Hallo,
nachdem mein Schatz und ich uns nun endlich zu diesem Schritt durchgerungen haben, geht unsere Hochzeitsplanung nun in die konkrete Umsetzungsphase. Dabei habe ich teilweise ziemliche Bauchschmerzen.
Teilweise freue ich mich auch.
Um es kurz zu machen: "Verheiratet wäre ich gerne - aber heiraten....?"
In meiner Verwandschaft hat noch niemand mit einer Feier geheiratet, ich war in meinem Leben bis dato auf einer Hochzeit. Und die war furchtbar.
Ich bin kein tiefgläubiger Mensch und / oder Prinzessinnentyp, der sich auf die Kirche, das weiße Kleid und den Alleinunterhalter freut.
Andererseits will ich schon feiern - und mit der engsten Famile und Freunden eine schöne Zeit haben, an die ich auch gerne zurückdenke.
Also die "einfache" Lösung - Schatz und ich und der Standesbeamte - das will ich auch nicht. Es soll schon ein besonderer Tag sein. Damit wäre ich die erste in der Familie......
Ich habe mir auch ein Hochzeitsplanungsbuch gekauft.
Da steht drin: !2 Monate vorher: Sie sind noch gut in der Zeit - Na super!
Also ein paar Eckpunkte stehen bei unserer Planung schon fest. Es soll im Spätsommer / Herbst 2010 sein. Es werden 15 Menschen anwesend sein, es wird standesamtlich geheiratet. Eventuell soll im Jahr darauf die Kirchliche nachgeholt werden - verbunden mit einer "Gartenparty", bei der alle Freunde und weitere Verwandte eingeladen werden sollen.
Keinesfalls: Alleinunterhalter, Spiele, Traditionskram (à la Brautentführung *grusel*)
Gerne: Schloss, Tagsüber-Event (Hochzeitswald - Baum pflanzen, oder Museumsbahn, Ausflug), ein einsamer Geiger bei unserem edlen 5-Gänge-Gourmetmenü.
Soweit so schön:
Unser Budget liegt für alles zusammen bei etwa 2.000 €, wobei wir nicht mit irgendwelchen Geldgeschenken planen - wenn es welche gibt, schön, wenn nicht, dann nicht.
Was mein Problem ist: Wo fange ich an?
Wir werden nicht in unserem Wohnumfeld heiraten, sondern in meiner Heimatgegend. Dort habe ich besagtes Schloss im Auge, das wir aber noch nicht kennen. Ich kenne die Gegend zwar ganz gut, aber ich habe halt in den letzten Jahrzehnten die Lokale, Rathäuser, Ausflugsziele nie auf "Hochzeitstauglichkeit" abgeklopft.
Meine Angst ist halt, dass ich das "ultimative Standesamt", oder die "Super-Location" nicht finde, weil sie mir nicht einfällt, und ich dann hinter her denke: Mensch, DAS wärs gewesen!
Man kann z.B. im Harz in einem 1.Klassewartesaal heiraten - wobei wir leider nicht im Harz wohnen - sondern halt 600 km weiter südlich.
Daher meine Fragen: Wie habt ihr denn mal einen Anfang hin zur Umsetzungsphase gemacht?
Ich frage mich auch, wie ich "da oben" (einfach 300 km) einen guten Friseur und eine gute Kosmetikerin finde für "den großen Tag".
Wie organisiert man alles von weiter weg?
Fragende Grüße
Chennai
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29.04.2010, 15:47
Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
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30.04.2010, 17:15Inaktiver User
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Hallo,
gaaaanz ruhig
Diese ganzen Planer in Zeitschriften machen einen nur verrückt man schafft es auch anders.
Zur Verständnisfrage:
Ist das Schloss Standesamt und Location in einem? Also man kann dort auch essen. Und ihr wollt mit diesen 15 Gästen "feiern".
Zunächst würde ich dort schleunigst einen Termin zum Besichtigen machen.
Ich gehe davon aus, dass ihr gerne an einem Samstag heiraten möchtet und da kann es sein, dass die dort keinen Termin mehr frei haben.
Einfach mal etwas googeln was sonst noch für euch infrage kommen würde und dort ebenfalls Termine - dann am Besten am gleichen Tag vereinbaren damit ihr nicht ständig fahren müsst. 300 km ist ja doch ein ganz schönes Stück.
Hast du dort jemanden vor Ort der euch helfen könnte etwas Passendes (dann auch Friesur, Florist (sofern die Lokation keinen empfehlen kann) etc.) zu finden?
Möchtet ihr an einem bestimmten Datum heiraten?
