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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Hallo Mrs Lovett,

    das ist wirklich eine schwierige Situation. Ich war mal in einer ähnlichen Lage. Nur sollte ich die Braut sein, mein damaliger Freund der Bräutigam und eine meiner besten Freundinnen seine Trauzeugin. Nur war sie auch so ganz und gar nicht davon überzeugt, dass wir heiraten sollten. Sie sagte es mir dann auch genauso. Dass sie sich für mich das ganz große Glück wünscht, aber nicht überzeugt ist, dass ich es schon gefunden habe. Daher könnte sie auch nicht seine Trauzeugin sein. Sie würde es zwar für mich tun, aber nicht aus Überzeugung und vollem Herzen.

    Mein Ex war total sauer. Wollte nicht mehr mit ihr reden und wäre zu Besuchen auch nicht mehr mitgefahren. Das fand ich mega anstrengend, aufreibend und nervig. Natürlich war ich auch sehr enttäuscht und traurig. Fand es aber letzten Endes gut, dass sie ehrlich war.

    Dennoch hätte ich mir sie und meine andere beste Freundin als Trauzeugin gwünscht, hätte ich doch geheiratet (also die Sache ging dann eh in die Brüche). Einfach weil sie mir wichtig ist. Aber Ehrlichkeit geht vor. Vielleicht würde ich in deinem Fall auch eine Ausrede vorschieben um im Anschluß keinen Streß zu haben.

    Ich drück dir jedenfalls die Daumen!

    Grüße
    Monsterpüppi
    B.i.t.c.h.

    Babe in total control of herself



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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ja, das scheint heute die Erwartung zu sein. Unser jüngster Sohn heiratet demnächst. Er und seine Braut haben sich ihre Trauzeugen und Brautjungfern gut ausgewählt. Sie haben die Juggesellen/innenpartioes zu organisieren, sie haben den Polterabend zu organisieren, die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit (Abstand 6 Wochen) zu organsieren. Nu gut die Verpflegungskosten von Polterabend, standesamtlicher und kirchlicher Hochzeit, werden von dem Brautpaar und den Bräutigams- und Brauteltern übernommen. Aber Beschaffung von DJ, Spiele und anderer Aktivitäten sind Trauzeugenangelegenheit. Das verursacht einiges an Kosten und vor allem viele, viel Zeit. Als Gegenleistung kann das junge Ehepaar erwarten, dass sie bei den nächsten Hochzeiten genau diese Aufgaben übernehmen müssen.
    OT: puah, das ist richtig schrecklich! wie kann ich von jemanden anderen erwarten, dass er/sie MEINE Hochzeit organisieren, das ist doch eine Frechheit. Es sei denn, ich bezahle sie dafür. Auf der anderen Seite, es kann ja keiner besser wissen als das Brautpaar, was sie sich wünschen, so was würde ich keinem überlassen, höchstens um Hilfe in gewissen Punkten bitten. Meine Hochzeit ist jetzt hinter mir, war viel Arbeit und Stress, wovon ich 80% abbekommen habe, aber es war eben meine! Und wenn einiges schiefläuft, kann wenigstens kein guter Freund dafür oder so.

    Zum Thema: unter solchen Erwartungen würde ich einfach klar absagen. Das kann doch kein normaler Mensch von jemand anderen erwarten.

  3. Inaktiver User

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Scharada Beitrag anzeigen
    Zum Thema: unter solchen Erwartungen würde ich einfach klar absagen. Das kann doch kein normaler Mensch von jemand anderen erwarten.
    Zur Klarstellung: Es ist noch nicht klar, wie gross der Organisationsaufwand für mich wäre. Es ist auch nicht so dass ich grundsätzlich den Aufwand scheue, sondern dass ich lediglich befürchte, mich in meiner Eigenschaft als Trauzeugin an Aktionen beteiligen zu müssen, die ich ganz, ganz schrecklich finde (eben weil die Braut und ich in dieser Hinsicht sehr unterschiedliche Vorstellungen haben) und wo ich mich hingegen als Nicht-Trauzeugin locker aus der Affäre ziehen könnte.

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zur Klarstellung: Es ist noch nicht klar, wie gross der Organisationsaufwand für mich wäre. Es ist auch nicht so dass ich grundsätzlich den Aufwand scheue, sondern dass ich lediglich befürchte, mich in meiner Eigenschaft als Trauzeugin an Aktionen beteiligen zu müssen, die ich ganz, ganz schrecklich finde (eben weil die Braut und ich in dieser Hinsicht sehr unterschiedliche Vorstellungen haben) und wo ich mich hingegen als Nicht-Trauzeugin locker aus der Affäre ziehen könnte.
    Nun, dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht den Unterschied zwischen Trauzeugin und Brautjungfern......Das Brautjungfern wählt sich die Braut und das meistens aus ihr sehr nahe stehenden Personen. Da kommst Du sowieso nicht in Frage und es wäre auch komisch wenn die Anfrage von deinem Bruder käme, sie muss so was fragen. Der Trauzeuge dagegen hat ein kleines bisschen was beim Standesamt zu tun und das würdest Du dann auch machen, so wie ich Dich verstanden habe (ich finde deinen Ansatz richtig, es geht Dich letztendlich nicht an, wen dein Bruder heiratet, sondern dass er heiratet).

    Mein Mann hat beim Standesamt die Trauzeugen ausgewählt (seine Schwester und ein guter Freund), sie haben das Auto geschmückt, einbisschen Feier bei denen zuhause organisiert und unterschrieben. Die kirchliche Hochzeit war dann was anderes, da hatte ich mein Brautjungfern samt Blumenstrauss, es war eine sehr gute Freundin von mir die mir mit dem Brautkleidanziehen geholfen hat und in der Kirche vor mir gelaufen ist. Das war es.

