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    Ich will endlich einen Antrag

    Hallo, liebe Forumsmitglieder!

    Ich habe mich hier neu angemeldet, weil mir etwas auf der Seele brennt, worüber hier schon sehr viel diskutiert wurde in diversen Threads: Der Heiratsantrag!
    Ich schildere vielleicht kurz meine Situation:

    Ich bin 31 Jahre alt und seit fast zwei Jahren (im Januar werden es 2 Jahre) mit meinem Freund zusammen.
    Seit 7 Monaten wohnen wir bereits zusammen und alles läuft schön und gut, wäre da nicht mein innigster Wunsch, zu heiraten.
    Er weiß das. Wir haben darüber auch von Anfang an gesprochen und auch er möchte heiraten. Für uns beide war klar, dass wir erst einmal zusammen wohnen müssen, um zu sehen, ob es auch wirklich funktioniert. Ja, und es funktioniert und dennoch bekomme ich keinen Antrag. Man muss dazu sagen, dass er bereits verheiratet war und zwei Kinder aus dieser Ehe hat. Und dennoch wäre er bereit, wieder zu heiraten. Ich finde, dass es langsam an der Zeit wäre.
    Erstens will ich langsam den nächsten Schritt mit ihm wagen.
    Zweitens ist so eine Heirat auch ein Symbol (aber nicht falsch verstehen: Es geht hier nicht um das Symbol alleine!!!): Ein Symbol gegenüber seiner und meiner Familie. Bisher bin ich halt einfach "nur" die Freundin. Die Frau NACH seiner Ehefrau. Seine Familie ist zwar nett zu mir und dennoch fühle ich mich minderwertig gegenüber seine Exfrau. Nicht weil sie toller war als ich, sondern wegen Ihres Status. ich weiß, dass das vielleicht etwas übertrieben ist, aber so ist es nun mal. Auch meiner Familie wäre es ein Symbol, denn bisher ist er halt der geschiedene Mann, der zwar nett ist, aber sich nicht 100% zu mir bekennt.
    Seine Kinder, mit denen ich mich sehr gut verstehe, kommen natürlich regelmäßig zu uns. Damit habe ich natürlich kein Problem. Ich freu mich, wenn sie da sind (auch wenn es manchmal etwas anstrengend ist-aber es sind eben Kinder :-), backe, koche und spiele mit ihnen und kümmere mich um sie (mein Freund kümmert sich natürlich auch um die Kleinen). Für mich ist das selbstverständlich. Ich mache es, weil es mir Spaß macht und weil ich sie mag. Aber natürlich mache ich es auch für meinen Freund. Weil es seine Kinder sind und weil ich ihn liebe. Seine Kinder also auch, weil sie ja ein Teil von ihm sind. Natürlich würde ich aber prinzipiell nicht auf die Idee kommen (wenn ich einen mann ohne Kinder hätte), mich an Wochenenden um irgendwelche Kinder zu kümmern. Also mach ich es eben AUCH für ihn (wenn ihr versteht, was ich meine).
    Ich fahre auch mit meinem Freund und seinen Kindern in den Urlaub, richte also meine Ferien nach ihm (und den Kindern). Auch das ist für mich ok. Ich finde, dass ich sehr viel in diese Beziehung investiere. Weil ich es gerne mache und weil ich mit ihm was aufbauen möchte und weil ich mir sicher bin, dass er der richtige Mann für mich ist. Manchmal - in Momenten wie jetzt- frage ich mich jedoch, WARUM ich das alles tue. Ich bin bereit, alles zu geben, er ist aber scheinbar im Moment nicht für den letzten Schritt bereit, denn sonst würde er doch den Antrag machen. Das tut sehr weh. Oder übertreibe ich? Der Antrag soll auch keine "Belohnung" für meine "Verdienste" sein. Ich hoffe, da habe ich mich klar ausgedrückt. Ich wär halt einfach gern eine richtige Familie. Was kann ich tun?
    Dass ich den Antrag mache, kommt nicht in Frage, weil ich erstens finde, dass das nicht meine Aufgabe ist und zweitens hat er mal gesagt, dass sowas der Mann macht!
    Help!!!!!
    la lionne

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    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Liebe TE,

    ich finde 2 Jahre zusammen sein und 7 Monate zusammen wohnen noch nicht wirklich lang. Aus diesem Grund kann ich deinen LG verstehen, daß er noch nicht "Gewehr bei Fuss" mit einem Antrag steht. Zumal er ja bereits ein "für immer" hinter sich hat...