Ihr könnte euch 6 Monate vorher bei eurem Heimatstandesamt anmelden und die leiten dann die Unterlagen an das zuständige Wunschstandesamt weiter.
Bedenkt aber, dass ihr dann auch 2x Gebühren zahlen müsst.
Zum Budget:
2.000 EUR ist nicht viel.
Bei Gefallen und Infragekommen des Schlosses dort einen Kostenvoranschlag machen lassen. Wir zahlen für ein 4-Gänge Menü 30 EUR ohne Getränke.
Wenn der Termin steht könnt ihr als Nächstes die Einladungskarten in Angriff nehmen.
Brautkleid möchtest du ja nicht soweit ich dich richtig verstanden habe ich würde mich aber schon rechtzeitig nach einem passenden Outfit umsehen.
Möchtet ihr Fotos?
Ich wünsch dir eine tolle Vorbereitungszeit
PS.
Wir heiraten übrigends auch recht "minimalistisch" zwar mit weißem Kleid aber lediglich 20 Gästen und gehen nach dem Standesamt auch nur mit diesen schick in einem Burgrestaurant essen.
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30.04.2010, 17:20Inaktiver User
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
man "lässt" weitgehend organisieren - oder man feiert die Hochzeit in der Nähe, wo man wohnt.
anders kann ich es mir nicht recht vorstellen - es sei denn, Du nimmst Dir 2 Wochen Urlaub, die Du mit Probe-Essen verbringst und überlässt sehr viel dem Restaurant.
Meine Hochzeit war auch weit weg in meiner Heimat - da bin ich zu dem Friseur gegangen, den meine Mutter mir empfohlen hat - was sonst?
4 Monate sind völlig ausreichend - bei uns waren es weniger.Geändert von Inaktiver User (30.04.2010 um 17:29 Uhr)
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30.04.2010, 17:25Inaktiver User
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02.05.2010, 10:05Inaktiver User
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Hallo Chennai,
erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung!
Du hast bist zum Herbst wirklich noch Zeit genug, wir haben unsere Hochzeit in drei Monaten vorbereitet bei einem ähnlichen Budget (wir haben mit ca. 35 Gästen gefeiert). Dennoch: 2000€ sind nicht viel, wenn Du ein Mehr-Gänge-Menu planst. Alternativ könntet ihr euch einen schönen Raum suchen und einen Catering-Service fragen. Wenn Du bei dem Gourmet-Menu bleiben möchtest, könnte der größte Teil Eures Budget schon dafür drauf gehen, v.a. wenn Du auch noch für den ganzen Tag Getränke einplanst.
Einsparmöglichkeiten hast Du bei folgenden Dingen: Blumenschmuck, Einladungskarten (kann man selber machen), Kleid (beim Standesamt ist ein schickes Kostüm ja auch eine feine Sache), Programm (vielleicht mögen Eure Trauzeugen etwas planen und umsetzen?).
Wir haben einen Vereinsraum kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen und haben die Deko selbst gemacht. Catering in Form von einem italienischen Bufett kam von einem Feinkostladen, die ihren Cateringservice gerade aufbauen und deswegen einen guten Preis gemacht haben; Getränke haben wir auf Kommission gekauft und Einladungskarten selbst gebastelt (das geht ja gerade dann prima, wenn man nicht so viele Gäste einlädt).
Wenn Du aber schon ein konkretes Restaurant im Blick hast, ist es das Einfachste, dort mal anzurufen und/oder direkt einen Termin auszumachen. Mit konkreten Kostenvoranschlägen kommst Du schnell weiter und kannst den Rest planen.
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02.05.2010, 13:11Inaktiver User
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Dann macht es aber meiner Ansicht nach kaum einen Unterschied ob man die Karten fertig kauft - sooo teuer sind dia ja auch nicht - und die Inngengestaltung dann zu Hause am PC selbst macht - so haben wir es gemacht
oder das Material kauft und selbst bastelt. Das teuerste ist ja meist der Druck und das kann man in kleineren Mengen auch selbst machen
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03.05.2010, 14:44
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Muss denn alles ultimativ sein?

Ich glaube, am leichtesten machst Du es Dir, wenn Du Dich von diesem Gedanken erstmal verabschiedest, So ein bißchen Pragmatismus schadet einer Hochzeit auch nicht.
Letztendlich geht es doch darum, einen schönen Tag mit netten Leuten zu haben, und dafür gibt es viele Möglichkeiten.
