als begeistereter ahnenforscher gefällt mir die in österreich mögliche lösung, einen partner den eigenen namen behalten zu lassen, der andere trägt den doppelnamen.
für mich wäre wichtig, der namenslinie verstärkung zu geben, die auszusterben droht.
so hat auch in unserer stadt eine prinzessin einen bürgerlichen geheiratet, sie behielt den adeligen namen, ihre kinder bekamen den des vaters, weil seine linie sonst aussterben würde. seine vorfahren aus fünf jahrhunderten rackerten sich hart als handwerker ab. es nimmt viel druck vom eingeheirateten mann, dass er in seinem beruf nicht wie ein titelheischer dasteht, sondern den seinem stand gemässen namen weitergeben kann.
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Ergebnis 11 bis 20 von 74
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13.06.2012, 07:16
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
lg
legrain
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13.06.2012, 07:22Inaktiver User
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Dann behaltet doch jeder euren Namen, das geht doch. Wo ist das Problem?
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13.06.2012, 07:42
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Wir haben beide unseren Namen behalten. Die Kinder heißen so wie ich, ein Grund ist sicherlich, dass ich häufiger in der Schule und bei sonstigen Veranstaltungen in Erscheinung trete.
Mein Mann wird in diesen Kreisen oft mit meinem Namen angesprochen, er nimmt es mit Humor. Wenn die Leute erst ihn kennenlernen, werde ich mit seinem Namen angesprochen. Wir fühlen uns trotzdem sehr verheiratet.
Die Kinder haben übrigens auch seine Konfession.Age is an issue of mind over matter, if you don´t mind, it doesn´t matter.
Marc Twain
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13.06.2012, 08:07
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
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Geändert von macaronesia (24.11.2021 um 21:09 Uhr)
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13.06.2012, 08:23
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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13.06.2012, 08:24
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13.06.2012, 08:26
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
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13.06.2012, 08:48
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Ich habe mit 24 geheiratet, war da grade noch in meiner emanzipatorischen
Phase und hatte auch Probleme damit, meinen Mädchennamen abzulegen. Ein Doppelname war mir aber zu pädagogisch verbrähmt (damals gab es die Möglichkeit, den Mädchennamen zu behalten noch nicht, und Namen wie Leutheuser-Schnarrenberger wurden in der Presse gerne persifliert).
Nachdem mein Mädchenname aber nun nicht so wirklich schön war, meine Bindung zu meiner Familie sich in Grenzen hielt und ich mich klar zu meinem Mann bekennen wollte, habe ich seinen - übrigens auch wesentlich selteneren Namen - angenommen.
Heute - auch nach der Scheidung - trage ich ihn immer noch, inzwischen länger als meinen Mädchennamen.
Heute sage ich, Namen sind Schall und Rauch, es sei denn, man legt wirklich noch Wert auf Familienhistorie, man sollte einfach die Praktikabilität entscheiden lassen (Kinder etc.).
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13.06.2012, 09:48
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
@ Kriisten: Den Mädchennamen abzulegen hat schon etwas davon, sich äußerlich und sichtbar von den Eltern zu lösen, immerhin ist die Ehe ein neuer Lebensabschnitt. Damit ist aber nicht gesagt, dass du dich von deinen Eltern abwendest.
Was heißt denn, du hast dir beruflich einen Namen gemacht? Hast Du Bücher geschrieben, Artikel veröffentlicht, Vorträge gehalten? Auch dann wir man sich schnell an deinen neuen Namen gewöhnen.
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13.06.2012, 11:31
AW: Der Nachname - schwierige Entscheidung
Danke schonmal für all eure Antworten

Das Problem taucht nach meiner Meinung dann auf, wenn das Kind zur Welt gekommen ist. Dann wäre wieder zu entscheiden, welchen Namen es bekommt.
Ich denke, dass seine Bedenken schon aus seinem Beruf resultieren. Er ist schon in einem Arbeitsfeld, in dem man ihn wohl (reine Vermutung) schief anschauen würde, wenn er den Namen der Frau annimmt. Wobei ich finde, dass man sich davon nicht beeinflussen lassen sollte
Ich glaube, ich habe zu sehr in meinem Kopf verankert, dass es der Name der Eltern ist. Ich habe den Namen meiner Eltern, er hat den Namen seiner Eltern. Und für mich ist es dann natürlich logisch (
), dass ich den Namen meiner Eltern behalte, anstatt den Namen seiner Eltern anzunehmen. Ich schaff es emotional nicht, das Gefühl zu bekommen, dass es SEIN Nachname ist. Wenn ich das Gefühl hätte, dass ich etwas von ihm annehme, was ihm alleine gehört, dann wäre ich glaube ich sehr stolz, diesen Namen zu tragen. So gruselt es mich total und ich für meinen Teil wäre unglaublich unglücklich diesen Namen zu tragen
Ich denke, das ist mein Hauptproblem.
Ebenfalls käme dann für mich nicht in Frage, dass das Kind später seinen Namen bekommt.
Die Möglichkeit einen Kompromiss zu machen, sehe ich irgendwie nicht. Ich muss nicht zu ihm ziehen, er nicht zu mir, keiner gibt für den anderen etwas auf.
@Zwiebelliese: Ja, ich habe Bücher geschrieben, Artikel veröffentlicht, etc. Ich promoviere auch aktuell und fände das dann auch "komisch", wenn dort nicht mehr mein Name stände


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