Hmmm, was mich bzw. uns immer noch wundert, ist die Diskrepanz der Reaktionen.
Und dass es anscheinend nicht mehr Usus ist, persönlich zur Verlobung zu gratulieren. War es das denn jemals?! Ohjemine, sind wir schon SATC-Hollywood-Geschädigte?
Gut, kann sein, dass mancher halt seine Gefühle schneller zeigt als andere - aber gerade, wenn sich die Mädels abfinden mit "soooo überraschend ist es wohl nicht", "sind ja schon soooo lange zusammen" etc, stellen sie verwundert fest, dass aus dem Freundes- und oft entfernteren Bekanntenkreis eine freudigere Reaktion kommt als aus dem eigenen Elternhaus.
Und zum Thema wie sehr man bzw. frau ins Detail geht - jau, mein Umfeld wird sich bestimmt viele Ringfindungsgeschichten und Hochzeitsstory-Vorbereitungen von mir anhören "müssen", sollte es denn mal soweit sein. Okay, sollte wirklich kein Interesse bestehen, halt ich denn vielleicht doch die Klappe.
Aber sowas nennt sich halt Familiendiskurs ... oder? Die xte Erzählung der Gegenwärtigen Verdauungsproblematik der Kinder (obwohl ich keine hab) oder der letzte Verhandlungsmarathon beim Autohändler (obwohl ich auch keins hab) würde ich auch nicht spannender finden.
Aber wenns denjenigen beschäftigt, dann hör ich mir das halt an. Ist halt so, viele Geschichten "teilt" man halt mit, weil man Anteil nehmen will.
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02.08.2010, 13:42Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
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02.08.2010, 14:01
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
als "aeltere generation" sehe ich verloben als total altmodisch an und heiraten? naja, muss ja heute nicht wirklich mehr sein
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ich habe schon etliche bombastische hochzeiten erlebt und in ehr oder weniger kurzer Zeit dann entsprechende scheidungen. mittlerweile wird in grossstaedten jede zweite ehe geschieden!
als ich mich in den 70ern verlobt habe, wurde das noch schrifltich verkuendet, haushaltsgeschenke wurden uebersandt (kuechenwaage und bowlenservice hab ich heute noch)! und es wude auch mit glueckwunschkarten geantwortet. dafuer haelt die ehe auch schon zig Jahre
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wenn meine kinder nach langjarhriger beziehung mit verlobung kaemen muesste ich mich nahezu zwingen, mich zu freuen, weil die negativen geschichten bei weitem überwiegen! schade, iss halt aber so!I am my own special creation
XXXI
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02.08.2010, 14:50Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
und wieviele unverheiratete Beziehungen brechen auseinander? Sorry, ist für mich kein Argument, zudem waren die "Grmpfler" selbst verheiratet bzw. in festen Beziehungen. Also keine traumatischen Scheidungen.
Ne Diskussion über (Un)Sinn einer Heirat wollte ich hier eigentlich nicht anstacheln.
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02.08.2010, 16:30
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hallo,
dass aus irgendwelchen Gründen auch immer die Freude anderer verhalten ist, kann ich nachvollziehen (habe ich ja schon geschrieben):
- manche Eltern beschleicht eine gewisse Angst, ihr Kind jetzt zu verlieren
- manche Eltern oder Freunde müssen noch/wieder darüber nachdenken, ob die Beziehung ihrem Gefühl nach wirklich für ein ganzes Leben reicht
- manch einer hat eigene schlechte Erfahrungen, die ihn in diesem Moment plagen
Aber gelangweilte Reaktionen kann ich nicht so recht nachvollziehen - eine geplante Hochzeit findet man als Angehöriger oder Freund doch entweder erfreulich oder nicht, aber normalerweise nicht langweilig.
Und wie Pfhlomis es schreibt, wenn man sich wirklich nahesteht, dann nimmt man Anteil - und die Freude des jungen Paares färbt dann auch ab (selbst wenn man selbst vielleicht nicht viel vom Heiraten halten sollte)
Mandelblüte
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02.08.2010, 17:29
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ich bin Tipplegasthenikerin.
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02.08.2010, 17:40Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ich habe noch nie verstanden, warum man sich heute noch verlobt.
Also, sich zu verloben und den Eltern mitzuteoieln dann und annn heiraten wir - o.k.
aber, sonst...
Als, wir unseren Eltern mitteilten, dass wir nach zehnjähriger Beziehung und dreijährigem Zusammenleben acht Wochen später heiraten wollten, gab es folgende Reaktionen:
Seine Mutter: "Muss das sein?"
Sein Vater: "Da sind wir im Urlaub"
Mein Vater:" Da hab i Kehrwoch"
Meine Mutter: "Toll, toll, toll"
So, ist es. Durch die Möglichkeit ohne Trauschein zusammenzuleben, berauben wir uns der Verlobung....
(Mein Geschwister haben sich übrigens verlobt. Ich habe mich gefreut und gefragt, wann sie heiraten wollten und da stand der Zeitraum (Monat/Jahr) auch schon fest. Aber gratuliert habe ich da auch nicht...
Gruß
C.
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02.08.2010, 18:05
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
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04.08.2010, 14:24
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04.08.2010, 17:34Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hihi, Charlotte, that made my day.
Obwohl ich das im Moment bestimmt nicht als "witzisch" auffassen würde, ehrlich gesagt.
Vor allem SchwieMu-Kommentare.
Passiert uns doch oft mal, da malt man sich irgendwas in schönsten Farben aus und blickt in laaaange Gesichter. Nicht schön. Ihr könnt mich jetzt auch hauen dafür.
Eine Freundin überlegt übrigens immer noch, ob es die standesamtliche nicht doch nur "zu zweit" in seinem schönen Setting, eventuell im Ausland, sein soll, und die kirchliche als Familienfest.
Was ich ihr raten soll, weiß ich auch nicht. Naja, zugegeben, wir "spinnen" grade schon viel rum, so mit Hochzeitskleider online anschauen, Torte. Nein, keine plant eine 10.Euro-Sause. Aber dennoch, wenn ich weiß, dass das ganze "nüchtern" aufgenommen wird, die Frage ist dann, ob man sich dann die Mühe einfach für einen selbst gibt oder es gleich lässt.
Jip, es wird heutzutage ein Hype drum gemacht. Aber irgendwie krieg ich bzw. kriegen wir, die wir im "heiratsfähigen Alter sind", diese "schönste Tag im Leben"-Geschichten nicht aus meinem Kopf raus.
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04.08.2010, 17:38Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hm, und wenn man diese Gründe in Betracht zieht - woher sollen denn die Frischverlobten wissen, wo "die Freude begraben ist"? Oder soll Schwiegersohn erstmal Aufbauarbeit leisten?
Eigentlich kann mans ja nur zur Kenntnis nehmen, dass es eben KEIN Anlass zur Freude ist, und seine Schlüsse draus ziehen. Und soll man hoffen, dass es sich bis zur eigentlichen Hochzeit bessert?


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