Wir haben vor 2 Wochen geheiratet und zwar nicht da, wo wir wohnen. Das hätten wir zwar gerne gemacht, aber aus verschiedenen Gründen wäre das nicht klug gewesen (wir hatten allerdings unsere Gäste nicht bewußt im Blick, es gab andere Gründe), zumal wir nicht gewußt hätten, wo die Gäste hätten unterkommen können.
Wir haben also 400 km von uns entfernt geheiratet und sind damit der Familie und auch vielen Freunden entgegengekommen. Für unsere Freunde aus der Schweiz war es echt weit, aber sie sind trotzdem gekommen. Es hat nur eine Freundin aus finanziellen Gründen abgesagt, aber bis zu unserem Wohnort hätte sie nochmal 400 km drauflegen müssen.
Wir haben unsere Gründe erklärt und alle hatten Verständnis, auch die, die es zu unserem Wohnort näher gehabt hätten. Der Nachteil war, dass wir uns eine Location ausgesucht haben, die eine 2-jährige Wartezeit hat. Also fand das Fest sehr viel später statt als geplant.
Es war ein gelungenes Fest und fast alle waren da. Die Hotelzimmer haben wir allerdings nicht bezahlt, das hätten wir nicht gekonnt, dllerdings wurde das auch von niemandem erwartet.
Wir fanden es klasse, wie es war, allerdings stellte uns unsere Entscheidung, weit weg zu zuhause zu heiraten, vor allem nach der Hochzeit vor logistische Herausforderungen.
Insgesamt sollte sich jedes Paar die Frage stellen, was es selbst will. Man muß als Brautpaar echt bleiben, ohne egoistisch zu werden. Mit einem halbzufriedenen oder sogar unglücklichen Brautpaar, das versucht, jeden Wunsch der Gäste unterzubringen - was nie gelingt - ist niemandem gedient.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 37
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13.07.2013, 23:01
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
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13.07.2013, 23:05
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.07.2013, 23:42
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Wobei ich mich immer frage, wenn ich zu einer Hochzeit (oder einem Geburtstag oder was auch immer) eingeladen bin.
- will ich dahin
- kann ich es mir leisten
Und wenn ich hin will und der/die Einladenden mich dabei haben wollen, dann schenke ich eben nichts, wenn ich schon hohe Reisekosten habe, damit hatte zB das Brautpaar bei einer Hochzeit dieses Jahr kein Problem, die haben sich gefreut, dass ich gekommen bin. Und ich hatte diverse Reisekosten und zwei Hotelübernachtungen, die haben schlicht mein komplettes Budget aufgefressen.
Und vor ein paar Jahren habe ich lieber ein Geschenk geschickt, statt zur Hochzeit weniger enger Freunde zu fahren, und habe sie dann später im Jahr besucht.
Man kann natürlich das Brautpaar nicht wirklich fragen, was ist euch lieber, wenn ich komme oder wenn ich ein Geschenk schicke - weil nur eines von beidem finanziell drin ist - aber sich selbst kann man frage, was einem lieber ist udn womit man sich besser fühlt.
Und ein Brautpaar, dass mir die Freundschaft aufkündigen würde, weil ich nichts oder nicht "angemessen" schenke hatte ich bisher noch nicht unter meinen Freunden.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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14.07.2013, 00:28Inaktiver User
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Aus dieser Formulierung schließe ich, dass du eine total originelle Heirat auf dem...äh... Mars jetzt nicht sonderlich begrüßenswert findest

Ich schließe mich dem an.
Letztlich gibt es selbstverständlich immer wen der fahren (oder sogar fliegen) muss, aber alle Gäste zu verdonnern da einen nicht unbeträchtlichen finanziellen, zeitlichen und organisatorischen Aufwand zu betreiben, nur damit man hinterher mit seiner Traumlocation protzen kann, finde ich auch ziemlich selbstsüchtig.
Klar- ich heirate für mich.
Die Feier mach ich aber für die Gäste.
Da ein bisschen auf dem Teppich zu bleiben und die "Mehrheit" zu berücksichtigen, halte ich für angemessen.
