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  1. User Info Menu

    Frage Kirchlich heiraten?

    Hallo, mich interessiert, ob hier jemand (wie wir) unentschlossen ist, kirchlich zu heiraten? Wir sind katholisch, leben aber den Glauben nicht im Alltag und stellen die katholische Kirche an einigen Punkten in Frage.
    Mein LG glaubt an Gott, ich glaube an eine Höhere Macht..
    Wir finden irgendwie keine Entscheidung, ob wir uns kirchlich trauen sollen oder nicht. Kennt das jemand?
    Danke und Gruss von Carpediem
    Carpediem mit Frühlingskind 2008 und Winterkind 2012 an den Händen und Herbstbaby 2014 im Arm

  2. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten?

    Den Zweifel kenne ich selber nicht, da ich ohnehin ausgetreten bin und nie freiwillig katholisch heiraten würde.

    Grundsätzlich ist es so, dass man bei der Trauung verspricht, seine Kinder katholisch zu taufen und ebenso zu erziehen. Da muss man dann eben entscheiden, in wie weit man das möchte und kann oder ob man im negativen Fall bereit ist, zu flunkern.

    Meine ganz persönliche Meinung als Atheistin ist ja, dass man das nur tun sollte, wenn man davon auch überzeugt ist und dahintersteht. Hat jemand generell (trotz irgendeines Glaubens) mehr Argumente gegen die katholische Kirche als dafür und sieht er viele Dinge ganz anders als sie, dann sollte er meines Erachtens nicht kirchlich heiraten, weil er sich dann ja auch nicht an sein Versprechen s.o.) halten kann oder wird. Aber mir ist klar, dass viele Leute das lockerer sehen. Und natürlich hängt es auch davon ab, wie sehr ihr euch trotz aller eventuellen Kritik als Katholiken seht.

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    AW: Kirchlich heiraten?

    Zitat Zitat von Carpediem30 Beitrag anzeigen
    Hallo, mich interessiert, ob hier jemand (wie wir) unentschlossen ist, kirchlich zu heiraten? Wir sind katholisch, leben aber den Glauben nicht im Alltag und stellen die katholische Kirche an einigen Punkten in Frage.
    Mein LG glaubt an Gott, ich glaube an eine Höhere Macht...
    Gut, im Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche müsstet ihr während der Hochzeitsmesse wortwörtlich beten: "Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche ..."

    Und das ist ja bei euch beiden nicht der Fall, wenn ich das richtig einschätze. Wozu also kirchlich heiraten, wenn man die katholische Kirche kritisch sieht und eher vage an einen Gott oder eine göttliche Macht glaubt. Meinst du nicht, das wäre unaufrichtig?

    Irgendwie würde ich dann nicht nur an der Aufrichtigkeit des kirchlichen Eheversprechens zweifeln, sondern auch an der Aufrichtigkeit des standesamtlichen Eheversprechens. Wenn man teils "Theater spielt", um den Hochzeitstag zu "hypen", ist es bestimmt ein amüsanter Tag - doch die Tiefe fehlt.

    Unterhaltet ihr euch denn über Spiritualität und Glauben? Gibt es da irgendwo einen gemeinsamen Nenner, ein gemeinsames Gebet, das euch beide bewegt und euch das Gefühl einer tieferen Verbindung zueinander gibt? Dann würde ich das als Grundlage nehmen für eine spirituelle Form der Eheschließung, die man am Hochzeitstag auch im kleinen Kreis oder zu zweit vornehmen kann - ohne Priester, ohne katholisches Glaubensbekenntnis, ohne Verbiegung. Ein Versprechen, das man daran glaubt, dass eine höhere Macht euch zusammengeführt hat, dass eine göttliche, gute Kraft eure Verbindung durchströmt und euch und eure künftigen Kinder segnen und schützen möge.

