Und was, wenn keine seiner Töchter in einer Kirche heiraten möchte, sondern nur im Standesamt, wo es keinen Altar gibt?!
Irgendwie wird mir da zuviel Druck und Erwartungshaltung aufgebaut. Die armen Brautpaare heutzutage.
@ Leonie
In welcher Gegend Deutschlands bist Du denn zu Hause? Ich selber kenne das überhaupt gar nicht anders, dass auch früher schon die Eltern beim Standesamt dabei waren. Als wir nach dem Tod meiner Oma, der letzten verbliebenden lebenden Person dieser Generation die bei ihr zusammengekommenen Fotoalben durchsahen, fanden wir natürlich auch lauter Hochzeitsfotos. Meine Eltern und Onkel und Tanten haben alle in der 60ern geheiratet, und da waren - fotografisch dokumentiert - auf dem Standesamt immer die Eltern dabei.
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28.01.2011, 09:36
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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28.01.2011, 10:36Inaktiver User
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
sicher war das früher meist so, dass eine kirchliche Trauung folgte.
aber auch nicht immer.
und meine Schwägerin hat vor ein paar Jahren auf einer Reise geheiratet und sich explizit verbeten, dass da irgendwer mitkommt. Und es gab auch keine Feier. Schade - aber ist doch ok.
ich sage auch nichts dagegen, wenn das heute oft anders ist, wenn heute die standesamtliche Trauung so gefeiert wird, als sei es die kirchliche.
aber darauf hat doch aus der Familie keiner einen Anspruch.
@Fender,
ich selbst komme aus Norddeutschland.
jetzt wohne ich aber im Südwesten, und die Geschichten, dass wir zu Kollegen zum Standesamt gegangen sind (ist nicht weit von der Firma) sind hier gewesen.
auf dem Standesamt - oder anschließend vor dem Standesamt?Meine Eltern und Onkel und Tanten haben alle in der 60ern geheiratet, und da waren - fotografisch dokumentiert - auf dem Standesamt immer die Eltern dabei.Geändert von Inaktiver User (28.01.2011 um 10:40 Uhr)
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28.01.2011, 10:45
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Auf dem Standesamt. Es gab immer Fotos aus den Trauzimmern, meist wenn die Urkunde unterschrieben wurde. Vorher/hinterher war das wohl nciht erlaubt, um die Zeremonie nicht zu stören.
Hier in der Stadt gibt's mehrere Standesämter, und alle Trauzimmer (die ich kenne) sind auch entsprechend groß und bestuhlt, bis auf eines, da gibt es tatsächlich nur Stühle für Brautpaar (2), Trauzeugen (2) und Eltern (4). Alle anderen Gäste müssen stehen.Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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28.01.2011, 12:04
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Hallo,
ich kenne auch nur Trauzimmer, die Platz für wenigstens 20 Personen bieten.
Es mag aber auch sein, dass man kleinere Trauzimmer durch größere ersetzt hat. Vielleicht nicht unbedingt, weil früher nur die Brautleute und die Trauzeugen anwesend waren und heute auch die Familie, sondern vor allem deshalb, weil die durchschnittliche Gästeschar mit der Zeit auch deshalb größer wurde, weil mehr Paare nur standesamtlich heiraten und dazu dann meist die ganze Hochzeitsgesellschaft mitbringen.
Mandelblüte
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28.01.2011, 23:48Inaktiver User
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Hallo WhiteSnowflake,
auch wenn ich Deine Verabschiedung eigentlich als "Für mich ist die Diskussion beendet" verstanden habe - habe ich Dich da richtig verstanden? -, muss ich Dir nochmals antworten. So mag ich das nicht stehenlassen.
Nein, es überrascht mich nicht. Warum auch? (Abgesehen davon, dass bei den letzten beiden kirchlichen Hochzeiten, bei denen ich teilnahm, niemand die Braut "nach vorne" führte...) Aber die Frage ist doch: Wie reagiert Dein Mann, wenn seine Tochter ihm sagt, dass sie das nicht möchte (aus welchen Gründen auch immer). Oder was würde er tun, wenn sie, wie wir, ganz alleine die Hochzeit begehen möchte? Würde er den Wunsch schweren Herzen respektieren oder würde er sich darüber hinwegsetzen und trotzdem dabei sein?
