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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von BM83 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Ja richtig ganz christlich sind wir nicht, wir hatten vor der ehe Sex, ja richtig, aber ich muss sagen für mich ist das schon ein wenig zu "mittelalterlich". Ich bin auch eine lange Zeit recht wenig in die Kirche gegangen. Doch seit der Kinder hat sich doch schon einiges geändert, seitdem wird regelmäßig zum Gottesdienst gegangen, also nicht nur zu den hohen Feiertagen, es wird täglich gebetet... Diese Einstellung kam auch erst nach der taufe unseren ältesten Kindes. Da hat der Pfarrer nämlich gefragt warum wir taufen und diese frage fand ich wirklich gut, denn anfangs gestehe ich waren die Beweggründe doch die falschen. und dadurch ist mir der glaube doch wieder näher gekommen. Klingt komisch ist aber so.
    Dann heirate doch kirchlich, und auch genau so, wie du es willst, auch im Rahmen einer Geburtstagsfeier, einer Beerdigung oder eines Sommerschlussverkaufs. Ist letztlich egal. Heutzutage kann jeder tun, was er will. Man kann vor der Ehe Sex haben, sich dem Glauben abwenden, wieder zuwenden, in wilder Ehe leben, plötzlich ganz dringend den kirchlichen Segen erbitten, man kann Parkplatzsex haben oder auch nicht. Die Möglichkeiten sind unendlich.

    Die Postmoderne - anything goes. Na dann viel Spaß.

    Und da fast die Hälfte der Paare sich sowieso wieder scheiden lässt - kirchliche Trauung hin oder her, ist der Segen der Kirche mittlerweile sowieso ziemlich nichtssagend.

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie Katholiken ihren Glauben leben, ist höchst unterschiedlich. Die wenigsten jüngeren Katholiken haben ein Problem mit Sex vor der Ehe oder einer Schwangerschaft vor der Ehe. Und müssen sich - entschuldige die klaren Worte - auch von keinem Außenstehenden sagen lassen, wie sie ihren Glauben zu leben haben.

    Mandelblüte
    Nö, sie können ihren Glauben leben, wie sie wollen, weil ja alles gebeichtet und verziehen werden kann. Deswegen ist es für die katholische Kirche ja auch kein wirkliches Problem, wenn Priester Kinder missbrauchen und nebenbei andere Kinder taufen, Paare segnen. Zumindest verschwinden die Schuldigen ja in den seltensten Fällen aus dem Kirchendienst. Oder wenn im katholischen Weltbildverlag Pornographie vertrieben wird und die Kirche am Waffenhandel mitverdient. Den Leuten in den Entwicklungsländern Kondome verbieten, trotz Aidsepidemie, während die meisten katholischen Europäer mit vielen Partnern (und Verhütungsmitteln) Sex vor der Ehe haben - das passt anscheinend prima zusammen.

    Katholiken lassen sich tatsächlich ganz offensichtlich von niemandem etwas vorschreiben. Den Eindruck teile ich. Und da die deutsche Bevölkerung die Kirche teils aus Steuergeldern finanziert, ist es doch völlig in Ordnung, wenn man jahrelang in wilder Ehe lebt und dann mit dem Finger schnippst, dass man supergerne eine kirchliche Trauung haben will. Warum nicht? Die Party haben wir ja schon bezahlt.
    Geändert von Handle (04.04.2013 um 20:55 Uhr)

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Hallo,

    was Du persönlich von der katholischen Kirche hältst, ist in diesem Strang ja doch offtopic.

    Wieso eröffnest Du nicht einen Strang unter Religion (oder wie auch immer dieses Board genau heisst)?

    Mandelblüte

  4. Inaktiver User

    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Ich wuerde es so halten:

    - von der Geburtstagsfeier in jedem Fall getrennt halten. Nicht nur der Gaeste wegen, sondern auch deinetwegen. Denn wie von Mandelbluete schon beschrieben: es koennte Enttaeuschung fuer dich bedeuten, denn die Gaeste koennen sich ueberrumpelt fuehlen und nicht, wie von dir erwartet, freudig reagieren
    - macht eine richtige Hochzeitsfeier, ob die Gaeste bei der kirchlichen Feier schon dabei sind oder erst bei der Party sei dahingestellt
    - heiratet 'heimlich' im engsten Kreis und schickt hinterher einen schoenen Brief - vielleicht mit Foto von euch beiden in Hochzeitsgarnitur - in dem ihr eure Verwandte/Freunde, die nicht dabei waren, ueber die Trauung informiert

