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    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Selbst bei kleinen Dingen kann er sich nicht entscheiden, wenn er z.B. eine Kamera kaufen will, sucht er wochenlang in Foren etc. herum und wägt alles ab. Meist verläuft es dann im Sande und er hat keine Kamera.
    Bist Du mit meinem Mann zusammen? Das kommt mir SO bekannt vor.

    In dieser Hinsicht finde ich es bemerkenswert, dass er sich tatsächlich darauf eingelassen hat, die Verhütung wegzulassen. Ein gemeinsames Kind bindet Euch für immer, auch über eine evtl. gescheiterte Beziehung/Ehe hinaus werdet ihr Eltern des Kindes oder der Kinder sein. Deswegen glaube ich auch nicht, dass er Dich eigentlich nicht will. Ich denke, ihm ist Heiraten einfach nicht so wichtig.

    Und: ich persönlich fand die Kinderfrage immer wichtiger als das Heiraten, frau wird ja nicht jünger, das ist leider nunmal so. Heiraten kannst Du mit 45 noch. Kinder kriegen eher nicht. Also finde ich, er hat da eigentlich in elementarerer Weise "ja" zu Euch und Eurer Beziehung gesagt as durch einen Trauschein..
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  2. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Ja, genauso denk ich inzwischen auch.
    Lange habe ich gedacht, wenn er mich nach so langer Zeit nicht heiraten will, ist er sich nicht sicher oder zweifelt an mir oder an unserer Beziehung. Oder will sich nicht festlegen, immer ein Hintertürchen offenhalten (blöd, ich weiß, aber wenn man sich selbst einmal diesen Floh ins Ohr gesetzt hat....)

    Aber mit der Kinderplanung hat er keine Probleme, obwohl man in der Hinsicht ja viel mehr Verantwortung eingeht, und zwar ein Leben lang. Denn falls man heiratet und später feststellt, dass das doch nicht so toll war, kann man zum Scheidungsrichter gehen. Ein Kind kann man nicht mehr rückgängig machen.

    Ich hab ihn auch mal gefragt, warum er bei der einen Sache (heiraten) so zögerlich ist und ihn das in irgendeiner Weise beängstigt, bei der anderen Sache (Kinder kriegen) hingegen viel offener und zugänglicher ist. Konnte er mir aber auch nicht wirklich beantworten Muss ich wohl so hinnehmen. Er meinte aber auch, ich soll mir keine Sorgen machen, das wird alles noch kommen. Er muss da irgendwie noch einen Schalter umlegen oder so.

    Mein Mann, das unbekannte Wesen

    Hab ihn aber trotzdem lieb.

  3. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber mit der Kinderplanung hat er keine Probleme, obwohl man in der Hinsicht ja viel mehr Verantwortung eingeht, und zwar ein Leben lang.
    Das hat aber mit der Entscheidung für einen Partner nichts zu tun - das ist doch eine ganz andere Ebene.

    Kinder binden einen doch nicht an den Partner. Man hat zwar ein gemeinsames Kind, das heißt aber noch lang nicht dass man mit dessen Mutter weiter zusammenleben möchte.

    Die Entscheidung für die Elternebene mit der Entscheidung für die Paarebene gleichzusetzen finde ich immer ein bisschen merkwürdig, als gäbe es keine getrennten Eltern. Man kann sich sicher sein ein Kind zu wollen, auch wenn man schon weiß dass man mit dem Partner nicht auf Dauer zusammenbleiben will.

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    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Das seh ich anders, schnellschnell. Denn wenn ich nun schon wüsste, dass ich mit diesem Partner nicht dauerhaft zusammenbleiben will, würde ich mich ggf. gar nicht auf ein Kind mit ihm einlassen. Denn das bindet einen auch im Trennungsfall aneinander, ob man nun will oder nicht. Rechte und Pflichte als Eltern bleiben einem ja.

    Vor allem als Mann: er hat ja keinen so großen Zeitdruck nach hintenraus wie Frauen ihn haben (jaaa, ich weiß, auch Spermien werden nicht besser, aber ein Mann Ü40 kann lockerflockig mit einer 28jährigen Vater werden). Bei Frauen mag es schon mal passieren, dass es dann eher ums Kind geht als um den Partner. Das seh ich bei Männern weniger und schon gar nicht bei einem, der Anfang 30 ist und sich noch in 5-10 Jahren eine andere suchen könnte. Daher meine ich: er hätte meines Erachtens jetzt nicht ja zum Kindermachen gesagt, wenn er die TE nicht als seine Partnerin dauerhaft wollen würde.
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  5. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hat aber mit der Entscheidung für einen Partner nichts zu tun - das ist doch eine ganz andere Ebene.
    Kinder binden einen doch nicht an den Partner. Man hat zwar ein gemeinsames Kind, das heißt aber noch lang nicht dass man mit dessen Mutter weiter zusammenleben möchte.
    Merkwürdige Einstellung. Aber das ist meine Meinung. Zum Glück weiß ich, dass mein Partner mit Sicherheit nicht so denkt. Er will mit Sicherheit kein Kind in die Welt setzen, wenn er nicht auch in Zukunft mit mir zusammenleben möchte. Das fände ich auch ziemlich verantwortungslos. Da kenne ich seine Einstellung zum Thema Familie zu gut.
    Klar kann man auch ein Kind wollen, auch wenn man zu dem Zeitpunkt schon weiß, dass man mit dem jetzigen Partner nicht dauerhaft zusammenleben möchte, aber dann will man mit Sicherheit kein Kind mit gerade diesem Partner, so dass man sich auf lange Sicht halt trennt und sich einen neuen Partner zum Kinderkriegen sucht.