Versteh mich nicht falsch: Mir geht es nicht darum zu (be-)urteilen, ob die Wünsche, Vorstellungen "zeitgemäß" oder nicht sind, ob sie spinnert, albern oder hochromantisch sind. Mir geht es nur um die alles entscheidende Frage: Welche Wünsche seines Kindes kann man akzeptieren, muss man respektieren? Und ich glaube immer noch, dass der Wunsch nach einer stillen, intimen Hochzeit dazugehört.
Ich glaube auch, dass das etwas mit Liebe zu tun hat. Aber ich glaube eben auch, dass der gute Mann die Verhältnismäßigkeiten seines Handels falsch oder gar nicht abgeschätzt hat; ihm muss klar sein, dass sie jetzt vor die Entscheidung gestellt wird: "Mache ich es, wie mein Vater will oder so, wie mein Freund es will." Und durch sein Verhalten hat er eben nicht nur eine Trotzreaktion ausgelöst, sondern, was eigentlich noch viel schlimmer ist, sie dazu angehalten, sich selbst nochmals genau mit der eigenen Hochzeit auseinander zusetzen. "Was will ich wirklich." Vorher noch war sie am Schwanken, für sie war die geplante Feier am folgenden Wochenende ein guter, akzeptabler Kompromiss zwischen ihr und mir. Indem der Vater diesen Kompromiss nicht akzeptiert, stand sie vor der Entscheidung: Hochzeit wie ich sie von Anfang an wollte ODER Hochzeit so, wie der Vater sie will. Einer von beiden muss nun eine bittere Kröte schlucken. Und wessen Wünsche werden wohl eher respektiert: die von dem, der sich kompromissbereit zeigte, oder der, der sich nicht so zeigte...
Abgesehen davon ist ihr inzwischen die Lust auf die Feier vergangen und sie wünscht sie nun auch eine stille, intime Hochzeit. Der Streit, der danach losbrechen wird, ist für sie inzwischen kein Problem mehr.
Liebe WhiteSnowflake, danke, dass Du für die "Gegenseite" Partei ergriffen hast. Das ist auch deswegen wichtig, weil mit der "richtigen" Gegenseite keine Diskussion mehr möglich ist. Sie hat, wie ich bereits mehrfach schrieb, "dichtgemacht". Aber Deine Argumente überzeugen mich nicht. Auch aus dem Grunde, weil Du ja selbst geschrieben hast, dass unsere Gründe für unsere Vorstellungen plausibel, stimmig seien. Die Gegenargumente, nicht nur von Dir, sondern auch von anderen, auch aus dem realen Leben, beschränkten sich alle auf "Denk auch an seine Gefühle!". Aber das haben wir immer getan. Sowohl ihre als auch meine Familie sind uns wichtig. Nur bei der Abwägung der Argumente komme ich immer wieder zu dem selben Schluss: Es ist unsere Hochzeit. Und wir müssen sie so feiern, dass wir glücklich sind. Auch jeder Kompromiss kann nur soweit gehen, wie unser Glück nicht gefährdet ist.
Ich schrieb in Post #51:
Darauf antwortetest Du:
Wie bitte? Natürlich ist sie konsequent. Unser Vorschlag (welcher eine private Hochzeit und eine Party für alle beinhaltete) wird nicht respektiert. Genau deswegen wird die Hochzeit samt Feier abgesagt. Inkonsequent wäre es doch gewesen, einzuknicken, dem Vater nachzugeben und alles z.B. auf das Wochenende zu legen. Oder ihm, und dann natürlich auch den anderen nahen Verwandten, die Teilnahme an der Hochzeit zu gestatten.
Nein, ich finde unser Verhalten sehr konsequent. Unser Wunsch wird nicht respektiert, also tun wir alles, um ihn uns zu erfüllen. Dass konsequentes Verhalten immer auch Folgen hat, ist uns klar. Aber damit werden wir leben! (Konsequent wäre es übrigens m.M.n. gewesen, wenn er eingesehen hätte, dass es hier nicht um seine Hochzeit geht und den Wunsch seiner Tochter respektiert hätte.)
