...ja doch, wir waren schon eine Weile zusammen und wir wollten die Verlobung eigentlich auch feiern...
Also eine Verlobung ist ja nicht nur die Ankündigung einer baldigen Hochzeit, sondern auch ein Bekenntnis zueinander und ich kenne es nur so, dass man zu einer Verlobung auch gratuliert.
Ich war tief gekränkt, als seine Eltern durchblicken liessen, dass es sie nicht interessiert, bzw. dass sie mit der Verlobung keineswegs einverstanden waren.
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23.07.2010, 12:03
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Oh Cherie, du machst misch Haut von die Gans...
Einem Hörigen die Freiheit erklären zu wollen, ist wie die Quadratur des Kreises!
...das Geheimnis liegt in der Sauce...
Ich bin immer auf der Höhe, Herr Inspector!
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23.07.2010, 12:03Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ich hatte Sugarnova auch so verstanden, dass die Verlobung nicht um ihrer selbst Willen bekannt gegeben wurde, sondern dass die Hochzeit auch tatsächlich in Planung ist.
Selbst wenn nicht: die Verlobung ist ein offzieller Schritt, ein Bekenntnis zueinander, den man auch feiern kann. Wenn sich einer nicht freuen kann, weil die Beziehungszeit vorneweg in seinen Augen schon zu lange war, dann ist das allein dessen Problem. Das Paar hat sich in diesen Dingen nicht nach anderen Leuten zu richten.
Ich würde auch eine Reaktion der Familienmitglieder erwarten, egal ob das wirklich "Glückwünsche" sind oder einfach der Ausdruck, dass man sich über die Entscheidung zu heiraten mitfreut.
Mir wäre aber trotzdem die Einstellung und die Erwartung der Eltern zweitrangig: ob da schon die Luft raus ist, sprich die Hochzeit in ihren Augen überfällig ist (weil man länger als 2 Jahre zusammen ist) oder ob die Bekanntgabe, dass man plant zu heiraten noch im erwarteten Zeitrahmen der Eltern liegt.
Was ich auf keinen Fall machen würde, wäre den Rahmen der Hochzeit von der Reaktion der Eltern festzumachen. Wenn mir danach ist, die Hochzeit mit einem schönen Fest mit Eltern, Verwandten und Freunden zu begehen, dann würde ich das auch entsprechend planen. Nur weil den Eltern die Vorlaufzeit zu lange war und sie sich (erstmal) nicht mitfreuen, würde ich nicht das Fest ändern. Es freuen sich ja evtl. die Verwandten mit und die Freunde sowieso.
Meiner Erfahrung nach kriegen die Eltern sich wieder ein, freuen sich mit und feiern gerne mit. Es zwickt sie halt bißchen, dass nicht mehr alles nach ihrem Gusto läuft: die Partnerwahl, die Beziehungszeit, das Fest, ... Ich sehe es da wie Leonie: großzügig sein und sein eigenes Ding durchziehen.
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23.07.2010, 12:38
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hallo,
dass Eltern nicht sofort in Begeisterungsstürme ausbrechen, wenn ihre Kinder heiraten wollen, kann ich verstehen. Das ist eben doch eine neue Situation und da ist bei manchen Eltern schnell auch das Gefühl dabei, dass das "Kind" jetzt aus ihrer Familie weggeht, und vielleicht auch ein bisschen Sorge, dass diese endgültige Entscheidung vielleicht doch falsch sein könnte. An diese neue Situation müssen sie sich vielleicht einfach etwas gewöhnen.
An der ersten Reaktion der Eltern würde ich deshalb nicht allzuviel festmachen.
Dass man sich "verlobt" in dem Sinne, dass man zeitlich unbestimmt vorhat zu heiraten, kenne ich aus meinem Umfeld nicht. Der Entschluss und die Mitteilung zu heiraten heisst hier "wir heiraten im Herbst/im Januar etc.". Und das ist dann schon irgendwie ein freudiges Ereignis.