    Wenn ihr allerdings meint, dass es für Kinder ein guter Halt wäre, öfter in die Kirche zu gehen und sich als katholisch zu begreifen, dann könnte das ein Argument sein, eine katholische Taufe der Kinder in Erwägung zu ziehen.
    Geändert von Handle (16.04.2013 um 21:33 Uhr)

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    AW: Kirchlich heiraten?

    Hallo carpediem,

    wie viele Katholiken leben ihren Glauben tatsächlich im Alltag? Wie viele haben an der Kirche nichts auszusetzen? Beides würde ich nicht zum Maßstab meiner Entscheidung für oder gegen eine kirchliche Trauung machen.

    Viele finden den Bezug zur Kirche wieder, wenn Kinder da sind. Die möchte man dann doch gerne taufen und mit zur Kommunion gehen lassen. Dafür muss man zwar nicht kirchlich verheiratet sein, aber für mich würde es sich stimmiger anfühlen.

    Eine kirchliche Trauung kann ja durchaus auch Anlass sein, sich mal näher mit dem Thema Glauben zu beschäftigen. Was glaubt Ihr von Gott? Was würde Euch ein Eheversprechen vor Gott bedeuten? Könntet Ihr Euch vorstellen, daraus in schwierigen Zeiten auch mal Kraft zu ziehen? Die Kirche bietet bei der kirchlichen Hochzeit ja nur den Rahmen, das Sakrament spenden sich die Eheleute gegenseitig. Das ist vielen nämlich auch nicht bewusst.

    Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass Du Dir da Gedanken machst und nicht wie so viele die Kirche nur als romantisches Setting benutzen willst.

    Ach ja, und was das Glaubenbekenntnis angeht: Damit kann man sich ausgiebig beschäftigen und durchaus auch einen Zugang zu den auf Anhieb problematischen Stellen finden. Gerade der Glaube an die heilige katholische Kirche wird sehr häufig völlig missverstanden.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  5. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten?

    Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an: die Frage nach einer kirchlichen Trauung würde ich zum Anlass nehmen, über meinen Glauben nachzudenken und mich mit meinem Mann darüber autauschen. Diese Frage hat mit der Institution Kirche nichts zu tun.

    Grade eine katholische Trauung ist ein Sakrament und taugt in meinen Augen nicht zu einer rein folkloristischen Veranstaltung für Familie und Freunde.

    Ich bin katholisch, mein Ex-Mann war schon als ganz junger Mann aus der Kirche augetreten, weil er Kritik an der Institution hatte, wie er sagte. Er wollte sogar ausdrücklich eine kirchliche Trauung, aber er konnte mir seinen Glauben an Gott nicht sozusagen "glaubhaft" vermitteln. Was hätte mir also ein Eheversprechen geholfen vor einem Gott, an den er nicht glaubt ? Folglich haben wir es gelassen (ich wollte das deshalb nicht), unsere Tochter ist allerdings katholisch getauft.

    Gruß, Elli

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    AW: Kirchlich heiraten?

    Ich bin evangelisch. Und ja, ich sehe die Kirche (auch die evangelische wohlgemerkt) auch teilweise kritisch.

    Die kritische Sicht auf die jeweilige Kirche ist meiner Meinung nach aber kein Grund nicht kirchlich zu heiraten.
    Es ist doch nur gut wenn die Kirchen auch kritische Mitglieder in ihren Reihen haben.

    Dein Mann ist gläubig und Du glaubst "an eine höhere Macht". Ich finde das völlig in Ordnung dann kirchlich zu heiraten.
    Dass der Glaube bei euch im Alltag keine große Rolle spielt, spricht auch nicht dagegen. Bei wievielen katholischen/ evangelischen Christen ist das schon der Fall?

    Ich denke nicht, dass ihr beide erst die perfekten Christen im Alltag und im Glauben sein müsst um kirchlich heiraten zu können.

    Nach Luther (das ist jetzt natürlich protestantisch gedacht) gehört der Zweifel zum Glauben dazu. Glauben ist ja auch immer eine Entwicklung.

