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  1. Inaktiver User

    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Lieber Zimtkringel, liebe cheetah2000.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) Klar war es schade für meine Eltern. Aber ich bin erwachsen. Sie haben meine Wünsche zu akzeptieren. (...)
    Deine Gedanken muss ich nicht weiter ausführen. Das kann ich so unterschreiben. Bei uns das ähnlich. Wir verfügen beide über stark ausgeprägte (und verstärkte) Stirnpartien, die auch mal gerne "durch die Wand gehen". Naja, es zumindest versuchen. Aber Dein von mir zitiertes trifft es auf den Punkt.

    OT: Ich habe hier seit einiger Zeit ein Rezept für schwedische Zimtschnecken liegen, die wollte ich eigentlich zur Weihnachtszeit backen. Mist. Vergessen. Ob die wohl auch noch im Februar schmecken...

    Zitat Zitat von cheetah2000 Beitrag anzeigen
    Kirchliche Hochzeit oder eine Trauung "nicht vor Gott" als zusätzliches Versprechen und Kompromiss für den Vater geht nicht?

    Im Oktober Urlaub machen und auf Malediven Bali o.ä. einfach heiraten und danach feiern?
    Nein, wir wollen keine "kirchliche Hochzeit". Wir sind zwar beide Mitglied einer Kirche, aber unsere Religiosität hat weniger was mit der Institution an sich zu tun. :) Unsere Kinder sind auch nicht getauft, das soll ihre Entscheidung sein. Später. Was den Urlaub betrifft: Wir wollen in "unserer Stadt" heiraten. Wir wollen, auch für uns, die Hochzeit, so schlicht wie möglich halten. Es ist nämlich unserem Empfinden nach ein sehr intimer, stiller Moment. Wir werden auch zum Standesamt laufen, die angebotenen Parkkarten brauchen wir nicht. Und danach gehen wir essen. In unser Stammlokal. Nichts Feines, eher "Massenabfertigung", aber für uns der Ort, an dem wir bisher die wichtigsten Dinge in unserem Leben "gefeiert" haben. Alleine.

    Danke Euch beiden. So langsam zeichnet sich ja ein Meinungsbild ab...

    Wibert

  2. Inaktiver User

    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Hallo Nocturna,

    ich befürchte, Du hast das einiges Missverstanden.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich finde den rigorosen Ausschluss der Eltern schon etwas egoistisch von dir, zumal deine Verlobte sich das auch anders hätte vorstellen können. Dass ihr euch dann auf gar keinen Kompromiss einigen konntet und gleich das ganze Vorhaben abbläst, finde ich dann sogar kindisch.

    Ich bin im Prinzip schon dafür, dass die Vorstellungen des Brautpaares, wie sie ihren wichtigsten Tag verleben wollen, absoluten Vorrang haben sollten, aber Eltern ausladen, zu denen man guten Kontakt (?) hat, nur weil du einen Schweißausbruch bekommst, finde ich seltsam.
    Gleich vorweg: Es ist ja nicht so, dass wir die Eltern des Brautpaares ausladen, aber alle anderen einladen. Es wird zur Hochzeit NIEMAND eingeladen. Das ist alleine unser Moment. Ja, diese Einstellung ist egoistisch. Aber ich, wir (!), halten diese Form des Egoismus für gesund und nicht krank.

    Den Kompromiss haben wir von Anfang an geplant: Die Feier. Denn eigentlich wäre mir die auch zu viel gewesen. Ich feiere gerne, auch mit ihrem Vater, meinen Geburtstag, den der Kinder, ihren. Aber meine Hochzeit hätte ich gerne nur für uns beide. Also, kompromisslos hat sich in meinen Augen jemand anderer verhalten: Ihr Vater. Wessen Verhalten kindisch ist, ist noch nicht abschließend geklärt. (Dieser Thread soll ja unter anderem genau dazu dienen. Und anhand der meisten Reaktionen bisher...)

    Was den "Schweißausbruch" betrifft: Ich habe an anderer Stelle das ein wenig relativiert, das Verhältnis zum ihm ist ansonsten gut bis sehr gut. Betrachte ihn mehr als Bild für "Unbehagen, Unwohlsein, Unzufriedenheit". Für mich ist die Hochzeit (ich weiß, ich wiederhole mich) ein sehr intimer, privater, persönlicher Moment. Der nur uns beide betrifft. (Und die Kinder und die Standesbeamtin.)

