Antworten
Ergebnis 151 bis 160 von 219
Thema: Ehevertrag
-
09.07.2012, 15:53Inaktiver User
AW: Ehevertrag
-
09.07.2012, 15:54
AW: Ehevertrag
Ich wuerde noch ein Jura studium dranhaengen. Aus jeglicher Lage herausreden kannst du dich..
-
09.07.2012, 15:56Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Tschuldige Sunflower aber Du kommst schon etwas blauäugig rüber. Ich kan Deine Einstellung auch nur sehr schwer nachvollziehen.
Du machst Dich so sehr von anderen abhängig, das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Ich bin selbstständig seit ich 19 bin und habe auch seitdem nicht mehr bei meinen Eltern gelebt.
Wenn Du jetzt von Deinen Eltern direkt in die Ehe wechselst, dann ist das für mich so, dass Du Dich von einer Abhängigkeit in die nächste begibst, von einem Nest ins andere.
Ist Dein Verlobter eigentlich in Deinem Alter oder älter?
-
09.07.2012, 15:59
AW: Ehevertrag
@sunflower
hast du schon mit deinem Zukünftigen bezüglich des Ehevertrages gesprochen? Was sagt er dazu?Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
09.07.2012, 16:01
-
09.07.2012, 16:03Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Erstaunlicherweise kann man mit 3 Prüfungen in einer Woche sogar 40+ Stunden arbeiten.
Aber mach dir nix draus, bevor ich so richtig ins Arbeiten eingestiegen bin, habe ich sowas auch für unmöglich gehalten. Mittlerweile bringen mich meine Vorstellungen von damals zum Lachen - und dir wird es (hoffentlich) irgendwann genauso gehen, wenn du diese Stränge noch mal anschaust. Altersmäßig gesehen wäre es allerdings allmählich Zeit, ein wenig Realitätssinn zu entwickeln.
-
09.07.2012, 16:07
-
09.07.2012, 16:09
-
09.07.2012, 16:11
AW: Ehevertrag
Hm, und der Freund ist nicht lernzeitraubend am Wochenende?
Ich kann bei dir auch einiges nicht nachvollziehen. Bist du denn ehrlich zu dir selbst, wenn du behauptest, es ginge nicht, in deiner derzeitigen Situation auf eigenen Beinen zu stehen? Wäre dies nicht eine viel bessere Vorbereitung für den (wie wahrscheinlichen?) Fall einer Scheidung? Aus dem Gefühl heraus "ich weiss, dass ich leistunsfähig bin und im Notfall selber für mich sorgen kann" kann man sein Leben doch viel besser meistern als mit ein paar hundert Euro mehr, die einem der verflossene Ehegatte zähneknirschend aufgrund eines einseitigen Ehevertrags jeden Monat abdrücken muss? Ich finde Eheverträge grundsätzlich gut, wenn sie in aller Fairness und für beide Parteien vertretbar aufgesetzt werden. Wäre ich dein Zukünftiger, würde ich so eine Klausel erst unterschreiben, wenn ich genug Vertrauen hätte, dass du verlässlich genug bist, dein Leben im Fall einer Scheidung selbständig zu organisieren, und das eine baldige Unabhängigkeit dein primäres Ziel wäre. Deine bisher geäusserten Ansichten malen aber ein ganz anderes Bild von dir.
Man kann nämlich in deiner Situation durchaus finanziell weitgehend unabhängig sein, das haben viele andere auch schon geschafft. Vielleicht fehlt dir aber gerade der Kontakt zu solchen Menschen als Inspiration? Sind die anderen jungen Frauen in deinem Umfeld auch so abhängig und eingeschränkt in ihren Möglichkeiten? Weisst du denn überhaupt, wie finanzielle Unabhängigkeit sich anfühlt? Es ist grossartig
Insgesamt kam ich also auf ca. 30 Stunden Arbeit neben dem Studium und damit war ich nicht alleine. Die meisten meiner Kommilitonen hatten ähnliche Jobs.Respekt, das ist ne Leistung. Ich kenne auch Leute, die neben dem Studium viel Arbeit nebenher gewuppt haben und trotzdem gute Noten hatten. Klar, nicht jeder kann und will das im gleichen Mass. Aber ein bisschen was in die Richtung geht bei jedem. Das ist meine Erfahrung, und ich hab auch zügig und mit gutem Abschluss studiert -ohne Bafög und ohne regelmässige Unterstützung durch die Eltern. Einen Freund hatte ich auch, aber der war selber Student unter ähnlichen Voraussetzungen und musste am WE phasenweise selber lernen und/oder arbeiten. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, wegen ihm nicht arbeiten zu gehen oder zu lernen. Zeit genug fürs Zusammensein war trotzdem, zumal wir irgendwann auch zusammengezogen sind.Mein Studium habe ich mit 1,3 abgeschlossen, in Regelstudienzeit.
