Hallo Historia02,
wir wohnen auf einem Dorf, was wirklich sehr sehr sehr Dorf ist. Alles sehr altmodisch. Hier wird das nicht mit ein oder zweimal erklären abgehen.
Zumal wir uns auch einig sind das wir schon einen Nachnamen haben wollen.
Ich knicke aber schon immer mehr ein. Wenn es ihm so wichtig ist den Namen zu behalten. Na dann werde ich mich dem wohl fügen müssen.
Es ist ein Name. Mehr ja eigentlich auch nicht. Vielleicht nehme ich dann doch den Doppelnamen. Aber seiner ist dann der Familienname. Schauen wir mal. Bis dahin geht noch viel Wasser den Bach runter.
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Thema: Namensfindung
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28.06.2010, 08:21
AW: Namensfindung
Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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28.06.2010, 10:12
AW: Namensfindung
Hallo Hamster,
bei uns war die Ausgangslage ähnlich wie bei dir:
ich wollte auf keinen Fall seinen Namen annehmen, da ich mit seinem Vater sehr große Probleme habe.
Ein Doppelname wäre nur eine mittelprächtige Lösung gewesen (unsere Namen passen klanglich nicht sonderlich gut zusammen).
Wir haben den Kompromiss gefunden, dass mein Freund meinen Namen annimmt, dass unsere Kinder dafür aber seine Konfession bekommen (ich bin katholisch, er evangelisch).
Damit sind wir beide glücklich.
Ursprünglich sind wir von den (irgendwann einmal geplanten) Kindern ausgegangen. Wir konnten uns zuerst darauf einigen, dass sie einmal meinen Namen als Familiennamen und seine Konfession bekommen. Danach hat dann mein Freund entschieden, dass er auch meinen Namen annehmen will.
Erleichternd kam hinzu, dass sein Verhältnis zu seinem Vater auch nicht das Beste ist (mit dem alten Herrn kommt wirklich niemand aus
).
Und jetzt kommt der Clou: Sein Vater war gar nicht so unzufrieden damit, dass wir seinen Namen nicht weiterführen. Er selber war schon heillos mit seinem eigenen Vater (dem Opa meines Freundes) zerstritten und hatte irgendwann in den 70ern sogar versucht, den Mädchennamen seiner Frau (also der Mutter meines Freundes) anzunehmen. Das ging damals aber nicht.
Naja, wir machen jetzt den klaren Schnitt und rotten den belasteten Namen ein für alle Mal aus.

So löst sich alles in Wohlgefallen auf.
Auf irgendwelche Verwandte mussten wir keine Rücksicht nehmen, diese sind entweder schon verstorben oder der Kontakt ist seit Jahrzehnten abgebrochen (wie gesagt, der Vater ist mir allen zerstritten).
Die Oma meines Freundes mütterlicherseits, die letzte der Vorgängergeneration, leider vor anderthalb Jahren verstorben, wäre hochzufrieden damit gewesen, dass der Name ihres verhassten Schwiegersohns (jepp, auch mit ihr kam der Vater meines Freundes nicht aus
) nicht weitergeführt wird.
Hamster, hast du schon einmal mit den Beteiligten gesprochen? Vielleicht ist die Lage gar nicht so schwierig, wie sie scheinen mag.
LG
Lunete
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28.06.2010, 10:44
AW: Namensfindung
Hallo Lunete,
also mit der Oma haben wir noch nicht gesprochen. Das müsste auch mal in einem ruhigen Moment geschehen.
Aber mir wird immer klarer wie wichtig meinem LG der Name ist. Wobei es ihm wirklich nur um seinen Opa geht und nicht um seinen Vater. Sein Opa war für ihn mehr Vater als sein Erzeuger. Sein Opa hat wie gesagt auch immer zu uns gehalten und mein LG würde es schade finden den Namen seines Opas nicht weiterführen zu können.
Daher bin ich schon am überlegen, sein Vater hin oder her, den Namen zu tragen.
