Ich erzähle ihm regelmäßig von Arztbesuchen, von neuen Therapiemöglichkeiten, er fragt viel danach. Ich brauche nur hin und wieder meine Ruhe in akuten Phasen, da bitte ich ihn dann auch einmal, abends nach der Arbeit noch Freunde zu besuchen, damit ich alleine daheim bin (das macht für mich einen Unterschied, ob der eine im Wohnzimmer und der andere im dritten Zimmer ist oder ob man eben ganz alleine daheim ist). Wir sprechen viel darüber, wie sich das auswirken kann, was mir gut tut und er packt da gut mit an. Ich fordere in einigen Momenten seine Anwesenheit sehr stark ein, wichtig ist mir nur, dass ich ihn dabei nicht übersehe, sprich, wenn ich merke, dass ihn etwas bedrückt (was in den akuten Phasen viel seltener vorkommt), stecke ich in dem Moment zurück, damit er sich mir öffnen kann ohne zu denken, dass ich es gerade nicht ertragen kann, mir seine Probleme anzuhören. Aber ich merke auch, dass ich mich deutlich weniger "gehen lasse" seit wir zusammen sind, wenn akute Phasen sind. Sprich: Vorher habe ich mich daheim eingeschlossen und lag einfach Tage im Bett und habe gehofft, dass es bald vorübergeht. Jetzt versuche ich viel entschiedener dagegen anzukämpfen (was mir auch guttut).
Da stimme ich dir absolut zu. Ich kann verstehen, wenn jemand irgendwann an den Punkt kommt, dass es nicht mehr geht oder jemand sich von vornherein dagegen entscheidet. Aber dennoch zusammen sein und deswegen nicht heiraten wollen, fände ich auch komisch.
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Thema: Er will nun doch nicht :(
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05.08.2013, 14:20Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Geändert von Inaktiver User (05.08.2013 um 14:33 Uhr)
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05.08.2013, 14:41Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Liebe Litenprinsesse, für mich hört sich das nach einer gesunden, respektvollen und liebevollen Basis an.
So wie du es schilderst, ja auch von beiden Seiten.
Meine persönliche Auffassung zum Thema Hochzeit habe ich ja bereits beschrieben.
Auch wenn man sich sehr liebt, können da Welten aufeinanderprallen. Meine Vorstellung war eine ganz andere als die meines Mannes.
Unsere Hochzeit wurde dann ein (sehr schöner) Kompromiss.
Ich wünsche dir, dass Ihr auch gemeinsam zu einem Weg findet, der für Euch beide passt.
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05.08.2013, 16:26
AW: Er will nun doch nicht :(
Ein herrlicher Freud'scher!Kompromisse sind der Schlüssel zu einer glücklichen und langwierigen Beziehung/Ehe
Liebe Litenprinsesse,
ernst gemeinter Rat: Im Hinblick auf
under tue sich [...] schwer, weil sich so viele Dinge im Leben ändern.
würde ich das Thema - nach einem ausführlichen Gespräch zwischen euch zwei worüber auch immer euch zu reden wichtig ist - ruhen lassen und in 1 / 2 / 3 ... Jahren wieder thematisieren. Nämlich dann, wenn es dir wirklich wichtig ist, es JETZT bald zu tun.ich habe kein Problem damit, noch zwei, vier, sechs Jahre zu warten
Ich kenne unendlich viele Paare, bei denen einer jahrelang nicht heiraten will. Und dann ist das nächste, was mir ins Haus flattert, die Einladung zur Hochzeit.
LG Lil
PS. Fast immer ist der total gerührte vor Tränen übergehende rotäugige rotzende superemotionale Partner der, der davor partout dagegen war.
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05.08.2013, 16:33
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05.08.2013, 18:28Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Meine 2 cents:
für mich liest es sich wie:
der schon immer geträumte Wunsch 'geheiratet zu werden' wird nicht so respektiert, wie er es gefühlt sein sollte.
Dagegen steht, dass er sagt (und das halte ich persönlich für sehr wichtig und wahrhaftig):
er kann dieses Versprechen nicht geben.
ich verstehe es so, dass er Versprechen gibt, wenn er sich sicher ist, sie einhalten zu können,
und ein Versprechen, das die nächsten 50 Jahre gelten soll, ist ihm 'eine Nummer zu hoch'.
Beim Lesen fühlte sich für mich 'ein Bekenntnis abgeben' wie 'beweisen müssen, dass er sie liebt, an.
Und zusätzlich, diese Liebe zu versprechen.
Was mir insgesamt fehlt, ist das 'Ernstnehmen' des Gesagten. Das wirkliche Zuhören.
