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  1. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Apropos WIR-Gefühl

    Leider kann ich die Quelle nicht angeben - aber ich habe gelesen, dass Ehen mit gemeinsamem Geld statistisch haltbarer sind.

    Wobei über die Richtung der Kausalität zu diskutieren wäre.

    Gruß, Leonie

  2. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du verbindest Verbundenheit mit einem gemeinsamen Konto?????
    Jedenfalls verbinde ich "Auseinanderrechnen" nicht mit Verbundenheit.
    Natürlich ist gemeinsames Geld ein Zeichen für "sich ganz aufeinander einlassen".

  3. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    RECHTFERTIGEN muss sich bei uns auch niemand. Wozu?! Ich musste mich vielleicht vor 10 Jahren vor meiner Mutter rechtfertigen, weil ich mir CD x gekauft hab. Aber selbst da - es war MEIN Konto, MEIN Geld, das ich mir übrigens selbst verdient hab.

    Mein Freund ist gottseidank auch in finanziellen Dingen ein sehr großzügiger Mensch. Ich hatte ein einziges Mal eine "Beziehung" mit einem Geizhals - bitte NIE, NIEMALS, NIE wieder. Witzigerweise war es immer ein Nullsummenspiel bei dem Geizhals - er hat bestimmt NIE mehr in die Beziehung gesteckt als ich - war aber peinlich erpicht darauf, dass ich mich für alles immer "revanchiere". Die Foren sind hier voll von Frauen, die sich auch noch zu einer HEIRAT mit so jemandem entschließen. Völlig unverständlich.

    Den Einwand - ein Partner, der nicht mit Geld umgehen kann, kann niemals Partner sein - kann ich vollkommen verstehen. Manche Frauen sind da vielleicht auch zu blauäugig. Ich würde mich auch NIE erpressen lassen, mein Konto aufzugeben.

    Ich denke, heutzutage ist das Drei-Konten-Modell zeitgemäß, vor allem, wenn beide sehr unterschiedlich verdienen. Ich denke, heutzutage "braucht" man einfach das Gefühl, "sein/ihr" eigenes Geld auszugeben. Die Zeiten ändern sich halt.

  4. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du verbindest Verbundenheit mit einem gemeinsamen Konto?????
    Oh je, wie schrecklich... Ja, das tue ich. Jedenfalls ist es das gewisse I-Tüpfelchen. Bindungen, in denen jeder sein Geld verwaltet, scheinen mir irgendwie "unter Vorbehalt" zu funktionieren. Da ist immer noch so ein verstecktes: bis hierher und nicht weiter.

    Nee, das möchte ich nicht mehr. Gemeinsam ist es viel schöner.

  5. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich denke, heutzutage ist das Drei-Konten-Modell zeitgemäß, vor allem, wenn beide sehr unterschiedlich verdienen. Ich denke, heutzutage "braucht" man einfach das Gefühl, "sein/ihr" eigenes Geld auszugeben. Die Zeiten ändern sich halt.
    Zeitgemäß sind heute auch Scheidungen und Kurzfristbeziehungen... Ja und? Man muss also dem Zeitgeist folgen und sein bisschen Geld auf drei Konten verteilen... Ja, sehr modern.

    Das macht auch ganz viel Sinn, in einer Ehe, wo beide sehr unterschiedlich verdienen und dementsprechend in Klassen 3 und 5 versteuert werden. Da hat der eine ganz viel und der andere ganz wenig. Wäre ja blöd, zu verlangen, sie sollen ihr Geld zusammenlegen.

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    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das macht auch ganz viel Sinn, in einer Ehe, wo beide sehr unterschiedlich verdienen und dementsprechend in Klassen 3 und 5 versteuert werden. Da hat der eine ganz viel und der andere ganz wenig. Wäre ja blöd, zu verlangen, sie sollen ihr Geld zusammenlegen.
    Na ja, jetzt kommen wir der Sache ja so langsam näher...


    Die Ehe und das Versorgungsprinzip. Scheint ja immer noch zu funktionieren. Übrigens, wie schon mal gesagt, an dieser Stelle gibt es - wie so oft - kein "richtig" und kein "falsch", jeder muss für sich selbst entscheiden, welcher für ihn der richtige Weg ist.

    Ich weiß nur, dass mir meine Frau ganz heftig zwischen die Beine treten würde, wenn ich ihr vorschlüge, wir sollten unsere Konten zusammenlegen, weil ich mich ihr dann endlich verbunden fühlen würde und dieser "Vorbehalt" in unserer Ehe weg wäre...


    Nichtsdestotrotz warne ich weiterhin vor gemeinsamen Konten, denn Partner weg = Geld weg kommt eben öfter vor, als man denkt, und aus Schaden wird man klug...

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    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Fender
    Na ja, jetzt kommen wir der Sache ja so langsam näher...


