Stimmt, das war bei uns auch ein Faktor. Ich war schon publiziert, er erst nach der Hochzeit - dann unter neuem Namen.
Stimmt auch. Ist aber teilweise eher unüblich. Also spätestens wenn die Diss erschienen ist und man in der Wissenschaft bleiben will, wird man schräg angeschaut, wenn man einen ganz neuen Namen annimmt. Da sind Doppelnamen dann üblicher.
Was ich allerdings in diesem Kontext ziemlich peinlich finde: wenn man anhand der Publikationsliste die komplette familiäre Biographie ablesen kann.
Da, finde ich, sollte man wirklich bei einem Namen bleiben, bzw. höchstens ein Mal wechseln.
Sonst hat die gleiche Person evt. als
Lieschen Müller (Mädchenname)
Lieschen Meier (Ehename)
Lieschen Müller (Scheidung)
Lieschen Müller-Schmidt (zweite Hochzeit)
publiziert.
Ganz schlimm, wenn es in diesem Kontext dann auch noch Danksagungen oder Widmungen gibt. Zuerst: "Ich danke meinem über alles geliebten Mann Gert, ohne den ich dieses Buch nicht hätte schreiben können" und später "Für Otto. Stütze, Ratgeber, Freund und Ehemann."
Besonders in eng gestrickten beruflichen Communities (wie die Wissenschaft eine ist) sorgt das für Gerede.
Nee, nee, nee...
Lunete
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Ergebnis 21 bis 30 von 74
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13.06.2012, 11:32
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Geändert von lunete (13.06.2012 um 11:40 Uhr)
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13.06.2012, 11:39
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Hast du Probleme mit seinen Eltern?
Ich hätte auch niemals wie meine Schwiegereltern heißen wollen, einfach weil ich mich nicht in diese Familie (die ich nicht mag) hätte eingliedern wollen.
Zum Glück wollte mein Mann da auch 'raus...
Publiziert dein Mann auch?
Wenn nein, finde ich, hast du ein ziemlich gutes Argument dafür, deinen Namen zu behalten.

Lunete
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13.06.2012, 11:42
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Nein, ich habe keine Probleme mit seiner Familie. Ich mag alle sehr gerne.
Mein Mann publiziert nicht. Hat aber unglaublich viele berufliche Kontakte.
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13.06.2012, 12:35
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ich habe sehr spaet geheiratet und war deshalb lange unter meinem Maedchennamen in der Firma gut bekannt.
Da ich den Namen meines Mannes angenommen habe, habe ich im ersten Jahr nach der Hochzeit immer beide Namen in allen Schriftsachen, Telefon etc gefuehrt.
So gab es keine Schwierigkeiten beim Umgewoehnen fuer die Leute.
Die Kinder meines Mannes aus seiner ersten Ehe tragen den Namen der Mutter, die ihren Namen aus emanzipatorischen Gruenden behalten hat.
Der Sohn leidet da sehr drunter, dass er wie seine Mutter heißt und moechte seinen Namen aendern (was leider nicht ohne die einwilligung der KM geht). Er lebt bei uns und will wie seine Familie (Name des Vaters) heißen.
So ein gemeinsamer Name drueckt in unseren Gefilden einfach auch Zusammengehoerigkeit aus. Auch wenn andere Laender da eine andere Tradition haben, hier in Deutschland ist es aus meiner Sicht immer noch sehr komisch mit verschiedenen Namen in einer Familie. Und beim Sohn kann ich deutlich merken, wie wichtig so ein gemeinsamer Name sein kann.Dala
Walk what you talk
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13.06.2012, 12:52
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ich habe vor fast 30 Jahren (Gott werde ich alt
) das erste Mal geheiratet. Mein damaliger Mann hat damals meinen Namen angenommen, weil er den weitaus schwierigeren Namen hatte. Er arbeitete in einem (damals) ausschließlich männlichen Beruf. Für ihn war es kein Problem, seine Kollegen hatten sich sehr schnell an den neuen Namen gewöhnt.
Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es heute anders sein sollte. So ungewöhnlich (wenn auch nicht alltäglich) ist es heute nicht mehr, wenn der Mann den Namen ändert. [QUOTE]
Das verstehe ich nicht. Es ist doch sein Kind?
Kann es sein, dass du mehr Probleme mit der Namensänderung hast als er?Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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13.06.2012, 12:54
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ja, ich habe definitiv mehr Probleme mit einer Namensänderung als er. Aber nur weil ich da so eigenwillig bin, ist das natürlich auch keine Begründung dafür, dass er dann meinen Namen annehmen muss, wenn wir unbedingt einen gemeinsamen wollen