Ort: ich würde auf jeden Fall einen nehmen, wo jemand vor Ort gucken kann und Aufgaben übernehmen. Also entweder Familie/Freunde, die dort wohnen (und die sich gut und gerne einspannen lassen) oder doch beim eigenen Wohnort bleiben. Wir haben unsere Hochzeit zwar nicht komplett von den Eltern ausrichten lassen, wie Leonie, sondern uns schon auch um vieles selbst gekümmert, aber so manches geht auf die Entfernung einfach nicht.
Und ich habe lange genug dort gewohnt, um vieles zu kennen (nicht nur einen guten Friseur), worauf ich zurückgreifen konnte. Ohne all das macht man es sich m.E. unnötig schwer, erst recht, wenn das Budget begrenzt ist.
Da Deine Anfangsfrage war: wie anfangen - wir haben bei möglichen Terminen angefangen. Also erstmal bei denen, die jedenfalls dabei sein sollten (Eltern, Geschwister, Trauzeugen) Termine abgeklopft, da blieben dann 2,3 übrig, dann den Ort bzw. Raum gesucht. Und daraus ergab sich auch der Rest.Die Ente bleibt draußen.
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03.05.2010, 14:50Inaktiver User
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Mit 2000 Euro kommst Du wahrhaftig nicht weit.
Es fängt schon bei er standesamtlichen Trauung in einer speziellen Location an. Samstag und Location rund 300 bis 400 Euro.
Essen und Getränke pro Person über einen Caterer mit Getränkeflatrate ---> je nach Caterer und event. angemietetem Raum 60 bis 70 Euro. Und aufwärts.
Ich kann nur zu dem Terminplan sagen: Hurtig, hurtig, was eine Location angeht. meine Tochter hat im Oktober geheiratet, ich war ab Jan. der Weddingplaner und war ganz schön im Stress.
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03.05.2010, 15:07
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Ich denke, Du solltest Dir erst mal klar werden darüber, was Du willst: Schloss, Event, Geiger, Gourmetmenü und 2000 € beißen sich etwas.
Warum willst Du in Deiner Heimat feiern? Oder anders: Warum nutzt Du dann nicht Deine Familie zur Organisation?
Kennt Ihr ein gutes Restaurant, in dem ihr Euch wohlfühlt? 15 Personen stellen ja an die Größe keine besondere Anforderung.
Spielt einfach mal verschiedene Abläufe im Kopf durch (also Hochzeit früh oder spät, Hochzeitsbrunch oder Dinner, Pause oder Rundumbespaßung von Standesamt bis in die Nacht) und schaut, womit ihr euch am wohlsten fühlt.
Ansonsten würde ich noch den Hochzeitsplaner wegwerfen und mich nicht verrückt machen. Es gibt genug Brautpaare, die innerhalb von 3-4 Monaten eine ordentliche Hochzeit hinbekommen haben.
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03.05.2010, 15:33
AW: Hochzeit im Herbst - Wie anfangen.....?
Lass dich nicht verrückt machen. Wir haben alles in fünf Monaten organisiert und ganz ehrlich: zwei hätten auch gereicht!
Klar, wenn du die Traumlocation (wobei das ja stark subjektiv ist!) haben möchtest und am liebsten noch den 10.10.10, dann kann es eng werden. Wenn du aber keinen Wert darauf legst, ob die Einladungskarten zu deinem Farbkonzept und somit zur Location, Deko, Kleid und Einstecktuch des Mannes passen (ohne Mist, das erzählen einem die Hochzeitsplaner gerne!), dann hast du wirklich keinen Stress.
Wie schon viele gesagt haben: Entscheidet euch für eine Location und schaut, wann diese frei ist und legt danach die Termine beim Standesamt. Unser Standesamt kostet übrigens trotz Samstagstrauung „nur“ 140 Euro. Was ich dennoch ganz schön viel finde. Gästeliste erstellen. Und dann überlegt ihr euch den Rahmen. Brauche ich einen DJ? Blumenschmuck auf dem Auto wird m.E. auch überbewertet. Torte? Die fangen bei 300 Euro aufwärts an. Kleid? Anzug? Fotograf? Friseur? Ringe! Da kommt schon ganz schön was zusammen. Bei 2.000 Euro ist da vermutlich der ein oder andere Punkt, der gestrichen werden muss.
Einladungen verschicken. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass wenn man schöne bastelt, die auch nicht günstiger sind, als die gekauften.
Dann alles weitere angehen. Outfit aussuchen, Menü/Büffet abstimmen, Hotel buchen....
Wie hier schon geschrieben wurde, löse dich davon, DIE Traumhochzeit zu feiern. Je mehr zu perfekt planst, um so mehr kann schief gehen."Lass dir helfen oder du wirst ertrinken", sagte der freundliche Frosch und hob den Fisch aus dem Wasser.


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