und warum heiratet Ihr?
und bisher hast Du das genau umgekehrt geschrieben:
ja, absurd - denn nicht das Kleid, sondern die Eheschließung steht im Mittelpunkt, sollte sie zumindest.
die Feier kann man auch weglassen - das JA gilt trotzdem.
vielleicht solltest Du aber über die Bedeutung der Entscheidung nachdenken - und Dich nicht in Kleinigkeiten verlieren.
ohne schwermütig zu werden dabei - aber eben nicht auf die Nebensächlichkeiten fokussiert.
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Thema: Theorie und Praxis
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02.09.2010, 13:53Inaktiver User
AW: Theorie und Praxis
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03.09.2010, 14:29
AW: Theorie und Praxis
Hallo,
natürlich kann ich nur für mich sprechen, aber ich versuche mal, die widersprüchlichen Gefühle zu erklären.
Das Schlüsselwort lautet glaube ich "Klischée" oder auch "allgemeine Vorstellung" von Hochzeit und Ehe. Es gibt einfach Punkte, die mich massiv daran stören. Nicht an der speziellen Ehe, wie ich sie mit meinem Freund (Verlobten
) führen werde - da ist alles klar und ohne jeden Zweifel. Ein Problem hab ich eher mit dem Konzept, das durch die Köpfe geistert und mit dem man dann immer wieder konfrontiert wird. Und dieses Klischee/Konzept "manifestiert" sich für mich v.a. in der traditionellen Hochzeit, wie man sie häufig erlebt - und genau deshalb fremdle ich damit.
Ich finde mich darin einfach nicht wieder. Nicht in Herzchen-Deko, nicht in Hochzeitstorten und dem obligatorischen "Wessen Hand ist oben", nicht in Hochzeitswalzer, Tauben fliegen lassen, Herzchen aus Bettdeckenschneiden, Nägel in Baumstämme schlagen, Braut über die Schwelle tragen, Fotos vor idyllisch geformten Bäumen oder im Schlosspark machen und Schweinemedaillions in Rahmsoße. Das bin nicht ich, aber das ist eine Vorstellung, die sich durch Erfahrung bei mir geprägt hat. Ich weiß, man hat es selbst in der Hand und es ist Geschmackssache (keine Frage), aber so ist "mein" gelerntes Bild von Hochzeit eben, und es ist erschreckend, wie schnell man in diese Schiene gelangt, sobald man z.B. bei der Suche von Räumlichkeiten das Wort "Hochzeit" in den Mund nimmt. Ich finde mich darin einfach nicht wieder und fühle mich teilweise wie ein Alien, weil alle meine Freundinnen, die in den letzten Jahren geheiratet habe, so völlig in dieser traditionellen Rolle aufgingen.
Davon abgesehen ärgern mich auch andere Dinge, und die beziehen sich eher auf die allgemeine Vorstellung von Ehe und nicht von Hochzeit (drücken sich aber häufig auf Hochzeiten sehr intensiv aus) - z.B. die teilweise vertretene Ansicht "aus zwei wird eins". Mich gruselt, wenn ich sowas höre (tw. ja auch als Trauspruch/Motto für die Hochzeit). Nein, wir bleiben beide Individuen, und so ist das auch gut. Und nein, ich werde nicht meine Stunden reduzieren, und nein, ich werde nicht Hausfrau, nein, wir bekommen nicht sofort Kinder und nein, Herr Faience muss mich nicht versorgen. Und nein, es ist nicht selbstverständlich, dass ich seinen Namen annehme und ebenfalls NEIN, ich habe ihn nicht "endlich rumgekriegt", weil die Frauen ja immer unbedingt heiraten wollen und die Männer nicht
Sowas kekst mich an, ich weiß, man sollte drüber stehen.
Warum heiraten wir? Wir heiraten nicht wg. der höheren Verbindlichkeit durch eine Ehe, denn unsere Beziehung ist schon seit Jahren verbindlich - dass wir zusammenbleiben und für einander einstehen, war uns schon lange klar.
Bei uns hat es romantische und pragmatische Gründe.
Romantisch: Wir feiern allerlei, warum sollen wir nicht mal eine große Party für die Liebe schmeißen und all unsere Liebsten dazu einladen?
Gibt ja eigentlich kaum einen besseren Grund für eine Party.
