Nein, ich habe ihn nicht danach gefragt. Habe ja schon einmal geschrieben, dass ich das Gespräch vor ein paar Tagen beendet habe, weil es für mich ein Schlag war, und ich im Moment nicht mit ihm darüber sprechen will, weil ich mir erst einmal selbst Gedanken machen muss, wie ich mit dieser neuen Situation umgehe.
Das mit der Krankheit schließe ich aus, weil er eine standesamtliche Trauung mit Folgen nicht ausschließt, lediglich eine Zeremonie, die keine Folgen für die Krankheit hätte.
Ich denke, dass wir mit dem Thema Kinder noch einmal auf die Krankheit kommen werden und das eher dort ein Problem sein könnte (nicht muss)
Ich habe ja gemerkt, dass sich in der Hinsicht was tut. Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht mit so einer klaren Ansage gerechnet, da sich die Aussagen eher in die andere Richtung verschoben haben. Das hat aber m.E. nicht so viel mit Charaktereigenschaften zu tun wie etwa das Gefühl, ob jemand die Wahrheit sagt (dass eine Feier ihm zu teuer ist, glaube ich nämlich nicht, und ebenso nicht, dass er keine Freunde dabei haben will - ich glaube ihm hingegen schon, dass ihm das für ewig binden Angst macht)
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Thema: Er will nun doch nicht :(
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04.08.2013, 18:33Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
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04.08.2013, 18:38Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Hast du ihm das schon so und so klar gesagt?Wer weiß, was in 20 Jahren ist? Was ich heute weiß ist, dass ich es mit ihm versuchen möchte, und diese Bekenntnis ist für mich ein Eheversprechen - ob es klappt, sei dahin gestellt.
Ich hab den Eindruck, ihr müsstest mal grundsätzlich miteinander diskutieren, was das Eheversprechen bedeutet. Sagt dem anderen, was ihr darunter versteht - und was nicht. Dann ist wahrscheinlich eine Annäherung möglich.
Ich seh das Ganze nicht als definitive Komplettabsage. Sondern eher so, dass ihr Nachholbedarf an intensiven Gesprächen habt und euch dem Prozess stellen solltet, euch in dieser Frage anzunähern. Etwas, was man in einer Beziehung eh immer wieder tun sollte - ihr könntet es als erste Herausforderung im Hinblick auf die Ehe betrachten.
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04.08.2013, 18:58
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04.08.2013, 19:03Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Danke, das tut gut zu hören. Ich bin ganz deiner Meinung. Vor meinem Post dachte ich, dass plötzlich Welten zwischen uns liegen, wo vorher nur der Abstand war, der jeder zu seiner eigenen Freiheit braucht. Inzwischen denke ich auch, ich habe nicht klar genug gesagt, was ich möchte. Wir haben wohl beide nie ernst genug darüber gesprochen, vor allem nicht über die richtigen Dinge (auch an dem besagten Tag war eine Menge Alkohol im Spiel seinerseits, auch wenn die Aussage sehr klar und strukturiert war, sodass ich nicht davon ausgehe, dass es grundlegend nicht so ist, wie er sagte). Ich habe ihm gesagt, dass ich in weiß heiraten will und meine Freunde dabei haben will, wie allerdings es aussehen soll, wer welche Wünsche hat, was es bedeutet, darüber haben wir nie gesprochen. Wir reden über so viele Dinge, aber das Grundlegende haben wir wohl vergessen. Zumal es auch eigentlich nicht aktuell war (ich habe kein Problem damit, noch zwei, vier, sechs Jahre zu warten), bis er es so ernst auf die Agenda hob. Ich werde noch ein wenig nachdenken, meine Gedanken ordnen und versuchen, meine Wünsche/Vorstellungen zu formulieren, und dann das Gespräch mit ihm suchen.
Generell bin ich sehr verträumt, romantisch und in vielen Dingen Mädchen, gut möglich, dass er ungeahnt Rückschlüsse auf die Art meiner Traumhochzeit geschlossen hat, die es gar nicht gibt (weil ich eben auch kein für immer garantieren will).