    [Wobei ich mich schon im Vorfeld fragen wuerde, ob ich meinem Mann eine 'richtige' Hochzeitsfeier zumuten moechte- denn so richtig wollen tut er das ja wohl immer noch nicht :-)]

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... heiratet 'heimlich' im engsten Kreis und schickt hinterher einen schoenen Brief - vielleicht mit Foto von euch beiden in Hochzeitsgarnitur - in dem ihr eure Verwandte/Freunde, die nicht dabei waren, ueber die Trauung informiert
    Sieben Jahre nach einer Hochzeit Hochzeitsfotos zu verschicken - das hat schon viel von einer Look-at-me-Attitüde.

  6. Moderation

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von Handle Beitrag anzeigen
    Sieben Jahre nach einer Hochzeit Hochzeitsfotos zu verschicken - das hat schon viel von einer Look-at-me-Attitüde.
    Nicht sieben Jahre danach, sondern unmittelbar nach der christlichen Trauung.

    Ist doch alles prima!

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Vielleicht wäre es hilfreich, mit dem betreffenden Gatten mal offen zu bereden, was genau er sich denn so vorstellt.
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Nicht sieben Jahre danach, sondern unmittelbar nach der christlichen Trauung.

    Ist doch alles prima!
    Eine christliche Trauung, wenn man jahrelang zusammen gelebt und Kinder bekommen hat, kann ihren eigentlichen Sinn gar nicht mehr erfüllen. Schließlich ist die Ehe bereits gründlich vollzogen, da gibt es aus meiner Sicht nichts mehr zu segnen. Aber gut, katholische Priester segnen ja auch neue Müllautos bei den Gemeinden, oder beim Bauern neue Traktoren, und manchmal sogar bei der Bundeswehr Maschinen.

    Es ist zwar skurril, Menschen rückwirkend für eine Lebensphase zu segnen, die längst vorbei ist (Ehevollzug und Familiengründung). Dann kann der Priester ja auch noch mal Helmut Kohl für seine Kanzlerschaft segnen. Oder Genscher für die Bewältigung der politischen Wende in Osteuropa. Die Floristen und Gastwirte werden nichts dagegen haben. Ich könnte ja noch mal mein altes Auto segnen lassen, von dem ich mich leider nach einem Totalschaden trennen musste. Vielleicht finden wir dann ja auch wieder zusammen.

    Man könnte ja auch die kirchliche "Hochzeit" mit einer Autotaufe verbinden, auf einem schönen Parkplatz. Quasi All Inclusive.
    Geändert von Handle (07.04.2013 um 22:54 Uhr)

  9. Moderation

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    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von Handle Beitrag anzeigen
    Eine christliche Trauung, wenn man jahrelang zusammen gelebt und Kinder bekommen hat, kann ihren eigentlichen Sinn gar nicht mehr erfüllen. Schließlich ist die Ehe bereits gründlich vollzogen, da gibt es aus meiner Sicht nichts mehr zu segnen.
    Amüsant, nachdem du dich hier im Strang in extenso durch (ich nenne es mal) Boulevardwissen über den Katholizismus hervorgetan hast, klärst du nun über den "eigentlichen Sinn" des Sakraments auf, wohlbemerkt "aus deiner Sicht".
    Dann sollte ja alles klar sein
    Hier oder hier kannst du dich über das katholische Eheverständnis informieren. Dir wird auffallen: von "Zusammenziehen" oder "Kinder zeugen" oder der Beschränkung auf einen "Lebensabschnitt" steht da nichts.
    Es mag ja sein, dass du mit Religiosität oder Glauben im Allgemeinen oder mit dem Katholizismis im Besonderen nichts anfangen kannst, das ist ja auch dein gutes Recht. Aber dass dieses Sakrament für Gläubige oder auch nur für Liebende jenseits der von dir angesprochenen praktischen Aspekte (Tisch & Bett, wie es so schön heißt), eine deutlich tiefergehende Bedeutung haben kann, indem ihre Beziehung zum einen rituell gefestigt, zum anderen auf eine transzendente Ebene gehoben, also mit neuer Bedeutung gefüllt wird, darf in meinen Augen nicht prinzipiell geleugnet werden. Das fände ich zynisch, wenn nicht menschenverachtend.

