Vielen Dank für Eure Antworten!
Natürlich lohnt es sich auch meine Familie fortzuführen. Allerdings habe ich im Gegensatz zu ihm noch zwei Cousins und einen Bruder. Er hat keine Geschwister (mehr) und der Zusatz in der Klammer ist vermutlich auch der Grund, warum er sich bei dem Thema besonders in der Verantwortung sieht, seinen Namen zu behalten. Das Thema ist also sehr emotional besetzt.
Natürlich hat er Hemmungen und ein schlechtes Gewissen mir meinen Namen "wegzunehmen". Das fällt ihm schwer und je nachdem wie seine Laune ist, ist er mehr oder weniger kompromissbereit (wobei ein Kompromiss hier schwierig ist: wir haben schon gescherzt, die Namen "zu vereinigen", etwa wie "Merder" oder "Schrökel")
Ich glaube auch, dass besonders im Vorfeld einer Hochzeit viele "Interessengegensätze" auftauchen, die man dann auf einen gemeinsamen Weg bringen muss. Ich mache mir insofern keine Sorgen, da die Kommunikationsbasis bei uns einfach stimmt, auch wenn man mal unterschiedlicher Meinung ist. Mein Freund ist in allen anderen Fragen des gemeinsamen Zusammenlebens (Erziehung, Arbeitswelt, Haushalt usw.) in keiner Weise patriarchalisch. Wenn er mir also sagt, dass dieses Thema für ihn so wichtig ist, nehme ich das sehr ernst.
Ich wünschte, es wäre etwas einfacher![]()
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 65
Thema: Namensänderung - Rat gesucht
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09.06.2011, 14:59
AW: Namensänderung - Rat gesucht
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09.06.2011, 17:24
AW: Namensänderung - Rat gesucht
Wenn ihr so eine gute Kommunikation habt, verstehe ich wenig warum er so zimperlich ist...So lange man nicht arge Selbstbewusstseinsprobleme hat, sollte der Name nichts mit der Akzeptanz der Person zu tun haben.
Die Tradition ist ja dass die Frau den Namen des Mannes nimmt. Heute ist zwar alles möglich, aber mein Zukünftiger kann sich nicht vorstellen, nach fast 40 Jahren seinen Familienname abzugeben und ich würde das bei ihm auch nie verlangen. Ich möchte meinen Namen aber auch behalten, so hab ich jetzt auf meinem zweiten Vornamen verzichtet (den ich eh hasste) und werde 2 Familiennamen haben. Die Kinder werden seinen Namen bekommen, der auch als Familienname figurieren wird.
Ist denn ein Doppelname so schlimm bei Dir? Man muss es ja nicht ständig sagen, ich werde auf Arbeit warscheinlich weiterhin unter meinem Mädchennamen gerufen, ich hab genug gearbeitet damit der Name wenigstens auf einem klitzekleinen Karrieremarkt irgendwie Platz gefunden hat.
Ich empfehle Dir, eventuell die Entscheidung für die Zeit nach der Hochzeit zu verschieben. Du kannst unter deinem Mädchenname unterschreiben und es nachträglich ändern lassen.
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09.06.2011, 17:38Inaktiver User
AW: Namensänderung - Rat gesucht
wenn in der Familie ein Bruder gestorben ist - das ist ein sehr starkes emotionales Argument, das solltest Du ernst nehmen.
und an Hänselnamen glaube ich nicht - wenn sich ein Kind zum Hänseln eignet, dann finden die anderen etwas, womit sie das tun - wenn sich ein Kind nicht zum Hänseln eignet, dann kann es heißen, wie auch immer.
das mit dem "die Person ganz annehmen" ist unlogisch wie nur etwas - das würde ich mit ihm noch einmal diskutieren und ggf auch streiten - denn das Argument ist verletzend für Dich.
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09.06.2011, 19:32
AW: Namensänderung - Rat gesucht
Das denke ich auch.
Ich kann die Argumentation, wieso jemand den Namen behalten (oder hergeben) will, eigentlich meistens verstehen. Eine Bekannte erklärte mir zB, dass sie als Letzte mit ihrem Namen (Vater und Großeltern tot, Mutter neu verheiratet mit neuem Namen etc.) sich wieder durch ihren Ehenamen einer Familie durch Namen zugehörig fühlen wollte und deswegen ihren Geburtsnamen aufgegeben hat. Find ich genauso nachvollziehbar wie manch anderes - auch emotional wichtig. Wobei es da sicher keine Diskussionen mit dem Mann gab...
Nicht verstehen kann ich aber, wenn jemand an den Partner die Forderung stellt, seinen Namen annehmen zu müssen, weil... man kann sagen, dass man sich's wünscht, aber fordern mE nicht. Nicht verstehen kann ich, wenn es gemacht wird, "weil das eben so gehört" - auch wenn's noch so schwer fällt.
