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  1. Inaktiver User

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    *grins*

    Also, wir haben das Ganze vollkommen anders erlebt als geplant und auch ganz und gar unfeierlich.

    Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ( Brautstrauß war nicht geliefert worden, Ringe blieben im Hotelzimmer liegen und dann haben wir uns in der ganzen Hektik auf dem Weg zur Kirche noch verfahren ) kamen wir sage und schreibe 30 Minuten zu spät zur kirchlichen Trauung.... *immernochpeinlich*

    Der Pfarrer saß auf glühenden Kohlen, weil er abends noch ein Feuerwehrauto weihen sollte - und hatte sich bei der Trauung vor uns extra beeilt, um bei uns rechtzeitig anfangen zu können - , ein Teil der wartenden Freunde war in heller Aufregung, weil sie füchteten, wir hätten einen Verkehrsunfall gehabt ( weder mein Mann noch ich sind sonst jemals in unserem Leben nennenswert zu spät gekommen ), kurz, es war ein einziges Chaos....

    Dementsprechend sieht man auf dem Video vom Einzug in die Kirche auch nur einen im Schweinsgalopp zum Altar rennenden Pfarrer, dem ein Brautpaar hinterher düst, daß man glauben könnte, hier wäre jemand auf der Flucht.

    Also nix mit feierlich und hochtrabenden Gefühlen - dafür etwas, was in der Erinnerung immer lustiger wird und sich garantiert von allen anderen Hochzeiten, die der Pfarrer je hatte, deutlich unterscheidet.

    Daß ich auf dem Weg zum ALtar noch fast mein - maßgeschneidertes !! - Brautkleid verloren hätte, ist eine andere Geschichte...

  2. Inaktiver User

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    Wenn wir grade vom Überschwang sprechen - gaaaanz schlimm find ich die, buhuuuuu-Bräute. Vor allem die, die 2 Sekunden vorher noch Bridezilla waren.

    Und dann schnniefend und triefend am Altar stehen.

  3. Inaktiver User

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    @ Jau,

    entschuldigung, aber das find ich wunderschööööööön.

    Mir ist es auch immer hochnotpeinlich, wenn ich zu spät bin, aber ... life happens!!! An sowas erinnert man sich. Immer.

  4. Inaktiver User

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    @ Jau, es tut mir leid, aber ich musste bei Deinem Posting herzhaft lachen! Ganz ehrlich: Das ist eine tolle Erinnerung, auch wenn es sicherlich in dem Moment peinlich war - aber wer wird seinen Enkeln sonst schon eine solche Geschichte erzählen können?

    Meine Erfahrung mit dem "Mittelgang-Gefühl": Ich wollte schnell vorne ankommen. Wir wollten ganz bewusst nur eine kleine Trauung, sodass "nur" ca. 20 Gäste da waren, wichtige Menschen in unserem Leben, die zum Glück nicht fotografiert und kommentiert haben, als wir (mein Mann und ich, vor uns der Pfarrer) nach vorn gegangen sind.

    Ja, ich kann mich noch daran erinnern, dass die Vorbereitungszeit eine ganz besondere Zeit war, ich auch "heulanfälliger" war und schneller auf alles "Hochzeitiges" reagiert habe. Aber ich kann Lunetes Posting sehr gut nachvollziehen: Eigentlich fehlten die Momente allein mit meinem Mann.

    Deswegen war ich auch ganz froh, dass unsere Trauung weniger rührselig und romantisch war, sondern ein recht fröhlicher Gottesdienst, einschließlich der Tatsache, dass eine unserer Trauzeuginnen ihre Fürbitte vergessen hatte.

    Im Standesamt war ich gerührter bzw. berührter. Und auch vorher in dem Moment, in dem ich registriert habe, dass mein Partner mich gerade gefragt hatte, ob ich ihn heiraten würde. Dieses Gefühl der Verbundenheit lässt sich wohl nicht timen. Bei mir zumindest nicht.

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    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    @Lau: sehr lustig. Wieder wohl so ein Moment, wo man den Brautzilla einfach hinter sich lassen sollte nd sich denken: Hilft ja nix, jetzt ist es eh egal

    @Catamara: Das könnte ich mir von mir auch vorstellen, dass ich gerade diesen Amtsakt irgendwie erstaunlich rührend finde. Weil das ist ja vor dem Gesetz der entscheidende Moment. Ich könnte mir vorstellen, dass es mir da dann erst richtig bewusst wird: Ich stehe jetzt vor diesem Staatsbediensteten und muss ganz offiziell meinen Willen bekunden, meinen Freund, mit dem ich fünfeinhalb Jahre einfach so, ohne staatliche 'Aufsicht' zusammengelebt habe, zum Mann zu nehmen. Ich stelle mir das irgendwie als einen sehr großen "woah, der Hammer"-Moment vor. Und freu mich drauf

    @Du hast wohl recht, ich werde es echt auf mich zukommen lassen. Erzwingen oder steuern kann ich eh nix...

    Ach ja, es hatte jemand gefragt nach dem amerikanischen Hochzeitsblog: apracticalwedding.com

    darf ich darauf verlinken?

  6. Inaktiver User

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    leben_zweinull, wir hatten ursprünglich gar nicht geplant, auch kirchlich zu heiraten, das kam erst Monate später. Daher war "gefühlt" die standesamtliche Trauung auch unsere eigentliche Hochzeit.

    Aber ja, ich habe es auch als "Veränderung unseres Beziehungsstatus" empfunden, der mich sehr berührt hat. Kann mich gerade nicht besser ausdrücken... Will nur sagen, dass mir das viel mehr bedeutet hat als in der Kirche von den Gästen bewundert zu werden. Als "mittelalterliche" Braut (ich war 34 bei unserer Hochzeit) habe ich sowieso von der Nummer mit dem Prinzessinnenkleid und Blumenkindern nichts gehalten.

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    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    Blumenkinder gibt's bei uns auch nicht (außer vielleicht ein bekanntes Pärchen, beide um die 30, das sich angeboten hat ).
    @Bei uns wird es wohl schon auch (leider!) Kommentare und Bemerkungen geben, denn vier Wochen nach uns heiratet meine Cousine und zwar ganz anders als wir (klassisch eben, mit Blumenkindern und doppelt so vielen Gästen wie wir). Verglichen wird da, kann man wohl nicht vermeiden.

  8. Moderation

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    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    Ach ja, aber man muss vor diesen Vergleichen auch nicht soviel Angst haben, bzw. dem so viel Bedeutung beimessen. Vielleicht kenn ich ja nur zu nette Leute, aber in meiner Erfahrung sind das zu 99% wertneutrale Vergleiche, eben: Ah, schau mal, X&Y haben jetzt ganz anderen Blumenschmuck als A&B. ABER AUCH SCHOEN, braucht man nicht jedesmal dazusagen, das ist eh klar. Oder wenn einem Gast eben dies oder das auf einer anderen Hochzeit schoener findet, was ficht das das Brautpaar an? Hauptsache, IHR findet es schoen. Ausserdem heisst das nicht, dass der betreffende Gast Eure Hochzeit ueberhaupt nicht schoen fand.
    Also der langen Rede kurzer Sinn: Vergleiche sind wirklich nichts unverschaemtes oder schlimmes, finde ich.

    Viel wichtiger ist es, dass Braut udn Braeutigem selbst (sich) nicht staendig mit anderen, Filmen oder Theorien vergleichen, sondern ihren Tag geniessen!

  9. User Info Menu

    AW: Das "Mittelgang-Gefühl"

    werden wir auch gar nicht bzw. werden wir (uns davon stören lassen bzw. den tag genießen )

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