@Sisma,
gegen Hochzeitstische hat niemand etwas gesagt. Das ist für mich etwas ganz anderes als Geld schenken. Und wenn das Paar explizite Wünsche hat, denke ich auch nicht, dass ich es besser weiß, sondern richte mich danach. Das hatte ich oben auch geschrieben. Schaumlöffel bekommen nur die, die sich hartnäckig nichts wünschen.
Gruß, Leonie
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24.11.2005, 16:07Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
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24.11.2005, 16:12Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
Hochzeitstische sind aber auch nur was für junge Paare, denen noch einiges fehlt...
Wir haben z.B. in unserem zusammengewürfelten Haushalt - auch ohne solche Hochzeitsgeschenke - noch für die nächsten 40 Jahre genug Gläser ...
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24.11.2005, 16:15
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
für mich sind die Hochzeitstische nur unwesentlich was anderes! Z.b Ein Paar wünscht sich ein schönes Service! für den einzelnen Hochzeitsgast kommen budgetmäßig doch nur ein oder zwei Gedecke in Frage, oder das Kaffeekännchen, oder das Zuckernäppchen.... Findest du das persönlicher? Meinst du wirklich das Paar kann sich dann daran erinnern, von wem welcher Teller, welche Kanne, welches Glas ist? im Großen und ganzen kommt es aufs gleiche raus! man schenkt einen Teil von etwas großem, genau wie beim Geld. nur würde ich das Geld noch richtig pfiffig verpacken!
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24.11.2005, 16:21Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
@Sisma,
ich kann Dich wirklich nur auf mein anders Posting verweisen.
Es geht mir nicht darum, dass ich ein Denkmal gesetzt bekomme. Es geht darum, dass Schenken einen Sinn macht.
Und von unserem Hochzeitsbesteck weiß ich nach 20 Jahren nicht mehr genau, wer wieviele Kaffeelöffel geschenkt hat. Aber es ist das Hochzeitsbesteck, und ich kann Dir aus dem Stand 10 Leute aufzählen, die dazu begetragen haben. Und von wem welcher Topf ist, weiß ich auch noch, usw.
Und das Geld geht doch oft in den großen Topf - wird hier von vielen ja offen zugegeben.
Gruß, Leonie
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24.11.2005, 16:34Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
@Mitternachtsfee, reg dich doch nicht auf....... Ich wollte damit nur sagen, dass wenn ich meine Hochzeit/Geburtstag o.ä. feiern möchte, sollte ich schon das Geld dafür zur Verfügung/vorher zusammen gespart haben, sonst kann ich eben nicht feiern. Ich finds halt doof, zu feiern, möglichst viele einzuladen und dann von dem geschenkten Geld die Feier zu bezahlen!
LG von der miss
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24.11.2005, 16:44
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
@Miss: Hab mich gar nicht aufgeregt
Ich bin auch so der Meinung, dass eine Feier auch aus dem Stand bezahlt werden kann, ohne dass man eventuelle Geldgeschenke einplant. Ich könnte nicht ruhig schlafen, wenn ich ne Hochzeit plane und dann hoffen muss, dass genug zur Refinanzierung reinkommt.
Nur: Was ich eben dann hinterher mit geschenkten Geld mache, ist allein meine/unsere Entscheidung.
Leonie: Ich sehe den Sinn von Schenken eigentlich hauptsächlich darin, anderen eine Freude zu machen. Und wenn ich weiß, dass sie sich über Geld freuen - warum das ignorieren?
Ich frag mich, ob ich die Namen der Hochzeitsgäste in meine Küchenschränke gravieren muss. Dieser Ausziehschub wurde von Tante Emma bezahlt, dieser Mülleimer ist eine Widmung von Onkel Heinz.....

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24.11.2005, 16:50Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
Ja, genau. Ich würde mir auf so einer Feier immer vorkommen, als ob ich gerade mein Essen selber bezahle, wenn eben vom geschenkten Geld die Feier finanziert werden soll.Ich würde denken, ich bin gar nicht eingeladen, sondern bezahle selber und das finde ich eben doof. Natürlich schenke ich auch meistens Geld, aber es ärgert mich schon, wenn ich höre, davon wird die Feier bezahlt.Sich Geld zu wünschen finde ich okay, sich aber Geld zur Finanzierung der Feier zu wünschen, finde ich total daneben!
Warum ist das daneben? was ist denn der unterschied zwischen einer schönen Chouch und einer schönen Feier?
Das Paar kann sich keine schöne chouch leisten, also wünscht es sich Geld dafür und freut sich dann an der schönen Couch!
oder
Das Paar kann sich keine schöne feier mit allen freunden leisten, wünscht es sich aber und wünscht es sich Geld um die Feier refinanzieren zu können.... und erinnert sich ein lebenlang eine eine schöne Hochzeitsfeier!
ich find das völlig ok. dem Brautpaar sollte selbst überlassen werden, wie es das Geld ausgibt. und ich finde es auch dreist, bei einer Feier zu essen und zu trinken, es aber dann daneben zu finden, wenn das Geld dafür aufgewandt wird!