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich kann verstehen, wenn mein Sohn irgendwan mal romantisch auf den Bahamas ohne Anhang heiraten will und würde garantiert nicht nachreisen. Aber wenn die Feier vor Ort wäre, die Schwiegertocher aber aus unerfindlichen Gründen transpiriert und mich ohne triftigen Grund nicht dabeihaben wollte, wäre ich wohl ernsthaft gekränkt. Allerdings würde ich mich nicht mit Gewalt aufdrängen.
    Das mit dem "Transpirieren" - und das, wo ich mich jeden Tag wasche und Deo benutze! - bereue ich ja inzwischen. :-) Natürlich wärst Du gekränkt. Mit Recht. Ich auch. Aber genau wie Du würde ich mich auch nicht aufdrängen! Und das genau ist der entscheidende Punkt. Ich habe schon mehrere Hochzeiten mitgemacht, auch von Geschwistern. Und keine dieser Hochzeiten entsprach meinen Vorstellungen. Und doch habe ich alles mitgemacht, was von mir als Gast gefordert wurde. ("Lustige Bilder" für das Hochzeitsalbum machen, mit in die Kirche gehen, diverse Spiele mitmachen als "Opfer"... Und warum? Weil es IHRE Hochzeit war!)

    Vielleicht kannst Du mich jetzt ja ein bischen besser verstehen. Danke, dass Du Dir Gedanken gemacht hast.

    Wibert

  3. Inaktiver User

    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Hallo Mandelblüte, hallo mono17.

    Auch Euch möchte ich gemeinsam antworten, der Übersichtlichkeit wegen.

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    (...) Damit ist schnell nicht mehr von einem "kleinen Kreis" die Rede.

    Bei der Hochzeit meiner Schwester wären das schon etwa 25 Personen gewesen - was auch schon eine gewisse Planung erfordert hätte. Die beiden wollten aber ganz entspannt heiraten, ohne Gedanken um ihre eigene Kleidung, die Kleidung der Mütter (vgl. den entsprechenden Strang hier zum eierschalenfarbenen Kostüm ), Bewirtung, etc.. Und fanden es auch etwas merkwürdig, zweimal mit Gästen im Gefühlsüberschwang zu feiern.
    Genau das ist auch einer unserer Beweggründe. Wir wollen da hin gehen, unterschreiben und gut. Die "eigentliche", "echte", "wirkliche" Hochzeit findet ins uns statt. Und da kann eh keiner dabei sein. (Und ich rede jetzt ausdrücklich, explizit NICHT von der Hochzeitsnacht. Ferkel! )

    Aber an das mit dem zweimal feiern habe ich gar nicht gedacht. Natürlich wäre es merkwürdig und würde sich wahrscheinlich falsch anfühlen, zweimal zu feiern. Für einen Teil wäre das ja nur die Wiederholung. So habe ich das noch gar nicht gesehen. Danke.

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Aber bei der ganzen Sache gibt es ja mindestens zwei Beteiligte.
    Und die haben jeweils Familie(meistens).
    Was sagt denn die Mutter der Braut?
    Also, die Mutter der Braut steht hinter ihrem Mann. Wer von beiden die treibende Kraft ist, wissen wir nicht. Allerdings glaube wir, dass sie sich beide gegenseitig bestärken und inzwischen partiell "blind" sind. Ein Einlenkung von deren Seite halten wir für ausgeschlossen. Meine Eltern akzeptieren die Entscheidung, sind aber, überraschend, auch nicht glücklich. Da beide Elternpaare in regem Kontakt stehen, sind wir ja auch nur auf das drohende Ungemach aufmerksam geworden. Mein Vater fragte mich,warum denn ihre Eltern kämen, sie aber nicht eingeladen seien. Da gingen bei uns die Alarmglocken los. Manchmal wäre Schweigen eben doch Gold. Danke, Paps!

    Und an alle: Kirchliche Hochzeit ist nicht geplant und nicht gewünscht.

    Ich weiss, dass ich mich wiederhole, aber auch Euch vielen Dank für die Gedanken. Auch an diejenigen, denen ich nicht direkt geantwortet habe...

    Wibert

  4. Inaktiver User

    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Hallo Sanskrit,

    ja, das mit der Vorfreude ist in der Tat eine echt blöde Sache. Ich hatte mich nämlich, nach anfänglichen Zweifeln, echt auf die Feier gefreut. Die Örtlichkeit war schon klar, ging schnell und unbürokratisch und wäre (fast) perfekt gewesen. Aber sei es drum. Es hat nicht sein sollen. Ich habe nur Angst, dass irgendwann mal herauskommt, warum die Feier, die ja bereits angekündigt war, abgesagt worden ist. Wenn nämlich die Familien so ähnlich reagieren wie Ihr aus dem Forum, dann können sich ihre Eltern auf entsprechende Kommentare gefasst machen. Ist für die Familie an sich dann wohl eher belastend. Aber das ist nicht mehr unsere Aufgabe. Müssen die sich mit herumschlagen.

    Tja, die Lösungsmöglichkeiten sind ziemlich eingeschränkt. Wir wollen hier, zu Hause heiraten. Wir wollen an einem Tag heiraten, der uns etwas bedeutet. Wir wollen niemanden dabei haben. Alle bis auf zwei akzeptieren das. Die Lösung, auch wenn noch keiner von uns beiden das ausgesprochen hat, kann ja wohl nur noch heißen: Wir heiraten still und heimlich und sagen nachher erst Bescheid. Eine schlechte Lösung. Alternativ lassen wir das mit dem Heiraten ganz. Hat ja schon 10 Jahre geklappt. :)

    Danke für Deine Worte und Euch auch eine schöne Hochzeit! (Manchmal ist Familie ja auch eine Belastung...)