Verständnis war immer da. Das haben wir dadurch auszudrücken versucht, dass wir eine Familienfeier geplant und angeleiert hatten. Örtlichkeiten zum Feiern und Übernachten waren schon organisiert. Und auch Anfeindungen, Kritik, Maulen hätten wir ertragen. Aber seine Ignoranz hat nur Wut ausgelöst. Nicht nur bei mir. Ich habe mich versucht immer in Hintergrund zu halten, wollte nicht, dass es nachher heisst, ich hätte sie aufgestachelt. Inzwischen ist meine Freundin sogar fast schon extremer als ich selbst. Sie würde am liebsten morgen heiraten und gar nichts sagen. Bis die ersten mitkriegen, dass auf ihrer Bankkarte ein anderer Nachname steht, dürfte einige Zeit ins Land ziehen.
Mist, schon wieder viel zu lang geworden. Aber egal. Die Kinder schlafen, meine Freundin auch. Wann sonst, wenn nicht jetzt?
Schönen Abend/Morgen/Wochenende!
Wibert
(Edith sagt, dass man manchmal "das" auch mit zwei "s" schreiben muss....)Geändert von Inaktiver User (29.01.2011 um 10:08 Uhr)
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29.01.2011, 11:36Inaktiver User
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie wichtig sich manche Personen nehmen. Im Falle von Wiberts Hochzeit meine ich damit den Vater bzw. die Gäste !


Bei einem Fest -in welcher Form auch immer- gilt zu allererst der Wunsch derer, die das Fest begehen! Na gut, bei einer Taufe ist das etwas schwierig, weil sich der Täufling nicht selbst äussern kann.....
Keiner kann in der Regel allen Wünschen und Vorstellungen gerecht werden. Der eine hat amerikansichen "Hollywood-Kino-Kitsch" im Kopf, der andere Gebräuche der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts..... Und selbst wenn ich (fast) alle Vorstellungen der Gäste(!) in meine Planung mit einbeziehe, dann gefällt das Fest wahrscheinlich mir nicht mehr...
Scheint aber für manchen potentiellen Gast kein Problem zu sein....
Warum lernen manche Eltern, nie loszulassen ? Und meinen, dabei sein zu müssen, wenn es ihnen passt ? (Ich habe selbst eine Mutter mit dieser Haltung.....
)
Die Hochzeit als "Krönung der Erziehungsarbeit" ????? Na, denn hoffen wir mal, dass das "Kind" eine "gute Partie" macht (natürlich im Sinne der Eltern, is klar
), sonst wäre ja alles umsonst gewesen, was ???
Für mich wäre die Krönung der Erziehungsarbeit, dass mein Kind eigenständig und unabhängig leben kann und zu seiner Auffassung stehen kann ! Auch wenn das nicht immer meiner eigenen Auffassung entspricht..... Aber gut, ist hier nicht das Thema. Und der Beitrag war vielleicht als kabarettistische Einlage gedacht und ich habe es wieder mal nicht gemerkt.....
Wibert, ich fand eure Lösung, die du im Eingangsposting beschrieben hat, wirklich gut !
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber könnt ihr nicht doch noch am 18.10. heiraten (ist ja noch ne Weile hin), aber in einer anderen Gemeinde ? Anschließend verschickt ihr Karten "wir haben an unserem Wunschtag geheiratet und laden alle, die sich mit uns freuen, an dem_und_dem Tag zu einer kleinen Feier ein" ?
Wie auch immer: ich wünsche euch alles Gute !
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (29.01.2011 um 11:59 Uhr) Grund: Ergänzung
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29.01.2011, 12:00
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Ich bin zwar inzwischen glücklich geschieden...
,
aber wir haben damals auch alleine geheiratet.
Nur mit unseren Kindern.
Und hatten danach einen "ziemlich normalen Tag",der für uns aber eben doch sehr schön und besonders war.
Vorab haben wir niemanden von unseren Absichten erzählt gehabt.
Wir hatten uns auch am Jahresende getraut...
und danach Karten verschickt...mit ner Einladung für ne lockere Gartenparty (also auch ohne Kleiderordnung) genau ein halbes Jahr später (Nachn Probehalbjahr quasi) ...und halt Sommerparty dann...
