Na ja, es könnte vielleicht einer werden (ohne dass das was "Verbotenes" läuft!). Aber überbewerten würde ich die Sache nicht. Ist vielleicht auch eher ein Symptom. War halt auch so ein konkreter Denkanstoß (neben den vielen Hochzeiten in meiner Umgebung) Ich dachte den Punkt sollte ich Euch nicht verschweigen.
Ist der in den du dich verliebt hast der "Schattenmann"?
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Thema: Ist er der Richtige?
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20.04.2006, 09:48
Re: Ist er der Richtige?
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20.04.2006, 12:01Inaktiver User
Re: Ist er der Richtige?
Hallo Artischocke,
ich glaube nirgends gelesen zu haben, wie alt Du bist. Du scheinst aber schon noch sehr jung zu sein.
Du solltest natürlich grundsätzlich selbst entscheiden, ob Du ihn heiraten willst oder nicht, aber ohne große Umschweife würde ich sagen:
.
Alle anderen hier haben Dir schon genug Hilfe gegeben, etwas anderes würde mir jetzt spontan auch nicht einfallen, wie Du Dir sicher sein kannst.
Ich meine halt, dass ich in Deinen Beiträgen zu viele Zweifel gelesen habe.
Aber grundsätzlich kann sich das ändern in eurer Beziehung. Der Anfang ist schon gemacht - ihr redet.
Du schreibst es ist langweilig geworden und ein Satz weiter ihr unternehmt viel.
HHMM, wie jetzt. Also wenn ihr was unternehmt ist es langweilig??
Gegen langeweile hilft jedoch kein anderer Partner, da müßt ihr beide dran arbeiten, dass es nicht langweilig wird. Wenn ihr natürlich keine dollen Gemeinsamkeiten habt, denke ich ist eine Beziehung (bis ans Ende der Tage) schwer. (Aber nicht unmöglich)
Ich bin jedoch kein Verfechter von: Gegensätze ziehen sich an.
Ich glaube mehr an: gleich und gleich gesellt sich gern.
Ich möchte Dir nicht von meinen Problemen erzählen, aber ich hab meine Augen vor der Hochzeit verschlossen und geglaubt: Was solls, so schlecht ist´s nicht!
Na ja, ich laß mich gerade scheiden.
Lieber Gruß
Moncheri
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20.04.2006, 17:15
Re: Ist er der Richtige?
Na vielleicht habe ich mich da unklar ausgedrückt. Was ich meine ist: ich finde ihn nicht mehr so interessant wie am Anfang unserer Beziehung, als ich von Gesprächen mit ihm nicht genug bekommen konnte. Aber veilleicht hängt das damit zusammen, dass das mit seiner Verschlossenheit nicht nur nicht besser sondern eher schlechter geworden ist. Die Unternehmungen selbst sind meist nicht langweilig, aber die wären auch mit einer Freundin oder alleine nicht langweilig
Du schreibst es ist langweilig geworden und ein Satz weiter ihr unternehmt viel.
HHMM, wie jetzt. Also wenn ihr was unternehmt ist es langweilig??
Ach Mensch, das tut mir leid. Deine Warnung bestätigt mich darin, meine Zweifel auf jeden Fall ernst zu nehmen.
Ich möchte Dir nicht von meinen Problemen erzählen, aber ich hab meine Augen vor der Hochzeit verschlossen und geglaubt: Was solls, so schlecht ist´s nicht!
Na ja, ich laß mich gerade scheiden.
Danke auch Dir für Deine Einschätzung
Viele Grüße
Artischocke
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20.04.2006, 18:55Inaktiver User
Re: Ist er der Richtige?
@ Artischocke,
insgesamt finde ich Euer "Vorgehen" gut. Es scheint ein Klärungsprozess in Gang gekommen zu sein, Ihr sprecht über Eure Zweifel - und wenn es gut läuft, seht Ihr dann nach einer Weile tatsächlich klarer.
Und heiraten ist auch eine bewusste Entscheidung, dass man zusammenbleiben WILL - man muss sich nicht absolut sicher sein, dass es keine Versuchungen mehr gibt. Gut anfühlen sollte es sich aber natürlich schon.
Folgender Satz ist mir aber wieder aufgestoßen
Aber vielleicht hängt das damit zusammen, dass das mit seiner Verschlossenheit nicht nur nicht besser sondern eher schlechter geworden ist.
Ist das meine romatische Vorstellung, dass man sich in einer Beziehung immer weiter öffnet? Immer mehr vom anderen kennen lernt und ihn deshalb weiter spannend findet?
Kannst Du sagen, was bei Euch bzw. bei ihm dahingersteckt?
Gruß, Leonie
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20.04.2006, 19:38
Re: Ist er der Richtige?
