ich grundsätzlich auch. aber manche gäste erfahrungsgemäß wohl nochmal was Anderes.
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01.05.2010, 11:23
AW: Als Gast auf einer Hochzeit Getränke selber zahlen?
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02.05.2010, 17:34
AW: Als Gast auf einer Hochzeit Getränke selber zahlen?
Früher (vor Jahrzehnten) gab es wohl den Brauch der "öffentlichen Hochzeit". Jeder der mochte konnte hingehen, musste aber selbst bezahlen. Die ausdrücklich an den "Hochzeitstisch" geladenen Gäste hatten alles frei.
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02.05.2010, 18:01
AW: Als Gast auf einer Hochzeit Getränke selber zahlen?
Das letzte Mal hab ich davon vor 3 Jahrzehnten gehört.
Da feierte das ganze Dorf mit.
Mahlgeld und Getränke selbst bezahlen gehörten dort zum Brauch.
Der Braut hat es so gut gefallen, dass sie am liebsten gleich 3 Tage gefeiert hätte.
Und wenn es jeder weiss.... und jeder kennt.... und das dort so üblich ist.... warum nicht.
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03.05.2010, 11:13
AW: Als Gast auf einer Hochzeit Getränke selber zahlen?
Hallo,
ich habe nicht den ganzen Strang gelesen, allerdings beim Überfliegen viele Referenzen auf die 'bairische Bauernhochzeit' und 'traditionelle Dorfhochzeit' und ähnliches gefunden.
Hier eine andere Perspektive - und zwar aus einem ganz anderen kulturellen Kreis:
Letztes Jahr war ich auf einer hochpiekfeinen Hochzeit in Zürich (Braut Deutsche, Bräutigam US-Amerikaner) in einem Fünfsternehotel.
Dort gab es einen Sektempfang mit Häppchen, danach vier Gänge mit Wein.
Wein (und ich glaube auch Bier und natürlich Softdrinks) wurde den ganzen Abend weiter ausgeschenkt, es wurde aber nach dem Essen auch eine "cash bar" eröffnet, wo man Cocktails, Longdrinks und harte Sachen kaufen konnte.
Für die anwesenden Amerikaner schien das sehr normal zu sein, die Schweizer kannten es scheinbar auch. Nur wir Deutsche weniger
- wir sind aber auch nicht aus einem bairischen Dorf
.
Ich habe mal gegoogelt, in den USA wird die Einrichtung einer "cash bar" oft mit puritanischen Idealen legitimiert. Überspitzt formuliert: Alkohol ist des Teufels, wenn sich meine Gäste auf der Hochzeit damit versündigen wollen, bitteschön, aber bitte auf eigene Rechnung.
Neben der ideologischen Argumentation gibt es aber auch das monetäre Argument: harte Sachen für alle wird als zu teuer empfunden. (Allerdings sind amerikanische Hochzeiten häufig auch mit einem sehr großen finanziellen Aufwand verbunden - interessant, dass ausgerechnet bei den Getränken Sparpotential gesehen wird).
Zumindest das Argument mit dem Geld finde ich nachvollziehbar.
Allerdings würde ich trotzdem keine "cash bar" einrichten. Das geht mir gegen den Strich.
Wir stellen nach dem Essen an der Bar eine eingeschränkte Getränkekarte mit (zwischen den Gastgebern und den Caterern) festgelegten Preisen zur Verfügung, z.B. eine Auswahl von drei oder vier unterschiedliche Logdrinks (Cuba Libre, Wodka-O etc.) für 4,50 € das Glas, dann zwei oder drei Digestifs (Cognac, Grappa, Scotch etc.), ebenfalls zu festgelegten Preisen.
Die Gäste müssen nichts bezahlen.

Lunete
Edit: Irgendwo wurde Korkgeld erwähnt.
Das ist eine Alternative. Allerdings nur, wenn man selber wirklich günstig an wirklich guten Wein herankommt. (OK, das hängt natürlich auch von den eigenen Ansprüchen ab - bei uns sind sie hoch
).
In den Locations, die wir angeschaut haben, beträgt das Korkgeld zwischen 10 (sehr günstig) und 15 (normal) Euro. PRO FLASCHE!
Das heißt auf den Einkaufspreis der Flasche wird dieser Betrag draufgerechnet.
Wenn man allerdings bedenkt, dass Wirte ihren Gewinn mit den Getränken machen und daher für jede ausgeschenkte Flasche Wein den drei- bis vierfachen Einkaufspreis verlangen, kann man mit dem Korkgeld trotzdem günstiger fahren.
Rechenbeispiel:
Flasche Wein im Einkaufpreis vom Händler:
7,50 €
Verkauf durch den Wirt für das 3,5-fache:
7,50 € x 3,5 = 26,25 €
selbst mitgebrachte Flasche Wein plus Korkgeld:
9 €* + 15 € = 24 €
(*Die gleiche Flasche Wein ist hier teurer, denn der Wirt kauft zu besseren Konditionen als Einzelkunden.)
In diesem Rechenbeispiel ist die Differenz nicht allzu groß.
Wir werden Weißwein und Sekt von unserem Stammwinzer besorgen und trotz Korkgeld um einiges günstiger trinken
als ohne.
Allerdings hat mein Freund auch wirklich Ahnung von Wein und wird sicherlich einen heraussuchen, der zum Essen passt. Ist das nicht gegeben, sollte man sich ggf. auf die Nase des Wirts verlassen...
Spirituosen sind vom Korkgeld soweit ich das erfahren habe meist ausgeschlossen.Geändert von lunete (03.05.2010 um 11:43 Uhr)
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03.05.2010, 15:38Inaktiver User
AW: Als Gast auf einer Hochzeit Getränke selber zahlen?
So direkt habe ich das auch noch nicht gehört.
Wir hatten eine Getränkeflatrate, die beinhaltete diverse Getränke.
Ich denke, es ist ein "Selbstgänger", wenn jemand etwas bestellt, was nicht in der Flatrate enthalten ist, dass die Kellner den Gast darauf hinweisen.
Das Getränkeprogramm sollte schon einiges an Auswahl bieten. Wer dann noch meint, er müsste einen teureren Champagner nachbestellen, der sollte dieses Glas auch selbst zahlen.
Aber mit solchen Gästen hatten wir nicht gerechnet und alles waren zufrieden mit den DIngen, die angeboten wurden.


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