Ja nun, muss man ja selbst nicht mitmachen. Es gibt anschenend Bräute, die das haben wollen.
Ich würde meinem Vater was erzählen... Aber mein Schwesterchen hatte es sich überlegt. Da war dann mein schwager dagegen- er wollte nicht vorne stehen und auf sie warten, während ale ihn angucken. Guter Mann. Sie sind zusammen eingezogen- und das tun die meisten Brautpaare, die ich so kenne.
Junggesellenabschiede können ja sehr nett und persönlich sein, zum Stripper-bestellen zwingt einen auch niemand.
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26.04.2011, 19:29
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
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26.04.2011, 22:05
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Als direkt Betroffene gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu.... ich war ein bisschen überrascht, dass manche "Selbstverständlichkeiten" (für mich) von euch als doof/komisch/überflüssig bezeichnet werden
Sind wohl doch nicht so selbstverständlich, sondern Bräuche, die mir einfach besser gefallen.... 
In diesem Fall:
- Vater bringt die Braut zum Bräutigam: finde ich eine total schöne Tradition und entspricht auch der Realität, das ehemalige Oberhaupt übergibt an das neue
- Save the date Karte: total praktisch!! Wenn ich erst im Mai Einladungen für September verschicke kommen vermutlich ca. 10 Leute - alle anderen sind dann im Urlaub oder auf ner anderen Hochzeit oder haben irgendwas anderes vor.... bei uns daher ein MUSS....
Daher die Erkenntnis: nicht nur regional sind diese Bräuchte unterschiedlich sondern auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich interpretiert.
Wir wollen übrigens auch nur einen schönen Tag mit lieben Menschen verbringen - aber es wird auch eine schöne, organisierte und lange geplante Hochzeit mit allem Drum und Dran
*freu*
Cy


Cytheria
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26.04.2011, 22:19Inaktiver User
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
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26.04.2011, 23:11
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein
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27.04.2011, 05:38
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Der Ehemann ist eben nach unserem heutigem Menschenbild und Gesellschaftsverständnis nicht mehr das "Oberhaupt" der Familie - die Familienangelegenheiten werden von Mann und Frau gemeinsam und gleichberechtigt geregelt. Insofern entspricht diese symbolische Übergabe der Braut vom Vater an den Bräutigam gerade nicht den heutigen Realitäten.
Zu Zeiten meiner Großmütter und Urgroßmütter war es mit der innerfamiliären Gleichberechtigung übrigens noch nicht so weit her, aber noch nicht mal die wurden von ihren Vätern zum Altar geführt, die sind mit ihrem Bräutigam gemeinsam in die Kirche eingezogen. Aber die haben ja überwiegend auch noch in schwarz (Sonntagskleid) geheiratet, nicht im weißen Tortenkleid
...wahrscheinlich hatten die einfach keinen Sinn für Romantik. 
LG,
Kayla
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27.04.2011, 06:36Inaktiver User
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Hach, darf ich denn auch alleine in die Kirche spazieren?
In Amiland herrscht unglaublicher Druck, dass bitte alles perfekt sein muss.
Sehe ich in D auch so, eine Bekannte ist NUR NOCH gestresst, weil alles mindestens ein halbes Jahr vorher gebucht sein soll ... von wegen Bevoelkerungsrueckgang.
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27.04.2011, 09:57Inaktiver User
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Ist das Dein Ernst?
*grusel* Mein Mann ist garantiert nicht mein Oberhaupt, Gott bewahre! Die einzige Symbolik, die ich bei dieser "Tradition" nachvollziehbar finde, ist, wenn zwischen Braut und Brautvater eine besonders gute Beziehung herrscht und die Braut von diesem besonderen Menschen quasi in die Ehe begleitet wird.
@ Suganova, aber natürlich darfst Du!
Tja, wer seine Hochzeit zum perfekten Event machen will, hat tatsächlich einen mörderischen Streß. Finde ich furchtbar. Es geht doch nicht um ein "Event"...
Aber Meatloaf hat recht, es geht hier eigentlich um alte und neue Bräuche.
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27.04.2011, 10:46
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27.04.2011, 11:08
AW: Importierte Hollywood-(Pseudo)Bräuche
Das darfst du nicht so eng sehen - dafür heiraten diejenigen, die noch übrig sind, halt öfter...


Mir ist noch ein Brauch eingefallen, der hierzulande relativ neu ist: die Eheringe links zu tragen und das mit der Nähe zum Herzen zu begründen. Die Vorstellung stammt aus dem romanischen und angelsächsischen Kulturkreis. In D trug man die Ringe traditionell rechts, denn die rechte ist die "gute" Seite, während links mit dem Bösen assoziiert war. (Deshalb muss der Held im Märchen an Weggabelungen auch immer den im doppelten Wortsinn "rechten Weg" einschlagen und wenn er's nicht tut, gibts Ärger...)
Das ist natürlich nichts, was bei der Trauung oder Hochzeitsfeier jetzt sonderlich negativ auffällt. (Ich hab aus den Bänken jedenfalls noch nie jemanden wispern hören "Oooh guck mal, die stecken sich die Ringe links an, sind die doof!"
)
Ich habe da auch keine Meinung zu. Eigentlich hatte ich vor, den Ring nach Lust und Laune rechts und links zu tragen, aber mittlerweile ist er mir auf der Rechten Seite irgendwie "angewachsen".
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27.04.2011, 11:51



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