Liebe Leonie,
Folgender Satz ist mir aber wieder aufgestoßen
Aber vielleicht hängt das damit zusammen, dass das mit seiner Verschlossenheit nicht nur nicht besser sondern eher schlechter geworden ist.
Ist das meine romatische Vorstellung, dass man sich in einer Beziehung immer weiter öffnet? Immer mehr vom anderen kennen lernt und ihn deshalb weiter spannend findet?
Kannst Du sagen, was bei Euch bzw. bei ihm dahingersteckt?
wenn das eine romantische Vorstellung sein sollte, dann bin ich auch hoffnungslos romantisch! Für mich ist das ein ganz wesentlicher Aspekt einer Beziehung und ich war in dieser Hinsicht vor allem am Anfang sehr hartnäckig. Er dagegen war der Ansicht, dass es ganz normal sei, wenn man sich nicht vollständig in die Karten schauen lasse (sehe ich anders: in einer Beziehung spielt man doch nicht gegeneinander). Ich habe ihn damals regelrecht gedrängt, sich mehr zu öffnen. In der letzten Zeit habe ich 1. damit wohl zu sehr nachgelassen, weil wir andere Probleme hatten und habe 2. vielleicht sogar den Trend zu mehr Offenheit durch mein Verhalten umgekehrt indem ich empfindlich reagiert habe, wenn er sich allzu offen über meine Schwächen mokiert hat. Ich weiß, dass das nicht gut war, aber ich war eben der Meinung, dass könnte man auch anders (schonender) sagen.
Na ja und dann habe ich mich selbst ein wenig zurückgezogen, weil ich das Gefühl hatte (was er mir auch bestätigt hat) dass ihm vieles was ich sage (zum Beispiel auf dem Gebiet der Sexualität) peinlich ist.
Wir haben über diesen Punkt inzwischen einige Male gesprochen und er meinte jetzt vor kurzem, dass es ihm gut täte, wenn ich ihn dazu drängen würde, sich mehr zu öffnen. Wenn unsere Zweifel tatsächlich von diesem Punkt herrühren sollten, dann hätte ich ein ganz gutes Gefühl, weil ich davon ausgehen würde, dass wir das in den Griff bekommen könnten, sprich, dass er Gefallen an solchen Gesprächen finden könnte.
Viel mehr Sorge um unsere Beziehung hätte ich, wenn ich herausfinden würde, dass ihm Gespräche peinlich sind, weil ich ihm als Person im Grunde peinlich bin oder dass das, was ich als sich nicht öffnen wollen begreife, tatsächlich ein relativ starres Innenleben wiederspiegelt. Wenn ich also herausfinden würde, dass er tatsächlich so wenig fühlt, wie er immer glaubt und sagt.
Du fragst, warum das bei ihm wohl so ist. ich glaube das spielt es eine wichtige Rolle, dass es ihm sehr wichtig ist, vor anderen Menschen möglichst gut dazustehen. Und zwar sagt er das selbst (sein Verhalten lässt das eigentlich nicht erahnen, er ist überhaupt nicht arrogant oder angeberisch oder so). Der Reiz einer Beziehung besteht für ihn auch mit darin, dass er von seiner Partnerin bewundert wird und dass sie herausfindet, was er alles kann (das sagt er wohlgemerkt selbst, ich hätte ihn nicht so eingeschätzt). Na ja und deswegen fällt es ihm wahrscheinlich schwer, auch mal dunkle Gedanken oder Schwächen zu offenbaren. (Früher hatte ich deswegen auch oft das Gefühl, die Schwächere zu sein, weil ich eben gesagt habe, wenn ich mit etwas nicht klarkam, während er die Zähne zusammengebissen hat)
Keine Ahnung inwieweit sich ein Mensch in dieser Hinsicht ändern kann. ich würde mir vor allem erhoffen, dass eine Beziehung frür ihn noch mehr ist, als eine Befriedigungsmöglichkeit für narzistische Wünsche.
Danke dass Du an diesem Punkt nochmals nachgefragt hast
Viele Grüße
Artischocke
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20.04.2006, 21:39
Re: Ist er der Richtige?
warum über ungelegte eier nachdenken? offenbar hat niemand einem anderen einen heiratsantrag gemacht.
geht es jetzt nun darum, dass der eine oder andere angst vor der ehe als institution hat oder darum, dass zwei menschen miteinander eine beziehung führen, an der sie zweifeln, weil es probleme gibt?
oder geht es um die angst, selbst einen antrag zu machen und ein "nein" zu kassieren?
also für mich machen diese überlegungen nur dann sinn, wenn eine heirat konkret im raume steht.
für alle anderen fälle wird wohl nur die arbeit an der beziehung selbst helfen können oder aber eine entscheidung für bzw. gegen die beziehung.