Er liebt, sie liebt. Er braucht dafür keinen 'Beweis' sondern Freiwilligkeit.
Diese kommt von Herzen.
Aber er kann jetzt nicht sagen, ob es sie in 20, 30 Jahren in dieser Form noch geben wird.
Das ist mE ehrlich. Und eine offen zugegebene Unsicherheit.
Das würde ich ernst nehmen.
Und das Thema ruhen lassen. Und in mich gehen.
Mit Liebe.
LG, symbol
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05.08.2013, 19:29
AW: Er will nun doch nicht :(
Dein Freund kriegt mit Sicherheit einfach kalte Füße. Lass ihm etwas Zeit, das war ja jetzt erst seine erste Reaktion. Außerdem kam er dir doch shcon wieder entgegen mit der standesamtlichen Hochzeit - also immer ruhig bleiben! das wird schon
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05.08.2013, 19:35
AW: Er will nun doch nicht :(
Hallo,
auch standesamtliche Trauungen können heute sehr schön sein: mit romantischen, mahnenden, witzigen Worten.
Ich kann ja verstehen, dass das Standesamt einem gläubigen Paar neben der kirchlichen Trauung wenig oder auch nichts bedeutet. Aber wieso ist das Standesamt (und die vielleicht auch feierliche Zeremonie dort) unwichtig, während Du Dein Glück an den vielleicht gleichen Worte eines freien Redners festmachst?
Mandelblüte
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06.08.2013, 10:24Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
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06.08.2013, 10:33Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Guten Morgen alle zusammen.
Ich strahle wieder :)
Gestern Abend haben wir noch einmal darüber gesprochen. Er hatte Essen gemacht, als ich heimkam, sodass es gleich einen schönen Rahmen hatte. Es hat sich schnell rausgestellt, dass es einige Missverständnisse gibt, die hier auch schon thematisiert wurden als mögliche Missverständnisse. Er fühlte sich ein wenig unter Druck gesetzt, weil ich öfter mal sagte: XY hat geheiratet und darüber gesprochen habe, das gab ihm das Gefühl, dass ich langsam darauf dränge, während er gerne noch etwas Zeit hätte. Er dachte, ich möchte einen Riesenparty mit X Gästen, wenn ich jetzt schon anfangen will zu sparen. Und dass er sich eine Hochzeit vorstellt, wo man nicht durch die Vorbereitungen schon so gestresst ist, dass man nachher nur froh ist, wenn der Tag vorbei ist. Und er dachte, ich wünsche mir von einer freien Trauung genau das gleiche wie von einer kirchlichen, sprich, dass das in einer Kapelle stattfindet oder so, und das sei einfach nicht er. Das konnten wir zum Glück sehr schnell ausräumen. Er hat sich für das Vorpreschen entschuldigt, für ihn war der Satz mit dem Sparen so eine Art Hammer, und er hat sich dafür entschuldigt, dass er nicht gleich gesagt hat, dass er keinen freien Pfarrer als Trauredner möchte. Das ließ sich zum Glück alles schnell auflösen. Er sagte auch, dass er mich gerne heiraten würde, dass er gerne Verantwortung und Pflichten für uns und mich übernimmt, und dass er denkt, dass wir eine schöne Feier haben werden und der Moment für uns beide sein soll. Ich werde also künftig weniger über die anderen sprechen, oder mich deutlicher positionieren und ihm die Zeit geben, die er noch braucht. Ich freue mich einfach wahnsinnig, dass wir uns so schnell über die Basis einig geworden sind. Und ich bin auch froh, dass ich in den letzten Tagen herausgefunden habe, was mir wirklich wichtig ist und auf was ich auch gut verzichten kann. So werden wir dann hoffentlich, wenn es einmal so weit ist, einen gemeinsamen Nenner finden.
Herzlichen Dank für eure Unterstützung, die Fragen und Anmerkungen.
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06.08.2013, 10:56
AW: Er will nun doch nicht :(
Hej, das hört sich ja suuuuuuper an!!!!!
Freut mich sehr für dich. Das klingt alles sehr vernünftig, von beiden Seiten aus. Juhu!!!!
Ich wünsche dir eine schöne Zeit bis es soweit ist und wenn es soweit ist eine wunderschöne Feier, so wie ihr euch beide sie vorstellt und wünscht. Vielleicht schreibst du dann hier noch mal, damit wir uns mitfreuen können.
Ach so und das Sparen kann man ja trotzdem schon mal anfagen, damit man, wenn es an die Planung geht, nicht ganz so eingeschränkt ist.
Ach schööööön!!!!
B.i.t.c.h.
Babe in total control of herself




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