    Wibert

  5. Inaktiver User

    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2011 um 17:42 Uhr)

  6. Moderation

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    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Wie wäre es denn, ein Jahr später als geplant am 18. Oktober so zu heiraten, wie ihr euch das vorstellt und die Feier plant ihr dann nicht für das direkt folgende WE, sondern für das WE darauf. Falls jemand fragt, heiratet ihr offiziell erst am 25. Oktober, Aufgebote werden ja nicht mehr öffentlich ausgehängt. Da wird dann der Vater im Standesamt stehen und euch vergeblich suchen. Vielleicht nicht ganz die feine englische Art, aber evtl. eine Möglichkeit?
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    Moderation von:
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    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Ich weiß nicht, das ist mir alles zu viel Getrickse und Gemauschele.

    Der TE und seine Freundin sind um die 40, oder?

    Vielleicht kann sie nochmal in aller Ruhe mit ihrem Vater reden und ihm die Beweggründe erklären.

    (Oder diesen Strang ausdrucken und ihm zu lesen geben...)
    Bis auf Weiteres a.D.

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    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Hallo,

    ich würde auch keine Kompromisse des lieben Friedens Willen eingehen. Sie wären alle irgendwie faul.

    Wilberts Beweggründe lesen sich stimmig und für ihn richtig - auch wenn andere anders heiraten würden (aber es kommt ja nicht darauf an, wie andere das für sich als richtig halten). Jeder Kompromiss würde dieses stimmige Bild zerstören.

    Ich würde mit dem Vater auch noch einmal reden und ihm dabei erklären, dass es nicht darum geht, ihn als Person auszuschließen. Aber ihm auch klarmachen, dass man entweder so wie geplant heiraten wird (mit Ankündigung der Heirat und Einladung zu einem Fest) oder heimlich - und dass es dazu keine Alternative geben wird.

    Mandelblüte

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    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau das ist auch einer unserer Beweggründe. Wir wollen da hin gehen, unterschreiben und gut. Die "eigentliche", "echte", "wirkliche" Hochzeit findet ins uns statt.
    Hallo,

    so schlicht (und schön) hat meine Schwester es erzählt. Sie haben gemütlich gefrühstückt, sich in Ruhe fertiggemacht (zufällig hatte sie noch ein neues Kleid gekauft, aber auch das war kein Muss für sie) und mit dem Kinderwagen zum Standesamt spaziert. Danach haben sie in einem Lokal am Ort gegessen, in dem sie öfters sind (und dort auf die Frage, ob sie irgendwas zu feiern hätten, nur "ja" gesagt und gelächelt).

    Mandelblüte

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    AW: Alleine heiraten - Ärger mit Teil der lieben Familie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ......Wer von Euch hat ähnliches erlebt, vielleicht sogar als ("ausgeladene") Mutter oder Vater, wer hat sich über die geäußerten Wünsche, wohl eher Forderungen, hinweg gesetzt und trotzdem geheiratet? Sind die Gründe ihres Vaters vielleicht doch plausibel?...
    Hier meine Gedanken zu Deinen Fragen, die vermutlich nicht ganz dem allgemeinen Tenor entsprechen:

    Generell möchte Ich Dir sagen, dass es eigentlich keine mir bekannte Hochzeit incl. meiner eigenen gab bei sich irgendein Familienmitglied auf die Füße getreten fühlte. Meist wurde um des lieben Friedens willen nachgegeben .... ich kenne niemanden, der dieses Entgegenkommen bereut hat.

    Nun sehe ich eine Hochzeit in Summe (von Standesamt über Kirche bis zur Party) als ein klassisches Fest im Kreise von Familie und Freunden, so dass ich Euren Wunsch nach Intimität nicht nachfühlen kann, obwohl ich Deine Argumentation stimmig finde.

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass Ihr eher die Hochzeit absagt, als Eurer Familie nachzugeben. Heißt: zumindest die Elternpaare sind im Standesamt anwesend.

    Wenn ich mir nun als Mutter zweier fast erwachsener Töchter vorstelle, nicht dabei sein zu dürfen .... ganz ehrlich: allein bei der Vorstellung kommen mir fast die Tränen. Ich würde es vermutlich akzeptieren, würde mich dann aber bei anderen Events sehr zurückhalten.
    Für mich als Mutter ich die Hochzeit meines Kindes das krönende Ende langer "Erziehungsarbeit" - mir fällt nix besseres ein!

    Ich kann Dir nur sagen: wenn Ihr das so möchtet, dann macht es - Ihr dürft von Euren Familienmitglieder allerdings keine "Absolution" erwarten, denn auch für die ist das Thema genauso emotional, wie für Euch!

    Liebe Grüße
    Schneeflocke

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