vor dieser situation ist man übrigens auch nicht gefeit, wenn man verheiratet ist. eine heirat kann beziehungskrisen genau so wenig fördern wie dämmen.
verheiratet sein ist ein personenrechtlicher status. das haben sich menschen ausgedacht. das hat keine unmittelbare auswirkung auf die beziehung. vielleicht eine mittelbare, weil es menschen gibt, die sich mehr mühe um eine beziehung machen, die staatlich legitimiert ist, als um eine, die aus sich selbst heraus eine beziehung ist (wobei hier auch wirtschaftliche überlegungen eine rolle spielen werden, weil eheleute anders haften und weil eine ehe unterhaltspflichten begründen kann). aber selbst dieser einfluss ist zweifelhaft, wie die scheidungsraten uns zeigen.
wenn ich nicht aus mir selbst heraus das gefühl hätte, jemanden heiraten zu wollen, um den rest meines lebens mit ihm zu verbringen, dann würde ich nicht auf die idee kommen, ein entsprechendes dokument zu unterzeichnen. es gibt doch gar keinen anlass dafür.
also ich bin verheiratet und mein mann und ich sind zwei glückliche menschen. das liegt aber nicht daran, dass wir ein familienstammbuch besitzen, sondern an uns selbst. und an unserer beziehung zueinander.
nathamel.
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20.04.2006, 23:17
Re: Ist er der Richtige?
vielleicht um beides, wobei letzteres wichtiger ist. ich zweifele an der Beziehung, weil ich die Tatsache, dass wir uns nach einer so langen Zeit noch immer nicht zum Heiraten durchringen können (er "noch immer nicht" ich vielleicht eher "Im Moment gerade nicht mehr") für mich ein Zeichen dafür ist, dass etwas an unserer Beziehung nicht stimmt.
geht es jetzt nun darum, dass der eine oder andere angst vor der ehe als institution hat oder darum, dass zwei menschen miteinander eine beziehung führen, an der sie zweifeln, weil es probleme gibt?
nein, darum geht es nicht.
oder geht es um die angst, selbst einen antrag zu machen und ein "nein" zu kassieren?
Na ja was heißt konkret. Es hat niemand ein Antrag gemacht aber wir haben aus den oben genannten Gründen beide das Gefühl, dass die Frage ob/wann wir heiraten jetzt irgendwann dran ist.
also für mich machen diese überlegungen nur dann sinn, wenn eine heirat konkret im raume steht.
Genau darum geht es. Sorry, dann ist der Strangtitel vielleicht falsch gewählt. Es geht mir nicht darum, jetzt zu entscheiden, ob er der Richtige ist, sprich ihn jetzt sofort zu heiraten, sondern darum, wie ich mit unseren Zweifeln umgehe und wie ich letztlich zu einer Entscheidung kommen kann, ob die Beziehung weiter Bestand haben sollte
für alle anderen fälle wird wohl nur die arbeit an der beziehung selbst helfen können oder aber eine entscheidung für bzw. gegen die beziehung.
Dass eine Heirat unsere Probleme nicht lösen würde ist mir vollkommen klar. Es geht mir wie gesagt eher darum, was die Tatsache, dass wir uns nicht zum Heiraten durchringen können, über unsere Beziehung aussagt und ob das jetzt bedeutet, dass ich mich lieber trennen sollte.
vor dieser situation ist man übrigens auch nicht gefeit, wenn man verheiratet ist. eine heirat kann beziehungskrisen genau so wenig fördern wie dämmen.
verheiratet sein ist ein personenrechtlicher status. das haben sich menschen ausgedacht. das hat keine unmittelbare auswirkung auf die beziehung. vielleicht eine mittelbare, weil es menschen gibt, die sich mehr mühe um eine beziehung machen, die staatlich legitimiert ist, als um eine, die aus sich selbst heraus eine beziehung ist (wobei hier auch wirtschaftliche überlegungen eine rolle spielen werden, weil eheleute anders haften und weil eine ehe unterhaltspflichten begründen kann). aber selbst dieser einfluss ist zweifelhaft, wie die scheidungsraten uns zeigen.
Gruß,
Artischocke
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21.04.2006, 08:22Inaktiver User
Re: Ist er der Richtige?
Sorry, Nathamel, aber ich glaube du hast nicht ganz verstanden worum es hier geht...
.... ich finde auch den Strangtitel richtig, Artischocke, denn erstens wäre dein anderer (die Erklärung) viel zu lang *grins* und zweitens ist das doch die Kernfrage: IST ER DER RICHTIGE? (für eine Beziehung, zum Heiraten etc.)
