Hallo ihr Lieben,
nach 12 Jahren Beziehung werden wir heiraten. Wir freuen uns auf den Tag, Heiraten hat bei uns dennoch nicht einen so hohen Stellenwert, wie es bei anderen ist. Es macht nur vieles einfacher und weil wir uns lange genug geprüft haben und immer noch voll aufeinander stehen, dachten wir, wir heiraten einfach mal.
Wen wir einladen war schon lange vor den konkreten Plänen ein Thema. Wir wollen uns nicht viel Stress machen, es soll ja auch unser Tag sein. Eigentlich standen nur: heimlich & alleine oder in einem ganzen engen Familienkreis in Frage. Mein Freund wollte seine Eltern mit dabei haben, also haben wir uns für Eltern und Geschwister entschieden. Damit haben wir auch das Problem umgangen, wenn man die eine Oma einlädt, muss man auch die andere einladen. Mir tat das für meine Lieblingsgroßeltern sehr leid aber dann hätte ich auch die anderen einladen müssen und die wollte ich nicht dabei haben. Oma hatte auch Verständnis. Außerdem habe ich eine Riesen-Patchwork-Familie, bei mir gibt es alles doppelt. Allein meine Eltern + Geschwister sind 7 Personen.
Wir haben Freitag Save-the-date-Karten geschickt und damit auch die Info das wir heiraten. Ich habe auch gleich reingeschrieben, dass wir nur mit Eltern und Geschwistern feiern. Dann habe ich es noch meinem Lieblingsopa erzählt. Der war total traurig und fragte ob sie den nicht gleich mit meinen Eltern stehen. Dann schickt mir meine Mutti noch eine SMS, dass die anderen Großeltern auch traurig sind. Und auch die Freunde denen ich es erzählt habe, beschweren sich, dass wir keine große Feier für alle geben.
Die kennen uns doch nun schon alle lange und sollten doch wissen, dass wir zum einen keine Riesenfeiern mögen und dass das Heiraten für uns nicht diese Riesenbedeutung hat. Ich feier lieber ein großes Sommerfest mit Familie, mit Freunden aber ich will nicht so ein Riesen-Trara um meine Hochzeit machen. Und jetzt fühle ich mich deswegen auch noch voll schlecht.
Hat noch jemand so klein geheiratet? Wie war das bei euch? Ich muss ganz dringend aufgemuntert werden.
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Ergebnis 1 bis 10 von 26
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13.01.2013, 18:15
Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
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13.01.2013, 18:39
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
das ist ja toll, wenn aus der eigenen Familie dann diese emotionale Erpressung a la ''wir sind ja jetzt so traurig,.." aufgetischt wird, anstelle von: 'wir freuen uns mit euch, und gratulieren.."
Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. An deiner Stelle haette ich wahrscheinlich weder Karten geschickt noch es irgentwem erzaehlt.
Wir waren wg. der grossen patchwork familie mit x cousinen, onkeln, tanten, grosseltern, eltern,... ganz alleine weg, nicht mal die Trauzeugen waren aus der Familie.
Hinterher gabs ein grosses Sommerfest, wer nicht kommen wollte, kam nicht, und xmal ne Kaffeemaschine als Hochzeitsgeschenk gabs auch nicht.
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13.01.2013, 18:43Inaktiver User
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
ja, wir haben nur mit unseren Eltern und meiner Schwägerin/Schwager geheiratet.
Tja, das Problem ist deine große Familie, wir haben nur eine kleine Familie und deswegen gab es dieses Problem nicht.
Eigentlich denke ich, es ist dein Tag und wenn ihr nur im kleinen Kreis heiraten wollt, dann ist das eben so. Könnt ihr "den Rest" nicht ein anderes Mal schön einladen?
Es ist schwer, in einer großen Familie den Trennstrich zu ziehen.
Eine Lösung habe ich nicht, es gibt im Grunde drei Alternativen (oder vielleicht mehr und ich sehe sie nicht).
1. Ihr feiert ganz allein
2. Ihr zieht es durch und macht für den Rest etwas anderes
3. Ihr heiratet doch größer.
suzie
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13.01.2013, 18:47
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Es ist Eure Hochzeit.
Unsere Freunde haben nach der Hochzeit Karten geschickt. Und geschrieben, dass sie sich zwischen Hochzeitsurlaub und Hochzeitsfeier finanziell entscheiden mussten und den Urlaub gewählt haben.