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14.07.2013, 07:48
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Das ist wohl von Brautpaar zu Brautpaar unterschiedlich. Manchen ist es wichtiger mit Familie und Freunden zu feiern, die suchen häufig eine große und bezahlbare Location dort wo ein Teil der Familie wohnt. So muss ein Teil nicht reisen und dem anderen Teil kann eine günstige Übernachtungsmöglichkeit angeboten werden.
Wer viel Geld hat, der kann eine tolle Location aussuchen und den Gästen die Übernachtung im Hotel spendieren.
Manchmal ziehen Freunde weit weg und heiraten auch dort. Die Einladungen an Freunde und Verwandte aus der Heimat gehen raus und dann muss geklärt werden, ob die Gäste kommen können. So etwas ist oft mit einem Urlaubstag, einer langen Auto- oder Zugfahrt und Übernachtungskosten verbunden. Das kann sich nicht jeder Gast leisten und nicht jeder Gast bekommt Urlaub weil Cousine Hanni heiratet.
Es ist immer ein abwägen. Wir sind schon häufig weit wegen Hochzeiten gereist und nur einmal wurde uns die Übernachtung im Hotel vom Brautpaar spendiert. Zweimal wurde für uns eine kostenlose Übernachtung bei Freunden den Brautpaars auf der Luftmatratze organisiert. Ansonsten haben wir gezahlt. Und das prinzipiell gerne, wir sind aber auch schon einer Hochzeit ferngeblieben, weil Anfahrt und Übernachtungskosten so teuer waren. Einmal haben wir ein Wohnmobil gemietet und auf dem Parkplatz des Veranstaltungsortes übernachtet.
Wir selbst haben schon mehrfach Übernachtungsgäste für befreundete Brautpaare bei uns übernachten lassen.
Meine Hochzeit war an einer tollen Location ohne Familie. Das Fest haben wir nachgeholt und hier haben meine Eltern die Kosten für die Übernachtungen der fernen (älteren) Verwandtschaft übernommen, während meine Schwiegereltern das Essen bezahlt haben. Wir haben den Rest gezahlt und ca. 15 Leute haben bei uns im Wohnzimmer auf dem Boden geschlafen.
Freunde von uns haben auch noch Gäste auf genommen.
Es ist so wie wildwusel sagt:
Zitat von wildwuselhttp://bfriends.brigitte.de/foren/im...post-right.pngHallo Simone,
mMn:
#1: Das Paar kann heiraten, wo und wie es will.
#2: Die Gäste können kommen oder es bleiben lassen.
So ist für alle gesorgt und der Streß minimiert.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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14.07.2013, 08:51
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Das ist mir zu beliebig und zu unverbindlich.
Für mich snd Einladungen zu "Familienfesten" (die Anführungsstriche, weil es nicht nur um Familie geht) keine unverbindlichen Hinweise, dass das ein Event stattfindet, zu dem ich kommen kann, und bei dem ich mir überlege, ob ich Lust habe und ob der Deal stimmig ist.
Als Entschuldigungsgründe gelten da nur Krankheit und wirklich keine Zeit. Klar, wenn jemand gerade einen Auslandsaufenthalt in Australien macht, ist ok, wenn er nicht angeflogen kommt. Aber ansonsten finde ich selbstverständlich, einer solchen Einladung zu folgen. Leute, die so fernstehen, dass das für sie nicht selbstverständlich ist, würde ich umgekehrt auch nicht einladen.
Und ich trage auch gerne die Kosten an Zeit und Geld dafür - wenn es nicht mutwillig teuer gemacht wird, etwa weil die Hochzeit ans Meer verlegt ist, obwohl dann alle 400 km mehr Anreise hatten oder weil das Ganze im 5-Sterne-Hotel auf dem Dorfe stattfindet, so dass ich es keine Alternative zum Übernachten gibt.
Wenn das jemand machen würde, würde es mich wirklich ärgern.
