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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Hallo Laoca,

    mein Mann und ich haben uns vor unserer Hochzeit im Sommer 2009 genau die gleichen Gedanken gemacht. Da wir "eigentlich" schon alles hatten, wollten wir die Geldgeschenke zu unserer Hochzeit an einen guten Zweck spenden, nämlich an eine Ordensschwester in Kenia, die ich persönlich kenne und die sich seit 50 Jahren für Waisen- und Flüchtlingskinder engagiert und ihnen ein Zuhause und eine Schulbildung ermöglicht. Als wir den Gästen im Vorfeld begeistert von der Idee erzählt haben, haben wir teilweise recht negative Reaktionen erhalten... die meisten Gäste fühlten sich vor den Kopf gestoßen, weil sie nicht wollten, dass "ihr" Geld irgendwo nach Afrika geht und nicht dem Hochzeitspaar zu Gute kommt. Wir haben daraus gelernt, dass man mit dem Thema "Geld" sehr sensibel umgehen muss und dass es unseren Gästen scheinbar wichtig war, dass sie UNS persönlich etwas Gutes tun, nämlich Geld schenken. Letztlich haben wir die Ankündigung, das Geld zu spenden, nicht gemacht und nach der Hochzeit dennoch 50 € pro Gast (ca. 5000 € insg.) an die besagte Stelle gespendet. Somit war am Ende jeder zufrieden.
    An dieser Stelle möchte ich Dir auch noch eine Website gutegeschenke.com ans Herz legen, deren Erlös zu 100 % an Bildungsprojekte in 3.Welt Ländern geht. Auf der Seite werden liebevoll ausgesuchte Geschenkideen beschrieben und falls der Nutzer bei den jeweiligen Geschenkeanbietern kauft, geht eine Provision an gutegeschenke.com. Vielleicht findet Ihr auf der Website ja das ein oder andere Geschenk für Euch, das Ihr Euch wünscht, somit können Eure Gäste etwas Gutes tun und Euch trotzdem etwas schenken. Eine Idee wäre z.B. ein Schaf oder einen Esel für eine Familie in Eritrea, zu finden unter gutegeschenke.com.

    Ich wünsche Euch eine schöne Hochzeit!
    Geändert von zwum (28.02.2011 um 12:37 Uhr) Grund: Shoplinks entfernt

  2. Inaktiver User

    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Ich finde die Idee sehr gut und bin nur gespannt, wann hier der Thread eines Gastes von Euch auftaucht, der dringenden Diskussionsbedarf anmeldet: "Hochzeitseinladung - wir sollen spenden, spinnen die und was muss ich dann anziehen?"

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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Wir hatten einmal eine solche Einladung - es wurde für eine Orgelrestaurierung gesammelt.
    Wir kannten den Ort, fanden die Idee gut und waren daher mit dem "Geschenk" weit großzügiger als wir es bei einem "normalen" Geschenk gewesen wären.
    Es gab, wenn ich mich recht erinnere, aber auch noch normale Gschenkvarianten bie der Trauzeugin zu erfragen - wir haben aber nicht gefragt, weil wir die Spendenidee schon so gut fanden.

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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Ui, viele neue Kommentare, super!

    Wir haben es uns jetzt so überlegt: wir wollten definitiv ein Stückchen unseres Glücks weitergeben, aber machen die Spendenaktion nicht zur (Haupt-)Geschenkesache. Wir haben bei World Vision gesehen, dass man für 80 Euro ein "Ernte-Startset" für eine Kleinbauernfamilie in einem der Entwicklungsländer spenden kann. Da wir ca. 80 Gäste erwarten, werden wir jeden Gast bitten, eine "symbolische" Spende von einem Euro zu geben. Da fühlt sich keiner verpflichtet, eine bestimmte Summe zu spenden (also, mehr als den einen Euro zumindest ) und die Leute können uns trotzdem noch anders beschenken.

    Ja, das ist nicht lokal und damit natürlich "unpersönlicher" als eine Spende an eine hiesige Organisation - aber wir fanden es dann doch irgendwie passend, einer anderen Familie mit unserem Start ins Eheleben "Starthilfe" zu geben. Jeder spendet nur einen kleinen Teil - aber zusammen können wir mit unseren Gästen was bewirken. Find ich persönlich ne ganz nette Idee.

    Was meint Ihr?
    "Entweder ich mache mir Sorgen oder was zu essen"
    (Ildikó von Kürthy, Blaue Wunder)

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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde die Idee sehr gut und bin nur gespannt, wann hier der Thread eines Gastes von Euch auftaucht, der dringenden Diskussionsbedarf anmeldet: "Hochzeitseinladung - wir sollen spenden, spinnen die und was muss ich dann anziehen?"


