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  1. Inaktiver User

    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Mir ist noch ein Brauch eingefallen, der hierzulande relativ neu ist: die Eheringe links zu tragen und das mit der Nähe zum Herzen zu begründen. Die Vorstellung stammt aus dem romanischen und angelsächsischen Kulturkreis. In D trug man die Ringe traditionell rechts, denn die rechte ist die "gute" Seite, während links mit dem Bösen assoziiert war. (Deshalb muss der Held im Märchen an Weggabelungen auch immer den im doppelten Wortsinn "rechten Weg" einschlagen und wenn er's nicht tut, gibts Ärger...)
    Wir sind auch "Linksträger". Aber aus pragmatischen Gründen: Unsere Ringe sind recht breit (diese schmalen Goldreifen hätten an meinen Patschepfoten merkwürdig ausgesehen) und es schmerzt beim Händedrücken.

    Zitat Zitat von Meatloaf Beitrag anzeigen
    Deswegen saßen früher in der Kirche Mädchen und Frauen links, Jungen und Männer rechts.
    Dann passt´s ja.

    Woher stammt denn der "Brauch" mit den ach so tollen Überraschungstänzen? Wenn das Brautpaar statt traditionellem Walzer zur Tanzeröffnung auf einmal zu einem Mix an Musik tollkühne Bewegungen ausführt?

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Zitat Zitat von Cytheria Beitrag anzeigen
    In diesem Fall:
    - Vater bringt die Braut zum Bräutigam: finde ich eine total schöne Tradition und entspricht auch der Realität, das ehemalige Oberhaupt übergibt an das neue
    Bis auf Weiteres a.D.

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Total witzig, wie ihr euch an dem "Oberhaupt" aufhängt.
    Ganz ehrlich: je weniger einem das ausmacht, desto weniger glaubt man an traditionelle Rollenverteilung und desto weniger muss man sich drüber aufregen --> ich seh das immer mit einem Zwinkern im Auge (denn wer zuhause die Hosen anhat ist eh meistens klar)

    Catamara: Die einzige Symbolik, die ich bei dieser "Tradition" nachvollziehbar finde, ist, wenn zwischen Braut und Brautvater eine besonders gute Beziehung herrscht und die Braut von diesem besonderen Menschen quasi in die Ehe begleitet wird.
    Genauso ist es. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als von meinem Papa zum Altar geführt zu werden! Das hat nichts mit sich behaupten und emanzipiert sein oder sonstwas zu tun, sondern ich komme aus einem liebevollen und behüteten Elternhaus und werde in ein liebevolles "neues" Heim mit meiner eigenen Familie "übergeben". Ich vermute mal nicht, das das bedeutet, dass ich nach der Hochzeit gar nichts mehr zu sagen habe

    Kayla: Der Ehemann ist eben nach unserem heutigem Menschenbild und Gesellschaftsverständnis nicht mehr das "Oberhaupt" der Familie
    Kayla, es ging erstens nicht um "unser" Bild sondern um MEINS und da trifft mein Satz
    entspricht auch der Realität, das ehemalige Oberhaupt übergibt an das neue
    auch zu (obwohl in unserer Familie auch eher die Frau des Oberhaupts alles regelt *gg*). Zumal deine Aussage schlicht falsch ist, denn "nach unserem heutigen Menschenbild" trifft vermutlich auf mindestens 50% der Menschheit schonmal gar nicht zu....

    Witzig, dass euch das so nahegeht....
    Cy


    Cytheria

  4. Inaktiver User

    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Ich habe mir schlicht und ergreifend nie Gedanken über ein tatsächliches oder informelles Familienoberhaupt gemacht, mir ist das völlig fremd.

    Gut, zwischen Auszug aus dem Elternhaus und Einzug bei meinem Mann lagen über zehn Jahre, die ich weitestgehend alleine gelebt habe. Eine "Übergabe" wäre da ziemlich sinnlos gewesen. Aber ich kenne einfach auch keine Ehe/Familie, bei der es noch ein definiertes "Oberhaupt" gibt. Das ist für mich ungefähr so exotisch als wenn Du von Initiationsriten brasilianischer Ureinwohner erzählt hättest: Hochinteressant - aber ich lebe in einer anderen Kultur.

    Oje, und wieder sind wir so was von OT...

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Zitat Zitat von Cytheria Beitrag anzeigen
    Total witzig, wie ihr euch an dem "Oberhaupt" aufhängt.
    Ganz ehrlich: je weniger einem das ausmacht, desto weniger glaubt man an traditionelle Rollenverteilung und desto weniger muss man sich drüber aufregen --> ich seh das immer mit einem Zwinkern im Auge (denn wer zuhause die Hosen anhat ist eh meistens klar)
    Darf ich Dich zitieren?
    das ehemalige Oberhaupt übergibt an das neue
    - ich weiß nicht, wie man das sonst verstehen soll....

    Ich finde diesen "Brauch" jedenfalls abolut überflüssig!
    Geändert von Tabea (27.04.2011 um 19:17 Uhr)
    Bis auf Weiteres a.D.

  6. Inaktiver User

    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Woher stammt denn der "Brauch" mit den ach so tollen Überraschungstänzen? Wenn das Brautpaar statt traditionellem Walzer zur Tanzeröffnung auf einmal zu einem Mix an Musik tollkühne Bewegungen ausführt?
    Uh, das finde ich auch total schlimm - ich hoffe, das hat hier niemand vor.

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Tabea,
    das war auch so gemeint, aber deswegen fühle ich mich weder erniedrigt noch weniger wertvoll noch dem Mann untergeordnet noch sonstwas.
    Vielleicht hätte ich einfach das Oberhaupt in Anführungszeichen setzen sollen.
    Cy


    Cytheria

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Also ich heirate in zwei Wochen. Mein Mann würde es gerne sehen, dass mein Papa mich in die Kirche führt, aber ich finde das auch etwas albern. Schließlich bin ich eine erwachsene Frau und habe mich ganz allein für meinen Mann entschieden - da brauche ich doch nicht "zugeführt" werden, oder? Meine Mama fand das übrigens auch und hat gesagt: Das sieht ja so aus, als würde Papa dann im Gegenzug zwei Kamele bekommen...

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Bis auf Weiteres a.D.

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    AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche

    Wenn schon die Frau übergeben wird, dann aber auch am korrekten Ort - nämlich beim Einzug ins Standesamt. Nachher ist die Ehe geschlossen und den Gottesdienst anlässlich der Trauung feiern Mann und Frau nämlich bereits als Ehepaar - darum ist dieses Hinführen zum Mann doppelt absurd.
    Eine rechtsgültige Hochzeit ohne vorheriges Standesamt ist z.B. in D und CH nicht möglich, in anderen Ländern schon

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