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23.07.2010, 15:51Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
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23.07.2010, 16:51Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Leonie,
komisch, mich HAT es interessiert. Gut, ich fang ja grad auch an, mich mit Ringen etc zu beschäftigen. Und eine Freundinnenbekannte sah den Ring als Anlass, ihre Schmucksammlung zu zeigen, selbst der Kolleginnenkreis der Freunde wollte den Ring sehen, etc.
Besagte kamen gar nicht dazu, die Geschichte im Familienkreis zu erzählen, was ich traurig finde. Ich meine, so demonstratives Desinteresse, wenn sich das Gegenüber wie Bolle freut - ich freu mich, wenns dem anderen gut geht, und das auch mal überschwänglich. Da hör ich mir die Geschichte des Superschnäppchens oder des Traumdates oder des Super-Urlaubes halt an, oder?!
Ist für mich so ein zwischenmenschliches "Basic" - Anteil nehmen am Leben des anderen.
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24.07.2010, 09:26Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hallo Sugarnova,
nein, ein "offizielles" Verlobunssetting war das nicht, sondern sehr spontan.
Wir hatten ein sehr inniges Gespräch, als mein Mann in den Garten ging, eine Rose pflückte und mich fragte, ob ich ihn heiraten würde. Ringe haben wir erst zwei Wochen später ausgesucht. 
Was ich meinte, war eher, dass es der Punkt war, der für uns bedeutete, dass wir unsere Hochzeit vorbereiten. Somit war das "Verkünden" eher ein Akt von "Macht euch auf eine baldige Einladung zu unserer Hochzeit gefasst". Wem es interessierte, habe ich die Geschichte zu unserer Verlobung erzählt, aber es hat mich nicht im geringsten berührt, wenn nicht nachgefragt wurde. Denn das entscheidenere Ereignis stand ja noch bevor.
Trotzdem wäre ich natürlich enttäuscht gewesen, wenn die Menschen, denen wir es erzählt haben, mit Gleichgültigkeit reagiert hätten. Die meisten haben zum Ausdruck gebracht, dass sie sich freuen (es gab aber auch die Nachfrage nach einer Schwangerschaft
) und haben dann zur Hochzeit gratuliert.
Will sagen: Die Verlobung per se war (für mich!!) bei weitem unwichtiger als die Heirat. Wir wären nie auf die Idee gekommen, eine Verlobungsfeier zu machen. Und hätte mein Mann den Antrag geplant, wäre mir ein Rahmen zu zweit auch deutlich passender vorgekommen. Daher waren auch die ausbleibenden Glückwünsche okay. Aber fehlendes Interesse hätte ich auch als verletzend empfunden.
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24.07.2010, 09:32Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
ich bin gerade sehr befremdet.
finde ich eins am anderen übergriffig von den anderen, was Du da schreibst - so wie wenn sich alle in eine Schwangerschaft einmischen und die werdenden Eltern nach allem ausfragen - oder wenn sie werdenden Eltern meinen, jedes Ultraschallbild mit einem weißen Schatten darauf rumzeigen zu sollen.
ist ja heutzutage teilweise so - davon muss das keiner gut finden.
die Geschichte der Verlobung im Familienkreis erzählen
kommt mir völlig komisch vor - das war doch etwas zwischen den beiden - und das erzählt man dann vielleicht dem einen oder anderen gelegentlich - aber doch nicht als Vortrag im größeren Kreis.
wir haben einen engen Familienzusammenhalt und nehmen Anteil am Leben des anderen - aber auf so Ideen würden wir nie und nimmer kommen.
norddeutsch-protestantisch vermutlich.
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25.07.2010, 17:30
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Das ist ja schon fast wie in den USA, wo die Größer des Brillianten vergleichen wird. Sowas kenne ich aus meinem Umfeld gar nicht.
Zur Ausgangsfrage:
Als wir meinen eltern die Hochzeit mitteilten (wir haben uns nicht verlobt), haben sie es auch eher zurückhaltend aufgenommen. Wir haben schon vorher sher lange zusammengelbet und da war es für sie nicht DIE riesengroße Nachricht.
