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  1. Inaktiver User

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Mir war das auch nicht bekannt, in ihrer Familie scheint sich das aber so zu gehören.

  2. Inaktiver User

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Naja, was in ihrer Familie sich "zu gehören" scheint, muss dich ja nicht jucken, um es mal flapsig auszudrücken.
    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, jemanden als meine Trauzeugin zu haben, der mich nicht leiden kann. Das finde ich mehr als seltsam.

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Hallo,

    mein Partner war vor vielen Jahren auch einmal Trauzeuge eines Freundes und war von dieser Verbindung alles andere als überzeugt. Ihn hat das auch in einem schlimmen inneren Konflikt gestürzt, aber er hats schließlich gemacht.

    Es ist schwierig zu raten. Mit Deinem Bruder reden bedeutet eben, ihm (als Schwester, die er liebt) zu sagen, dass Du mit der Frau, die er liebt, nicht einverstanden bist. Eine Freundin von mir hat das gemacht, als ihre Schwester einen in ihren Augen unmöglichen Mann geheiratet hat. Ihr war es, so schwer es war, ein Anliegen, dass das einmal offen auf den Tisch kommt, und nicht als jahrelanger latenter Konflikt schwelt.

    Wenn Du nicht Trauzeugin sein willst, ist es geschickt, das Deinem Bruder sehr früh, noch bevor er Dich fragt, zu sagen. So kann er wenigstens vermeiden, dass er der Braut sagen muss "Mrs. Lovett möchte wegen Dir nicht Trauzeugin sein", sondern kann es sich einfach noch anders überlegen und Dich gar nicht erst fragen.

    Wenn es Dir nur darum geht, die Organisationspflichten, die auf Dich zukommen, zu minimieren, kann vielleicht ein Ausweg sein, drei Wochen in Urlaub zu fahren und erst unmittelbar vor der Hochzeit wiederzukommen. Leider, leider kannst Du dann nicht an einer Hen's Night teilnehmen, die weisse Kutsche nicht aufpolieren und mit Blumengebinden schmücken und bist nicht für letzte hektische Feinabstimmungen des Braut-Make-Ups mit Deinem erreichbar.

    Mandelblüte

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Ich würde es ablehnen. Wenn ich nicht davon überzeugt bin. Es gibt ja auch nette Möglichkeiten das abzulehnen. Muss ja nicht die Keule sein.

    Aber das die Trauzeugen die Hochzeit organisieren habe ich auch noch nicht gehört. Das würde ich doch lieber selber machen wollen. Hm, merkwürdige Sitten sind das.
    Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Wenn Du nicht Trauzeugin sein willst, ist es geschickt, das Deinem Bruder sehr früh, noch bevor er Dich fragt, zu sagen. So kann er wenigstens vermeiden, dass er der Braut sagen muss "Mrs. Lovett möchte wegen Dir nicht Trauzeugin sein", sondern kann es sich einfach noch anders überlegen und Dich gar nicht erst fragen.
    Das ist ein in meinen Augen sehr vernünftiger Vorschlag: von vornherein ablehnen - ich denke, dass muss nicht einmal begründet werden, einfach: ich will nicht.

    Aber das die Trauzeugen die Hochzeit organisieren habe ich auch noch nicht gehört. Das würde ich doch lieber selber machen wollen. Hm, merkwürdige Sitten sind das.
    Ist mir zwar auch neu, aber ich bekomme es bei unseren Kindern mit, dass es so zu sein scheint. Keine Ahung, woher das kommt, Ich denke aus amerikanischen Filmen, oder?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Moderation

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Hmm, schwierig. In Deinem konkreten Fall, Mrs. Lovett, wuerde ich schon einigermassen ehrlich mit Deinem Bruder reden. Oft (und gerade bei Hochzeiten) bin ich ein grosser Fan von Opelius' Strategie, nichts weiter zu rechtfertigen/diskutieren, aber wenn ich mich in Deinen Bruder hineinversetze, koennte ich auch mit der unangenehmen Begruendung eher leben als mit einem unbegrundeten, kategorischen "Nein". Aber das kannst Du am besten einschaetzen, wie er das sehen wuerde.
    Meine spontane Reaktion wuerde auch in Richtung "als Verzicht verkaufen" gehen, also sagen, dass ich mich geehrt fuehle usw., aber mir dabei falsch vorkaeme (?), da ich nicht sooooo mit der Braut kann und es in dem Fall besser faende, wenn jemand dieses hohe Amt bekleidet, der beide Brautleute gleichermassen gut leiden kann. So aehnlich.


