Bloss gut, dass die Beamten, die meinen Familiennamen in allen Papieren geändert haben, das nicht wussten.Aber im Ernst, ich dachte, genau dafür haben wir doch die Haager Konvention? Habt Ihr die Apostille vom Aussenministerium denn? Ich würd sonst ins blaue hinein wüst spekulieren, dass Euer Karibik-Staat vielleicht der Haager Konvention nicht angehört?
Ich weiss es wirklich nicht, vielleicht hat sich das auch inzwischen geändert. Ich hatte damals den Eindruck, als ich mit meiner amerikanischen Heiratsurkunde zurückkam, hätten die deutschen Beamten mir alles eingetragen, nur um mich und diesen lästigen, unerhörten weil höchst ungewöhnlichen Vorgang so schnell wie möglich wieder loszuwerden.![]()
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09.07.2013, 12:42
AW: Ich will in New York heiraten
Die Menge macht das Gift.
T. B. v. Hohenheim
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09.07.2013, 15:51
AW: Ich will in New York heiraten
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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09.07.2013, 16:45
AW: Ich will in New York heiraten
Nein, das entspricht auf meiner Urkunde eher Beglaubigung bzw. Überbeglaubigung. Meine Apostille bestätigt, dass bei der Eheschliessung alle Erfordernisse des Haager Abkommens eingehalten wurden. Und ich denke eigentlich, da sind u. a. die Einzelheiten zum Namensrecht eben geregelt. Unabhängig davon befand sich unsere Namenserklärung allerdings auch zweifellos deutlich im Einklang mit dem seinerzeit geltenden deutschen Namensrecht.
Man hatte uns das damals beim deutschen Konsulat auch so erklärt, dass wir die Wahl haben, die Namenserklärung bei der Eheschliessung in New York abzugeben oder später bei einem deutschen Standesamt. Und dass wir eben zwingend die Erklärung auf einem deutschen Standesamt abgeben müssten, wenn sie nicht auf der Heiratsurkunde selbst erscheint.
Interessant - die Echtheit unserer Unterschriften wurde übrigens weder geprüft noch bestätigt. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, ob wir überhaupt etwas unterschrieben haben, erinnere mich aber, dass wir noch gescherzt haben, dass wir auch die Putzfrau und den Taxifahrer hätten hinschicken können, weil niemand unsere Pässe bei der Trauung sehen wollte. Wer die Heiratserlaubnis bringt, wird getraut, fertig.
Alles andere hätte wohl auf dem New Yorker Standesamt zu lange gedauert. Vielleicht nicht so ganz das richtige für echte Romantiker.
Aber dann ist es letztlich vielleicht wie immer - andere Länder, andere Sitten.^^ Und ich schrieb ja schon - ist einige Jahrzehnte her.Die Menge macht das Gift.
T. B. v. Hohenheim
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09.07.2013, 19:10Inaktiver User
AW: Ich will in New York heiraten
Super Idee!
New York war auch in unserer engen Auswahl, wir haben letztendlich aber in Florida am Strand geheiratet.
Dort haben wir das Aufgebot beantragt, mit unseren Reisepässen, am nächsten Tag haben wir dann geheiratet.
Anschließend mussten wir die Urkunde durch eine Apostille (eine zwischenstaatlich anerkannte Überbeglaubigung) beurkunden lassen.
Damit sind wir in Deutschland aufs Standesamt und haben für 30 Euro noch den Namen gewechselt und die Ehe ins deutsche Register eintragen lassen.
Du musst fragen, die meisten akzeptieren die englischen Originaldokumente, manchmal muss man noch beglaubigt übersetzen lassen, dafür haben wir 25 Euro bezahlt und es war in 2 Tagen erledigt.
Eine Namensänderung in den USA wird nicht empfohlen, da es Probleme mit dem Waiver (esta) und den Flugtickets geben kann.
Ist aber auch nicht nötig, geht ja in Deutschland superschnell und unkompliziert.
Falls du noch Fragen hast, kann ich dir noch Tipps geben.
Liebe Grüße und viel Spaß. New York ist eine der tollsten Städte der Welt. Und genau das richtige für eine Hochzeit.
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09.07.2013, 19:38Inaktiver User
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10.07.2013, 09:46
AW: Ich will in New York heiraten
Aber sofern man nicht die komplette Hochzeitsgesellschaft, die man in Deutschland gehabt hätte, mitnimmt, hat man für diese Dienstleister in NY ja keinen Bedarf.
Ich spreche aus Erfahrung.