Ich habs ihnen nicht überlgenommen.Ich bin Tipplegasthenikerin.
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25.07.2010, 17:33
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ich bin Tipplegasthenikerin.
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25.07.2010, 18:37Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Huch, das ist ja schon fast ... peinlich. Niemals würde ich eine Schwangerschaft, oder noch schlimmer, deren "Planung", im Detail diskutieren wollen.
Ich kenne das eigentlich nur so, dass im Freundeskreis mal allerhöchstens eine zaghafte Bemerkung fällt, dass man sich auf ein Kind freuen würde, sollte es denn klappen.
@ Leandra und Leonie - ertappt, ich bewege mich in relativ internationalem Umfeld. Nicht Amerikanerinnen, aber ein Umfeld, das zumindest schon längere Zeit im amerikanischen Ausland gelebt hat.
Wobei ich 300-Personen-Hochzeiten "im kleinen Kreis" schon bombastisch empfinde, und die Mindestens-3-Monatsgehälter-für-Verlobungsbrilli schlichtweg obszön. Ich bin schließlich keine Kuh. So in "Reinform", wie es bei "Sex and the City" vorgegaukelt wird, erlebt man das zwar nicht, hört es aber des Öfteren vom Hörensagen.
Verlobungsgeschichten - deine Geschichte, Nancissima, finde ich wunderbar - empfinde ich aber persönlich nicht als zu "intim". Kann halt sein, dass ich mich eher dafür interessiere, wie das Design des Ringes ausgewählt wurde.
Ob es am katholischen Süden liegt, dass die Reaktionen wohl so unterkühlt ausfallen, Leonie?
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26.07.2010, 14:15
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Liebe Sugarnova,
mit meiner Geschichte kannst du deinen Freundinnen vielleicht etwas die Verwunderung nehmen - zumindest habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht, weiß aber auch nicht so recht, wieso die verschiedenen Herrschaften so reagiert haben.
Im April haben wir beschlossen (ganz ohne Antrag), nächstes Jahr zu heiraten. Als das dann wirklich feststand, freute ich mich auf euphorische Reaktionen allerseits (immerhin hatten wir tatsächlich auch schon ein recht konkreten Zeitraum festgelegt). Aber von überall her kam nur ein: "Ah, aha, ok..." Dabei blieb es jedoch nicht, Highlights waren: "Was hast du dir nur dabei gedacht...?" (mein Bruder), "Oh je, da wird mir gleich übel!" (meine Mutter), "Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wieso das jetzt sein muss..." (seine Trauzeugin) und - das Beste zum Schluss: "Waaas, ist sie schwanger? Muss das sein?! Überstürze doch nichts!" (seine Mutter, letzteren "guten Rat" fand er dann noch einmal in schriftlicher Form auf dem Frühstückstisch, nachdem sie schon zur Arbeit gegangen war). Herrlich, oder? Die einzigen wirklich freudigen Reaktionen und die entsprechend die einzigen nahestehenden Personen, die ernsthaft Interesse an weiteren Planungen gezeigt haben, waren mein Vater und eine liebe Freundin meinerseits.
Ich freue mich schon auf die Reaktionen seiner Brüder (da wird ordentlich in der Familie gelästert werden), seiner Freunde und meiner...
Und wieso ist das so? Mein Bruder hat sich seit April wieder einigermaßen gefangen, hat aber immer noch Schwierigkeiten, das Wort "Hochzeit" in Bezug auf meinen Freund und mich auszusprechen (die beiden mögen sich sehr gern, das nur fürs Protokoll). Und er sagte mir, dass man das "von euch einfach nicht erwartet hätte". Ich sei doch gerade noch die große Schwester gewesen, die ihn an den Haaren gezogen hätte und jetzt - wolle ich heiraten? Irgendwie ja goldig, hilft mir aber auch nicht wirklich...