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04.08.2013, 19:13Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Dann hätte er mit seinen Worten einen Prozess angestossen, den ich grundsätzlich als positiv oder zumindest mit positivem Potenzial sehen würde.
Und noch was: Nimm nie etwas wörtlich und als langfristig absolut gültig, was unter Alkoholeinfluss gesagt wurde.
Es heisst zwar "Kinder und Säufer sagen die Wahrheit" - das stimmt aber nur eingeschränkt. Leute, die getrunken haben, sagen vielleicht das ungeschminkt, was sie in jenem Moment gerade denken - aber ob das ein spontaner Gedanke, eine Laune, ein flüchtiger Zustand ist, oder eine tiefer gehende Ansicht, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Meistens ist es ersteres.
Deshalb: nimm nie als endgültig, was ein Angetrunkener sagt, bevor er es nicht im nüchternen Zustand und mit zeitlichem Abstand nochmals bekräftigt hat.
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04.08.2013, 19:15
AW: Er will nun doch nicht :(
das ist kinderei, eine sandkastenliebe.
man spielt miteinander schön, aber lebt in eigenen welten.
du zeigst ihm dein weinen nicht, du konfrontierst ihn erst mit der fertigen gefühlen irgendwann.
er müsste eine atrappe heiraten, eine heile schöne welt, einen barbietraum.
du bliebst hinter der fassade, -er würde dem klischee die ewige treue schwören müssen.
er ist im suff auf dein sandkuchenschloss getreten.
und jetzt?
keine authentizität?lg
legrain
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04.08.2013, 19:33Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Man lebt doch nicht in eigenen Welten, wenn eine Sache (die zudem bislang nicht akut/aktuell war) noch unausgesprochen ist? Beziehung ist doch Prozess, ein gemeinsames Arbeiten, gemeinsam an Zielen arbeiten, sie ggf ändern und anpassen - das erreicht man m.E. durch Reden und Taten.
Ich hege keinen Barbietraum, ich quatsche hin und wieder genauso oberflächlich (wie ich mir jetzt eingestehe) über Heirat mit meinem Freunden wie mit ihm. Ja, ich bin sicher eine Träumerin, aber ich kann durchaus Realität und Traum trennen ;-) In meinem Traum dachte ich auch mal an ein Weihnachten mit allen Verwandten, man packt freudestrahlend Geschenke aus, isst lange gemeinsam, spielt. In meiner Realität hatte ich das einzige wirklich schöne Weihnachtsfest letztes Jahr mit meinem Freund allein, als vieles ungeplant lief, weil wir schlicht die Zeit vergessen haben.
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04.08.2013, 19:37
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04.08.2013, 19:39Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Er ist doch kompromissbereit und schlägt dir Alternativen vor.
Ich kann ihn verstehen, eine traditionelle Hochzeit mit Publikum wäre für mich nie in Frage gekommen.
Da hätte ich sogar eher die Beziehung beendet.
Und die Eheversprechen kann man ja auch selbst gestalten, "ewig" und "bis der Tod uns scheidet" würde ich niemanden versprechen.
Geh doch wirklich mal in dich und versuche, deine Kindheitsträume zu entzaubern und dir klar zu machen, was "Ehe" bedeutet, nicht nur dieser eine Tag der Hochzeit.
Erst dann werdet ihr beide zu einer authentischen Zeremonie finden.
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04.08.2013, 19:50Inaktiver User
AW: Er will nun doch nicht :(
Ich konnte die letzten Tage nicht in Worte fassen, weil meine Gedanken Achterbahn gefahren sind. Ich denke, das wird nun besser. Und Tränen finde ich in den aller meisten Dingen eher hinderlich, um zu einem Konsens zu kommen. Wir sind beide wohl Typen, die erst etwas mit uns selbst ausmachen, und dann nochmal neu diskutieren.



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aber du lächelst, um ihn zu schonen.

