leonie? Ich habe mir jetzt natürlich nur diesen Strang durchgelesen. Ich sagte ja auch, ich frage bewusst provokant. Ich kann natürlich schon verstehen, dass man sich die Entscheidung in Ruhe überlegen muss und sollte.
Ich bin einfach von mir ausgegangen, auch 4 Jahre mit meinem Freund zusammen. Hochzeit ist im Moment kein Thema, wäre es eines, würde ich sofort JA sagen.
Natürlich soll Niela in Ruhe darüber nachdenken, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Von Leonie habe ich nur einen kurzen Beitrag gesehen.
Grüße
suzie w
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14.03.2011, 08:59Inaktiver User
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
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14.03.2011, 10:13
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
leonies zweifel fanden meines wissen aber ein ende.
dahingehend, dass sie erloschen und folgedessen geheitratet wurde.
ich weiß nicht ob sie sich innerlich ne frist gesetzt hat, o.ä.,
ich denke aber schon, dass sie nicht noch 5 jahre zweifelnd herumgelaufen und eine definitive entscheidung auf den skt.nimmerleinstag vor sich hergeschoben hätte.
ich persönlich hab mal aufgrund genau dieser fragen einen Mann NICHT geheiratet und mich kurze zeit später auch getrennt.
worauf wollte ich warten?
und worauf wollte ich ihn warten lassen?- das fand ich noch viel drängender!
dass man sich im alltag annervt halte ich übrigens nicht für normal,
und das ich mit gewissen eigenschaften nicht gut zurecht komme auch nicht.
es gibt allerhöchstens mal situationen, die mir missfallen.
das ist aber eben eine kritikwürdige momentaufnahme und nicht der mann als person.
und zum wunsch nach schmetterlingen und verliebtheitsgefühl-
das finde ich zwar menschlich, aber sorry, nichtsdestoweniger unreif und illusorisch.
kein mann, nicht mal der beste, ist dauerhaft neu und aufregend.
wer verliebt in die verliebtheit ist, ist mit serieller monogamie gut beraten,
nicht aber mit einer lebenspartnerschaft.---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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14.03.2011, 10:26
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Hallo Niela,
ich finde es schwierig, so von außen zu entscheiden, ob das nur eine Hilfe-jetzt-wird-es-ernst-Panik ist oder doch tiefergehende Gründe für die Zweifel bestehen.
Ich glaube wie Sportsfrau, dass man einen Partner nie wieder verlassen darf. Und wenn es dieser Gedanke ist, der die Panik hervorruft, dann darf man sich durchaus sagen, dass man die Entscheidung hier und heute nach bestem Wissen und Gewissen trifft und die Zukunft Zukunft sein lässt.
Aber genauso kann es sein, dass man sich bequem in einer Beziehung eingerichtet hat, die man innerhlich mit einem Vorbehaltskennzeichen versehen hat, weil man im Innersten überzeugt ist, dass das nicht die Beziehung ist, die man sich für den Rest seines Lebens vorstellen kann. Nach dem Motto, bis der Richtige kommt, kann man auch viel Spaß mit dem Falschen haben. Manchmal ist einem dieser Vorbehalt so gar nicht bewusst und kommt erst zum Vorschein, wenn es auf einmal um Verbindlichkeit geht.
Ich würde mich fragen, ob ich mir die Beziehung so wie sie jetzt ist, für den Rest meines Lebens vorstellen kann. Ob sie besser oder schlechter wird im Lauf der Zeit, kann man nicht wissen. Aber man weiß, wie sie jetzt ist. Und zu dem was jetzt da ist, müsste ich ohne wenn und aber ja sagen können. Alles andere würde mir nicht ausreichen und wollte umgekehrt ein genauso klares Ja.
Und wenn ich wüsste, dass demnächst wohl ein Heiratsantrag ins Haus steht, zu dem ich jetzt nicht sicher ja sagen könnte, dann würde ich das möglichst schon vorher ansprechen. Ich würde mich selbst nicht gerne in eine Situation bringen, wo ich vielleicht aus Angst, den Partner zu verletzen, ja sage und ich würde ihn auch nicht mit einem „ich weiß nicht…“ verletzen wollen. Nicht, wenn ich es vermeiden könnte.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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14.03.2011, 10:38
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Hallo Niela,
ich hoffe, Du liest hier überhaupt noch mit? Ich kann dich gut verstehen mit Deinen Gedanken. Mir geht es phasenweise sehr ähnlich wie Dir, abwechselnd mit Zeiten, in denen ich am liebsten morgen im Standesamt stehen würde. Mein freund und ich sind seit zwei Jahren zusammen, und es gab viel Auf und Ab, insbesondere von meiner Seite, weil ich immer wieder große Zweifelphasen hatte und ab und an auch noch habe, wobei der Trend eindeutig zum Nicht-mehr-Zweifeln geht
. Ein guter Hinweis jedoch auf wieder aufkeimende Sorgen ist das Lesen von Ströngen in der Bricom, die mich in anderen Zeiten nicht interessieren.
