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07.11.2011, 12:52
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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07.11.2011, 13:30Inaktiver User
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Ich hoffe, ich "lese" jetzt richtig, was ist denn an 8 Prozent viel?!
Wow, und fast drei Viertel nehmen den Namen des Mannes an?
Warum?! Haben die alle NIE publiziert, eine Webpage, tauchen in mehreren Unternehmenswebpages auf ...
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07.11.2011, 15:19
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Hallo,
dass es in Summe nicht gleichwertig zugeht, liegt bei den Zahlen ja auf der Hand: sooo viele Fälle, in denen der Mann den schöneren Namen hat, ihn aus beruflichen Gründen behalten muss, der letzte Überlebende eines aussterbenden Adelsgeschlechts ist, ....
Und sooo wenige Frauen mit klangvollem Namen, die ihn sich auch beruflich gemacht haben, und Einzelkinder sind und ihn weitergeben wollten/könnten.
Offenbar haben sehr, sehr viele Frauen nicht das Selbstbewusstsein zu sagen "wir sind da eher traditionell", "wir wollten seine Familie nicht enttäuschen", ... Jedenfalls scheint es immer einen triftigen Grund (abseits der Tradition) dafür zu geben, den Namen des Mannes anzunehmen.
Ich denke, man darf die Tradition als Kriterium, das wir bei Entscheidungen berücksichtigen, nicht unterschätzen. Nicht nur bei der Namenswahl.
Man wird von ihr wohl nicht den Personalausweis sehen haben wollen, oder? Ich hätte einfach geantwortet: "und wenn ich jetzt einfach gesagt hätte, ich bin Frau X (und nicht Frau Y) und möchte zu meinem Mann, Herrn X, dann hätten Sie mich doch auch ohne Identitäts- und Familienstandsprüfung reingelassen, oder?"Als der andersnamige Mann meiner Freundin notfallmäßig ins Krankenhaus kam, hatte sie schon ziemlich Zorres, zu ihm vorgelassen zu werden, ohne Vorlage der Hochzeitsurkunde.
Mandelblüte
PS: Mir fällt gerade meine Cousine ein, bei der beide den bisherigen Namen behalten haben und bei denen die Kinder ihren Namen tragen. Seine Mutter, die schon gut über 80 war und nicht lang nach der Geburt des ersten Kindes starb, hat das wohl nie erfahren. So musste sie nicht daran knabbern, dass der einzige Sohn (nach vier Töchtern) den Familiennamen nicht weitergegeben hat.Geändert von Mandelbluete (07.11.2011 um 15:26 Uhr)
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07.11.2011, 15:31
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
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07.11.2011, 15:42
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Das ist meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt gebracht, Mandelbluete!

Dennoch gibt es vielleicht einen weiteren Punkt, der nicht unbedingt "Bestimmen ueber den Partner" beinhaltet, wohl aber einen Wunsch AN den Partner:
"Als Frau wuensche ich mir, dass wir als Ehepaar meinen Maedchennamen annehmen, um ein Zeichen fuer die Emanzipation zu setzen und die Tradition der automatischen Annahme des Maennernamens aufzuweichen."
Ich meine das ueberhaupt nicht sarkastisch! Auch das ist eine legitime Haltung, und einige haben sich ja hier dahingehend geaeussert, dass die Ehenamenswahl fuer sie auch ein Stueck weit Politikum ist.
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07.11.2011, 15:53Inaktiver User
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07.11.2011, 15:57Inaktiver User
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
.. oder es ist ihnen schnurzpiepsegal ?
Oder sie machen ihr feministisches Selbstverständnis nicht daran fest ?
Oder die Fragestellung, ob der Partner auch gleichberechtigt genug denkt ?
Mein Mann macht die Katzenklos sauber, weil ich das ungern mache - damit qualifiziert er sich für mich mehr als "moderner Partner" als durch die Namensfrage.
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07.11.2011, 16:04
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Danke.
Für mich hakt das Ganze eben, wenn es zu einer Bevormundung des Partners führt.
Hmmmm... Dann aber muss man aber auch die Tradition als Argument dafür, dass er sich wünscht, dass sie seinen Namen annimmt, anerkennen. Weil auch sie - genauso wie die Emanzipation - eine Grundhaltung ist.
Emanzipation ist doch, dass ein Geschlecht die gleichen Rechte und Pflichten für sich in Anspruch nimmt, wie das andere Geschlecht. Sie nur der Idee der Emanzipation willen in Anspruch nehmen, obwohl sie einem widerstreben, wäre paradox.
Vielleicht bin ich ja zu jung (das wirkliche Aufbegehren der Frauen habe ich ja gar nicht bewusst miterlebt), aber ich würde meinen BH nicht verbrennen, weil er ein Zeichen der Unterdrückung ist, sondern weil ich ihn nicht tragen mag. Und meinen Namen nicht behalten, weil das emanzipatorisch-aufgeklärt ist, sondern weil ich tragen möchte.
MandelblüteGeändert von Mandelbluete (07.11.2011 um 16:07 Uhr)
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07.11.2011, 16:17
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Hallo,
tja, es sagen aber eben nur wenige Frauen "wir sind traditionell", "mein Mann wollte das nicht". Sondern es gibt angeblich in sagen wir mal 60 % aller Ehen (gut 70 % mit dem Namen des Mannes abzüglich ein paar, die diese Gründe nennen) andere Gründe dafür, dass beide nach der Heirat seinen Namen tragen (und nur in 5 %, dass beide ihren Namen tragen). Und "egal" scheint es offenbar viel, viel mehr Frauen zu sein als Männern.
Das ist für mich mangelndes Selbstbewusstsein, sich nicht zu seiner traditionellen Haltung in dieser Frage bekennen zu können. Und an einer traditionellen Haltung zur Namensfrage ist ja nicht mal etwas Schlimmes.
Es gibt sogar Ehen, in denen sie (mit seinem Namen) eindeutig die Hosen anhatMein Mann macht die Katzenklos sauber, weil ich das ungern mache - damit qualifiziert er sich für mich mehr als "moderner Partner" als durch die Namensfrage.[/
MandelblüteGeändert von Mandelbluete (07.11.2011 um 16:22 Uhr)
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07.11.2011, 16:17Inaktiver User
AW: Ich trage einen neuen Namen - oder doch nicht ...
Wenns wurscht ist, dann ist es ja okay.
Aber wenn die promovierte Kollegin, schon langjährig in Publikationen vermerkt, dann auf einmal von Maier zu Müller wird (ohne Doppelnamen), dann hau ich mir innerlich schon vors Hirn.



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