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    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Liebe Niela30, ich habe gerade diesen Thread gefunden- ich bin in einer ähnlichen Situation und würde liebend gern wissen, wie es ausgegangen ist? Danke und alles Liebe!
    Chocolata

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    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Mich würde auch interessieren, wie es ausgegangen ist!

    Eine gute Freundin von mir hat beim Heiratsantrag ihres Lebensgefährten "Nein" gesagt. Sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Jahren ein Paar, die Situation war wohl ziemlich grauenvoll. Sie sagte, sie liebt ihren Partner, aber es fehle das letzte Tüpfelchen auf dem "I", um wirklich zu heiraten.
    Inzwischen sind sie seit 17 Jahren zusammen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die zwei sich niemals trennen werden. OBWOHL das Tüpfelchen auf dem "I" sich noch immer nicht eingestellt hat - beziehungsweise, es hat sich nichts verändert. Beide verstehen sich nach wie vor sehr gut, lieben einander, teilen die selben Werte und Lebenspläne.

    Wie ich in so einer Situation entscheiden würde, hinge wohl davon ab, WAS es ist, was mich davon abhält, "ja" sagen zu wollen. Ist es ein wirklich triftiger Grund? Hat man das Gefühl, die Beziehung werde nicht halten? Ist es so, dass man den Eindruck hat, der Mann sei "nicht der Richtige" und man ist nur mit ihm zusammen, weil einem der Mut fehlt zu gehen? Dann würde ich tatsächlich "nein" sagen.

    Oder ist es einfach nur so, dass man Panik hat, sich festzulegen - für immer und ewig? Weil dieses Wort "Heiraten" Angst macht, weil man das Gefühl von Gefängnis hat?
    vielleicht ist dann einfach Heiraten nichts für einen selbst - sondern man möchte lieber ohen Trauschein zusammenleben. Das kann auch eine gute Entscheidung sein, wenn beide sich damit gut fühlen.

    Die dritte Möglichkeit: man liebt den Partner, aber irgendwie geistert da noch diese Kindheitsvision vom "Prinzen auf dem weißen Pferd" im Kopf herum. Der sah in unseren Träumen doch anders aus als Martin, Stefan oder Florian, mit dem wir jetzt zusammen sind! Er war immer gut gekleidet, schnarchte nicht, hatte niemals schlechte Laune und legte uns die Welt zu Füßen!
    Stop - !!!! Das ist ein Traum - und keine Realität. Den Traumprinzen gibt es nicht. Egal, wie lange man wartet und selbst dann wird er nicht vorbeigeritten kommen, wenn man über all dem Warten inzwischen alt und grau geworden ist.

    Wenn man aber den Partner liebt und sich nicht vorstellen kann, ohne ihn glücklicher oder besser zu leben, dann würde ich "ja" sagen. Denn diesen 100% perfekten Partner, der alle Träume erfüllt, den gibt es nicht. Jeder Mann auf dieser Welt hat Fehler oder Launen, es wird immer irgendetwas nicht passen - und wenn es nur zeitweilig so ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Sicher sein kann niemand - nicht mal nach 50 Jahren Ehe.

  4. gesperrt

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    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Man heiratet in meinem Verständnis auch nicht weil man was absichern möchte.

    Ich fand das so schön und möchte das mal aus einem Blog zitieren:

    ...weil sich zwei Menschen etwas versprechen, dass man gar nicht versprechen kann und dieser Mut und Glaube...
    Darum geht es für mich beim Heiraten.

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    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Man heiratet in meinem Verständnis auch nicht weil man was absichern möchte.

    Ich fand das so schön und möchte das mal aus einem Blog zitieren:



    Darum geht es für mich beim Heiraten.
    So sehe ich das auch. Es geht für mich nicht ums Absichern, sondern um eine Sicherheit. Nicht im finanziellen oder so, sondern auf einer viel komplexeren Ebene...

    Vielleicht werde ich jetzt etwas OT...
    Aber gerade auch dieses "wir heiraten nicht, denn wenn es irgendwann mal nicht mehr gut ist, können wir uns einfach trennen" (habe ich im Bekanntenkreis schon oft in vielen Variationen gehört), finde ich z.T. sehr erschreckend. Es zeigt eine Art Mentalität, dass ich mich in einer Beziehung nicht mehr anstrengen muss, damit es funktioniert, weil ich ja eh den Partner ganz schnell wechseln kann. Und da finde ich dieses Versprechen, dass sich zwei, ob nun vor Gott oder nicht, geben, sich ein Leben lang in guten wie in schlechten Zeiten zu lieben und zu ehren, einfach großartig. Ich muss da immer an den Silbermond-Song "Irgendwas, das bleibt" denken...

    Gib mir 'n kleines bisschen Sicherheit,
    in einer Welt, in der nichts sicher scheint.
    Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt.
    Gib mir einfach nur 'n bisschen Halt,
    und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
    Hol mich aus dieser schnellen Zeit,
    nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
    Gib mir was, irgendwas, das bleibt.

  6. Inaktiver User

    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Zitat Zitat von Trinity37 Beitrag anzeigen
    Oder ist es einfach nur so, dass man Panik hat, sich festzulegen - für immer und ewig? Weil dieses Wort "Heiraten" Angst macht, weil man das Gefühl von Gefängnis hat?
    vielleicht ist dann einfach Heiraten nichts für einen selbst - sondern man möchte lieber ohen Trauschein zusammenleben. Das kann auch eine gute Entscheidung sein, wenn beide sich damit gut fühlen.
    Die Worte immer und ewig sind doch nur Worthülsen. Die Realität sieht anders aus, wenn man sich die Scheidungsraten anschaut.

  7. Moderation

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    AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Worte immer und ewig sind doch nur Worthülsen. Die Realität sieht anders aus, wenn man sich die Scheidungsraten anschaut.
    So würde ich das nicht sehen.
    Die Worte formulieren einen hohen Anspruch und ein schwer zu erreichendes Ziel: Für immer zusammen.
    Dass der Anspruch so hoch und das Ziel schwer zu erreichen ist, davon sprechen die Scheidungszahlen.
    Dass man vor einer Ehe zurückschreckt sagt m.E. eher etwas darüber aus, dass man Anspruch und Ziel ernst nimmt oder dass man die Ehe darüber hinaus mit weiterem, vielleicht nicht ganz hilfreichem Ballast befrachtet, z.B. damit, dass man bis zum Schluss verliebt sein will wie am ersten Tag.

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