Wobei die Tatsache, dass er den Namen aus diesem Familien-Grund weiterführen möchte (verständlich), heisst ja noch nicht, dass sie seinen nehmen muss. Gemeinsame Kinder könnten ihn ja dann auch tragen, wenn sie anders heisst. Womit sich die Katze in den Schwanz beisst - es soll ja einen gemeinsamen Namen geben...
“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)
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09.06.2011, 19:48Inaktiver User
AW: Namensänderung - Rat gesucht
Das finde ich eigentlich auch die naheliegenste Überlegung. Zu nehmen, was schöner klingt

Als mein bester Freund geheiratet hat, war die Sache schnell klar.
Ihr Nachname war einfach schöner.
Überdies hätte sie, wenn sie seinen Nachnamen angenommen hätte, wie eine RAF-Terroristin geheißen
Und sein Name klingt mit dem neuen Nachnamen echt besser als früher
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09.06.2011, 21:55Inaktiver User
AW: Namensänderung - Rat gesucht
Ich würd den Namen auch nicht annehmen. Hab ich auch nicht gemacht.
Mein Vorname passt einfach nicht richtig zu dem Nachnamen meines Mannes. Es hört sich einfach bei weitem nicht so gut an wie mit meinem Geburtsnamen. Außerdem hatte ich auch nicht sooo sehr Lust, wie meine Schwiegermutter zu heißen. 
Ich finde nicht, dass das mit Annehmen, Lieben oder sonstwas zu tun hat. Sein Familienname "gehört" deinem Freund doch gar nicht. Also nicht so wie sein Interesse an Fußballspielen und seine Liebe zu Urlauben am Meer. (nur ein Beispiel) Den Namen hat doch einfach nur, weil sein Vater so hieß.
Mein Kind heißt allerdings so wie mein Mann - das stört mich aber auch nicht im geringsten. Wenn er später mal total frech wird, werd ich einfach behaupten, dass ich die Stiefmutter bin.
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10.06.2011, 12:36
AW: Namensänderung - Rat gesucht
hallo,
wir haben vor unserer hochzeit genau 3 minuten über das thema gesprochen und dann entschieden, dass jeder seinen namen behält.
dies nur dazu, wie wichtig der name ist (oder wie unwichtig?) - ich finde es wichtig, dass beide sich wohlfühlen. wenn er sich mit seinem namen wohlfühlt, du aber nicht?
vielleicht werden des dann doch zwei unterschiedliche namen.
den familiennamen könnt ihr dann bestimmen, wenn das erste kind kommt. und darüber könnte er dann seinen familiennamen weitergeben, wenn du nichts dagegen hast. grade im hinblick darauf, dass er keine geschwister mehr hat, wäre das doch auch eine schöne lösung.
eine gute entscheidung wünscht
laudrey
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10.06.2011, 14:24
AW: Namensänderung - Rat gesucht
Hallo,
ich mag ja falsch liegen, aber ich meine, dass man den Ehenamen bei der Eheschließung bestimmen muss (und nicht erst, wenn man Kinder bekommt).
Mandelblüte
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10.06.2011, 14:44Inaktiver User
AW: Namensänderung - Rat gesucht
§ 1355 BGB: Ehename
(1) Die Ehegatten sollen einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen) bestimmen. Die Ehegatten führen den von ihnen bestimmten Ehenamen. Be*stimmen die Ehegatten keinen Ehenamen, so führen sie ihren zur Zeit der Eheschließung geführten Namen auch nach der Eheschließung.
Gesetzliches Leitbild ist zwar der gemeinsame Name, aber eine Bestimmung muss nicht erfolgen.
Nur wenn Kinder kommen, muss ein Name bestimmt werden, den dann auch alle Kinder tragen - können sich die Ehepartner nicht einigen, kann die Bestimmung m.W. sogar durch das Gericht erfolgen.
Wir haben bei der Eheschließung keinen gemeinsamen Namen festgelegt, dann bei der Anmeldung der Geburt unserer Tochter den Namen meines Mannes als Familiennamen festgelegt, während ich weiter meinen Geburtsnamen führe. Im Alltag "firmiere" ich schon recht oft unter dem Namen meines Mannes; wenn z.B. ein Handwerker bei uns anruft, der bisher nur mit meinem Mann über auszuführende Arbeiten verhandelt hat, melde ich mich mit dem Nachnamen meines Mannes, um den Anrufer nicht zu verwirren. Mal ganz davon abgesehen, dass ich ganz selbstverständlich von anderen mit diesem Namen angesprochen werde. Finde ich aber auch nicht schlimm.
Das Argument, ein gemeinsamer Name demonstriere die Zusammengehörigkeit, ist genauso ein emotionales wie das, man wolle durch die Beibehaltung des eigenen Namens dessen Fortbestand sichern o.ä. Von wenigen Ausnahmen abgesehen - Bekanntheitsgrad des Geburtsnamens im beruflichen Bereich z.B. - handelt es sich m.E. um eine rein emotionale Entscheidung, bei der es kein richtig oder falsch gibt. Daher kann auch schwer zu einer Lösung geraten bzw. von einer anderen abgeraten werden.
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10.06.2011, 15:51



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