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  1. User Info Menu

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Dresscode ist eine Empfehlung, ein grober Rahmen, der den Gästen hilft, das passende Stück aus dem Kleiderschrank rsp. dem Kaufhausregal zu nehmen.
    Das ist Deine Interpretation eines Dresscodes. Die Verbindlichkeit eines Dresscodes wird nur oft von den Beteiligten höchst unterschiedlich gesehen. Und auf Nachfrage haben die Brautleute die Erwartung ja bestätigt (spätestens das ist der Zeitpunkt, an dem der Gastgeber äußern kann, dass er sich freuen würde, aber ihm wichtiger ist, mit dem Gast feiern zu dürfen und der Gast sich wohlfühlen soll).

  2. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Ich teile die Einstellung von mushunt zum Dresscode. Hier wurde aber beim Brautpaar schon nachgefragt, und heraus kam, ja, Frauen bitte im Dirndl.

    Und nachdem was ich im Forum schon an 'Familiendramen' lesen durfte, weil den Erwartungen des Brautpaares nicht zu 100% Folge geleistet wurde... auweia... das kann schon zum echten Dilemma werden...

    Gibt es andere nicht-bayerische Gaeste, mit denen ihr euch kurzschliessen koennt?

  3. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Sie hat geschrieben, dass Dirndl und Co nichts für sie sind. Und bekommt den Rat, bei Lodenfrey, die ja nicht unbedingt für Budgetbekleidung bekannt sind, ein Kostüm mit Trachtenanklängen zu kaufen, um es dann künftig bei Familienfesten zu tragen? Damit hat sie zum Problem der aktuellen Hochzeit (wo sie etwas tragen würde, das sie nicht tragen möchte) das weitere Problem, sich bei künftigen Festen wieder mit der ungeliebten Klamotte auseinandersetzen zu müssen. Mit dem Tipp löste Allenamensindweg nicht nur das Problem nicht, sondern schuf gleich neue.

    Mandelblüte

    Ach Gottchen.


    Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß, wenn schon die Hochzeit in Tracht gefeiert wird, auch künftige Familienfeste im gleichen Stil abgehalten werden.

    Tracht ist - zumindest in weiten Teilen (Ober-)bayerns - keine Moderichtung, sondern eine Lebenseinstellung !!
    Warum sollte sich zwischen Hochzeit und potentieller Taufe plötzlich die Lebenseinstellung ändern ?

    Und nein, liebe Mandelblüte, es schafft keinesfalls neue Probleme, wenn man mal ein bißle vorausschauend denkt, sondern im Gegenteil verhindert ein vernünftiger Kauf, daß die TE beim nächsten Fest wieder vor der Klamottenfrage steht.


    Ich weiß wirklich nicht, was so schwer daran ist, sich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen, wenn man sich mal in einen anderen Kulturkreis bewegt.
    Aber es gibt ja auch immer noch Leute, die motzen, wenn sie im Urlaub Paella oder Lasagne essen sollen statt ihrer vertrauten Bockwurst....

    Das Brautpaar plant eine bayrische Hochzeit und erwartet seine Gäste dazu eben nach Landessitte gekleidet.
    So what.
    Wo ist jetzt das Problem, sich mal für einen Tag auf eine andere Kultur, auf andere Sitten und Gebräuche einzulassen ??
    Meine Güte, es hat doch niemand verlangt, daß die TE den Rest ihres Lebens auf einer Alm verbringt und täglich 300 Kühe melkt.

    Wem die äußeren Umstände der Hochzeit nicht passen, ist sicher nicht gezwungen, an der Feierlichkeit teilzunehmen.
    Das ist dann zwar auch 'ne klare Ansage, aber vermutlich hat das Brautpaar auch nicht wirklich Lust dazu, mehr oder weniger viel Geld für die Bewirtung von Gästen auszugeben, denen sie nichtmal eine kleine geistige Flexibilität wert sind.



    Mei, die Preissn wieda.