Verlobung als "wir wollen heiraten - irgendwann", das ist für mich auch lau. Was soll das denn bedeuten? Und worüber soll sich das Umfeld freuen?
Grundsätzlich gibt es häufig eine große Diskrepanz zwischen dem eigenen Empfinden des Paares und dem des Umfelds. Das Paar (besonders meist die angehende Braut) ist ganz aus dem Häuschen, hält die Hochzeitsvorbereitungen und die Hochzeit für das Wichtigste überhaupt und möchte jedem davon erzählen. Das Umfeld dagegen freut sich mehr oder weniger oder nimmt es auch nur zur Kenntnis. Da kann die angehende Braut schon etwas enttäuscht sein, wenn sie stolz den Verlobungsring (wenn sie einen hat) zeigt oder später stolz sagt, sie sei jetzt aber "Frau XY", und ihr Gegenüber nur "schön" sagt.
Mandelblüte
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23.07.2010, 13:28Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Liebe Kupferkanne,
ja, wäre bei einer zukünftigen Verlobung meinerseits so eine Reaktion, ich würde wahrscheinlich aufstehen, einen schönen Tag wünschen, und Sekt alleine trinken.
Und ja, ich wäre sauer.
Und zum Thema "Luft raus" - in meinem Umfeld kenn ich ENTWEDER nur Paare, die nach einigen Monaten, max. einem Jahr verloben und Kinderkriegen, oder eben die langjährigen Beziehungen.
Mir wäre Fall eins, vor allem in Bezug auf Kinderkriegen, definitiv zu schnell, Heiraten wäre für mich komischerweise "okayer" - da ist einfach kein kleines Menschlein involviert - ich lerne den Mann meines Lebens halt gerne kennen.
Zumindest bei beiden war es seitens der Männer schon eine größere Aktion - einer hat im Ausland eine Goldschmiedin recherchiert, wirklich schöner Ring mit lokalem Stein, bei dem anderen ein Überraschungs-Wochenendtrip.
Also keine Küchentischfrage a la "Wolln wir uns verloben".
Wie gesagt, ich mach da keinen Unterschied zwischen Verloben und Heiraten. Für mich folgt das eine auf das Andere.
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23.07.2010, 13:40Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Drahtseilakt
- ja, das überlegen die beiden eben auch. Oder ob sie aus dem "Kleinen Familienkreis" vielleicht doch ein paar Gesichter mehr einladen, die sich vielleicht freuen und nicht gar so lang sind. -
Wie gesagt - es wurden keine Sektkorken erwartet, aber so GAR NICHTS?
Als Frau fragt man sich da ja immer, ob man denn als zukünftige Gattin genehm ist. Die Mütter der Mädels haben übrigens deutlich positivere Reaktionen gezeigt.
Die Männer nehmens übrigens deutlich gelassener, komisch, oder?
Schade aber, dass von einem kommt, dass seine Eltern nie so richtig stolz auf ihn waren, und dass er auch nichts anderes erwartet hätte. Das finde ich wiederum sehr traurig.
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23.07.2010, 13:53Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Stimmt, danach wollte ich noch fragen. Ob deine Freunde zu ihren jeweiligen Eltern ein herzliches, enges Verhältnis haben und jetzt ob der lauen/ausgebliebenen Reaktion enttäuscht sind oder ob das Verhältnis bisher eher distanziert und von Problemen geprägt ist.
Ich lese oft von Usern, die keine schöne Kindheit hatten, wenig Bestätigung bekommen haben und dieser Bestätigung auch im Erwachsenenalter immer wieder mal nachlaufen (was menschlich ist).