Ich habe damals im Schnitt 8-12 Stunden zusätzlich pro Woche gearbeitet, das ist nicht sooo viel. Damit kam ich aber ganz gut über die Runden, dank Kindergeld, welches an meinem Studienort (keine Grosstadt!) knapp für die Miete eines kleinen WG-Zimmers reichte. Für die Lebenshaltungskosten arbeitete ich, bzw liess mir zu Geburtstagen/Weihnachten immer Bargeld schenken, welches dann gespart wurde. Ich hatte das Glück, sehr grosszügige Grosseltern zu haben, die zudem immer wieder mal was von ihrer kleinen Rente für mich abknapsten. Das war von den Beträgen her nicht viel, aber kam unverhofft zwischendurch als grosses Geschenk für mich, weshalb ich auch Hemmungen hatte, dieses Geld für irgendwelchen Schnickschnak auszugeben, den ich nicht unbedingt zum Leben brauchte. Luxusartikel leistete ich mir erst, als ich nach dem Studium richtig verdiente, dann aber auch ganz ohne schlechtes Gewissen
Was die Jobberei neben dem Studium angeht, da muss man eben ein bisschen kreativ und organisiert sein, dann geht das ohne weiteres. Mein Studium war ein Naturwissenschaftliches und daher recht straff organisiert, viele Laborpraktika, keine Semester"ferien" etc. Trotzdem gab es genügend flexible Hiwi-Jobs, die ich machen konnte. Z.B. habe ich oft Lehrveranstaltungen und Klausuren mitbetreut, bei denen ich mir eigenes Lernmaterial mitnehmen und zwischendurch mal reinschauen konnte. Dann hatte ich noch einen sehr flexiblen festen Nebenjob in einem Umweltberatungsbüro, bei denen ich über Jahre hinweg nach Absprache immer soviel arbeiten konnte, wie mir grade lerntechnisch möglich war. Die zahlten zwar nicht viel, aber in der Regelmässigkeit kam da einiges zusammen. Dazu kamen noch gelegentlich besser bezahlte Event-Jobs, um z.B. ein teures Zahnimplantat zu bezahlen. Oder mal an Feiertagen im Service aushelfen, mal für 50 Euro Blutplasma spenden, als Versuchskaninchen bei psychologischen Studien mitmachen, solche Sachen. Es gab und gibt immer Möglichkeiten, man muss nur kreativ suchen, bzw sich bei anderen Studenten umhören, womit die ihr Geld verdienen. Und wenn mal ne intensive Lernphase ansteht, tritt man eben kürzer, spart vor und erbittet sich beim Arbeitgeber Urlaub (oder bringt gleich ne jobsuchende Kommilitonin als Vertretung mit). Damit kommt doch jeder Chef klar, der über längere Zeit Studenten einstellt.
Von meinen Kommilitonen haben die allermeisten zumindest phasenweise gearbeitet (u.a. Hiwi-Jobs, Kellnern, Nachhilfe, Getränkelieferdienst, Telefonaquise, Fliessband-Job in der Kuchenfabrik, Supermarkt-Inventur, Boutique-Verkauf, Krötentunnel schaufeln, Post sortieren, etc. etc.), ohne dass die Noten grossartig darunter litten, auch sportliches und ehrenamtliches Engagement sowie ihr Privatleben wuppten alle irgendwie noch nebenher. Vielleicht lag es daran, dass es eine kleine Uni am A.. der Welt war und so gut wie alle Studenten von weiter weg her kamen und schon aufgrund der Distanz weniger von den Eltern abhängig waren?
Vermutlich kann ich deine Klagen nicht nachvollziehen, weil ich mein Studentenleben ganz anders erlebt habe. Mich hat es damals stolz gemacht, seit meinem Auszug von zu Hause (mit 19) weitestgehend auf eigenen Beinen zu stehen. Aber selbst, wenn du diese Erfahrung bisher aus welchen Gründen auch immer nicht machen konntest, ist Unabhängigkeit etwas, das man auch mit Anfang 30 noch als sehr bereichernd erleben kann!
Nebenbei, jemanden zu heiraten, mit dem ich nicht mindestens eine Weile zusammen gewohnt habe, wäre mir persönlich zu riskant. Man merkt doch erst nach einiger Zeit, ob es auch aus der Nähe wirklich passt, und dann ist es im schlimmsten Fall mehr als blöd und emotional belastend, sich durch eine Scheidung quälen zu müssen, die einem erspart geblieben wäre, wenn man diese grundsätzliche Information (kann ich mit diesem Menschen einigermassen problemlos zusammenleben?) noch eben abgewartet hätte.
Aber egal was dir hier geraten wird, DU triffst deine Entscheidungen letztendlich selber. In jedem Fall viel Glück dabei
-
09.07.2012, 16:16



Zitieren