LG von der miss
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24.11.2005, 16:52Inaktiver User
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
@Mitternachtsfee,
das habe ich noch nie gemacht, dass ich ein eigenes Posting von mir kopiert und nocheinmal gepostet habe. Aber ich kann doch nicht alles dreimal schreiben. Und da ich über das "Gravieren" dort auch etwas geschrieben habe, hier also der Besinnungsaufsatz über das Schenken (wer ihn schon kennt, bitte ignorieren).
Liebe Edelherb,
der ultimative Tipp wäre natürlich, jung zu heiraten ...
so jung, dass man noch nicht alles doppelt hat
Wenn das verpasst ist:
Kurzantwort: Mich an Sammelgeschenken zu beteiligen, damit habe ich überhaupt keine Probleme.
Bemerkung:
Es wurde hier ja schon deutlich, dass es offensichtlich regionale Unterschiede gibt. Ich habe "norddeutschen" Hintergrund.
Exkurs über das Schenken:
Ich habe noch einmal darüber nachgedacht, warum es in meiner Umgebung so verpönt ist, Geld zu schenken. Und da kommt man natürlich auf die Frage: Warum schenkt man überhaupt?
- Weil das so üblich ist. Hilft nicht weiter.
- Weil man dem anderen eine Freude machen möchte.
- Weil man zeigen möchte, dass man an den anderen gedacht hat und sich Mühe gegeben. Das geht ggf. auch mit einer originellen Verpackung.
- Weil man dem anderen "Gedanken und Anregungen" gibt, ihm etwas schenkt, was er sich selbst nicht oder jedenfalls nicht in dieser guten Qualität kaufen würde (wie war das mit dem protestantischem Hintergrund), bzw. was er gar nicht kennt.
- Weil das eine gewisse "Umverteilung" von denjenigen, die mehr haben zu denjenigen, die weniger haben, ist (Stichwort: wohlsituierter Patenonkel und Studenten mit Kind).
Manche dieser Funktionen können sicher auch mit Geld erfüllt werden, aber es würde sicher keinen Sinn machen, wenn ich mir mit meinen Geschwistern zu Weihnachten jeweils 10 Euro "im Kringel 'rum" schenken würde. Und bei Hochzeiten ist es so ähnlich.
UND mir ist bei Geschenken noch etwas anderes wichtig:
Zu einem geschenkten Gegenstand habe ich einen ganz anderen Bezug, als zu einem selbstgekauften. Wenn ich meinen Dampfkochtopf nehme, um Kartoffeln zu kochen, weiß ich auch nach 20 Jahren noch, dass ich ihn von Tante A. zur Hochzeit bekommen habe. Und so geht es mir mit vielen Dingen, die ich benutze, die ich irgendwann zu irgendeinem Anlass geschenkt bekommen habe (Mein Mann scherzt immer, dass ich unsere Handtücher mit Namen kenne). Und wir umgeben uns gerne mit schönen Dingen. Oder mit Erinnerungen, wenn es denn ein Kino-Gutschein als Geschenk war.
In diesem Sinne bereichern Geschenke mein Leben, und verbinden mich mit lieben Menschen.
Das heißt natürlich nicht, dass alle Geschenke auf ein Podest gestellt werden müssen, und in alle meine Geschenke "von Leonie, Weihnachten 2004" graviert werden muss. Dass ich nicht auch 'mal etwas weiterverschenke, wenn ich es dreimal habe oder wenn es geschmacklich ganz daneben liegt.
Und sowieso spricht aus diesem Aspekt nichts dagegen, etwas zu schenken, was der andere sich genau wünscht, aber so nicht kaufen würde.
ABER: Geld, das nur als Geld (in den großen Topf) geschenkt wurde, hat gar keine Chance, so einen Bezug zu geben. Und ist immer "gedankenlos". Und sich etwas selbst kaufen können Leute, die verdienen, auch von ihrem eigenen Geld.
"Geld für einen Tisch" ist da schon etwas anderes. Und Sammelgeschenke sind gar kein Problem. Das ist die Küchenmaschine zur Hochzeit von den Kollegen. Die Digitalkamera von meinen Geschwistern zur Geburt.
Geld für eine Küche - wo das Geld sowieso nicht reichen wird und die Küche sowieso gekauft - da fangen meine Schwierigkeiten schon wieder an. Und bei Geld zur Hochzeitsreise auch.
Also: Praktischer Tipp:
Ich halte es für gut, wenn jemand anderes (Mutter, Freundin) die Koordinierung von Geschenken zur Hochzeit übernimmt, ggf. auch mehrere, die dann verschiedene Wunschlisten haben.
Sích größere Dinge zu wünschen, die dann von Gruppen (Kollegen, Familien, bestimmte Freundeskreise) geschenkt werden können - damit habe ich überhaupt kein Problem.
Aber es sollten natürlich auch kleinere Wünsche für einzelne dabeisein.