    Nich die Video-Wegbring-Hose, aber alles andere is ok.
    "Entweder ich mache mir Sorgen oder was zu essen"
    (Ildikó von Kürthy, Blaue Wunder)

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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Zitat Zitat von Franca81 Beitrag anzeigen
    Was macht ihr denn dann mit Gästen, die kein Geld schenken wollen - egal ob an euch oder eine "Lokale Einrichtung"? Ich finds ja prinzipiell schon frech, davon auszugehen, dass alle Geld schenken.
    Guter Einwand - aber genau darum geht es mir ja, ich will eben *nicht*, dass die Leute uns Geld schenken! Klar verstehe ich, dass gerade ältere Verwandte gerne Geld schenken, was auch nicht oberflächlich gemeint sein muss, aber ich erwarte das überhaupt nicht! Im Gegenteil, wir würden uns über persönliche, kleinere Geschenke weit mehr freuen als über ein paar Scheine.
    "Entweder ich mache mir Sorgen oder was zu essen"
    (Ildikó von Kürthy, Blaue Wunder)

  7. Inaktiver User

    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Ich finde es eine schöne Geste, wenn ein Paar, dessen Hausstand komplett ist, auch andere am eigenen Glück beteiligen will. Eben durch eine Spendenaktion.

    Der Wunsch eines Paares sollte an dem Tag im Vordergrund stehen. Und ich verstehe die Leute ehrlich gesagt nicht, die sich über das Schenken von Geld echauffieren, sei es nun direkt für das Paar oder für einen Zweck, der dem Paar am Herzen(!) liegt.

    Aber denen ist es ja unbenommen, die dritte Bratpfanne oder einen Bettvorleger zu schenken. Oder das obligate Porzellanpferd.

    So wie man selbstredend niemanden zwingen kann, etwas Bestimmtes oder überhaupt etwas zu schenken, kann man das Paar wohl auch nicht verpflichten, nur Geschenke zu wünschen, die sich die Verwandten vorstellen. Stelle ich mir fast schon absurd vor.....

    Gruß, Elli

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    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    seit dem grossen spendenskandal um worls vision habe ich mein vertrauen zu dem verein nicht mehr wiedergefunden.


    ich selbst würde nur an jemanden mit spenden- gütesiegel oder an ein kleines, sehr überschaubares projekt etwas geben.

    die arbeit dr. ruth pfaus liegt mir seit jahren am herzen.

    bei ebay kann von der caritas österreich eine ziege für eine familie in armen ländern ersteigern, oder, was mich sehr berührt, ein schul- start-set für ein armes kind in unseren ländern, es bekommt einen schönen gebrauchten schulranzen mit farben und mäppchen und allem notwendigen.

    ich selbst gebe nur mehr für kleinkredite-projekte, weil sie die gemeinschaft fördern.

    wenn ihr das geld habt , fände ich es schön, etwas im inland, und etwas im ausland zu geben.
    lg
    legrain

  9. Inaktiver User

    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    spende statt geldgeschenken---------------- eine wunderschöne idee.

    ich habe es in den letzten jahren immer wieder erlebt, bei silberhochzeiten, goldenen hochzeiten, selbst bei beerdigungen wo im sinn des betroffenen gebeten wird von sonstigen gaben abzusehen und den betrag den man/frau ausgeben wollte bitte unter angabe des namens auf das angegebene konto einzuzahlen.

    ich finde es nur schön.
    Ich finds auch toll.
    In meiner Familie war das schon Tradition, in den Einladungen stand immer dass statt eventuell angedachten Geschenken eine Spende an ... viel Freude bereiten würde bzew. bereitet hätte. Wenn vorhanden wurde ein Flyer der ausgesuchten Organisation mit in die Einladung gepackt, ansonsten gabs eine Vorstellung in ein paar Sätzen.


    Ich habe diese Tradition fortgeführt und immer um Spenden gebeten: angefangen bei Geburtstagen, auch bei unsrerer Hochzeit und bei den leider vielen Beerdigungen.

    Es kam bei allen Gästen immer gut an - und es wurde teils eine Menge gespendet.

  10. Inaktiver User

    AW: Hochzeitsgeschenk: Spende statt Geldgeschenk?

    Ich glaub, dass Tante Erna deswegen so piefig reagiert, weil das Geld eben "früher" als Startkapital gedacht war. Und grade bei Hochzeiten hab ich gesehen, dass oft die Oma mit der kleinen Rente drauf bestand, mehrere Hundert Euronen zu spenden.

    Und jaaa, im Prinzip könnte man die auch beim Edelgourmet lassen und ein paar Kilo Kaviar und zwei Trüffel kaufen ... aber gesehen von der Perspektive ...

    Ich find die Idee mit dem Sammeln schön, allerdings würde ich eher beim Lokalen bleiben. Keine Ahnung warum, hier sieht man alle naselang diese unglaublich verkitschten Werbespots ...

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