  4. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Norddeutsche ist mir die bayerische Tracht mehr als fern. Kennt ihr euch aus mit oberbayerischen Gepflogenheiten? Ist Dirndl ein Muss? Ich befürchte, ich würde mich "verkleidet" fühlen.
    Was tragen die Männer?
    Die TE scheint mir verunsichert und fragt um Rat mit dieser Dirndlfeier umzugehen.
    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Sie hat geschrieben, dass Dirndl und Co nichts für sie sind.
    Sie befürchtet, sich verkleidet zu fühlen. Und hat einige gut Ideen hier bekommen, den Dresscode für sich akzeptabel auszulegen. Respekt an alle Fündiggewordenen und Verlinker.
    Oder meinst Du, sie wollte hier nur auf bayerische Dirndltrager schimpfen? Ich hatte das nicht so verstanden.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und nein, liebe Mandelblüte, es schafft keinesfalls neue Probleme, wenn man mal ein bißle vorausschauend denkt, sondern im Gegenteil verhindert ein vernünftiger Kauf, daß die TE beim nächsten Fest wieder vor der Klamottenfrage steht.
    Das hieße aber, dass sie sich ein bisschen wohlwollend mit der Dirndlfrage auseinandersetzen müsste.
    Wenn es nur ein Ablassen über die spinnerten und anspruchsvollen Brautleute ist, dann braucht sie keinen Rat.
    Wo ist jetzt das Problem, sich mal für einen Tag auf eine andere Kultur, auf andere Sitten und Gebräuche einzulassen ??
    Das scheint für manchen Leute ein großes Problem zu sein. Sie fühlen sich in ihrer Persönlichkeit beschnitten, wenn sie sich auf Ungewohntes einlassen.
    Interessanterweise scheinen die Bayern mit ihren Gepflogenheiten besonders dafür geeignet zu sein.
    Ein Dirndl oder eine Lederhose löst bei manchen geradezu Aggressionen aus.
    Gibt es dazu psychologische Untersuchungen oder Umfragen? Wenn nicht, sollte ich eine starten.
    Der Gleiche, der bei der Vorstellung, sich ein Trachtenjankerchen umzulegen, nässende Pusteln bekommt, wird sich wahrscheinlich beim Austeigen aus dem Flugzeug in Hawaii mit Entzücken mehrere Blumenkränze um den Hals legen lassen.
    Es muss an den Bayern liegen. Wer weiß Rat?

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    AW: Trachten-Hochzeit

    Hallo,

    ich bin ja nun wirklich auf der einen oder anderen Hochzeit in Bayern, aber ich habe noch keinen Dresscode "Tracht" erlebt (höchstens ein "wäre schön" oder "ihr wärt damit nicht falsch angezogen"). Und schon zweimal nicht bei Familienfesten jedweder anderer Art (da habe ich noch nie irgendeine Art von Dresscode erlebt), auch nicht im ländlichen Oberland. Wieso sich bei künftigen Familienfesten wieder die Kleidungsfrage stellen sollte, kann ich nicht nachvollziehen.

    Wo Tracht Lebenseinstellung ist, herrscht in der Regel Toleranz dahingehen, dass sie für andere keine Lebenseinstellung ist. Und ist alles andere als erfreut, wenn andere diese als Kostüm ansehen.

    Der Gleiche, der bei der Vorstellung, sich ein Trachtenjankerchen umzulegen, nässende Pusteln bekommt
    Als Gerne-Dirndl-Trägerin bekomme ich die tatsächlich, wenn ich sehe, was so als Jäckchen mit alpenländischen Anspielungen empfohlen wird.

    Mandelblüte
    Geändert von Mandelbluete (09.01.2014 um 22:24 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Finde ich genauso. Bin ja aus Bayern und wenn ich dann die Landhausmode oder die Billigdirndl für die Wiesn etc. sehe, dann graust es mich.

    Würde es mir stehen und ich es mir leisten können, dann nur eine traditionelle Tracht.

  7. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [I]
    Schade, daß Du einen so unangebrachten Tonfall anschlägst.
    Auf dem Niveau diskutuiere ich nicht.
    Das macht nix

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tracht ist - zumindest in weiten Teilen (Ober-)bayerns - keine Moderichtung, sondern eine Lebenseinstellung !!... Ich weiß wirklich nicht, was so schwer daran ist, sich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen, wenn man sich mal in einen anderen Kulturkreis bewegt.... Das Brautpaar plant eine bayrische Hochzeit und erwartet seine Gäste dazu eben nach Landessitte gekleidet.
    In den wenigen Landstrichen, in denen die echte Tracht noch fester Bestandteil des täglichen und vor allem des festlichen Lebens ist, würden diese echten Trachtler nie von Auswärtigen verlangen, sich so zu kleiden, im Gegenteil, das würden sie sich wohl verbitten. Tracht ist schon lange keine Landessitte mehr und war es in vielen Teilen Bayerns noch nie.

    Dirndl und Landhausmode hingegen sind genau das - Mode.

    Ich lebe in Bayern und trage gerne Dirndl und mir gefällt es auch, dass viele der jungen Leute und auch Teenager in Dirndl und Lederhosen zu festen und auf die Dult (Kirmes) gehen, aber eine Tracht ist das eben nicht.

    Der Dresscode könnte auch “70erJahre“ oder “Klingonische Festkleidung“ heißen.

    Ich finde es jedenfalls ganz schön viel verlangt, meinen GÄSTEN zusätzlich zu den Kosten für Anfahrt, Übernachtung und Geschenk Ausgaben für Kleidung abzuverlangen, die sie sonst nie kaufen/tragen würden.
    Geändert von izzie (09.01.2014 um 23:10 Uhr)
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

    Moderation von:
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    AW: Trachten-Hochzeit

    Hallo,

    ich frage mich, ob allenamensindweg und mushunt aus Bayern kommen oder in Bayern leben.

    Mandelblüte

  10. Inaktiver User

    AW: Trachten-Hochzeit

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    ich frage mich, ob allenamensindweg und mushunt aus Bayern kommen oder in Bayern leben.
    Was mich anbetrifft weder das eine, noch das andere.

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