Und für diejenigen, die mit "Geldschenken" kein Problem haben, kann man auch ein "anonymes Sammelgeschenk" vorsehen - wie z.B. ein bestimmtes (!) Möbelstück, zu dem man etwas geben kann. Müsste aus meiner Sicht aber ehrlich sein (und nicht nur ein Trick, doch Geld geschenkt zu bekommen). Das ist dann z.B. das Hochzeitsbett.
Soweit meine Gedanken dazu.
Gruß, Leonie
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24.11.2005, 17:20
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
Ich halte es da auch wie Sisma, Elch und Elynia. Wenn der einzige große Wunsch des Paares ist, eine schöne große Hochzeitsfeier zu haben (ein sehr verständlicher und nicht ungewöhnlicher Wunsch zur Hochzeit, oder?) und das der einzige Luxus ist, den sie sich gönnen möchten/können (keine Couch, keine Küche oder sonst etwas), dann sehe ich überhaupt gar kein Problem damit, wenn die Gäste als Geschenk etwas zur Feier beisteuern. Sonst könnten "ärmere" Paare ja nie ein größeres Fest machen. Ich empfinde das nicht anders als bei der Geburtstagsfeier einer Freundin, bei der jeder Gast anstelle anderer Geschenke etwas Leckeres für das Buffet mitbringt, weil sie sich kein Essen für viele Gäste leisten kann, aber sich wünscht, ihren Geburtstag mit ihren Freunden schön zu feiern. Gibt es denn ein schöneres Geschenk als das, eine gemeinsame Feier zu ermöglichen?Ja, genau. Ich würde mir auf so einer Feier immer vorkommen, als ob ich gerade mein Essen selber bezahle, wenn eben vom geschenkten Geld die Feier finanziert werden soll.Ich würde denken, ich bin gar nicht eingeladen, sondern bezahle selber und das finde ich eben doof. Natürlich schenke ich auch meistens Geld, aber es ärgert mich schon, wenn ich höre, davon wird die Feier bezahlt.Sich Geld zu wünschen finde ich okay, sich aber Geld zur Finanzierung der Feier zu wünschen, finde ich total daneben!
Warum ist das daneben? was ist denn der unterschied zwischen einer schönen Chouch und einer schönen Feier?
Das Paar kann sich keine schöne chouch leisten, also wünscht es sich Geld dafür und freut sich dann an der schönen Couch!
oder
Das Paar kann sich keine schöne feier mit allen freunden leisten, wünscht es sich aber und wünscht es sich Geld um die Feier refinanzieren zu können.... und erinnert sich ein lebenlang eine eine schöne Hochzeitsfeier!
ich find das völlig ok. dem Brautpaar sollte selbst überlassen werden, wie es das Geld ausgibt. und ich finde es auch dreist, bei einer Feier zu essen und zu trinken, es aber dann daneben zu finden, wenn das Geld dafür aufgewandt wird!
LG von der miss
Das blöde Gefühl zu "bezahlen" hätte ich nur, wenn ein fester Beitrag pro Gast vorgegeben wäre. Aber selbst dann... Nehmen wir mal den extremen Fall an, dass ein Paar sogar auf die Idee käme, die Gäste im Restaurant ihr Essen selbst bezahlen zu lassen: Wenn die Gäste darüber vorher informiert sind und ihnen gesagt wird, dass der einzige Wunsch des Paares diese gemeinsame Feier ist, die sonst nicht möglich wäre, fände ich das zwar sehr ungewöhnlich, aber akzeptabel (gesetzt den Fall, es geschieht nicht aus Geiz, sondern das Brautpaar ist finanziell wirklich schlecht ausgestattet).
Dass es nicht gerade ratsam ist und schlaflose Nächte verursacht, sich bei der Hochzeit finanziell so zu übernehmen, dass man auf ausschweifende Großzügigkeit seiner Gäste hoffen muss, ist eine andere Sache. Aber warum sollten Geldgeschenke nicht für die teilweise Finanzierung der Hochzeit verwendet werden?
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24.11.2005, 17:21
Re: Geld statt Hochzeitsgeschenke
Leonie: Ich erinnere mich an den Aufsatz und finde ihn gut. Auch wenn wir meinungsmäßig wohl bei dem Thema nicht zusammenkommen.
Man kann sich sehr wohl von geschenkten Geld etwas kaufen, dass einen an den Schenkenden erinnert. Mal ein blödes Beispiel - als meine Oma im Sterben lag, bin ich grad umgezogen. Sie konnte logischerweise für mich nichts mehr kaufen, wusste aber, dass ich mir Badevorleger wünschte. Sie hat mir das Geld dazu gegeben und ich habe sie selber ausgesucht und gekauft. Trotzdem: Es sind für mich die Badevorleger von Oma, auch wenn sie selber (leider
) nie gesehen hat.
Das geht. Auch wenn ich mir auch ohne Oma Badvorleger hätte leisten können - das Geld dazu kam von ihr.
Mitternachtsfee


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