Wie hier schon geschrieben wurde glaube ich auch nicht an den einen, dafür hatte ich schon selber zwei Partnerschaften, wo ich davon überzeugt war, ihn gefunden zu haben, und das ist dann alles sehr anders geendet.
Einen Rat kann ich Dir nicht geben, nur, dass es vielleich noch mehr Menschen gibt, die sich mit ähnlicen Sorgen plagen. Und bei mir ist der Wechsel der Gefühle das, was mich oft so überrascht und zweifeln lässt, ob das "normal" sein kann. Aber, was ist normal? Bei uns ist es so, dass wir ganz andere, sehr verbindende Pläne haben, wir versuchen nämlich ein Kind zu bekommen. Und das fühlt sich richtig an!
Eine Geschichte noch: eine Freundin von mir hat fast jahrelang gezweifelt, ob nun Heirat oder Trennung. dann wurde sie schwanger, sie haben geheiratet, und die Zweifel, die noch kurz vorher da waren, sind verschwunden. Vermutlich ist das kein Paradebeispiel. Aber vielleicht gibt es nicht nur den einen Weg, der glücksbringend ist, sondern verschiedene Arten, dorthin zu gelangen.
Alles Gute und melde Dich doch nochmal,
Herbstgedanken
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14.03.2011, 12:16Inaktiver User
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Ich denke mir manchmal, dass Zweifel irgendwann kommen muessen.
Meine eine Schwester hat z.B. die Nacht vor der Hochzeit komplett wach gelegen und sich gefragt, ob sie das richtige tut. Sie war richtig fertig mit den Nerven und hat am Morgen noch herzhaft geweint. Geheiratet hat sie trotzdem, und sie scheint mir eine gute Wahl getroffen zu haben und mit dem richtigen verheiratet zu sein.
Meine andere Schwester kannte ihren Mann 11 Jahre und hat ohne zu Zoegern "ja" gesagt. Sie hat mir mal erzaehlt, dass sie sich im 1. Ehejahr so sehr gestritten haben wie noch nie, weil sie irgendwie beide das Gefuehl hatten "jetzt muessen wir fuer immer zusammenbleiben, jetzt muss alles so richtig geregelt werden". Inzwischen sind sie 11 Jahre verheiratet und scheinen mir ebenfalls gluecklich zu sein.
Ich gehoere zu denen, die sich so richtig auf den allerersten Blick verliebt haben, und ich habe mir selbst und einer engen Freundin gegenueber am ersten Abend gesagt: "den will ich heiraten"! Daran habe ich die folgenden 5 Jahre keine Sekunde gezweifelt (halt, doch kurz, als ich meinen Schwiegervater naeher kennengelernt habe
). Bei der Hochzeit und auch danach war ich uebergluecklich und voellig ohne Zweifel. Und erst in den letzten ca. 1,5 Jahren (sind jetzt 3,5 Jahre verheiratet), v.a. mit der Alltagsbelastung durch kleine Kinder etc. denke ich manchmal, dass es verdammt schwer ist, eine gute Ehe zu fuehren, und mir werden erst so nach und nach die Punkte klar, die es uns manchmal schwer machen und an denen wir arbeiten bzw. noch besser arbeiten muessen. Mein Bauchgefuehl sagt nach wie vor "der ist es" - aber es gibt durchaus Momente, in denen ich mich frage, wie man es bloss hinbekommt, zusammenzubleiben und dabei auch noch zufrieden und gluecklich zu bleiben.
Irgendwie und irgendwann scheinen Zweifel wohl dazuzugehoeren. Welcher Zeitpunkt der beste ist? Keine Ahnung. Ich weiss aber, dass es fuer mich ganz wichtig ist, dieses Grundgefuehl zu haben, "der isses, mit dem will ich alt werden". Wenn das nicht dagewesen waere, haette ich wohl nicht geheiratet.
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14.03.2011, 13:17Inaktiver User
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Über die hier angesprochene Zweifelsphase von mir steht etwas im Prüfen-Thread, der ja durchaus zum Thema passt.
Denn dass es sich gerade jetzt gut anfühlt - das sollte zwar so sein, das ist aber als Grundlage für eine Ehe zu wenig.
eine lange Diskussion über das Eheverständnis hatten wir hier. Besonders lesenswert sind m.E. darin die Beiträge von Edelherb.
und ansonsten ist das Spannungsfeld
..., ob das nur eine Hilfe-jetzt-wird-es-ernst-Panik ist oder doch tiefergehende Gründe für die Zweifel bestehen.
hier im Thread ja sehr schön deutlich geworden.
und genau das muss niela mit sich klären - und so oder so die Konsequenzen ziehen - nur dahinplätschern lassen sollte sie es nicht lange.Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 13:49 Uhr)
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14.03.2011, 14:03
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Erst einmal vielen vielen Dank für eure Beiträge! Es hat mir schon sehr geholfen zu lesen, wie es anderen geht, dass Zweifel nicht unbedingt das Ende bedeuten müssen und wie Beziehungen laufen können.
