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    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin gerade sehr befremdet.

    finde ich eins am anderen übergriffig von den anderen, was Du da schreibst - so wie wenn sich alle in eine Schwangerschaft einmischen und die werdenden Eltern nach allem ausfragen - oder wenn sie werdenden Eltern meinen, jedes Ultraschallbild mit einem weißen Schatten darauf rumzeigen zu sollen.
    ist ja heutzutage teilweise so - davon muss das keiner gut finden.

    die Geschichte der Verlobung im Familienkreis erzählen
    kommt mir völlig komisch vor - das war doch etwas zwischen den beiden - und das erzählt man dann vielleicht dem einen oder anderen gelegentlich - aber doch nicht als Vortrag im größeren Kreis.

    wir haben einen engen Familienzusammenhalt und nehmen Anteil am Leben des anderen - aber auf so Ideen würden wir nie und nimmer kommen.

    norddeutsch-protestantisch vermutlich.
    Hallo,

    übergriffig finde ich so etwas nicht - solange nicht nach den Details der Zeugung gefragt wird In der Regel ist das junge Paar bzw. die werdenden Eltern doch total aus dem Häuschen und freuen sich, erzählen zu können.

    Und manche drängen ihrem Umfeld dann sogar den Verlobungsring zum Anschauen oder das Urltraschall-Bild auf (das würde ich nie machen).

    In der Regel kann man für den Geschmack des Paares kaum zu viel, wohl aber zuwenig Interesse und Freude zeigen.

    Mandelblüte

  2. Inaktiver User

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Hallo,

    übergriffig finde ich so etwas nicht - solange nicht nach den Details der Zeugung gefragt wird In der Regel ist das junge Paar bzw. die werdenden Eltern doch total aus dem Häuschen und freuen sich, erzählen zu können.

    Und manche drängen ihrem Umfeld dann sogar den Verlobungsring zum Anschauen oder das Urltraschall-Bild auf (das würde ich nie machen).

    In der Regel kann man für den Geschmack des Paares kaum zu viel, wohl aber zuwenig Interesse und Freude zeigen.
    solche Eltern mag es geben - der Hype ums Kind fängt bei manchen sehr früh an.
    Aber im Kinderforum hier klingt das ganz anders. Da beschweren sich viele, dass sich alle einmischen und so mancher sich ungebührlich viel interessiert - dass eben Intim- und Privatsphäre durch direkte Fragen nicht gewahrt werden.


    als ich meine Kinder bekam, gab es das noch nicht in dieser Form - aber auch da habe ich mich über so manchen aufgeregt.
    einer jungen Frau erzählte ich von der (kaum mehr zu übersehenden) Schwangerschaft. Erste Frage "wie heißt es?" (wusste ich selbst noch nicht). Zweite Frage "wird es ein Junge oder ein Mädchen?" (geht doch keinen etwas an!)

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    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    solche Eltern mag es geben - der Hype ums Kind fängt bei manchen sehr früh an.
    Oh ja, die gibt es Aber auch die, die wissen, wie sehr sich das jeweilige Umfeld wirklich interessiert. Das erste Paar in meinem Schulfreundeskreis, das ein Kind bekommen hat, hat über ihr Kind nur geredet, wenn sie gefragt wurden. Ihnen war bewusst, dass alle anderen ganz andere Themen interessierten, weil unser aller Leben von anderen Dingen bestimmt wurden.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    als ich meine Kinder bekam, gab es das noch nicht in dieser Form - aber auch da habe ich mich über so manchen aufgeregt.
    einer jungen Frau erzählte ich von der (kaum mehr zu übersehenden) Schwangerschaft. Erste Frage "wie heißt es?" (wusste ich selbst noch nicht). Zweite Frage "wird es ein Junge oder ein Mädchen?" (geht doch keinen etwas an!)
    Das finde ich nun wieder nicht übergriffig und würde einfach anworten "Das wissen wir selber noch nicht" bzw. "Das verraten wir noch nicht" und mir keine weiteren Gedanken machen.