Ich habe gestern mit meinem LG nochmal über das Thema gesprochen und er hat mir gesagt das er zwar meinen Namen annehmen würde, er aber doch lieber seinen Namen behalten möchte, aber das Ganze soll nicht daran scheitern und er meint es wird dafür sicher eine Lösung geben.
Er denkt aber auch nicht das es seinen Vater treffen würde wenn wir seinen Namen ablegen.
Schauen wir mal. Es ist ja noch lange hin und bis dahin kann sich noch soviel entscheiden.
LGMeine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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28.06.2010, 13:45
AW: Namensfindung
Ich finde diese Einstellung sehr merkwürdig. DU musst dich doch mit den Namen wohlfühlen, und zwar (im Idealfall) für den Rest deines Lebens!
Und wenn ich es richtig verstanden habe (habe extra nochmal weiter oben nachgelesen), ist der Opa doch sowieso tot. Und mit dem Schwiegervater verstehst du dich nicht. Warum also dann den Namen widerwillig annehmen???
Naja, egal, dein Bier.
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28.06.2010, 15:50
AW: Namensfindung
Hallo Historia02,
also das ich seinen Namen nun so schrecklich finde kann ich nicht sagen. Ich würde nur ungerne seinem Vater den Gefallen tun. Ja sicher ist sein Opa tot, aber dennoch fühlt er sich seinem Opa sehr verbunden. Und da glaube ich ist es für ihn wichtiger den Namen weiterzuführen als meine Streitigkeiten mit seinem Vater.
Das ist wie ich heiße jetzt Meier und soll nun Schulze heißen. Wir haben beide ganz "normale" Namen.
Es wäre jetzt was anderes wenn ich auf einmal "Fick" heißen sollte. Oder "Braten". Oder "Adamowitz".
Zudem ist es für mich so das wir nunmal uns für eine Sache entscheiden müssen. Und wie gesagt, auch wenn sein Opa nicht mehr lebt, er fühlt sich ihm sehr verbunden.
Und mir ist es nicht so wichtig wie ihm wie ich mal heiße. Wie gesagt, sein Name ist nicht schlimm.
Und ich weiß wie sehr man sich auch einem Toten noch verbunden fühlen kann...Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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28.06.2010, 16:08
AW: Namensfindung
Hallo,
ich kann Historia nur beipflichten: Du musst Deinen Namen ein Leben lang tragen und Dich mit ihm wohlfühlen.
Das wäre für mich (ganz egoistisch) der wichtigste Aspekt. Da müsste sich die Oma und das Dorf schlicht fügen (und nicht ich mich
). Ich komme auch aus einem kleinen Dorf und weiss, dass immer über irgendwas geredet wird. Und oft ist es besser, gewissen Damen gezielt etwas zum Reden zu geben
Da weiss man wenigstens, was über einen geredet wird.
Und da müsste sich auch mein Partner fügen (ich gestatte ihm ja auch, so zu heissen, wie er möchte).
Ich tu mich dabei aber auch wohl leichter als Du, weil für mich die verschiedenen Namensmöglichkeiten gleichberechtigt nebeneinanderstehen. D.h. ich hätte keine Problem, anders zu heissen als mein Mann, und auch anders als meine Kinder (auch weil ich denke, dass eine Familie hoffentlich durch etwas anderes zusammengehalten wird als durch Namen).
Ehrlich: ich finde, dass es nicht gut klingt, wenn Du schreibst, dass Du "einknickst" oder "Dich fügen musst". So soll eine Ehe wirklich nicht losgehen
MandelblüteGeändert von Mandelbluete (28.06.2010 um 16:23 Uhr)
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28.06.2010, 20:57
AW: Namensfindung
Hallo Mandelbluete,
da hast du sicher Recht. Sich fügen müssen oder einknicken war sicher nicht klug geschrieben. Wie gesagt ich habe jetzt nicht solche riesigen Probleme mit dem Namen an sich. Und ihr habt ja auch Recht, den Namen werde ich mein Leben lang tragen.