    Beim Thema Zusammenleben und evtl. Heiraten wäre ich mit Sicherheit risikofreudiger, eben weil ich weiß, wenn es die falsche Entscheidung war, zieht man halt die Konsequenz und trennt sich wieder. Aber ein Kind bindet einen ein Leben lang an diesen Menschen, auch wenn man getrennt lebt. Und im schlimmsten Fall heißt das dann auch, dass ich zwar ein Kind habe, es aber nicht bei mir lebt, sondern beim Expartner, und ich quasi kaum was von dem Kind mitbekomme.
    Und wenn man Kinder haben möchte, dann mit Sicherheit nicht, um das Kind dann alle 14 Tage am WE zu sehen und den Alltag nicht mit ihm zu teilen. Klar kann das trotzdem passieren, weiß man ja nicht, aber zu dem Zeitpunkt, wo man mit jmd. ein Kind "plant", bin ich mir doch sicher, dass der oder diejenige die richtige dafür ist.

    So sieht das zum Glück auch mein Partner. Wenn er mitbekommt, dass Paare sich kurz nach der Geburt eines Kindes oder sogar noch während der Schwangerschaft trennt, schüttelt er jedes Mal bekommt. Er meint, wenn man sich nicht genug liebt oder sich nicht sicher ist, dann solle man halt keine Familie gründen. Die leidtragenden sind schließlich die Kinder.

    Aber wenn das deine Meinung ist, ist das schon ok. Da leben wir wohl in verschiedenen Welten (ist nicht böse gemeint)

  6. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wenn das deine Meinung ist, ist das schon ok. Da leben wir wohl in verschiedenen Welten (ist nicht böse gemeint)
    Da verwechselst du was: das ist nicht meine persönliche Einstellung.

    Aber wenn ich die Lebenswirklichkeit zur Kenntnis nehme dann kann ich doch nicht ernsthaft behaupten, dass einen ein Kind als Paar dauerhaft verbindet?? Die Welt ist voller alleinerziehender Mütter, deren Kindsväter im Nirvana verschwunden sind obwohl sie zum großen Teil vor der Zeugung durchaus einverstanden waren mit der Idee ein Kind zusammen zu bekommen.

    Und, nein, gottseidank binden einen Kinder an niemanden, wenn man das nicht will. Vor allem weil Kinder ja nicht immer Kinder bleiben. Die sind irgendwann erwachsen und dann muss man mit einem Kindsvater nullkommagar nichts mehr zu tun haben, wenn nicht schon früher.

    Die Frage bleibt für mich trotzdem: wieso will jemand, der angeblich mit mir zusammenbleiben und auch ein Kind mit mir will mich dann nicht heiraten? Was genau soll da der Sinn sein?? Noch dazu wenn ich schon lange Jahre mit ihm zusammen bin und er sich doch wohl eine Meinung über mich und unsere Beziehung hat bilden können???

    Wer grundsätzlich nicht heiraten will, ok. Aber zu sagen, ja, will ich - aber später - das leuchtet mir nach zehn Jahren wirklich nicht ein.

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar kann man auch ein Kind wollen, auch wenn man zu dem Zeitpunkt schon weiß, dass man mit dem jetzigen Partner nicht dauerhaft zusammenleben möchte, aber dann will man mit Sicherheit kein Kind mit gerade diesem Partner, so dass man sich auf lange Sicht halt trennt und sich einen neuen Partner zum Kinderkriegen sucht.
    Die meisten Männer die ich kenne hatten keinen ausgprägten Kinderwunsch, sondern eher "nichts dagegen". Das ist doch nicht in allen Fällen eine total bewußte Entscheidung, sondern oft eher ein geschehen lassen (noch dazu oft auf Druck der Frau).

    Beim Standesbeamten ja sagen finde ich jedoch einen bewußt geplanten Akt, schließlich muss ich da extra hingehen und das organisieren - das passiert eben nicht einfach so im Bett, weil sie die Verhütung aufgehört hat...

  8. User Info Menu

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Grundsätzlich hat aber auch der Mann die Verhütung mit in der Hand, wenn er nicht will, dass es passiert. Meiner hätte vor seiner bewussten Entscheidung dazu die Kondome nicht weggelassen und es "einfach im Bett passieren lassen" - und der ist auch so ein Langsam- und Sorgfältigentscheider wie der Partner der TE.

