Hallo
Sowas nennt sich „Anlaßspenden“ und der Anlaß sind inzwischen nicht mehr nur noch Trauerfeiern. Viele machen das auch anläßlich runder Geburtstage…
Ich persönlich finde für eine Hochzeit ja vielleicht etwas der SOS-Kinderdörfer gut (die ich selbst sowieso für eine sehr förderwürdige Einrichtung halte). Wenn Du da die Spende nicht für eines der entfernten Dörfer haben möchtest – die haben auch in deutschen Städten (vielleicht auch in Deiner?) Einrichtungen – das geht vom klassischen SOS-Kinderdorf, bis zu Familienstützpunkten usw.
Eine andere gute Möglichkeit ist ja auch, mal zu gucken – hier vor Ort hat z.B. die Zeitung ein Leserhilfswerk, bei dem die Zeitung soviel „logistische“ Unterstützung leistet, daß es keinerlei Verwaltungsanteil bei den Spenden gibt, sondern wirklich jeder Cent der Spende auch den Hilfsbedürftigen in der Region zugute kommt. Ich bin sicher, etwas vergleichbares gibt es auch bei Euch.
Und es findet sich ganz sicher ein Projekt, dessen Zielsetzung mit einer Hochzeit korrespondiert (natürlich braucht jedes Projekt gleich dringend Zuwendungen – aber – so traurig es auch sein mag – vielleicht ist die Kombination einer Hochzeit mit einem Projekt für Betroffene einer besonders ekelerregenden oder furchterregenden Krankheit in dem Kontext doch nicht so ideal).
Viele Grüße
Antje
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01.03.2011, 08:12Inaktiver User
AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?
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01.03.2011, 10:03
AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?
Wir hatten kürzlich einen Trauerfall in der Familie :(

Wir baten auch von Kranz-und Blumenspenden abzusehen und gaben auch die Alternative an.
Das Resultat blieb allerdings ziemlich hinter unseren Erwartungen zurück.
Meist gab es nur "knauserige" 5 euro, (von vielen kam gar nichts)
wo ich mir eigentlich sicher bin, dass, wenn alle es "gesehen" hätten ein Kranz o.ä. für Minimum das zehnfache gekommen wär.
Ich denke, dass der Gebende eben auch möchte, dass seine Gabe bemerkt, anerkannt und im einzelnen gewürdigt wird.
Wenn die nur in der Masse von vielen untergeht und kaum Beachtung findet, erschließt sich ihm der gute Zweck nicht wirklich, bzw. ist die Motivation doch eher gebremst.
Das würde ich (bei hoffentlich anderer Gelegenheit) anders machen,
notfalls mit ner öffentlichen Liste, wo jeder die Höhe seiner Spende eintragen "darf".---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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01.03.2011, 10:07Inaktiver User
AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?
warum die leute vorführen?
in der erwartung, dass sie dann mehr geben?
wieviel oder garnichts------------- dass muss jeder für sich mit sich selbst ausmachen. du kannst davon ausgehen, dass 5 euro auf einem spendenkonto ehrlicher sind als ein kranz für 50 euro mit betonung auf der schleife- denn diese 50 euro kränze- die sind nicht dem/der toten gewidmet- die sind selbstdarstellungsbedürfniss. und so jemand tut mir nur leid.
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01.03.2011, 10:32Inaktiver User
AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?
Entweder waren eure Erwartungen überzogen oder ihr kennt die falschen Leute: ich jedenfalls habe da ganz andere Erfahrungen gemacht.
Mir selber geht es auch so: wenn mir ein guter Zweck gefällt, bin ich sogar bereit, deutlich mehr zu spenden, als ich bei einem Geschenk/Kranz etc. ausgegeben hätte.
Wer ein Geschenk nur gibt, ums sich selbst durch dessen Größe/Wert ins rechte Licht zu rücken vor den anderen Gästen: naja, sach ich mal nix zu.....
Im Nachhinein ein besonderer Dank an alle Gäste/Spender ist allerdings Ehrensache.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (01.03.2011 um 10:37 Uhr) Grund: Ergänzung
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04.03.2011, 22:26
AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?
Ich fürchte, das wird nix, selbst wenn Du das wörtlich in die Einladung schreibst.
Aber wenn Du wirklich kein Geld willst und auch sonst nichts - formuliere es klar und deutlich. Und lass Tante Frieda und Oma Euch in Gottes Namen Geld schenken. Sie tun es gern.
Wir hatten lange drüber nachgedacht, was wir bezüglich Geschenke schreiben (weder wollten wir irgenwelche komischen ungeliebten Gegenstände, noch brauchten wir Geld - die Spenden-Idee kam uns nicht, finde ich schön - hätte ich zB [Oxfam Unverpackt EinZiegartige Geschenke] nur da schon gekannt). Wir haben dann, nachdem uns klar war, dass ein "bitte lasst das Schenken, es ist einfach toll, wenn Ihr da seid" nicht helfen würde (das tut es ja nichtmal bei einem stinknormalen, unrunden Geburtstag!) nichts nützen würde, eine kleine Liste mit Dingen gemacht, die wir noch brauchen konnten bzw. wirklich gern haben wollten. Da waren dann zB Bücher und auch das ein oder andere Haushalts-Teil dabei.
Nun... wir haben sowohl eine potthässliche Obstschale, ein paar erwünschte Sachen und viele Euro in bar bekommen... Dass es mir wesentlich schwerer fallen würde, einen teuren Gegenstand anzunehmen (den wir uns explizit gewünscht hatten) als 50.- Euro in bar, hätte ich vorher nicht gedacht. Mit fiel das total schwer, dabei liebe ich Geschenke
und mein Mann ist eher der, dem es schon peinlich ist, wenn ihn jemand auf ein Bier einladen will.
Was mir aber nicht schwer fiel, war zB von Großeltern eine größere Summe anzunehmen. Anders war's bei Freunden - denen hätt ich das Schenken am Liebsten wirklich verboten. Ich bin beim Karten auspacken und lesen nicht angesichts Omas Euro-Scheine in Tränen ausgebrochen, es waren die befreundeter Paare (junge Familien, Leute, die es nicht dicke haben) mit ein bisschen was drin, die mich dann komplett aus der Fassung brachten.Geändert von izzie (05.03.2011 um 11:47 Uhr) Grund: Direktlink entfernt - bitte nach Oxfam Unverpackt googeln
“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)


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