    Wenn ich deinen Post lese, dann empfinde ich nicht das Gefühl, daß für dich eine Hochzeit die Krönung eurer Liebe ist. Sondern nur ein Zeichen nach außen, daß du genauso wertvoll bist, wie die "Erste"... die Ex. Ich bin altmodisch oder nenn es rosarot - ich habe erst spät geheiratet, weil ich 100%ig das Gefühl haben wollte, DAS ist ER. Der Mann, mit dem ich alt und grau auf einer Parkbank Händchen haltend sitzen möchte. Und nicht der Wunsch öffentlich auch die seine zu sein.

    Also denke ich, warte doch ein bisschen ab, geniesse den Mann und rechne nicht auf, daß er doch jetzt "müsste", weil du die "perfekte Nachfolgerin bin".

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    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Hallo Lalionne,

    auch wenn Du schreibst, dass es angeblich für Dich nicht die "Belohnung" Deiner Bemühungen sein soll, einen Antrag zu bekommen, so wirkt es dennoch auf mich so. Du zählst auf, was Du in die Beziehung investierst und empfindest den ausbleibenden Antrag als Defizit, als mangelnden Ausgleich durch Deinen Partner und erlebst Dich und Deine Position im Leben Deines Partners als "minderwertiger" als die damalige Ehefrau. Meinst Du, Du musst Dir den Heiratsantrag "verdienen"? Ich würde mal einen Schritt zurücktreten und überlegen, woher diese Denke kommt. Dass Dein Partner Dir (noch) keinen Antrag gemacht hat, kann schließlich ganz andere Gründe haben: Er weiß um Rechte und Pflichten einer Eheschließung und verklärt dies nicht als romantischen Akt. Er möchte Euch noch mehr im Alltag erleben. Die Beziehung auch in Krisensituationen erleben. Ihm ist eine schnelle Hochzeit nicht so wichtig. Und/oder ganz was Anderes. Weißt Du, was Dein Partner denkt?
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  4. Inaktiver User

    AW: Ich will endlich einen Antrag

    er hat eine trennung und scheidung bereits hinter sich. mit unterhaltszahlungen für die kinder und der rechnung für die scheidung.

    da wird man(n) erstmal sehr vorsichtig damit das nicht nochmal kommt. das hat nichts mit dir zu tun- sondern eine rein rechnerische sache.

    denn auch beim ersten mal war er sich ja sicher, dass es hält. und wenn dann auf einmal dieses gefühl von ich-bin-mir-sicher so in dreck fällt- wird man(n) vorsichtiger bei der zweiten runde.

    frage ihn doch mal was die hochzeit und die scheidung gekostet hat. das schütteln die wenigsten einfach mal so aus dem ärmel.

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    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Ich finde zwei Jahre auch nicht besonders lang um diese Entscheidung zu treffen. Außerdem war er schon verheiratet, für ihn es demnach auch erst mal nicht zwingend notwendig.
    Möchtest du denn auch Kinder mit ihm haben ?
    Gruss
    Meagan

  6. Moderation

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    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Zitat Zitat von lalionne81 Beitrag anzeigen
    Dass ich den Antrag mache, kommt nicht in Frage, weil ich erstens finde, dass das nicht meine Aufgabe ist und zweitens hat er mal gesagt, dass sowas der Mann macht!
    Help!!!!!
    la lionne
    Tja, er macht ihn nicht und für dich kommt es nicht infrage, das Thema anzuschneiden? Dann gibt es keine Hilfe ...

    Ich finde auch, dass 7 Monate zusammen leben noch nicht sehr viel ist. Jetzt schon Nägel mit Köpfen zu machen bzw. das Aufgebot zu bestellen, wäre mir auch zu früh. Aber das sieht jeder anders. Deshalb ist es in meinen Augen wichtig, dass du das Thema und deine Gefühle ansprichst.