Klar, ist es dann auch sein Kind. Aber auch mein Kind. Unser Kind nunmal. Und es wäre nicht in Ordnung, wenn es entweder meinen Namen hat oder seinen. Das ist so getrennt und komisch alles..
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13.06.2012, 13:33
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Warum das?
Menschen sind unterschiedlich. Zum Glück.
Namen sind Schall und Rauch.
Ich hatte einen nicht so schönen Namen, dem ich immer schon eher gleichgültig gegenüberstand. Mein in meinen Augen schöner Vorname war mir irgendwie immer wichtiger.
Es war für mich jedenfalls ein größerer Schritt, zu heiraten, als dann in Konsequenz den Namen meiner Frau anzunehmen, den ich übrigens schön und passend zu meinem Vornamen finde.
Ein gemeinsamer Name (sehr traditionell, ich weiss - macht mir aber nix) war mir dann auch wichtiger, als das Beharren auf meinem Namen (nicht sehr traditionell, ich weiss).
Klar, das hat nichts mit Euch zu tun, zu unterschiedlich und individuell sind die Beweggründe. Ich kann jedenfalls Deine Gründe ("eingeführter" Name [z.B. einer Arztpraxis oder eine Firma]) für einen "Namensbehalt" verstehen. Hat er auch derartige Gründe? Oder "nur" (in Anführungszeichen, weil ich das keineswegs abwerten mag) emotionale Gründe?
Mit meinem Namenstausch wird mein Nachname verschwinden, selbst wenn wir mal Kinder haben sollten, denn es gibt keine Familiennachkommen mehr mit diesem Namen. Interessanterweise hatte seinerzeit meine Mutter mit diesem Umstand das größte Problem, obwohl sie selbst den Namen nur angeheiratet hat...
Sollte er sich darüber sorgen, wie das in seinem männlichen Umfeld ankommt... Bei meinen Freunden und im Kollegenkreis ist das problemlos akzeptiert worden. Gelegentlich wurde mir (von Frauen) das Attribut "moderner Mann" angehängt, was mit diesem Namenswechsel aber so rein gar nichts zu tun hat.Geändert von Fender (13.06.2012 um 13:48 Uhr)
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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13.06.2012, 13:42
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Mhm ja, warum..
Ich denke ausschlaggebend war eine Situation als seine Familie ihn fragte, wie wir nach der Hochzeit heißen werden und er mit "wissen wir noch nicht" geantwortet hat, anstatt zu sagen, dass er meinen Namen annimmt (das hatten wir zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon "fest" gemacht). Das hatte mir zumindest gezeigt, dass wir da nochmal drüber reden müssen, weil er nicht wusste, wie er das seiner Familie sagen sollte
Er sagt auch nicht, dass er meinen Namen nicht annehmen möchte, nur dass er es nicht so toll findet, dass ich seinen auf keinen Fall annehmen möchte .. plus halt die berufliche Angst..
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13.06.2012, 13:47
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ich habe vor über 26 Jahren geheiratet und nam den Namen meines Mannes an. Mein Geburtsname war länger, der Name meines Mannes schön kurz, die Entscheidung fiel leicht; das Behalten des Names also sie heißt weiter Meier und er heißt weiter Müller; das ging damals noch nicht.
Heute würde ich meinen Namen behalten.
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13.06.2012, 13:54
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ich gebe dir eine Beschreibung, wie wir es gemacht haben: mein Mann hat überlegt, ob er meinen Namen annimmt, als aber Zweifel aus verschiedenen Richtungen kamen, haben wir das gelassen und jeder seinen Namen behalten. Wir sind jetzt 7 Jahre verheiratet und fühlen uns beide wohl damit.
Mit dem Kindernachnamen haben wir es so gemacht: wird es ein Mädchen, bekommt es meinen Nachnamen, wird es ein Junge, bekommt es seinen. Man sollte bei dieser Lösung nur wissen, dass der Nachname dann auch für alle weiteren Kinder aus dieser Ehe gilt.





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Ich denke, das ist mein Hauptproblem. 