Aber ich möchte für meine Familie einen einheitlichen Namen. Ich habe bei anderen auch kein Problem wenn sie sich anders entscheiden. Aber ich finde das einfach schöner wenn alle den selben Namen tragen.
Aber wenn er sich "fügen" würde ist es doch auch nicht besser. Einer von beiden wird sich für den Namen des anderen entscheiden. Und ich glaube das auf einer Pro und Kontra Liste ihm es wichtiger wäre seinen Namen zu behalten und er einfach mehr an seinem Namen hängt. Ich hingegen wäre nicht mit seinem Namen unglücklich und irgendwann würden die Menschen schon sehen das wir nichts mit dem Vater gemein haben.
Und das denke ich wird der Name alleine sowieso nicht lösen.
Und ich kann seine Beweggründe wirklich nachvollziehen. Zudem ist da ja noch der Betrieb. Bis er da allen verklickert hat das er nun einen anderen Namen hat...
Was sicher auch kein Hinderungsgrund für meinen Namen wäre. Aber einfacher ist es für mich seinen Namen zu tragen.
Und wie gesagt wir haben biede keinen exotischen Namen. Und so lange ich nicht wie eine Bekannte von Meyer auf Ficken wechseln muss.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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28.06.2010, 21:44
AW: Namensfindung
Hallo,
und was spricht nun konkret gegen die Variante des Doppelnamens, die Ihr schon diskutiert habt? Anfangs klang es ja, als würdet Ihr das als beste Lösung für Euch sehen.
Derjenige von Euch, der den Doppelnamen trägt, kann sich im alltäglichen Leben ja nennen wie er will (Doppelname oder nur einen Teil davon).
Wenn allerdings seine Eltern für Dich der einzige Hinderungsgrund sind, seinen Namen anzunehmen, und Du es sonst gern tätest, würdet Ihr seinen Eltern eine sehr hohe Bedeutung in einer für Euch offenbar wichtigen Entscheidung einräumen.
Mandelblüte
PS: Das "Namensproblem" bei landwirtschaftlichen Betrieben ist zumindest hier in Bayern dadurch gelöst, dass es neben dem Familiennamen einen Hofnamen gibt, der fortbesteht.Geändert von Mandelbluete (28.06.2010 um 23:01 Uhr)
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29.06.2010, 08:29
AW: Namensfindung
Mandelblüte,
bei uns gibt es den Hofnamen nicht. Sonst wäre das ja wieder eine ganz andere Geschichte. Dann könnten wir den Namen als Familiennamen ablegen aber der Hof würde weiterhin unter dem Namen bestehen bleiben.
Ich überlege den Doppelnamen zu nehmen und sein Name ist dann der Familienname. Wobei ich noch nicht weiß ob so ein langer Name wirklich toll ist. Denn mein Vorname ist schon sehr lang und mein Name auch, nur seiner ist kurz. Also sein Name....*grins*
Schauen wir mal. Wenn es soweit ist werden wir uns schon entscheiden.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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29.06.2010, 14:26
AW: Namensfindung
Hallo,
das mit dem Hofnamen ist in unserer Gegend eigentlich recht schön. Man "schreibt sich" mit seinem Nachnamen, aber der Name, den man im Dorf hat, ist der Hofname (also z.B. die Meier Resl). Und den behält man ein Leben lang - ob man nun seinen Nachnamen ändert oder nicht.
Unsere Familie (die den Hof bewirtschaftet) hat in den letzten zwei Generationen zwei Namenswechsel erfahren, weil zwei Mal der Mann eingeheiratet hat (und damals eben seinen Familiennamen mitgebracht hat). Der Hof hieß immer gleich - und unsere Familie trägt dauerhaft den Hofnamen. Mein Vater (eingeheiratet) trägt in seinem Herkunftsdort noch den alten Hofnamen, sonst den Hofnamen unseres Hofes.
Mandelblüte


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