V.a. die Reaktion seiner Mutter hat mich verstört, wenn sie auch irgendwie vorhersehbar war. Mit meiner Patentante (ich bin die Tochter, die sie nie hatte) habe ich mal allgemein über schwierige Schwiegermütter gesprochen und sie meinte, ich müsse es einfach als natürliche Gegebenheit ansehen, dass Mütter, grad wenn es das jüngste Kind ist (mein Freund ist der kleinste von drei Brüdern, die älteren noch unvermählt), einfach Probleme haben, das Erwachsenwerden ihres Kindes zu akzeptieren. Seine Mutter ist aber eine sehr gebildete Frau, eigentlich sollte man doch erwarten können, dass sie sich dessen bewusst ist und dann grade eben nicht genau so reagiert, wie es das Klischeebild der Gluckenmutter, die ihr Bübchen nicht gehenlassen will, nahe legt... Versteht jemand, was ich meine?
Quintessenz, Sugarnova: Ich habe auch mit den Reaktionen der anderen zu kämpfen und das obwohl wir durchaus lange zusammen sind (4 1/2 Jahre) und eine auch nach außen hin sehr stabile und glückliche Beziehung haben. Deswegen nur zu zweit feiern? Nö. Ich gehe davon aus, dass die sich alle bis dahin beruhigt haben und dann zumindest Freude heucheln. Denn eigentlich habe ich zu allen Leuten, die mich/uns mit ihrer Reaktion enttäuscht haben, ein sehr herzliches Verhältnis (klar, waren ja auch bisher alles nahestehende Personen) - und möchte sie dann an dem Tag nicht missen!
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26.07.2010, 15:02Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ui, zweinull, heftig.
Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung.
Ich finde einfach, es ist ein schöner Anlass, wenn zwei Menschen, die sich lieben, auch durch einen Ring binden wollen.
Dass frau Verdauungszeit braucht, ist eh klar, aber die Funkstille bzw. Überhaupt-Nicht-Ansprechen des Themas?! Finde ich jetzt etwas kindisch. Oder merkwürdig. Oder beides. Und mir schwant Schlimmes, wenn es bei mir mal "soweit" ist.
Übrigens bin ich übers Wochenende in mich gegangen und hab überlegt, ob ich auch mal nicht ganz so angetan vom Gedanken einer Heirat war - war bisher nur einmal der Fall, als sich eine Studienkollegin nach nur einigen Monaten verlobt hat. (Gut, da werden jetzt viele sagen: Wenn man es weiß, dann weiß man es halt.) Aber sie hat sich durch ihren Mann sehr zum Nachteil verändert. Aber selbst da hab ich auf das beste gehofft und alles Gute gewünscht.
Dito eine Kollegin, die mit einem Mann nach nur wenigen Monaten ein Kind gezeugt hat ... Sie hatte es sich in den Kopf gesetzt, jetzt unbedingt schwanger zu werden.
Ich bin ein Mensch, der solche weitreichenden Entscheidungen erst nach einiger Zeit fällt. So war es auch bei meinen Freundinnen. Und da wundert mich eine solche Unterkühltheit gleich dreimal.
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26.07.2010, 15:26
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Herzlichen Dank für die Glückwünsche, schön zu hören... ;)
Eine Hochzeit/ein Baby nach wenigen Monaten fände ich auch bedenklich und könnte, grad, wenn die Ankündigung von einer mir nahestehenden Person kommt, wahrscheinlich nur schwer zurückhalten, die Bedenken nicht auch zu äußern...
Aber naja, nach einigen Jahren, grundsätzlich positiven Dingen, die sich ereignet haben, seit das Paar zusammen ist (also Stichwort: Veränderung durch den Partner), keine Krisen, allgemeinem Wohlwollen des Umfeldes gegenüber dem Paar, muss man sich schon wundern, wenn nicht mal die Basics des Anstandes (wie du richtig sagst) eingehalten werden...



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