    Wobei mir auch auffällt: Du sagst, du möchtest eine "richtige" Familie sein. Ein Ehepaar ist für mich keine Familie, dazu gehört für mein Empfinden auch noch das Kind. Die Kinder sind aber nicht von dir - deshalb wärt ihr doch durch die Heirat nicht mehr Familie, als ihr jetzt auch schon seid? Sind denn gemeinsame Kinder ein Thema? Wie steht er und du dazu?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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  7. User Info Menu

    AW: Ich will endlich einen Antrag

    wow! Danke für die vielen und schnellen Antworten!
    Hmmm, wahrscheinlich habt ihr recht und ich bin zu ungeduldig.....
    Aber dann frag ich mich, warum ich alles "familienmäßig" tue. das kann ich ja dann auch erstmal lassen und mein Leben noch genießen, oder?
    Ja, wir wollen schon Kinder! Bald!

  8. Inaktiver User

    AW: Ich will endlich einen Antrag

    lalionne,

    auch wenn du es abstreitest: klar hängst du dich so rein für seine Kinder, damit er dir zur "Belohnung" einen Antrag macht !
    Sonst würde auch folgender Satz nicht fallen:
    Zitat Zitat von lalionne81 Beitrag anzeigen
    ....Aber dann frag ich mich, warum ich alles "familienmäßig" tue. das kann ich ja dann auch erstmal lassen und mein Leben noch genießen, oder?
    Für dein Leben bist du alleine verantwortlich. Wenn du das Leben genießen willst, dann mach das. Solche Erwartungshaltungen "jetzt hänge ich mich rein, dann heiratet er mich" führen immer zu Enttäuschungen und Verbitterung.

    Das mit dem passiven Warten auf einen Antrag, das finde ich ehrlich gesagt etwas befremdlich in der heutigen Zeit. Warum sprichst du dein "Problem" nicht offen an ? Wie stellt ihr euch eine Ehe mit gemeinsamen Kindern vor ? Welche "Altlasten" hat er denn aus seiner ersten Ehe ? Also Unterhaltspflichten, Zugewinnausgleich etc. ? Da ist es möglicherweise verständlich, dass er so schnell nicht mehr heiraten möchte.....

    Gruß, Elli

  9. Moderation

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    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Jemand kluges hat mir mal gesagt:

    "Durch eine Hochzeit (oder einen Antrag) wird nichts besser."

    Soll heißen: Probleme bleiben Probleme, Unsicherheiten bleiben Unsicherheiten, Konfliktpotenzial bleibt Konfliktpotenzial. Kommunikation kann der symbolische Akt nicht ersetzen.

    Das kann ich nur unterstreichen.

    Und ich schließe mich den Vorschreiberinnen an: 2 Jahre bzw. 7 Monate sind m.E. nicht lang.

    Ob du nun weiter "familienmäßig" handeln willst, musst du wissen.
    Ich würde an deiner Stelle hinterfragen, warum du so handelst.
    Wenn es für dich - so lese ich deinen letzten Post - ein Opfer ist oder dich Überwindung kostet und dir das Gefühl gibt, etwas (deine Jugend, dein freies Leben) zu verpassen, würde ich diese Bemühungen einstellen. Du bist nicht verpflichtet (und das sollte m.E. auch niemand von dir erwarten), eine Zweitmutter für die Kinder des LG zu sein. Welche Konsequenzen das für die Beziehung hätte, wird sich zeigen.


    Lunete

  10. User Info Menu

    AW: Ich will endlich einen Antrag

    Oh man! ich weiß auch nicht! Wahrscheinlich habt ihr echt recht!
    Ich kann das alles so schwer erklären. Sicherlich mache ich das alles nicht allein aus altruistischen Gründen. Hatte ich ja auch schon geschrieben. Natürlich mache ich es auch für meinen Freund. Und ja, wahrscheinlich erwarte ich insgeheim doch die "Gegenleistung"-nämlich den Antrag. Der Antrag soll aber nicht Lösung aller "Probleme" sein und wäre meines Erachtens auch nicht unromantisch-eben weil wir uns ja lieben und ich ihn heiraten möchte, weil ich mit ihm mein Leben verbringen möchte.

    Zu den Fragen:

    Ja, er hat "Altlasten": Er muss für beide Kinder Unterhalt zahlen (Maximalbetrag) und noch Ehegattenunterhalt. den aber nicht mehr lange, weil die Ex in einer eheähnlichen Verbindung seit längerem lebt.
    Natürlich weiß ich, dass alles ne finanzielle Belastung für ihn war. Aber ich denke, das ist nicht der Grund. Wahrscheinlich ist er sich einfach noch nicht 100% sicher. Und das tut mir so weh. Weil ich mir eben schon 100% sicher bin und den Schritt wagen würde.

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