Pragmatisch: In dieser Gesellschaft ist es nun mal so, dass Nicht-Verheiratete, egal, wie lange und fest die Beziehung ist, nicht als ganz "vollwertige" Paare betrachtet werden. Das bringt z.T. massive Nachteile mit sich: Ich bin z.B. diese Jahr eine Zeitlang ohne Job, da ich meine Dr-Arbeit fertigschreibe. Und ich habe daher geringere Einnahmen als mein Verlobter. Wir haben aber keine Steuervorteile, obwohl wir seit etlichen Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen. Umgekehrt müsste er aber für mich aufkommen, falls ich in Hartz4 rutschen würde. Finde ich frech, die Vorteile haben wir nicht, die Nachteile schon. Es ist auch vieles andere komplizierter und kann eben mit dieser einen Unterschrift einfacher gelöst werden. Ok, wir leben in dieser Gesellschaft, wenn diese Gesellschaft also genau diese Unterschrift von uns braucht, um uns als Paar zu akzeptieren - why not.
Soweit mein Senf.
Schönen Gruß
Faience
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06.09.2010, 19:01
AW: Theorie und Praxis
Liebe Faience,
vielen Dank für diesen Beitrag - besser hätte ich es nicht ausdrücken können - v.a. den Teil mit dem Schweinemedaillon ;)
Eben, dieses "Wie ein Alien"-Gefühl - es ist erstaunlich, was für festgefahrene Vorstellungen überall von Hochzeit herrschen. Eine Dame im Brautmodenladen (ja, ich war dort, um zu sehen, wie das so ist) sprach davon, dass ich ja dann mit meinem Brautfriseur absprechen könne, wie und wo in meinen Schleier platzieren werde... Meine Haare sind 3 cm kurz, wozu sollte ich einen Hochzeitsfriseur brauchen?
Diese Vorstellungen ärgern mich auch, ich habe echt Angst davor, tausend Kommentare meiner Verwandtschaft abwehren zu müssen in der Art wie "Und, wann kommt was Kleines?" oder - haha - Babykleidung geschenkt zu bekommen. Ich habe keinen Antrag bekommen und bin gottfroh drum. Ich behalte meinen Namen und meine (noch zarte) Karriere. Wie Faience schon gesagt hat: Es liegt immer in den eigenen Händen, wie man seine Ehe gestaltet. Aber es gibt eben sehr viele festgefahrene Meinungen und Rituale, gegen die man sich wehren muss...
Ich will heiraten, weil ich bei ihm zuhause bin, er zu mir gehört und ich zu ihm, aber jeder sich selbst gehört. Weil ich ihn mit jedem Tag toller finde und mir nicht vorstellen kann, ohne ihn zu sein. Ganz furchtbar langweilig romantisch... Auch wenn ich mir bewusst bin, dass das immer mal nicht mehr so sein muss, in fünf, 25 oder 50 Jahren. Aber das, Achtung Binsenweisheit, weiß man nie. Und mit ihm kann ich mir vorstellen, jeden Konflikt, der da kommen mag, zu lösen.
Und das möchte ich gerne feiern, ja, vielleicht auch besiegeln.
Außerdem wird unser Leben, seins, meins und unser gemeinsames, in den nächsten Jahren sehr viel hektischer und unsteter. Auch bei uns sind, auf beiden Seiten, Doktorarbeiten in der Mache und danach werden wir uns karrieretechnisch über ganz Deutschland/Europa verstreuen müssen. Da hat eine Eheschließung, wie bei Faience, pragmatische Gründe: Ein Ehepartner wird vor Arbeitgebern und Ämtern eher anerkannt als ein abstrakter Freund irgendwo. Aber auch "gefühlige": Wenn er in Südfrankreich und ich in Oberbayern sitze, sind wir nicht nur gedanklich, sondern auch amtlich doch irgendwie verbunden...
Ich finde es nicht schlimm, mich in Kleinigkeiten zu verlieren. Denn über die Tragweite der Entscheidung habe ich schon nachgedacht, bevor wir überhaupt beschlossen haben zu heiraten. Schon Monate, wenn nicht ein Jahr vorher. Wir haben uns langsam an die Idee herangetastet und trotzdem war es, als es dann beschlossen wurde, ein Gefühl von "Boah, das ist jetzt was Großes!" Und ich finde, gerade die Kleinigkeiten sind es, über die so eine große Sache langsam für mich greifbarer und fassbarer (auch im abstrakten Sinne) wird. Ein Kleid kann ich anfassen, ein lebenslange Entscheidung für einen Menschen nicht... Kleider, Blumen und sonstige bescheuerte (klar, letztendlich bedeutungslos, keine Frage) Hochzeits- (klar, nicht Ehe-)Utensilien (sei es jetzt das Rahmschnitzel oder der Rucola-Feigen-Salat mit Himbeer-Balsamnicodressing) stehen für mich zeichenhaft für das große Ding, das wir da vorhaben. Deswegen ist die Eheschließung nicht weniger wert!