Nur kurz zu zwei Punkten:
Für mich stellt sich schon die Frage Hochzeit oder Trennung, denn wenn ich ihn nicht heiraten will, sehe ich auch keinen Grund, es einfach irgendwie weiterlaufen zu lassen. Es wäre etwas anderes, wenn ich nie heiraten wollen würde, aber ich will ja generell heiraten, die Frage ist nur, ob ich ihn heiraten will..
Außerdem kann ich nicht heiraten, weil ich mich ja später notfalls auch wieder scheiden lassen könnte. Natürlich kann es vorkommen, dass es einfach nicht klappt und eine Scheidung das Beste ist. Aber ich denke nicht, dass ich in die Hochzeit einwilligen sollte, weil ich ja notfalls durch Scheidung wieder rauskomme. Wenn ich das jetzt schon so denke, dann lasse ich es lieber gleich bleiben.
Leider bin ich noch zu keiner Entscheidung gekommen. Ich überlege viel, nicht nur was ihn und unsere Beziehung angeht, sondern auch, dass ich generell ein Zweifler bin. Andererseits frage ich mich schon auch, ob nicht schon die Frage selbst zeigt, dass hinter meinen Zweifeln mehr steckt als nur eine vorübergehende Panik. Ich dachte immer, wenn Heirat, dann müsste ich voller Überzeugung JA sagen können. Und genau das kann ich nicht und wenn ich so die letzten zwei Jahre zurückdenke, in denen ich schon immer mal wieder darüber nachgedacht habe, ob er der Mann zum Heiraten wäre, da hatte ich selten Phasen, in denen ich voller Überzeugung JA gesagt hätte. Zwar dachte ich immer wieder "ich könnte es mir schon vorstellen", aber das war nie ein dauerhaftes, sicheres Gefühl..
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14.03.2011, 21:42
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Du musst das ja auch nicht sofort entscheiden.
Aber: ansprechen würde ich das Thema. Denn es wurde ja schon gesagt, wenn ein Heiratsantrag "droht", besteht die Gefahr, dass Du ihn mit einem "ich weiß es nicht" sehr verletzt. Dem würde ich auch versuchen vorzubeugen. Gemeinsame Gespräche zu dem ganzen Themenkomplex können sicherlich der Entscheidungsfindung zuträglich sein. War bei uns denke ich schon so - wir hatten viele viele viele Gespräche dazu.“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)
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20.04.2011, 14:06
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Liebe Niela,
ich kann deine Situation ganz gut nachvollziehen - meine letzte Beziehung war schön und harmonisch, wir haben uns gut verstanden und nach ca. 4 Jahren kam im Freundeskreis immer mal wieder das Thema Heiraten auf. Und in meinem Kopf und meinem Magen entstand da so ein Vakuum - und ich dachte mir "Will ich das? .................Nein!"
Obwohl die Beziehung schön war, hatte ich irgendwann richtiggehend Angst, dass er fragt und habe öfter mal fallen lassen, dass ich nochmal ins Ausland möchte, einfach um ihn davon abzuhalten, zu fragen.
Quintessenz: ich habe mich irgendwann getrennt - und zwar unter anderem, weil es unfair ist, jemandem in diesem Alter (und ab 30 gehörst du da eindeutig dazu) soviel Lebenszeit zu stehlen, die er mit der Person verbringen könnte, die ihn auch wirklich heiraten möchte. Und das war absolut die richtige Entscheidung, auch wenn sie sehr sehr schwer war.
Mit meinem jetzigen Verlobten (!) war das hingegen eine ganz andere Geschichte. Wir waren uns sehr schnell sehr sicher und ich hatte zu keiner Sekunde Zweifel, dass diese Beziehung die richtige ist - obwohl sie nicht immer 100% Ponyhof ist
Nach dem Antrag hatten wir eine Phase, in der wir uns viel öfter angeknatscht haben als sonst, das waren vermutlich auch die Nachwehen der Entscheidung ("jetzt ist es also offiziell, wir heiraten, das soll für immer sein, was wenn es das nicht ist?" usw.) - aber je näher die Hochzeit rückt desto inniger werden wir und desto sicherer (also jetzt mehr als 100%) werde ich mir, dass das das ist, was ich will - und zwar für mein Restleben!
Ich denke, man muss nicht heiraten, um glücklich zu werden.
Aber wenn man heiraten möchte, dann sollte es der Richtige sein - und dessen sollte man sich sicher sein: Wenn du das Konzept Heiraten gut findest, aber am Mann dazu zweifelst, dann ist er das nicht.
Alles Gute
Cy



Cytheria
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04.08.2012, 20:51
AW: Hochzeit oder Trennung oder wie sicher sollte man sich sein?
Hey Niela,
falls du das noch liest... ist ja schon ne Weile her! Ich bin jetzt in genau der gleichen Situation. Und es würde mich ja mal sehr interessieren, was du letztendlich gemacht hast! Hast du doch geheiratet? Bist du glücklich damit? Oder hast du dich getrennt und bist jetzt damit glücklich... Oder auch nicht?!?!?
Liebe Grüße
Wiwi



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