    Ich persoenlich wuerde - ganz allgemein gesprochen - das Amt ablehnen (wie gesagt, das geht ja auch freundlich), wenn ich den Erwartungen des Paares nicht entsprechen koennte oder wollte. Organisatorische Aufgaben wurden angesprochen... Da ist es ja wenig zielfuehrend, sich online zu echauffieren ob das nun angemessen sei oder nicht, das handhabt halt jedes Paar anders. Wichtig ist eben, die Erwartungen abzustimmen.
    Ich brauchte sehr viel Unterstuetzung von meinen Brautjungfern (das meiste selbst gemacht/organisiert; dabei keine Familie in der Naehe) und habe das von Anfang an klar kommuniziert, dass ich auf viel tatkraeftige Hilfe angewiesen bin. (Allerdings beinhaltete das keine finanziellen Aufwendungen; nein, auch nicht fuer bestimmte Kleider oder dergl.) Dabei habe ich auch explizit gesagt, dass ich voellig verstehe, wenn sie das nicht leisten koennen / wollen und haette mir dann weitere / andere Helfer gesucht oder auch verstanden, wenn sie das Amt nicht annehmen wollen. So hat alles sehr gut geklappt und alle betroffenen Freundschaften haben es unbeschadet ueberstanden.
    Einen einzigen anderen Ablehnungsgrund koennte ich mir vorstellen, naehmlich wenn ein Paar mich als Zeugin (auch) fuer eine kirchliche Trauung wollte und generel aber mit Kirchens nichts am Hut hat und das nur wegen "der Romantik" und/oder "was die Nachbarn sagen" so gestaltet - davon wuerde ich mich distanzieren.
    (Ist heute aber wohl eher selten, zum Glueck.)

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das ist ein in meinen Augen sehr vernünftiger Vorschlag: von vornherein ablehnen - ich denke, dass muss nicht einmal begründet werden, einfach: ich will nicht.
    Hallo,

    auch bei einer sehr frühzeitigen Ablehnung wird die TE irgendetwas sagen müssen, warum sie nicht Trauzeugin sein will (auf die Frage des Bruder nach dem Warum zu antworten "weil ich nicht will" wird das Verhältnis nicht unbedingt verbessern). Aber wenigstens muss der Bruder nicht entweder seiner Zukünftigen gegenüber fadenscheinige ausreden erfinden oder ihr sagen "meine Schwester mag Dich nicht". Sondern er kann ihr sagen, dass er es sich überlegt hat und lieber jemand anders als seinen Trauzeugen hätte.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ist mir zwar auch neu, aber ich bekomme es bei unseren Kindern mit, dass es so zu sein scheint. Keine Ahung, woher das kommt, Ich denke aus amerikanischen Filmen, oder?
    Ich kenne es schon so, dass die Trauzeugen mithelfen und eine über das bloße "Mit am Altar Stehen" wichtige Rolle einnehmen. Aber das liegt wohl weniger am Amt des Trauzeugen, sondern daran, dass sie dem Brautpaar eben nahestehen und deshalb mithelfen.

    Mandelblüte

  8. Inaktiver User

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Vielen Dank für die vielen Denkanstösse hier!

    Ich werde auf jeden Fall mit meinem Bruder sprechen und zwar unter vier Augen.
    Unter den folgenden Voraussetzungen würde ich seine Trauzeugin sein:

    - Mein Bruder wünscht es sich (von Herzen und nicht, weil es sich so gehört).
    - Es gibt keine kirchliche Trauung
    - Ich werde keine Spiele organisieren / die Kutsche polieren etc.

    Für viele hier scheint der Gedanke 'ich halte diese Ehe für keine gute Idee' ein Grund zu sein, abzulehnen. Ich habe nun entschieden, dass dies für mich nicht gilt. Ja, ich mag diese Frau nicht besonders. Ja, ich hätte mir für meinen Bruder jemand Passenderes gewünscht. Aber schlussendlich ist es seine Entscheidung und obwohl ich unter einer guten Beziehung offenbar etwas Anderes verstehe als er, werde ich mich in seine Beziehung nicht einmischen. Seine Zukünftige ist schliesslich kein schlechter Mensch und ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass die zwei wirklich glücklich sind (obwohl ich's mir nicht vorstellen kann, aber das ist dann wohl eher mein Problem, oder?).

    Fazit: Wenn wir uns über meine Rolle in dem Ganzen wirklich einig werden (ohne halbgare Kompromisse) werde ich gerne seine Trauzeugin sein. (Falls ich's mir nicht nochmal anders überlege... )

  9. Moderation

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    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Das finde ich sehr schoen, Mrs Lovett, und ich bin sicher, Du findest die richtigen, deutlichen Worte.

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Ich möchte nicht Trauzeugin sein!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seit wann müssen denn die Trauzeugen die Hochzeit organisieren?
    Das hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört, ist das heute so üblich?
    Ich find' das auch komisch.

    In allen Fällen, die ich gesehen habe, von "Wir gehen aufs Standesamt und anschließend zum Essen" bis zu "Wir mieten ein Schlößchen auf dem Lande und machen mit zweihundert Leuten drei Tage Halligalli mit Tanzkapelle und Feuerwerk" hat das das Brautpaar organisiert (letzteres mit Unterstützung von Eltern, Geschwistern und guten Freunden). Aber die Fetenorganisation einfach einem Geschwister oder Freund aufs Auge zu drücken mit "dein Problem, freu dich" finde ich schon ein bißchen ungehörig.

    Wenn die Trauzeugen mal das beste Lokal recherchieren (weil "gut essen" ihr Hobby ist) oder den Rolls-Royce besorgen (weil sie einen in der Garage haben) ist das eine Sache, aber ich würde meine Trauzeugen lieber nach ihrer Qualität als Freunde aussuchen und nicht nach ihrer Qualität als Eventmanager.


    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Mit Deinem Bruder reden bedeutet eben, ihm (als Schwester, die er liebt) zu sagen, dass Du mit der Frau, die er liebt, nicht einverstanden bist.
    Naja, man kann ja immer sagen, "Ich komme mit ihr nicht gut klar", wenn man sehr diplomatisch bleiben will.

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