    Die Ehe und das Versorgungsprinzip. Scheint ja immer noch zu funktionieren.
    Bellavita hat ein Beispiel von Lohnsteuerklasse 3 und 5 angeführt. 3 heisst, dass er ihren Freibetrag mit dazu bekommt. Vermutlich wohl in der Erwartung, dass das das Haupteinkommen für die ganze Familie ist. In einem solchen Fall wären getrennte Konten ohne eine Ausgleich sicherlich nicht fair. Wenn schon getrennte Konten, sollte man konsequenterweise auch Lohnsteuerklasse 4 haben. Und sich die Differenz jährlich beim Finanzamt zurückholen.

    Zitat Zitat von Fender
    Übrigens, wie schon mal gesagt, an dieser Stelle gibt es - wie so oft - kein "richtig" und kein "falsch", jeder muss für sich selbst entscheiden, welcher für ihn der richtige Weg ist.
    Da stimme ich Dir zu. Ich käme z.B. sicherlich mit Eurem Modell nicht klar - wenn ich mich da noch korrekt dran erinnere. Du bist der Hauptverdiener und gibst Deiner Frau, da sie hauptsächlich Familienarbeit macht, einen Teil davon ab, quasi als "Bezahlung". Da hätte ich als Frau jetzt wiederum das Gefühl, als Putze bezahlt zu werden und ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn es abends nicht sauber ist oder ich mit den Kindern überfordert war.

    Ich bin aber überzeugt, dass es bei Euch nicht so ist, sonst würde es nicht funktionieren. Aber jeder tickt da anders.

    Wichtig ist, denke ich, neben einem ähnlichen Umgang mit Geld, ein Grundgefühl von Großherzigkeit, und dem anderen gutes zu gönnen. Dann ist es letztendlich egal, auf wievielen Konten das Geld rumliegt.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  8. User Info Menu

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Zitat Zitat von Edelherb
    Da stimme ich Dir zu. Ich käme z.B. sicherlich mit Eurem Modell nicht klar - wenn ich mich da noch korrekt dran erinnere. Du bist der Hauptverdiener und gibst Deiner Frau, da sie hauptsächlich Familienarbeit macht, einen Teil davon ab, quasi als "Bezahlung". Da hätte ich als Frau jetzt wiederum das Gefühl, als Putze bezahlt zu werden und ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn es abends nicht sauber ist oder ich mit den Kindern überfordert war.
    Sorry, da erinnerst Du Dich nicht richtig.

    Ich zitiere mich mal selbst:

    Meine Frau und ich ermitteln die gemeinsamen, fixen monatlichen Ausgaben (Miete, Strom, Telefon etc.), diese werden von meinem Konto abgebucht, und meine Frau überweist mir die ungefähre Hälfte per Dauerauftrag (wobei wir uns jetzt um krumme Beträge nicht streiten, falls bspw. mal die Telefonrechnung etwas höher ausfällt. Dafür ist sie ein anderes Mal eben wieder etwas niedriger, das gleicht sich schon aus).

    Für Lebensmittel o.ä. haben wir eine Bar-Kasse, in die wir am Monatsanfang einen bestimmten Betrag einzahlen, und aus der wir solche Ausgaben tätigen.
    Das macht zwei - und nicht drei - Konten, und erfordert genau eine Überweisung per Dauerauftrag von ihr, und ein Portemonnaie, in dem sich das Haushaltsgeld befindet und das am Monatsersten von uns beiden mit dem abgesprochenen Bargeldbetrag bestückt wird. Ganz einfach, völlig unkompliziert.
    Und das schöne ist: Meine Frau hat's erfunden (oder zumindest vorgeschlagen )!

  9. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Jetzt haben wir ein gemeinsames, da geht alles drauf und ich verwalte das Geld und mache die Steuererklärung. Ich sage, ob wir sparen müssen oder was wir uns leisten können. Ich verdiene weniger, aber gebe gerne Geld aus. Mein Mann hat damit kein Problem. Das ist halt Männerschicksal, Geld ranzuschaffen, damit die Frau shoppen gehen kann.


    Whooooooooooo, Posting des Tages!!
    Danke dafür!

  10. Inaktiver User

    AW: Gemeinsames Konto? Wie sind Eure Erfahrungen

    Stimmt, Leonie. Auseinanderrrechnen tun wir auch nicht, und wir sind "nicht mal" verheiratet. Für mich ist es selbstverständlich, meinem Freund mal auszuhelfen, wenn er kein Geld von der Bank holen konnte oder seine Karte kaputt ist. Genauso wie es für ihn selbstverständlich ist, mir in Notsituationen zu helfen und, da er das größere Einkommen hat, auch einen prozentual höheren Anteil an der Miete zu zahlen, alles andere wird geteilt, Lebensmittel übernehme zu einem Großteil ich, dafür er DSL-Grundgebühr usw.

    DAS ist für mich eine Beziehung. Ich weiß, dass er einen größeren Teil übernimmt. Aber er oder ich sitzt nicht da am Ende des Monats, kramt das Haushaltsbuch hervor und rechnet mir vor, dass ich noch einen Liter Milch zu zahlen habe. DAS käme mir vor wie eine WG, so könnte ich im Ernst niemals leben.

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