Vielleicht habe ich damit einiges geklärt, vielleicht auch nicht. Selbst wenn alles immer noch widersprüchlich klingt - mittlerweile genieße ich diesen Widerspruch auch sehr und ich denke, in dem Moment, wo ich offiziell Ja sage, wird sich das alles entwirrren :)Geändert von leben_zweinull (06.09.2010 um 19:09 Uhr)
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03.10.2010, 16:43
AW: Theorie und Praxis
Hallo an euch beide leben_zweinull und Faience,
ich finde es sehr interessant, was ihr schreibt, denn dieses befremdliche Gefühl trifft auch auf mich zu. Mein Freund und ich sind seit 11 Jahren zusammen, beide Ende 20. Er hat realtiv früh in unserer Beziehung einmal gesagt, dass er auf jeden Fall heiraten möchte und es hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass er sich eine sehr klassische Hochzeit in weiß wünscht. Damals waren wir 18 und die Idee zu heiraten lag mir fern, zumal wir beide noch in die Schule gingen und bei unseren Eltern gewohnt haben. Da ich mir damals mein Leben noch nicht im Detail ausgemalt hatte und auf Grund meines Alters ich mir Heiraten gar nicht vorstellen konnte und weil ich in gewisser Weise ein trotziger Mensch bin (erstmal ablehenen und grundsätzlich - jedenfalls in Gedanken - bloß nicht alles so machen "wie alle") haben wir über die Jahre viel über dieses Thema gestritten. Ich habe geschimpft, wie bescheuert es sei, soviel Geld für eine Hochzeit auszugeben und außerdem feministische Standpunkte vertreten, wie z.B. heute muss man nicht mehr heiraten, außerdem ist die Ehe heute sowieso nichts mehr wert.
Im Laufe der Jahre, als wir so langsam ins heiratsfähige Alter kamen, konnte ich mir zumindest ganz theoretisch "heiraten und ich" halbwegs vorstellen. Da ich ein sehr familärer Mensch bin und wir außerdem nun schon viele Jahre zusammen waren, schien es mir - in weiter Zukunft - im Rahmen des Möglichen, ihn zu heiraten. Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
Nun wohnen wir seit über 2 Jahren zusammen, haben beide das Studium abgeschlossen und haben auch schon gearbeitet. Von allen Seiten kommen immer wieder Anspielungen, dass wir doch sicher bald heiraten. Das nervt! Diese Anmerkungen kamen schon, als wir ca. 3 Jahre zusammen waren, noch jeder bei seinen Eltern gewohnt hat, ich hatte gerade Abi gemacht und er war am studieren. Naja, auf jeden Fall kommen wir der Konstellation immer näher, die man so landläufig im Kopf hat, wann man mal heiraten könnte: Alt genug, lange genug zusammengewesen und zusammengewohnt, beide mit der Ausbildung fertig und bereits berufliche Erfahrungen gemacht.
Lange Zeit haben wir nicht mehr groß über das Thema gesprochen, zu mal er sich über meine Kommentare zum Thema geärgert hat und ich ihn mit meiner Ablehnung vom Heiraten auch verletzt habe. Er sagte, wir reden erst wieder darüber, wenn es konkret wird. Mein Problem ist allerdings, dass ich versuche, mich mit dem Gedanken an eine Hochzeit und ans Verheiratet-sein anzufreunden. Eigentlich ist Heiraten was ganz Normales, aber wenn es darum geht "heiraten + ich", dann ist das ganz komisch. Obwohl ich es gar nicht komisch finde, wenn jemand anders heiratet, das empfinde ich als ganz normal.