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Da es modern geworden ist, nicht einfach so zu heiraten, sondern aufwendig zu feiern, ist es nicht unüblich, dass die Trauzeugen allerhand mitwuppen.

    Junggesellinnenabschied, wer spricht die Fürbitten in der Kirche, das Programm des Abends koordinieren, (also auch Mütter und Schwiegermütter in Schach halten), Einwegkameras auf die Tische legen (lassen), Gästebuch anlegen und alle Gäste auch erwischen, alle Gäste vorher per Email anschreiben für die Hochzeitszeitung (Beiträge, Fotos von früher), mit der Braut zur Toilette gehen und ihr den Reifrock halten, Geschenke und Briefumschläge sichern (hat der Wirt einen Tresor?) (hat der Wirt einen Raum, der abgeschlossen werden kann?, etc. etc.

    Da kömmt schon einiges. Sollte frau sich gut überlegen.

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Also ich kenn's nur so, dass die Eheleute sich den jeweiligen Zeugen selbst auswählen...also jeweils eine nahestehende Person. Hab ich denn richtig verstanden, dass die TE für die Braut die Trauzeugin sein soll? Wenn sie den Job für ihren Bruder übernimmt, hat sie mit dem Junggesellinnenabschied doch nix zu tun. Mit dem Junggesellenabschied wahrscheinlich auch nicht, aber da findet sich wohl wer anders.

    Zum eigentlochen Thema: Ich würde meine Bedenken auch durchaus mitteilen, aber für meinen Bruder/guten Frunde, Freundin dennoch den Trauzeugen machen. Schließlich, wie die TE schon schrieb, müssen die beiden glücklich werden.
    Und auf die Divergenzen hinsichtlich der Feiervorstellung kann man ja durchaus hinweisen.

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Scharada Beitrag anzeigen
    Nun, dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht den Unterschied zwischen Trauzeugin und Brautjungfern......Das Brautjungfern wählt sich die Braut und das meistens aus ihr sehr nahe stehenden Personen. Da kommst Du sowieso nicht in Frage und es wäre auch komisch wenn die Anfrage von deinem Bruder käme, sie muss so was fragen. Der Trauzeuge dagegen hat ein kleines bisschen was beim Standesamt zu tun und das würdest Du dann auch machen, so wie ich Dich verstanden habe (ich finde deinen Ansatz richtig, es geht Dich letztendlich nicht an, wen dein Bruder heiratet, sondern dass er heiratet).

    Mein Mann hat beim Standesamt die Trauzeugen ausgewählt (seine Schwester und ein guter Freund), sie haben das Auto geschmückt, einbisschen Feier bei denen zuhause organisiert und unterschrieben. Die kirchliche Hochzeit war dann was anderes, da hatte ich mein Brautjungfern samt Blumenstrauss, es war eine sehr gute Freundin von mir die mir mit dem Brautkleidanziehen geholfen hat und in der Kirche vor mir gelaufen ist. Das war es.
    Hallo,

    Brautjungfern haben nicht überall Tradition und in meiner Gegend gibt es sie z.B. nicht. Klassischerweise gibt es das Kranzlpaar, das neben den Trauzeugen bestimmte Aufgaben übernimmt, aber das ist in den letzten Jahren selten geworden.

    Deshalb stellt sich bei vielen Hochzeiten die Frage des Unterschieds zwischen Trauzeugen und Brautjungfern nicht, weil es letztere schlicht nicht gibt (ich habe z.B. noch nie Brautjungfern erlebt.

    Und wenn es nur Trauzeugen gibt, die ja normalerweise Familienangehörige oder sehr enge Freunde sind, helfen die eben oft tatkräftig mit (für mich wäre es selbstverständlich).

    Mandelblüte

  8. Inaktiver User

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Deshalb stellt sich bei vielen Hochzeiten die Frage des Unterschieds zwischen Trauzeugen und Brautjungfern nicht, weil es letztere schlicht nicht gibt (ich habe z.B. noch nie Brautjungfern erlebt.

    Und wenn es nur Trauzeugen gibt, die ja normalerweise Familienangehörige oder sehr enge Freunde sind, helfen die eben oft tatkräftig mit (für mich wäre es selbstverständlich).
    Ist hier genauso!

    Wünsche euch einen schönen Abend. Vielleicht kommt mir ja beim Feierabendebier die Erleuchtung!

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    wenn du dich etwas anschickerst, siehste das alles vielleicht nicht so eng und entscheidest als gute Schwester für den Bruder....

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das ist ein in meinen Augen sehr vernünftiger Vorschlag: von vornherein ablehnen - ich denke, dass muss nicht einmal begründet werden, einfach: ich will nicht.

    Ist mir zwar auch neu, aber ich bekomme es bei unseren Kindern mit, dass es so zu sein scheint. Keine Ahung, woher das kommt, Ich denke aus amerikanischen Filmen, oder?
    Da gibt es einen Wedding-Planner!

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Wenn ich in schweren Zeiten den Eheleuten helfend zu Seite stehen soll, kann das schwierig werden, wenn ich mit einem von beiden nicht kann.
    Ich wüsste nicht, dass das eine Aufgabe der Trauzeugin ist. Und ihrem Bruder wird sie in schweren Zeiten sowieso beistehen.
    Bis auf Weiteres a.D.

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