    Die Überlegung ob ihr Kinder wollt und diese an eine christliche Institution zumindest herangeführt werden sollen (z.B. katholischer Kiga,Taufe, Kommunion etc.), würde ich auch mit in die Entscheidung einbeziehen.

  7. gesperrt

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    AW: Kirchlich heiraten?

    Wer Probleme mit dem Glaubensbekenntnis hat, muss ja keine Traumesse haben, sondern nur eine kirchliche Trauung. So haben wir das vor fast 40 Jahren gemacht und es war für uns der richtige Rahmen. Wir hatten unseren Geistlichen (Pfarrer der Studentengemeinde), der die Zeremonie so mitgestaltet hat, wie wir das wünschten!

  8. User Info Menu

    AW: Kirchlich heiraten?

    Hallo Carpediem,
    wir hatten uns im Prinzip trotz Zweifeln schon für eine kirchliche Trauung entschieden. Diese stand von Anfang an unter keinem guten Stern (Pfarrbüro war nicht einverstanden mit unserem Hochzeitsort, der zum Hochzeitsort gehörige Pfarrer wollte uns ebenfalls nicht trauen), letztendlich ist der Termin aus anderen Gründen ganz geplatzt. Bei unserer standesamtlichen Trauung hat meine Trauzeugin ein Gebet vorgelesen und wir haben eine gesegnete Hochzeitskerze angezündet. Ein Jahr später fühlt sich das "Verheiratet sein ohne kirchliche Trauung" sehr stimmig an, wir planen keinen Nachholtermin. Dass wir unser Kind nun taufen lassen, selbst aber nicht kirchlich verheiratet sind, passt für uns trotzdem zusammen und ergibt keinen Bruch.
    Wichtig bei diesem Thema ist sicher, in sich hineinzuspüren: Womit fühle ich mich wohl? Was fühlt sich für mich/für uns als Paar richtig an? Was will ich/wollen wir mit einer kirchlichen Trauung ausdrücken? - Ich habe mir "damals" wenig Zeit dafür genommen und bin sehr froh, dass andere Umstände zu einem für uns passenden Weg geführt haben.
    Alles Gute für eure Entscheidung!
    Liebe Grüße, jucy

  9. User Info Menu

    AW: Kirchlich heiraten?

    Für mich hat es lediglich einen romantischen Wert kirchlich zu heiraten. Sollte man nicht so eng sehen und für sich selber entscheiden MEINER Meinung nach. :)

  10. User Info Menu

    AW: Kirchlich heiraten?

    Zitat Zitat von Carpediem30 Beitrag anzeigen
    Hallo, mich interessiert, ob hier jemand (wie wir) unentschlossen ist, kirchlich zu heiraten? Wir sind katholisch, leben aber den Glauben nicht im Alltag und stellen die katholische Kirche an einigen Punkten in Frage.
    Mein LG glaubt an Gott, ich glaube an eine Höhere Macht..
    Wir finden irgendwie keine Entscheidung, ob wir uns kirchlich trauen sollen oder nicht. Kennt das jemand?
    Danke und Gruss von Carpediem
    Die Kirche würde jetzt sagen, dass ihr der Formpflicht unterliegt, auf deutsch kirchlich heiraten müsst.

    Aber es soll natürlich passen.
    Lest euch doch das Trauritual mal durch und schaut euch irgendwo eine Trauung an- die sind ja öffentlich zugängig und es ist bald Mai.
    Vielleicht bringt euch das weiter.
    Eines muss man der katholischen Kirche jedenfalls lassen: im Feste zelebrieren ist sie richtig gut, feierlich ist so eine Trauung allemal.
    Anmerkung: Ich bin katholisch und gläubig, allerdings auch tw. kirchenkritisch.
    Geändert von mono17 (30.04.2013 um 20:35 Uhr)
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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