Ich war in meinem Leben auf nur ganz wenig Hochzeiten: Bei zweien war ich ein Kleinkind und kann mich an nix konkret erinnern, beim vorletzten Mal hat meine Tante mit über 50 zum 2. Mal geheiratet (und damals auch schon gesagt "Beim nächsten Mal seid ihr dran", da waren wir gerade 4 Jahre zusammen und Anfang 20), das ist nicht das klassische Zenario. Die erste "richtige" Hochzeit, bei der ich dabei war, war vor ein paar Tagen. Nun versuche ich so etwas wie Gewissenserkundung bei mir zu betreiben und mich in der Rolle der Braut vorzustellen bzw. in der Rolle als Teil des Brautpaares, um das sich alles dreht. Fällt mir auf der einen Seite total schwer, auf der anderen Seite wünscht sich ein ganz kleiner Teil von mir, der sich kaum traut, die Stimme zu erheben, das zu sein.
Sorry, ich weiß nicht, ob euch das jetzt hilft oder eher mir (es mal aufgeschrieben zu haben). Das ist jetzt so lang geworden, dass ich besser mal wieder aufhöre und mich darauf freue, wieder von euch zu lesen.
Liebe Grüße
sleepy
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03.10.2010, 17:14Inaktiver User
AW: Theorie und Praxis
dann antworte ich erst einmal mit "immer demselben Punkt":
es kommt nicht auf die Hochzeitsfeier an, sondern auf die Ehe und die Eheschließung.
deshalb kommt es nicht darauf an, ob Du Dich Dir als Braut vorstellen kannst, sondern ob Du mit ihm in einer Ehe leben möchtest, ob Du seine Ehefrau sein willst, ob Du Dir das vorstellen kannst.
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04.10.2010, 09:03
AW: Theorie und Praxis
Da muss ich Leonie60 natürlich zustimmen. Letztlich kommt es auf die Ehe an, ob du dir vorstellen kannst, mit ihm für den Rest deines Lebens zusammenzusein, ob ihr immer noch ausnahmslos glücklich seid, ob du dich "ausgetobt" hast - wenn dich der Gedanke freut, und wenn auch nur heimlich, dann ist es doch ein sehr gutes Zeichen.
"Andererseits" (passt ja nicht wirklich, weil das für mich kein Widerspruch ist, sondern ein Gedanke in zwei Akten, sozusagen) kann ich dieses Fremdeln mit dem Begriff "Braut" sehr gut verstehen. Bei mir ist es ebenfalls so, ich war mal als Kleinkind auf ein, zwei Hochzeiten und dann vor ein paar Jahren mit meinem Verlobten (hihi) bei einem Vereinskumpel von ihm, aber da auch nur in der letzten Reihe hinten in der Kirche und kurz zum Sektempfang - die Braut musste beim Gratulieren erst mal fragen, wer ich denn jetzt wäre ;)
Mittlerweile denke ich mir, dass wir selbst unser Bild von "Braut" definieren können und sollten, genauso wie wir als Paar selbst definieren sollten, was für uns in unserer Beziehung funktioniert. Und für mich war es komisch, mich immer noch zu fühlen wie ich, aber nun plötzlich eine Rolle einnehmen zu sollen, die für mich immer weeeeit in der abstrakten Zukunft lag, die für mich immer ein Ding "für die Großen" war. Aber ich hab begriffen, dass sich nichts ändern muss, dass ich mich nicht ändern muss, dass ganz grundlegend (natürlich hauptsächlich) zählt, dass er mein "Lieblingsmensch" ist und ich seine Frau sein will. Und ich muss immer noch wie ein Schulmädchen kichern, wenn er mich (nur unter uns) seine Verlobte nennt. Aber es ist ein gutes Kichern! Es steht nur dafür, dass ich mir der Größe der Sache bewusst bin, mich aber drauf freue.
Ich finde es sehr legitim, sich dessen bewusst zu sein, drüber nachzudenken, mit der Rolle der Braut zu fremdeln, wenn man sich sich nicht schon seit Jahren als solche vorgestellt hat. Die Braut, das weiße Kleid, die Hochzeit, die Torte, die Schweinemedaillons - das ist für mich das Bild, das entsteht, wenn man an Heirat denkt, auch wenn es der unwichtigste Teil von allem ist. Was hinter dieser großen amtlichen und auch emotionalen Barriere (nicht im negativen Sinne!) kommt, bleibt entweder weiter ein (schönes, spannendes) Abstraktum oder es ist ganz konkret: nichts Anderes als vorher. Bei mir ist es eine Mischung aus beidem.