Gab erst einmal Aufstand. Die Geschwister waren sehr empört. Haben sich aber auch wieder beruhigt, als sie gemerkt haben, dass außer den eigenen Kindern wirklich gar niemand eingeladen war.
Andere Freunde haben ihre Hochzeit mit Brunch und dann Kaffeetrinken daheim mit 20 Personen insgesamt gefeiert. War sehr schön. Und preiswert.
Generell gilt immer: Macht es so, wie es Euch am besten gefällt.
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13.01.2013, 19:21
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
@CrabappleCove: Die Karten gingen an Eltern + Geschwister, mit denen wir auch gerne Feiern möchten. Die müssen ja irgendwie Bescheid wissen
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@Suzie Wong: Genau diese 3 Alternativen hatten wir auch und haben uns für 2. entschieden, da:
A) Mein Freund seine Eltern dabei haben wollte
B) Ich möchte meinen Hochzeitstag mit meinem Freund genießen. Außerdem finde ich, dass ab 15 Personen sowieso nicht mehr für jeden genug Zeit ist.
C) Ich in meiner Hochzeitsnacht nicht totmüde ins Bett fallen will
D) Ich das Geld lieber in unser Haus stecke, da gibt es noch genug zu Renovieren
Ich werde meine Entscheidung auch nicht revidieren aber mein schlechtes Gewissen ist so ziemlich ausgeprägt. Und mich macht das auch traurig.
Wir sind mit Eltern, Geschwistern und meiner Tante als Fotografin (das wird auch für Diskussionen sorgen - warum ist dann deine Tante dabei?), allen Anhängen und uns 14 Personen. Das finde ich eigentlich ganz schön. Wir wollen dann schön Mittag essen und vielleicht bei uns noch Kaffee trinken. Außerdem werden wir meinem kleinen Bruder + Schwester die Unterkunft bezahlen, weil sie von weiter her kommen und als Schüler und Student nicht soviel Geld haben.
Irgendwie fände ich es auch blöd, wenn meine 5 Omas + Opas kommen und bei meinem Freund nicht. Seine Großeltern haben keinen Kontakt zu ihm. Wenn er aber dafür seine Onkels, Tanten und Cousind einlädt und ich nicht, ist das auch blöd. Es ist echt bescheuert, sich über so einen Mist Gedanken zu machen!
Naja und das nächste Konfliktpotential haben noch meine Mama und mein Papa, die jahrelang keinen Kontakt hatten, weil sie hoffnungslos verstritten waren. Mutti hat sich erstmal gefreut und Papa hat sich noch nicht gemeldet.
Wir wollen im Mai heiraten. Da ist ja noch nicht ganz klar wie warm es sein wird. Mit Freunden können wir dann einfach mal spontan eine Grillfeier starten. Mit Familie müssen wir mal sehen, die haben einen etwas weiteren Weg.Geändert von schokomietze (13.01.2013 um 19:24 Uhr)
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13.01.2013, 19:37
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Lass dir deine Hochzeit nicht vermiesen, du kannst es sowieso nicht allen recht machen.
Feierst du eine Riesenparty wird es welche geben die das blöd finden, feierst du ganz allein ists auch nicht recht, und daher macht es so wie es euch gefällt.
Ihr müsst es organisieren, ihr müsst es bezahlen, euch muss es gefallen - dann könnt ihr auch allein bestimmen.
Die Großeltern können sich mal daran erinnern, wie sie früher so gefeiert haben, ob sie da selbst bestimmt haben oder nicht.
Wir waren 13 Personen und die groß angekündigte Party für die Freunde hat dann irgendwie doch nicht stattgefunden und heute kräht kein Hahn mehr danach.
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13.01.2013, 19:44
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Für solche Konstellationen wie diese wurde der Polterabend erfunden
Alle, die nicht zur Hochzeit eingeladen werden, können zum Polterabend kommen. Dann gibt es ein Fest für alle es ist dann nicht mehr so schlimm, wenn die Hochzeit klein ausfällt.
Es gibt aber auch die Alternative der Polterhochzeit, also eine Hochzeit im ganz großen Stil, zu der auch Freunde und Kollegen eingeladen sind. Um so etwas organisatorisch stemmen zu können, benötigt man die Möglichkeit, in einer Scheune oder ähnlich feiern zu können. Habe ich einmal miterlebt, war große Klasse, da es sehr zwanglos zuging, eher wie bei einer Party.Männer sind auch Menschen
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13.01.2013, 19:58
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Dass die Freunde gerne eine Feier gehabt hätten, könnte ich locker ignorieren. Aber die Großeltern verstehe ich schon. Eigentlich scheint das Verhältnis ja gut zu sein und dann ist es enttäuschend, nicht zur Hochzeit der Enkelin eingeladen zu werden.