Heirat in NY war was die Behördengänge angeht echt einfach und schnell. Die Apostille hinterher zu bekommen, um das ganze dann in Deutschland anerkennen zu lassen, war auch nicht sehr viel Zusatzaufwand. Insbesondere wenn man vergleicht, was man in Deutschland so alles zu tun hat, um heiraten zu "dürfen". (OK, in meinem Fall wäre das noch mal deutlich mehr als üblich gewesen, da Göga und ich nicht die selbe Staatsbürgerschaft haben.)
Wir sind dann am Abend danach "einfach" fein ausgegangen und haben es uns besonders gut gehen lassen.
Bedarf an Hochzeits-spezifischen Dientleistungen gleich Null.
Es hat sich auch keiner in der Familie beschwert. Man hat sich einfach für uns gefreut. Und wegen allseits bekanntem Mangel an Motivation meinerseits, im Mittelpunkt einer von langer Hand geplanten "schönster-Tag-in-meinem-Leben"-Feier mit allem pi-pa-po zu stehen, war sowieso abzusehen, dass es in keinem Fall ein Gelage im üblichen Stil gegeben hätte.

Ich kann also nur zuraten. Heiraten in NY ist klasse!“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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10.07.2013, 11:52
AW: Ich will in New York heiraten
Nein, tut sie nicht. Ich hatte beruflich mit der Apostille zu tun, und die Apostille löste das Verfahren der Legalisierung der Urkunde ab. Hierfür wurde das Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisierung geschlossen.
Ohne die Apostille müsste die ausländische Urkunde für den Gebrauch in Deutschland legalisiert werden. Das bedeutet, eine diplomatische/konsularische Vertretung des die Urkunde ausstellenden Landes in Deutschland erklärt, dass die fragliche Urkunde echt ist. Was natürlich mit einem ziemlich großen Verwaltungsaufwand verbunden ist.
Im Beispiel hier müsste die US-amerikanische Botschaft bei der Legalisierung einer Heiratsurkunde das Standesamt in New York fragen, ob die Urkunde dort ausgestellt wurde, um anschließend die Echtheit der Urkunde zu bestätigen.
Durch das (einfachere) Anbringen der Apostille noch im Ausstellungsland der Urkunde entfällt das (aufwendigere) Verfahren der Legalisierung.
In den Wikipedia-Artikeln zur Apostille und Legalisation ist das ganz gut beschrieben.
Apostille
Legalisation
Festzuhalten bleibt: Die Apostille hat absolut keinen Bezug zum Inhalt der Urkunde, also etwa zum Verfahren der Eheschließung.Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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10.07.2013, 23:27
AW: Ich will in New York heiraten
Gut, dann habe ich zu salopp formuliert - ich mache das nämlich nicht beruflich - ich meinte mit "Haager Abkommen" nicht
das Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisierung,
sondern
das Haager Übereinkommen über die Schliessung und die Anerkennung der Gültigkeit von Ehen v. 14. März 1978.
Ob darauf nun die Apostille bezug nimmt, oder das an anderer Stelle erscheint, dürfte jetzt für die Frage der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von ausländischen Namenserklärungen unerheblich sein.
Um den Thread nicht zu kapern und für den Fall, dass die TE hier noch mitliest, können wir ja vielleicht abschliessend festhalten, dass es überhaupt keine Rolle spielt, denn wird eine Namenserklärung im Land der Eheschliessung abgegeben und wird anschliessend in Deutschland als unwirksam erachtet, muss die Namenserklärung auf einem deutschen Standesamt nachgeholt werden. Wird keine Namenserklärung im Rahmen der Trauung abgegeben, muss ebenfalls auf einem deutschen Standesamt eine Namenserklärung abgeben werden. Wer es schafft, bei der Trauung eine wirksame Namenserklärung abzugeben, hat unverschämtes Glück und spart den Gang zum deutschen Standesamt. Es lohnt sich also, es zu versuchen.Die Menge macht das Gift.
T. B. v. Hohenheim
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13.07.2013, 23:20
AW: Ich will in New York heiraten
Hallo Astrid,
tolle Idee in NYC zu heiraten.
Das haben wir auch letztes Jahr gemacht und uns 8 Wochen vorher dazu entschlossen ( also dort zu heiraten, nicht das Heiraten.
Alles lief super und unkompliziert ab.
Falls du noch Tips brauchst, kannst du mich gerne kontaktieren.
LG



Aber im Ernst, ich dachte, genau dafür haben wir doch die Haager Konvention? Habt Ihr die Apostille vom Aussenministerium denn? Ich würd sonst ins blaue hinein wüst spekulieren, dass Euer Karibik-Staat vielleicht der Haager Konvention nicht angehört?
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