    Mandelblüte

  4. Inaktiver User

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Wären auch meine ersten Fragen, nach "Wann ist es denn soweit?"

    Es gibt Eltern, die erzählen sowas gerne, manche ziehen es vor, ob Junge-Mädchen geheimzuhalten ... ist doch okay.

    Solange ich nicht nach den Details der Zeugung frage ...

    Schlimm finde ich, die bei Kinderwunsch nachfragen - "Übt ihr noch, oder hat es schon geklappt?".

  5. Inaktiver User

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Wären auch meine ersten Fragen, nach "Wann ist es denn soweit?"

    Es gibt Eltern, die erzählen sowas gerne, manche ziehen es vor, ob Junge-Mädchen geheimzuhalten ... ist doch okay.

    Solange ich nicht nach den Details der Zeugung frage ...

    Schlimm finde ich, die bei Kinderwunsch nachfragen - "Übt ihr noch, oder hat es schon geklappt?".

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    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    hallo zusammen,

    *auchwassagenwill*

    für mich ist eine verlobung irgendwie etwas viel offiziöseres als ein einfaches "wir werden heiraten (und zwar dann und dann)" - auch wenn es formal dasselbe ist.

    in meinem umfeld haben sich in den letzten jahren zwei sehr, sehr langjährige paare vermählt - und bei beiden war meine reaktion auf die "verkündigung der verlobung" (wenn man es denn so sehen will) nur ein erleichtertes "na endlich..." - allerdings mit strahlen und umhalsung. aber OHNE glückwünsche. das eine paar war bereits seit 8, das andere seit 14jahren liiert... bei letzterem hatte das umfeld die hoffnung bereits aufgegeben.

    generell bin ich aber inzwischen der meinung, dass man die erwartungen ans umfeld gar nicht erst stellen sollte, denn die hochzeit ist zwar auch die zusammenführung zweier (oder mehrerer, je nach dem...) familien, aber für mich ist es in erster linie eine sache zwischen den beiden partnern. wobei ich zugeben muss, dass mich explizit negative äußerungen hellhörig machen würden, denn es sind hinweise darauf, dass man sich sorgen über die verbindung macht - und je nach dem verhältnis, was man insbesondere zu seinen eltern hat, sind die ja möglichweise berechtigt. meine ma hätte mich wahrscheinlich mit geladener kanone zu sich zitiert, wenn ich ihr eröffnet hätte, meinen ex heiraten zu wollen- sie war der meinung (wie sie mir, nachdem ich mich getrennt hatte, erzählte), dass dieser mann definitiv nicht meiner wäre. klar, sieht übergriffig aus... aber sie hatte recht :-) aber - ich habe auch ein super verhältnis zu meinen eltern, insofern kann das auch sehr anders sein.

    die 2 cents von
    der ratte

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    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    norddeutsch-protestantisch vermutlich.
    Wohl eher nicht. Ich bin auch norddeutsch-war mal protestantisch, und in meinem gesamten Familien- und Freundeskreis würde so eine Reaktion als höchst unterkühlt und sonderbar betrachtet werden.

    Jeder hat da so seine eigenen Regeln und Wichtungen, und die würde ich immer als gleichwertig betrachten. Wenn ich zB Leonies Beschreibungen ihres Familienlebens und ihre moralischen Werte lese, fühle ich mich wie im Eisschrank und sehe keine Spur von einem
    engen Familienzusammenhalt und nehmen Anteil am Leben des anderen
    . Aber für sie stimmt es so.

    Fürt mich ist es ein Zeichen enger Freundschaft, am Leben der anderen teilzunehmen und sie auch durch positive Reaktionen in ihrem Glück zu bestärken.
    Hier wurde ja auch geschrieben, daß man sich ja schliesslich nicht freut, wenn jemand anders sagt "Wir wollen jetzt ein Haus bauen und sehen uns Grundstücke im Internet an". Ich habe genau diesen Satz vor wenigen Monaten von einer Freundin gehört und ihr sofort gratuliert und mich nach den Details erkundigt. Obwohl da noch kein Haus in näherer Auswahl war. Aber für mich war die Tatsache, daß sie sich zu dieem Schritt entschlossen haben, schon ein Zeichen. Da brauche ich nicht den ersten Stein zu sehen, um zu gratulieren (es hat dann auch nur 4 Wochen gedauert, bis das Grundstück gekauft und der baubeginn getätigt war).
    Vielleicht liegt es auch daran, daß meine Freunde Dinge erst verkünden, wenn man sicher sein kann, daß sie auch geschehen werden. Da freut man sich auch über eine Ankündigung.