Wenn die Heirat schon konret im Raum steht ist es ja wohl zu spät, sich Gedanken in diese Richtung zu machen. Wenn es eher zeitlich so ist, dass man heiraten könnte und man befürchtet, dass einer von beiden demnach eine Frage in die Richtung stellt, dann ist es doch gut, sich mal zu überlegen ob man das will. Und in dem Fall dann auch zu überlegen, was man tun könnte wenn man es nicht will.also für mich machen diese überlegungen nur dann sinn, wenn eine heirat konkret im raume steht.
für alle anderen fälle wird wohl nur die arbeit an der beziehung selbst helfen können oder aber eine entscheidung für bzw. gegen die beziehung.
Die Frage ist ja: lohnt sich Arbeit an einer Beziehung, die man eh nicht fortsetzen will?
Ich komme übrigens immer mehr zu der einfachen Antwort (die unseren wunderschönen, interessanten Strang überflüssig machen würde): wenn man fragen muss, ob er der Richtige ist, ist er es nicht!
Vor lauter Diskutieren hier gehen meine Gedanken übrigens auch immer mehr in die Richtung. Und wenn man weiß, dass es nicht der Richtige ist, aber die Beziehung gut läuft... was tun?
Gruß
K.
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21.04.2006, 09:26
Re: Ist er der Richtige?
Verstehe ich jetzt nicht, wie das laufen soll. Ich weiß, dass ich nicht dauerhaft mit ihm zusammenbleiben möchte. Weil mich irgendwelche Dinge so massiv stören, dass ich mir das eben nicht vorstellen kann. Weil ich ihn nicht liebe. Weil irgendwelche WICHTIGEN Dinge nicht stimmen. Denn nur dann steht einer dauerhaften Beziehung ja etwas im Wege.Und wenn man weiß, dass es nicht der Richtige ist, aber die Beziehung gut läuft... was tun?
Wie kann dann die Beziehung gleichzeitig gut laufen??
Sowas kann ich mir nur für die erste Zeit, ganz am Anfang vorstellen. Man ist verliebt, KENNT sich noch nicht und weiß noch nicht viel vom anderen. Wenn man dann aber mehr weiß und weiß, dass er "es" nicht ist - was an der Beziehung soll dann gut laufen? Der Sex? Ab und zu ausgehen miteinander? Irgendwas Unverbindliches - das wäre für mich aber nicht Zeichen einer gut laufenden Beziehung. Sondern Zeichen einer unverbindlichen Beziehung, die ich gerade NICHT als gut laufend bezeichnen würde...
Was ich sagen will: ich bin der Meinung, wenn ich bereits weiß, DER ist es nicht. Mit dem will ich nicht mein Leben verbringen,- dann könnte ich keine gute Beziehung mit ihm führen. Irgendwas Grundlegendes fehlt oder läuft schief.
Wenn ich es noch nicht weiß, mir noch nicht sicher bin, liegt die Sache anders.
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21.04.2006, 09:34
Re: Ist er der Richtige?
Hallo Artischocke,Wir haben über diesen Punkt inzwischen einige Male gesprochen und er meinte jetzt vor kurzem, dass es ihm gut täte, wenn ich ihn dazu drängen würde, sich mehr zu öffnen. Wenn unsere Zweifel tatsächlich von diesem Punkt herrühren sollten, dann hätte ich ein ganz gutes Gefühl, weil ich davon ausgehen würde, dass wir das in den Griff bekommen könnten, sprich, dass er Gefallen an solchen Gesprächen finden könnte.
ich bin auch ein eher verschlossener Mensch. Seitdem ich mir dessen bewusst bin, achte ich zwar darauf, mich mehr zu öffnen, aber schwer fällt es mir hin und wieder schon. Eine grosse Hilfe ist für mich ein offenes, tiefere Gespräche anregendes Gegenüber. Je offener mein Gegenüber ist (beispielsweise in Hinblick auf Gefühle, auch in Hinblick auf "dunkle Seiten"), desto leichter fällt es auch mir, über meinen Schatten zu springen. Und wenn ich dann auch noch "gelöchert" werde, kann ich mich ganz gut öffnen.
Ich weiss natürlich nicht, ob Dein Partner auch so "funktioniert", aber es klingt ein wenig danach. Bei mir ist es dann so, dass es mir nach einer Weile (wenn ich mich einem Menschen mehr und mehr geöffnet habe), auch von selbst leichter fällt. Der Partner muss dann nicht mehr insistieren. Verschliesst er sich jedoch, kann das sehr leicht bei mir wieder eine Rückzugsreaktion auslösen.
Sprecht weiter miteinander, auch darüber, dass er sich wieder mehr verschliesst und warum. Ich könnte mir vorstellen, dass dann der Knoten (wieder) platzt und ihr zu mehr Nähe findet.
Ich habe auch so eine romantische Vorstellung, wenn es denn eine hoffnungslos romantische Vorstellung ist, dass man einander innerlich immer näher kommt, einander immer mehr öffnet.
Alles Gute
hopscotch


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