Und da kamen dann alle: Familien,Freunde,Fußballverein,Nachbarn....
Bei uns war interessanterweise nicht die "alte Generation" enttäuscht,sondern die jungen Leuts in unserem Alter ("damals")...aber spätestens bei der Sommerparty waren alle wieder versöhnt.
Und ich war saufroh,vorab niemanden etwas erzählt zu haben.
Würde ich nochmal heiraten wollen
und würde ich das wieder alleine-intim wollen (und mein Partner auch),dann würd ich vorab wieder niemanden etwas erzählen,sondern eben hinterher Karten verschicken mit nem "Feier-Datum"....
Nette Grüße,
SVEA
_________________________________
Die wahre Jugend ist eine Eigenschaft, die sich nur mit den Jahren erwerben lässt.
.
Jean Cocteau
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29.01.2011, 12:48
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
@wibert
ich habe "alles gesagt" heißt nicht Diskussion beendet, sondern ich habe alles gesagt, was mir wichtig ist!
Lieben Dank für deine langen Text - ich fasse mich kurz - bin anderweitig etwas angenervt, wollte aber noch eine kurze Rückmeldung geben:
Es ging mir tatsächlich nur um Verständnis für die Gegenseite! Ich hatte auch Deine Frage so interpretiert, dass du auch gerne andere Sichtweisen dazu hättest. Ich hab's jetzt nicht als Diskussionsrunde verstenden, wie und in welcher Form Hochzeiten zu feiern sind - da hat alles seinen Charme - hauptsache es macht allen Beteiligten Freunde (wie weit man nun den Kreis der Beteiligten sieht, das ist jedem selbst überlassen).
Ein schönes Wochenende!
Schneeflocke
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29.01.2011, 16:33Inaktiver User
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Hallo WhiteSnowflake,
ich hoffe, Dein Genervtsein hat nur einen zeitlich begrenzten Grund. Und ist heute abend wieder passé. Ich habe übrigens auch das Gefühl, dass eigentlich alles gesagt ist. Die "Gegenseite" hat, wie ich finde, ihr Möglichstes getan. In der Tat interessierten mich vor allem die, die die Reaktion meines Schwiegervaters verstehen und nachvollziehen können, seine Wünsche sogar eventuell höher "werten" als meine. (Ich glaube, Du weißt, wie ich das meine.)
Wir stehen jetzt vor der Zwickmühle, dass eine heimliche Hochzeit natürlich nach unserer An- und Abkündigung deutlich mehr Wut bei ihm heraufbeschwören wird, als wenn wir es "ohne Vorankündigung" getan hätten. Nun können wir uns nicht mehr herausreden mit "Wir wussten ja nicht...". Aber ganz ehrlich: Darüber bin ich im Stillen sogar froh. Denn das wäre wieder ein wenig "gemauschelt" gewesen und da stehe ich nicht drauf. Wir warten jetzt erstmal die nächsten Monate ab, da wird es noch ein halbes Dutzend Begegnungen geben, mit genügend Zeit, alles sacken zu lassen und eventuell doch noch ein Gespräch zu führen. Allerdings habe ich da keine großen Hoffnungen.
Wie dem auch sei: Auch Dir, und allen anderen Mitlesenden, ein schönes Wochenende ohne große, nervaufreibende Momente.
Wibert
(Falls Interesse besteht, kann ich mich ja NACH der Hochzeit wieder melden und mitteilen, wie die Reaktionen ausgefallen sind... :-) )
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29.01.2011, 17:06Inaktiver User
AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie
Ich verstehe deine Einstellung zu hundert Prozent.
Aber sobald jemand glaubt, er könnte etwas ganz nach seinen Vorstellungen machen, wovon andere zumindest ihrer Vorstellung nach auch betroffen sind, gibt es Geschrei.
Gewisse Dinge - meinen die Menschen - "gehören sich einfach nicht".
Ich würde mich nicht beirren lassen: Es ist EUER Tag, und da zählt ganz allein, was IHR wollt.
(Jedem könnt ihr es eh nicht recht machen.)



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