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14.07.2013, 09:16
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Eine Freundin von mir hat einen Mann aus einer ganz anderen Ecke von Deutschland geheiratet und eine schöne Lösung gefunden: die standesamtliche Hochzeit war im hohen Norden, die kirchliche im tiefen Süden. Bei beiden Terminen gab es kleine Feiern, an denen dann auch die "lokalen" Freunde eingeladen waren, die Familien reisten natürlich zu beiden Hochzeiten an.
Gerade in einem gewissen Alter is man als Gast ja schnell mal auf drei, vier Hochzeiten im Jahr eingeladen, da nutzt sich der Effekt: "Oh tolle Location, dafür fahre ich auch mal 200 km" schnell ab. Je mehr Aufwand der Gast betreiben muss, um zu einer Hochzeit zu kommen, desto höher sind dann auch die Erwartungen an die Feier.
Deshalb finde ich es schöner, wenn das Brautpaar an seinem Wunschort feiert, und es dann später daheim eine formlosere Feier mit den Freunden gibt. Da bewundert man dann auch gerne die romantische Hochzeitslocation.
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14.07.2013, 09:35
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Als Zumutung würde ich das nicht sehen, aber ich käme einfach nicht, sondern würde nur eine Glückwunschkarte schicken. Nur wenn das Brautpaar Anreise und Unterkunft organisieren und finanzieren oder der Ort wirklich urlaubstauglich ist und Urlaub noch "drin" ist, würde ich anreisen.
Mir persönlich ist eine Hochzeit (egal wessen) einfach nicht wichtig genug, um dafür ein paar Hundert Euro locker zu machen. Geschenk und Bekleidung kommen schließlich auch noch dazu. Ist eine Hochzeit in der Nähe (Tagesausflug), komme ich gern, ist es so weit, habe ich den Verdacht, das Brautpaar möchte lieber eine kleine Feier mit den engsten Familienangehörigen. Sollen sie haben, ich bin darüber nicht böse.
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14.07.2013, 15:40
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Wenn dir #2 nicht paßt, dann kannst du #1 nicht haben, ohne in Verruf zu kommen. Wenn es für dich wichtiger ist, daß alle, die du dahaben willst, auch kommen können, müssen eben Ort, Zeit und Aufwand so gewählt sein, daß alle es hinkriegen.
nmE führt jeder Versuch, einen Sitz der Wippe unbesetzt zu lassen, zu einem harten Aufschlag. (Das *ist* die dritte Alternative. Man muß ja nicht immer Streit vermeiden.)
Die Hochzeit, zu der ich mal am weitesten gefahren bin, war in unserer gemeinsamen (Braut, Bräutigam, Trauzeugen) Heimatstadt -- die einzigen, die nicht 600 km fahren mußten, waren also die beidseitigen Eltern. Bei kostenloser Übernachtung und im Wohnzimmer feiern waren die Kosten also vier Rückfahrkarten und zwei Urlaubstage, das ließ sich wuppen.Geändert von wildwusel (14.07.2013 um 15:44 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.07.2013, 17:38Inaktiver User
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Ich persönlich wohne etwas weiter von meiner "Kernfamilie" - und ich würde eine Anreise auch in Kauf nehmen, da es mir egal wäre, ob jetzt die eine oder andere Richtung.;o)
Allerdings kenne ich viele Familien mit einer Firma/Landwirtschaft, für die ich es neverever zumuten würde, weiter anzureisen, wenn die Familie relativ "nah" beieinander wohnt und für zwei, drei Tage Ersatz suchen müsste, damit der Betrieb weiterläuft.
Und ich bin der Meinung - wenn ich so feiere, dass andere eine Übernachtung buchen müssten, würde ich die auch übernehmen.
Destination Wedding als Idee ganz schön, es wäre nur in meinem Umfeld nicht umsetzbar.
Ist vielleicht so ein neumodisches Ding mit Hochzeiten - früher eher in kleinem Rahmen einen Nachmittag lang, jetzt Drei-Tages-Festlichkeiten sonstwo, bei denen ich nur ??? auf der Stirn habe.


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