Und du kannst nicht verhindern, dass sich deine Verwandten einmischen werden, kommentieren, auch hinter deinem Rücken, aber das musst du einfach ausblenden bzw. weglachen. Kleines Beispiel?
Von meinem Vater habe ich erfahren, dass meine Oma es seltsam findet, dass ich meinen Namen behalte, nicht mal einen Doppelnamen annehme.
Meine Mutter meinte, ich solle mir jetzt noch kein Kleid kaufen, woher wolle ich denn wissen, dass ich nächstes Jahr zur Hochzeit nicht schwanger sei... (weil ich jetzt 27 Jahre nicht schwanger geworden bin, derzeit kein Kind will und ich Gegenmaßnahmen treffe?!?) Das ist es eben: Für (fast) alle in meiner Umgebung hängt an einer Heirat ein Rattenschwanz an Folgen dran, die ich nun wirklich nicht will: Hausbau, Kinder, Sesshaftigkeit. Und das ist auch ein Teil dieses Riesengebildes "HOCHZEIT / EHE", mit dem ich (noch?) nichts anfangen kann. Das einzige, was ich will, ist "ER"/ihn!
Deswegen werde ich ab sofort den Rat meines Liebsten befolgen und nur noch das Nötigste an Infos, was meine Hochzeits- und Ehepläne angeht, ausspucken. Du und dein Freund, ihr sollt definieren, wie ihr heiraten wollt und wie ihr als verheiratetes Paar sein wollt, sonst niemand!
So, jetzt muss ich zum Zahnarzt ;)
Grüße,
leben_zweinullGeändert von leben_zweinull (04.10.2010 um 09:10 Uhr)
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05.10.2010, 19:14
AW: Theorie und Praxis
Liebe Leonie und leben_zweinull,
natürlich kommt es auf die Ehe an und ob man zusammenbleiben möchte, das ist mir schon klar. Diesen Punkt gilt es zuerst abzuklären.
Wenn ich heiraten werde, dann will ich definitv feiern, mit Freunden und Verwandten. Wie das dann ganz genau aussehen wird ist halt die Frage. Wie schon gesagt, mein Freund denkt hier sehr klassisch und ich weiß, dass es sein größter Wunsch wäre, mich in weiß zu sehen. Auf der einen Seite möchte ich ihm diesen Wunsch sehr gerne erfüllen, aber die beiden Bilder "ich" und "klassische Braut" muss ich vorher noch zusammen bringen - was ich auch gerne möchte, denn nur so kann es für uns beide richtig schön werden. Also werde ich weiterhin versuchen, das in Einklang zu bringen. Nur weil einem etwas nicht gleich zusagt, heißt ja nicht, dass man etwas nicht so machen kann. Es ist schließlich legitim, sich einer Sache langsam zu nähern, oder?
Tjaja, die Bermerkungen außenrum. Das ist wirklich ein Kapitel für sich. Je nach aktuellem Geisteszustand kann ich darüber lachen bzw. mich richtig aufregen. Auch hier versuche ich, das nicht allzu ernst zu nehmen. Leider bin ich ein Mensch, der sich sehr stark nach außen orientiert und durch solche Kommentare beeinflussen lässt. Nicht in dem Sinne, dass ich dann genau das täte, was die Leute sagen, aber es ärgert mich eben, dass sich jeder berechtigt fühlt, sich einzumischen. Ich persönlich versuche bei dem Spielchen, wenn es um andere Paare geht, nicht auch noch mitzumachen, mit "anzüglichen" Bemerkungen. z.B. hat uns neulich ein befreundetes Paar mitgeteilt, dass sie ein Baby bekommen. Wir haben nicht nachgefragt, ob sie denn jetzt heiraten würden, sondern uns einfach über die frohe Botschaft gefreut. Wenn sie heiraten wollen, dann werden sie uns das sicherlich mitteilen.
Liebe Grüße
sleepy
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06.10.2010, 13:03
AW: Theorie und Praxis
Freut euch doch, dass ihr in einer glücklichen Beziehung lebt und eurer Leben ansonst (Beruf, Materielles) so gut läuft.
Ihr wollt kein weisses Kleid und keine Schweine-Medaillons, dann lasst das weg! Warum macht euch das so grosse Kopfschmerzen?
Habt ihr Angst vor dem Eheleben und der Verbindlichkeit, oder davor, dass die anderen beleidigt sind weil es keine Schweinemedaillons gibt? Das erste kann ich verstehen, das zweite irgendwie nicht.



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