    Mandelblüte schrieb es schon: das ist hier OT, gehört ins Religionsforum. Dort gibt es bestimmt auch berufenere Userinnen als mich, mit denen du die durchaus komplexen Strukturen, Implikationen und Wirkungen des Katholizismus diskutieren kannst.
    Mit meiner katholischen Bildung ist es nicht allzu weit her, aber bezüglich einer Sache bin ich mir sicher:
    So einfach, wie du es in deiner Polemik darstellst (und so einfach du es dir darüber in deinem Urteil machst), ist es nicht.

    Zitat Zitat von Handle Beitrag anzeigen
    Aber gut, katholische Priester segnen ja auch neue Müllautos bei den Gemeinden, oder beim Bauern neue Traktoren, und manchmal sogar bei der Bundeswehr Maschinen.

    Es ist zwar skurril, Menschen rückwirkend für eine Lebensphase zu segnen, die längst vorbei ist (Ehevollzug und Familiengründung). Dann kann der Priester ja auch noch mal Helmut Kohl für seine Kanzlerschaft segnen. Oder Genscher für die Bewältigung der politischen Wende in Osteuropa. Die Floristen und Gastwirte werden nichts dagegen haben. Ich könnte ja noch mal mein altes Auto segnen lassen, von dem ich mich leider nach einem Totalschaden trennen musste. Vielleicht finden wir dann ja auch wieder zusammen.

    Man könnte ja auch die kirchliche "Hochzeit" mit einer Autotaufe verbinden, auf einem schönen Parkplatz. Quasi All Inclusive.
    Diese Beispiele unterstreichen in meinen Augen nicht die "Skurrilität" von Ritualen oder von Glaubensauffassungen, sondern offenbaren eher wieder, wie schon in den Beiträgen oben, fehlendes Wissen bzw. unhinterfragte Vorurteile bzw. vielleicht auch Berührungsängste und den Wunsch, sich davon abzugrenzen.
    Aber bevor ich jetzt spekuliere, schicke ich mal ab.


    Lunete

  10. User Info Menu

    AW: Kirchliche Hochzeit mit Geburtstag verbinden

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Amüsant, nachdem du dich hier im Strang in extenso durch (ich nenne es mal) Boulevardwissen über den Katholizismus hervorgetan hast, klärst du nun über den "eigentlichen Sinn" des Sakraments auf, wohlbemerkt "aus deiner Sicht".
    Dann sollte ja alles klar sein
    Hier oder hier kannst du dich über das katholische Eheverständnis informieren. Dir wird auffallen: von "Zusammenziehen" oder "Kinder zeugen" oder der Beschränkung auf einen "Lebensabschnitt" steht da nichts.
    Es mag ja sein, dass du mit Religiosität oder Glauben im Allgemeinen oder mit dem Katholizismis im Besonderen nichts anfangen kannst, das ist ja auch dein gutes Recht. Aber dass dieses Sakrament für Gläubige oder auch nur für Liebende jenseits der von dir angesprochenen praktischen Aspekte (Tisch & Bett, wie es so schön heißt), eine deutlich tiefergehende Bedeutung haben kann, indem ihre Beziehung zum einen rituell gefestigt, zum anderen auf eine transzendente Ebene gehoben, also mit neuer Bedeutung gefüllt wird, darf in meinen Augen nicht prinzipiell geleugnet werden. Das fände ich zynisch, wenn nicht menschenverachtend.
    Da ich selbst auf eine katholische Klosterschule ging und als Erwachsene jahrelang in der katholischen Kirche aktiv war (Leitung eines Kirchenchores) und auch katholisch geheiratet habe (bin selbst protestantisch) und katholische Kinder habe, kenne ich die katholische Kirche von innen heraus wirklich sehr gut.

    Natürlich freuen die sich über jedes Schaf, das irgendwie eingefangen werden kann. In der Praxis habe ich erlebt, dass die Sakramente ständig mit Füßen getreten werden. Und mich widert dieses bürgerliche "Schaut-her-wir-heiraten-kirchlich-und-sind-jetzt-so-fromm" ziemlich an. Aber gut, vielleicht hat sich zwischen der Threaderstellerin und ihrem Ehemann nach vielen Jahren ja doch eine heilige spirituelle Verbindung ergeben, die des Segens bedarf. Das kann nur sie selbst beurteilen.

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