uneheliche Lebenspartner sind schlechteste Steuerklasse bei der Erbschaftssteuer - selbst wenn der Hinterbliebene Alleinerbe ist, kann es gut sein, dass er die gemeinsame Wohnung verkaufen muss, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen.
Soweit erst einmal,
Gruß, Leonie
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25.11.2006, 10:30
AW: Heiratsmuffel
Ok, damit kann ich mehr anfangen, Danke
Zitat von Inaktiver User

Hm....täte es da nicht auch eine kirchliche Hochzeit anstelle einer Standesamtlichen?Zunächst geht es um das "Sich ganz aufeinander einlassen", um das Versprechen, die Beziehung nicht mehr zur Disposition zu stellen, und um das öffentliche Bekenntnis zueinander.
Ist ja auch ein öffentliches Bekenntnis mit gewissem Wert.
Ginge das auch?
Falls nein, warum nicht?
(Wobei, wenn ich die Scheidungsquote bedenke
und ob so eine Zeremonie so "bindend" ist, habe ich meine leisen Zweifel, wenn ich bedenke wie erschreckend einfach man sich scheiden lassen kann und man kann sich nicht mal wehren dagegen)
Tat man das *vor* der Heirat nicht?Darum, eine Lebensgemeinschaft zu gründen, in der man füreinander einsteht, und in der man sich in einigen Dingen nach dem anderen richtet bzw. mit ihm einen gemeinsamen Weg findet. Da haben ja beide etwas davon.
Ändert sich was daran durch eine Heirat? (Ich hoffe doch nicht
) Kann ich jetzt so als Grund *für* eine Heirat nicht wirklich gelten lassen. *denk*
Man ist ja zusammen denke ich, oder?
Da hätte ich jetzt schon das gemeinsame Entscheiden drunter subsummiert. Sonst hätte ja die Beziehung keine Basis und Sinn, oder?
Hm....Nie hätte ich z.B. eine berufliche Entscheidung von einem Mann beeinflussen lassen vor der Hochzeit. Da wäre ich nach Amerika gegangen, wenn da ein Angebot gekommen wäre - auch wenn das Trennung bedeutet hätte.
Also *nach* der Hochzeit wäre Dir ein Angebot aus den Staaten egal (naja relativ) gewesen davor aber nicht?
Muss ich noch drüber nachdenken.
Hm....Für uns bedeutet Ehe auch gemeinsames Geld, egal wer das verdient (und das weiß man am Anfang der Ehe ja u.U. gar nicht).
Ist das *durch* die Heirat an sich bedingt oder eure persönliche Übereinkunft? Man kann ja auch mit Gütertrennung heiraten (beliebt bei Selbstständigen) bzw. bei vielen ist es so, das sie getrennte Kasse haben.
Ein unehelicher Vater hat so wie ich das mitbekommen habe *keine* Rechte ausser das Recht zu zahlen...(lese mich da aber gerade ein, ist bei einem Freund akut)Dann geht es um das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder. Ein unehelicher Vater hat weniger Rechte - aber die Rechte sind gestärkt worden. Finde ich eine sehr zwiespältige Angelegenheit.
Selbst als "echter" Vater hat man nach einer Trennung jede Menge Spaß....*seufz* aber das ist zum Glück im Umbruch (sofern ich das beurteilen kann).
Aber inwiefern findest Du die Stärkung der väterlichen Rechte zwiespältig?
Männer werden leider nicht schwangerUnd es geht natürlich auch um die Absicherung desjenigen, der für die Kinder beruflich zurücksteckt. Kann ja auch der Mann sein - meist aber die Frau.
Aber meist bleibt die Frau zuhause (geringeres Gehalt => geringerer Verlust), die dann durch den Mann abgesichert wird aufgrund der Ehe. Bloß wie lange soll und kann sie abgesichert werden? Was wenn sie sich scheiden lässt oder er?
Und wird durch eine Heirat der Partner wirklich abgesichert? (gesetzt den Fall es gibt keine Scheidung...)
Verantwortung für was?Und da geht es schließlich darum, Verantwortung zu übernehmen. Kann im Einzelfall lästig sein - ist ja aber nicht per se etwas Schlechtes, oder?
Würde Dir in dem Punkt zustimmen aber wie passt dann eine Scheidung dann rein?
Als Bankrotterklärung oder Beweis, das man Verantwortung nicht übernehmen kann?
Ich persönlich würde Ehe als gegenseitige Übernahme der Verantwortung füreinander sehen aber damit stünde ich definitiv alleine auf weiter Flur. Zumindest wenn ich mir die Beziehungsdauer und die Option einer Scheidung (gegen die man sich übrigens nicht wehren kann!) anschaue.
Eigentlich übernimmt man ja schon Verantwortung füreinander, wenn man zusammen ist. Da hat man ja Verbindlichkeit.
Die vielleicht durch eine Heirat gefestigt werden könnte(1) aber immer und sehr locker durch eine Scheidung passe ist.
Es kommt darauf an. Wenn Du Selbstständiger bist, lohnt es wohl kaum bis gar nicht.Und schließlich um die direkten finanziellen Vorteile: Einkommensteuer und Erbschaftssteuer.
Uneheliche Lebenspartner sind schlechteste Steuerklasse bei der Erbschaftssteuer - selbst wenn der Hinterbliebene Alleinerbe ist, kann es gut sein, dass er die gemeinsame Wohnung verkaufen muss, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen.
Aber als Arbeiter oder Angestellter bringt esnur was, wenn Du den Klassiker hast, sprich Frau ist Hausfrau oder gering verdienend und Mann ist derjenige der Geld nach Hause bringt. Aber wenn beide gleichviel verdienen ist es Mist.
Ich hoffe ja inständig das das Ehegattensplitting gekippt wird.
Nochmals DankeSoweit erst einmal,
Gruß, Leonie
Also ich denke, das es sich aus Sicht eines Mannes *nicht* so wirklich lohnt, zu heiraten aber sehr wohl für die Frau. Im Falle einer Scheidung ist sie versorgt aber der Mann darf zahlen und kann sich dagegen nicht mal wehren.
Zumal hier auch finanzielle Aspekte mehrheitlich vorgetragen wurden für eine Heirat seitens der Frau und am besten ohne Gütertrennung oder Ehevertrag....
Da es ja die Scheidung mittlerweile sehr häufig gibt, gegen die man sich als Partner nicht gross wehren kann, wüßte ich ehrlich gesagt nicht, warum sich das Herzblatt von der Anfangsposterin für eine Heirat entschliessen sollte.
Wenn die Ehe hält (was fraglich ist, da das niemand sagen kann) ok, ist es der Himmel auf Erden aber was wenn das Damoklesschwert Scheidung zuschlägt?
Da ist man als Mann sehr gearscht *sorry*.
Wenn man sich verträgt, ist ja alles easy bloß was wenn es Streit gibt? Mein bisheriger dürftiger Kenntnisstand lautet, das man als Mann zahlen muß (für nichts...) und sofern Kinder vorhanden von diesen wenig was hat.
Das *etliche* Männer sich vor dem Unterhalt drücken kann ich schon irgendwo nachvollziehen, trotzdem nicht gutheissen.
Also als Mann eine Heirat?
Mit Gütertrennung und Ehevertrag....
Gruß
Caramon
Gruß
Caramon


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