Eigentlich hätte die TE sie ja auch gerne dabei gehabt, will nur die Gegen-Großeltern nich in Kauf nehmen.
Ich weiß nicht, warum die Großeltern ihre Enttäuschung nicht äußern dürfen, wenn sie wirklich traurig sind. Nicht jede Äußerung einer Empfindung ist gleich eine emotionale Erpressung. Die Mutter hätte es ja auch einfach für sich behalten können.
I am the master of my fate: I am the captain of my soul.
William E. Henley
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13.01.2013, 19:58Inaktiver User
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Meine Freundin hat, drei Tage vor dem errechneten Geburtstermin ihres Babys, schnell noch im Krankenhaus geheiratet.
Geplant war das nicht, aber kurzfristig gewünscht. Nur sie, ihr Mann und der Standesbeamte.
Sie haben erst nach der Geburt des Kindes, als sie allen das freudige Ereignis mitteilten, gesagt, dass sie nun auch verheiratet waren. Gefreut haben wir uns alle, gestört hat es m. W. aus dem Freundes- und Verwandtenkreis niemanden.
Außer die Schwiegereltern, die vor Ort wohnten, die waren bitterböse und "soooo enttäuscht"...
Ihnen wurde dann erklärt, wie es zu der Spontantrauung gekommen war und dass eine richtig große kirchliche Hochzeit mit allem drum und dran für den kommenden Sommer geplant sei, und dann waren auch sie es zufrieden.
Allerdings kam es seit sieben Jahren nicht dazu
Man munkelt immer noch, dies sei ein reines Ablenkungsmanöver für die Schwiegereltern gewesen.
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13.01.2013, 21:31
AW: Hochzeit im kleinen Kreis - Verwandte/Freunde sind traurig
Ich kann die Position der Großeltern auch nachvollziehen. Aber letztlich muss ich auch den Vorschreiberinnen beipflichten: macht das wie ihr es wollt.
Nicht nachvollziehen kann ich die Begründung für die Nicht-Einladung. Oben schriebst die TE, der Bräutigam hat keinen Kontakt zu seinen Großeltern. Das macht die Nicht-Einladung dieser Großeltern in meinen Augen sehr einfach.
Mir scheint, dass hier einigermaßen verkrampft nach "absoluter Gerechtigkeit" gesucht wird. Es müssen doch nicht unbedingt von jeder Seite gleich viele Verwandte da sein; den Gedanken der "Ausgleicheinladung" (die Großeltern der Braut und dafür die Cousins des Bräutigams) ein bisschen seltsam.
Familien sind unterschiedlich und das spiegelt sich auch in solchen Gästelisten wieder.
Wie wäre es als Kompromiss nur die Lieblingsgroßeltern einzuladen?
Du schreibst, du hättest sie gern dabei.
Ihr heiratet überhaupt mit Gästen, schreibst du, weil dein Freund seine Eltern gern dabei hätte.
Warum dann nicht auch diese Großeltern einladen?
Geredet/gemosert wird sowieso
Dass gerade Großeltern traurig sind, wenn sie nicht eingeladen werden, verstehe ich. Familienfeste, auch die Familienfeste der Kinder/Enkel hatten zumindest bei meinen Großeltern immer einen hohen Stellenwert, das waren für sie, insbesondere als sie dann schon (sehr) alt waren, immer Highlights, auf die sie sich auch sehr gefreut haben.
Und zwar auch ohne konkreten Anlass.
Ich glaube meine Oma hat sich auf meine Hochzeit gefreut seitdem ich auf der Welt bin.
Zum einen ist das, denke ich, dem manchmal vielleicht etwas ereignisarmen Rentnerleben geschuldet, zum anderen ist das in dieser Altersgruppe meiner Erfahrung nach ein Riesenthema (zwischen meiner Oma und ihren Freundinnen war es das), zum dritten haben diese Feste (Hochzeit, Taufe...) für diese Generation noch einen anderen Stellenwert. Es sind Stationen/Ziele, die erreicht werden, die viel mehr als für uns heute das Leben gliedern und ordnen.
Aber ok, das ist jetzt OT.

LuneteGeändert von lunete (13.01.2013 um 21:41 Uhr)


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