Also, wenn ich die Wahl habe zwischen "OK" oder "Zumutung", dann entscheide ich mich eher für "Zumutung", zumindest wenn nicht nur enge Verwandte und allerengste Freunde eingeladen werden. Bei Freunden, zu denen der Kontakt nicht ganz so eng ist, oder bei Verwandten im Bereich Cousine/Nichte etc. finde ich es nicht in Ordnung, so hohe Ausgaben zu provozieren, nur weil man gerne eine Berg-/Meer- oder sonstige Kulisse im Hintergrund haben möchte. Klar, wenn man sich in Kreisen bewegt, in denen Geld keine Rolle spielt, ist das vielleicht was anderes (dann würde ich die Kosten aber auch als Paar selbst tragen). Aber den meisten tun doch ein paar hundert Euro doch weh (und manchmal weiß man das von außen gar nicht), und wenn man das gleich mehrfach im Jahr hat, dann ist das schon hart.
Natürlich geht es manchmal auch nicht anders - wenn die Ursprungsfamilien weit voneinander entfernt wohnen, dann muss zwangsläufig eine Familie in den sauren Apfel beißen. Aber ganz ohne Not alle Gäste zum Verreisen zu zwingen finde ich nicht okay.
Dabei macht es für mich durchaus einen Unterschied, ob es hier um 150 km geht oder um 500 km. 150 km kann man notfalls auch nach der Feier noch mit dem Auto heimfahren. Oder es wird zumindest nur eine Übernachtung fällig und nicht etwa 2 (für Freitag und Samstag).
Ob das Fest dann letzten Endes schön ist oder nicht, ist für mich dabei ehrlich gesagt auch zweitrangig. Oder vielmehr: Das wäre das mindeste, was ich erwarten würde! Denn eigentlich würde ich für das Geld vermutlich lieber ein Wochenende mit meinem Partner alleine an einem Ort meiner Wahl verbringen, statt in dieser Zeit mit einer Zwangsgemeinschaft zusammenzuhocken, von denen ich vielleicht auch nur einen Teil kenne und mag.
Der Vollständigkeit halber: Ich habe solche Aktionen natürlich schon zur Genüge hinter mir (allerdings eigentlich nur, weil einer der Partner aus dem jeweiligen Ort stammte) und ich würde es auch jederzeit wieder tun. Aber ich finde, das kann man nicht von jedem erwarten - und jemanden dann aus finanziellen Gründen zu einer Absage zu zwingen oder eben zu großen Umständen (wo es doch tatsächlich überall schöne Orte zum Heiraten gibt) finde ich nicht besonders "freundschaftlich".
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13.07.2013, 20:23Inaktiver User
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
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13.07.2013, 20:31Inaktiver User
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Zum Thema "Unmut kundtun" empfehle ich Dir, mal einen Blick in ein Hochzeitsforum zu werfen, da gibt es überall Stränge mit Titeln wie "Die dümmsten Kommentare zu Eurer Hochzeitsplanung"

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Wir haben etwa 90 km von unserem damaligen Wohnort entfernt geheiratet, in einem Ort, in dem ich tatsächlich früher einmal gewohnt habe.
Allerdings ist es so, daß wir beide ursprünglich aus ganz anderen Ecken Deutschlands kommen und jetzt quasi in der einzigen Ecke leben, in der sonst von beiden Familien niemand ist.
Es hätte vermutlich ein wüstes Hauen und Stechen gegeben, wenn wir es gewagt hätten, in der Nähe des einen Familienteils zu heiraten und die anderen Dreiviertel hätten fahren müssen.
Deshalb haben wir uns entschlossen, alle fahren zu lassen, damit sich niemand benachteiligt fühlt und eben an dem sehr schönen ehemaligen Wohnort von mir geheiratet.
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13.07.2013, 20:33Inaktiver User
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Ein Familienmitglied hatte sich dazu entschlossen, in einem Skigebiet in den Bayerischen Alpen zu heiraten. Und das, wo die komplette Familie und Freunde aus dem Ruhrgebiet stammen. Hinzu kam noch, dass das Ganze ein paar Tage vor Weihnachten stattfinden sollte.
Ich persönlich fand es eine Zumutung. Nicht nur, dass Anreise und Hotelkosten nicht unwesentlich waren (gerade kurz vor Weihnachten), sondern auch, weil man sich mind. 1 Tag Urlaub nehmen musste.
Das fanden viele nicht so prall und es sind auch nicht alle gekommen. Damit muss man dann halt auch rechnen als Hochzeitspaar.
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13.07.2013, 20:41
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Ich bin letztes Wochenende 550 km einfacher Weg gefahren. Aber meine Freundin und ihr Mann haben in ihrer ehemaligen Heimat geheiratet, in der auch die Familien des Brautpaares wohnen, da hatte ich Verständnis. Ich weiß nicht, ob ich für jeden so weit fahren würde und auch nicht, wenn es für mich keinen so nachvollziehbaren Grund wie den von meiner Freundin.
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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13.07.2013, 20:49
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Hallo Simone,
mMn:
#1: Das Paar kann heiraten, wo und wie es will.
#2: Die Gäste können kommen oder es bleiben lassen.
So ist für alle gesorgt und der Streß minimiert.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.07.2013, 20:59
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Gelegentlich stelle ich hier einfach mal aus purer Neugier Fragen bezüglich Meinungen, Ansichten und Erfahrungen. Nicht immer steckt ein persönliches Problem dahinter, auch wenn manche das gerne hätten ;-).
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13.07.2013, 21:10
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Je weiter bzw. teurer die Anfahrt und die Unterkunft bei einer Hochzeit sind desto eher bleiben Gäste aus Zeit- und Kostengründen weg. Das weiß ich aber als Brautpaar.
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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13.07.2013, 21:14
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Wenn es dem Brautpaar nicht egal ist, sollen sie da heiraten, wo möglichst viele Leute gut hinkommen, und die Leute dabei unterstützen, hin- und unterzukommen.
Wenn sie irgendwo heiraten wollen, wo viele Leute schlecht hin- oder unterkommen, sollte es ihnen deutlich egaler sein, wer kommt.
Man muß seine Prioritäten kennen. Letzlich geht's um's Gleichgewicht der Anforderungen, und daß man keine Situationen schafft, wo am Ende alle aufeinander sauer sind.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.07.2013, 21:36
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Mein Kollege hat auf den Seychellen geheiratet, die Eltern wurden eingeflogen und haben das direkt mit einem Urlaub dort verbunden. Der Rest der Verwandtschaft hat hinterher eine Einladung zu einer kleinen Feier zuhause erhalten. Die Braut trug ein sehr schönes weißes Sommerkleid, der Bräutigam einen weißen Anzug. Beides haben sie dann auch noch mal zuhause für den Rest der Gäste getragen.
Männer sind auch Menschen
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13.07.2013, 22:48
AW: Weiter weg (ca. 500 km v. d. Heimat entfernt) heiraten: OK od. Zumutung f. d. Gäs
Ich denke mal, hier ist dem Paar der Ort, das Drumherum wichtiger als ob und wieviel Gäste kommen u. deswegen würde ich absagen. Zudem kann es sich auch nicht jeder leisten Hotel und Anreise zu zahlen und dann noch ein großzügiges Hochzeitsgeschenk zu machen.
Gruß - Pummel
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Wenn Schwimmen schlank macht, was machen Wale falsch????
Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht zu genau hinsehen.


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