    Für immer binden tun Kinder nicht, nicht als Paar, das ist klar - aber das erwartet hier ja auch keiner? Aber als Eltern hat man doch für ca. 20 Jahre (oder wie lang die Kids halt in Ausbildung sind) die gemeinsame Verantwortung, mindestens finanziell. Dass es auch Alleinerziehende gibt, wo der Vater sich einen Dreck schert - klar. Aber das ist doch hier nicht das Thema (und das hat auch nix mit heiraten oder nicht zu tun, das tun geschiedene Väter wohl genauso wie unverheiratete).
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  9. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wer grundsätzlich nicht heiraten will, ok. Aber zu sagen, ja, will ich - aber später - das leuchtet mir nach zehn Jahren wirklich nicht ein.
    Weil heiraten für ihn nicht den gleichen Stellenwert hat wie für mich. Und weil für ihn jetzt erstmal wichtig ist, dass er nun nach über 6 Jahren Studium (mit kurzer Unterbrechung) erstmal das Bedürfnis hat, zur Ruhe zu kommen (also nicht sofort danach monatelang eine Hochzeit zu planen und sich dauernd damit auseinandersetzen zu müssen) und sich finanziell ein Polster aufzubauen. Ich hätte zwar das Geld für eine große Hochzeit auf der "hohen Kante", aber er möchte nicht, dass ich das alleine bezahle, weil er sich schon unwohl dabei gefühlt hat, dass er quasi die letzten Jahre mehr oder weniger auf meine Kosten gelebt hat. Er will die Probezeit überstanden haben, in der Zwischenzeit Dinge machen, die die letzten 2 Jahre auf der Strecke geblieben sind, um danach in aller Ruhe sowas zu planen.
    Bei vielen Freunden haben wir gesehen, dass sich in den Wochen/Monaten vor der Hochzeit alles nur darum dreht, wahnsinnig viele Dinge organisiert werden müssen und es zuletzt auch eine Stange Geld kostet. Das ist ihm grade zuviel.

    Vielleicht muss ich dazu sagen, dass gerade die letzten beiden Jahre extrem aufreibend für ihn waren. Er musste sich durch das Studium ziemlich durchbeißen (inhaltlich), nebenbei jobben, um die Studiengebühren zu finanzieren, und finanziell war es auch immer sehr mager. Wir sind über die Runden gekommen und mussten zum Glück keine großen Schulden machen bis auf einen kleinen Eltern-Kredit.

    Er möchte jetzt erstmal einen Kitesurfer-Kurs machen, mit mir in Urlaub fahren, die ein oder andere Städtereise und Musicalbesuche, und vor allem unsere Wohnung komplett fertig bekommen.

    Es geht ja nicht um die 10 Jahre, sondern darum, dass er erstmal zur Ruhe kommen möchte. Wäre er schon vor 3 Jahren oder so fertig gewesen, wären wir wahrscheinlich auch schon verheiratet. Er hat halt etwas länger gebraucht, um beruflich seinen Weg zu finden.

    Aber ich glaube, wir beide kommen nicht mehr auf einen Nenner. Für mich hat das nichts mit der Länge der Beziehung zu tun. Meine Eltern haben erst nach vielen vielen Jahren geheiratet und führen immer noch eine glückliche lebendige Beziehung. Die Eltern von meinem Freund haben nach 1 Jahr geheiratet und leben quasi nebeneinander her, keiner hat ein Eigenleben, keine eigenen Hobbies. Immerhin sind sie jetzt 35 Jahre verheiratet, aber dass die Beziehung besser ist als z.B. bei meinen Eltern, kann ich so nicht sagen.

    Mein Bruder ist z.B. auch schon 5 Jahre mit seiner Freundin zusammen, er will sie auch unbedingt heiraten etc., aber erst, wenn beide mit der Ausbildung/Studium durch sind (also sie, er ist schon fertig). Und das ist in frühestens 5 Jahren. (Er 24, sie 19).

    Aber dir muss es ja auch nicht einleuchten, hauptsache ist doch, dass mir ein Licht aufgeht

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Freund will (noch) nicht heiraten - Warum?

    Wie gesagt, für mich ist die Entscheidung für ein Kind zunächst eine Entscheidung für ein Kind bzw ein Geschehenlassen. Ich glaube, wenn man vor der Zeugung auch extra ins Standesamt gehen müsste und irgendwas unterschreiben gäb es deutlich weniger "gewollte" Kinder...

    Eine Heirat ist für mich die bewußte und verbindliche Entscheidung für den Partner.

    Das kann glücklicherweise zusammentreffen, muss aber eben nicht zwingend so sein, nichts anderes wollte ich damit sagen. Aus der Tatsache dass ein Mann nicht alles tut um ein Kind zu verhindern würde ich jedenfalls nicht schließen wollen, dass er sich aus vollem Herzen für mich als Lebenspartnerin entschieden hat.

    Für mich sind das einfach zwei Paar Stiefel.

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