Aber wenn man kein herzliches Verhältnis zu seinen Eltern hat, darf man auch bei Verlobung/Hochzeit/bestandenes Studium etc. nicht darauf hoffen, dass die Eltern sich plötzlich wandeln und ein ordentliche Portion Stolz, Freude, etc. rüberschieben. Oftmals sind die Reaktionen der Eltern doch absehbar, da tut man sich selbst keinen Gefallen, wenn man dann enttäuscht ist, dass eben die vorausgeahnte Reaktion eingetreten ist.
Das gilt auch im "Kleinen": Wenn die Eltern durchblicken lassen, dass SIE SELBST es nicht klasse finden, dass man länger zusammenlebt ohne gleich zu heiraten, dann würde ich mit einer Reaktion "was sollen wir uns jetzt freuen, ist doch längst die Luft raus" rechnen und DAS PROBLEM BEI DENEN LASSEN.
Ich wünsche deinen Freunden, dass sie sich auf ihre Hochzeit freuen und nicht über ihre Eltern ärgern. Hochzeit ist der späteste Zeitpunkt im Leben, an dem man sich von den Eltern abnabelt und sein eigenes Ding mit allen Konsequenzen und Verantwortungen durchzieht.
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23.07.2010, 13:56
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Ja ja, die lieben Erwartungen...
Hauptsache und entscheidend ist doch, das PAAR freut sich, oder?
Ob nun ber die gemeinsam neu angeschafte Couch oder den Bund für's Leben
Leute die was zu mäkeln haben (oder falsch grinmsend schauspielern, auch net besser) wird's immer geben...---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
__________________
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23.07.2010, 13:56Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hmmm...
Ich erlebe es auch, dass der Begriff "Verlobung" unterschiedlich besetzt ist. Von "Wir heiraten dann irgendwann mal" bis "Verlobt man sich heutzutage überhaupt noch?"
Ich habe die Zeit zwischen Antrag und Hochzeit (waren bei uns knapp vier Monate) als Verlobungszeit empfunden. Als ich erzählt habe, dass wir verlobt seien, kam dann aber auch die Nachfrage, ob man das denn heute noch tun würde - und später die Überraschung, dass wir recht zeitnah geheiratet haben.
Gratulationen habe ich zu dem Zeitpunkt übrigens nicht erwartet (und auch nicht bekommen), sondern im Idealfall Freude über den Entschluss.
Die Gratulationen kamen dann zur Hochzeit.
Ach ja, und die Nachfrage, ob unsere Hochzeit mit einer Schwangerschaft zusammenhängt, kam auch...
Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion hier auch von unterschiedlichen Verständnissen des Begriffs "Verlobung" ausgeht...
Im übrigen hat der Verlobungs-Status auch schon rechtlich Konsequenzen, daher ist es etwas mehr als die Bekundung eines Zusammengehörigkeitsgefühls...
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23.07.2010, 15:42Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Hmmm, Drahtseilakt,
um es mal als Analogie zu sehen - bestandenes Studium oder ein Auslandsaufenthaltsstipendium, damit kann die ältere Generation in meinem Umkreis nicht viel anfangen. Verlobung, Heirat, Kinderkriegen schon.
Und um mal das Baby-Beispiel aufzugreifen - ein Schwangerschaftsbauch wäre für mich ein Anlass für Glück- und Gesundheitswünsche, Baby-da auch. Und längere Beziehungs- wie auch Verlobungszeiten (von bis zu einem Jahr) sind, genauso wie der Akt der Verlobung, in unseren Breitenkreisen auch üblich.
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23.07.2010, 15:45Inaktiver User
AW: Verlobung (und Hochzeit) kein freudiger Anlass mehr - also feiern zu zweit?
Nancissima,
also, war schon ein Verlobungs"akt" von beiden Seiten aus, inklusive besonderem "Setting".
Nach Schwangerschaft gefragt wurde noch nicht, bei beiden Pärchen gibt es schon ein Enkelchen von den Geschwistern. Was übrigens deutlich freudiger aufgenommen wurde, was ja auch verständlich ist.



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