    Ich finde die beschrieben Reaktion der Familien auf die geschehene Verlobung absolut daneben, und denke nicht, daß es etwas mit norddeutscher oder protestantischer Sichtweise zu tun hat, ob man das gutheisst.

    Groß feiern würde ich trotzdem, wenn ich es so geplant hätte. Die Freunde werden die Feier dann schon unvergeßlich machen, häufig sind die gewählten Beziehungen ja herzlicher und ehrlicher als die Blutsbande.

    LG
    Polarstern

  8. Inaktiver User

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eigentlich ja ein Anlass zum Gratulieren - nur sind jeweils beide etwas geschockt von der Lieblosigkeit ihres Umfeldes.

    Ist das heute so?!

    ... und was habt ihr für Erfahrungen mit einer Hochzeit zu zweit gemacht?

    Hallo Sugarnova,

    ich persönlich denke, es kommt immer darauf an, wie nah man der Verlobungsbotschaft ist.

    Bei meiner Tochter war es so, dass ihr damaliger Freund etwas romantisches in einem Restaurant auf die Beine gestellt hat und sie ganz klassisch, kitschig.... ihren Verlobungsring in einem Sekt/Champagnerglas gefunden hat.
    Als die Verlobung quasi besiegelt war, hatte meine Tochter nichts besseres zu tun, als mich anzurufen, zu heulen, mir eine MMS mit dem Ring zu schicken.
    Ich spürte förmlich ihr Glück, wusste von alldem auch vorher nichts und heulte mit ihr mit. Ich verstand kaum ein Wort von ihr und ihr muss es ebenso gegangen sein.

    Ich bin nah am Wasser gebaut, aber ich glaube, wenn sie mir das einen Tag später erzählt hätte, wäre ich nicht so "extrem emotionsgeladen" gewesen, wie unmittelbar danach.


    Wenn ich jetzt gerade darüber nachdenke..... ich glaube, ich habe gar nicht gratuliert?

    Als die beiden dann geheiratet haben, war ich die jenige, die die Hochzeit von A bis Z durchorganisiert hatte. Alles sollte perfekt sein.

    Und dann, vor dem Schlößchen, wo die Trauung stattfand.... der Brautwagen kam... ich hatte meine Tochter auch noch nicht im Hochzeitskleid gesehen.... ich war am zittern und am heulen, konnte aus der Ferne nur blondes Haar und etwas weißes sehen... und dann...plötzlich fiel mir etwas siedend heiß ein: Ich habe unser Geschenk zu hause liegen lassen! Inkl. der Glückwunschkarte.

    Trotzdem wird niemand gedacht haben: Was ist das für eine Mutter und ein Vater?

  9. User Info Menu

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Ich glaube, ein vorsichtiges "Aha? Ja?" ist nicht völlig ungewöhnlich als Reaktion. Ich persönlich habe von niemandem Purzelbäume erwartet, als ich erzählte, dass wir das Heiraten jetzt angehen wollen und noch für dieses Jahr. Teilweise kamen die zwar auch (also, die Purzelbäume) ... So manch eine/r ist euphorischer als wir selber - wir haben noch zuviele zu organisierende Formailtäten im Kopf Klar sind solche freudigen Reaktionen schön. Ich würde aber nie mangelnde Anteilnahme unterstellen, wenn die Reaktionen eher überrscht oder erstmal neutraler sind. SO überraschend ist das dann ja auch nicht unbedingt...
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  10. Inaktiver User

    AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?

    Hallo FlipFlop,

    also, solang es echte Gefühle sind, dürfen die einen auch manchmal übermannen, finde ich.

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