Murmel, das ist jetzt echt nicht bös gemeint (hast du eigentlich meine PN bekommen, du Nuss?) - aber ein bisschen klingt das, wenn ich es zuspitzen würde, als müsste ich dir als Gast meine finanzielle Situation offen legen, damit du unter Umständen nicht enttäuscht bist, dass ich nicht mehr Geld schenke. Das muss ich aber nicht.
Wir verdienen ganz gut, zur Zeit aber z.B. weniger, weil mein Mann ja in Elternzeit ist. Und wenn wir nun ausgerechnet dieses Jahr auf drei oder vier größere Hochzeiten eingeladen wären, dann würden uns 400 Euro plus eventueller Anreise und Übernachtung (nicht jedes Brautpaar bietet da die Möglichketen, die ihr habt - wir hatten sie nicht) schon ganz schön ordentlich schmerzen. Und ich sehe es weiterhin nicht als Aufgabe der Gäste an, die Hochzeitsfeier (teil)zufinanzieren. Unsere Hochzeit hat die vielleicht 2/3 von eurer gekostet, irgendwas (ich nehme mal an, es ist das Buffet), ist da immer noch sehr, sehr exklusiv. Und das ist euer Wunsch - grundsätzlich gibt es ja auch noch etwas zwischen "sehr teuer" und selbstgegrillte Würstchen.
Und wie schon gesagt, es klingt bei dir so, als müsse man dir einen detaillierten Finanzplan hinlegen, damit man als "Ganz-gut-Verdiener" vielleicht doch sagen kann, dass bei einem 100 Euro die absolute Schmerzgrenze ist. Na ja, zugespitzt eben....
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Thema: Wieviel Geld schenkt man...?
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12.04.2010, 17:27
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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12.04.2010, 17:28
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Leonie, das geht mir umgekehrt bei deinen Beiträgen auch öfter so!

Nee mal im Ernst:
- Ich habe gesagt, man muss die Möglichkeiten der Schenkenden berücksichtigen. Wenn jemand auch nur 10 Euro gibt, weil er nicht mehr KANN (Hartz-IV-Empfänger z.B.) ist das kein Grund beleidigt zu sein. Niemand soll sich sein Geschenk vom Mund absparen!
- Ich habe gesagt, dass ich niemals wollen würde, dass jemand aus Kostengründen nicht teilnimmt. Wenn man wirklich gar nichts schenken KANN, gibt es andere Möglichkeiten, seine Aufmerksamkeit zu zeigen (beim Dekorieren helfen z.B.) Das ist dann auch ok!
- Ich habe gesagt, man muss den Rahmen der Feier, die man sich finanzieren lassen will. dem Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der schenkenden anpassen und sollte nie mit einer vollständigen Kostendeckung rechnen!
- Ich habe gesagt, Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten nehmen schließt für mich mit ein, für kostenlose Unterbringungen zu sorgen (wenn auch nicht auf Sterneniveau!) und nicht zu erwarten, dass sich teure Garderobe angeschafft wird. Jeder ist bei uns auch in Jeans und Kurzarmhemd willkommen.
Was einen also an meinen Ausführungen so fassungslos machen kann, verstehe ich nicht

Ich finde einfach nur, wenn man es HAT (und nicht zusammensparen muss) ist eine Hochzeit nicht der geeignete Anlass für Geiz. Und ich finde, es zeugt nicht von Respekt und Achtung und Anstand, sich dem Wunsch der Gastgeber nach Geldgeschenken rein aus Prinzip VOLLSTÄNDIG zu widersetzen. Zu halb/halb (Geld zu Geschenkwert) sollte man sich nun wirklich durchringen können...
Die Hochzeit von Freunden ist auch nicht der Anlass für Prinzipienreiterei...
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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12.04.2010, 17:29
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Ich gebe es zu - ich war die letzten 5 Jahre auf keiner Hochzeit. Aber 50 Euro finde ich nicht normal.
Wir haben (vor 15 Jahren) nicht mal von den allerengsten Verwandten Geschenke im Wert von mehr als 100-150 DM bekommen.
Und obwohl wir damals beide noch Studenten waren, haben wir unsere Hochzeit so geplant, dass wir sie selbstverständlich selbst wuppen konnten - allerdings waren unsere Eltern auch sehr großzügig.
Da wir einen umfangreichen Hochzeitstisch hatten, haben wir auch kaum Geldgeschenke bekommen - wir hätten mit dem Geld also die Feier weder finanzieren können noch wollen.
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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12.04.2010, 17:31
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
*hüstel*
Ich bin ehrlich gesagt auch einigermaßen fassungslos...
Am schönsten finde ich persönlich:
Wenn du hier Fotos machst bekommst du die Feier "umsonst". Andernfalls erfolgt die Bezahlung per Kreditkarte, Einzugsermächstigung oder Nachnahme (dann aber 2€ zusätz. Gebühr). *ironie off*
Das sind doch meine GÄSTE, die ich EINLADE...
Nur so nebenbei:
Wir wünschen uns auch Geld, in erster Linie weil wir einfach alles haben was wir so brauchen. (Ich werd nicht mal den 50 Euro-Gutschein fürs Küchenfachgeschäft los...)
Die Hochzeit ist, wie man in meiner Branche so schön sagt, komplett durchfinanziert, und zwar von uns selber mit ein bisschen Unterstützung der Eltern. Und von dem Geld machen wir uns ne superschöne Zeit in den Flitterwochen.
Murmeltier, nimms mir nicht übel, aber ich kann das wirklich überhaupt nicht nachvollziehen!Geändert von Julita (12.04.2010 um 17:34 Uhr)
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12.04.2010, 17:33
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12.04.2010, 17:36
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Warum schenkt Ihr Euch dann überhaupt was - Ihr hättet ja auch gleich beschließen können, dass jeder sein Geld behält...
Zitat von murmeltier
Nee, das ist nicht das, was ich unter Schenken verstehe!
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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12.04.2010, 17:37
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Huhu marilyn

Naja, aber sagen wir mal so, wir laden ja niemanden ein, dessen finanzielle Situation uns so völlig fremd ist. Den Gehaltsscheck hat mir zwar noch niemand gezeigt, aber man weiß doch etwa, ob die Leute noch studieren, arbeitslos sind, gerade Eltern geworden sind, krank sind oder eine leitende Position in ere Bank inne haben. Und ich weiß zumindest bei der überwältigenden Mehrheit auch, ob sie auf noch mehr Hochzeiten eingeladen sind (weil ich die Leute dann auch kennen müsste).
Aber insbesondere weiß ich bei den meisten, welchen Lebensstil sie sonst pflegen und wenn mein Cousin z.B. bei jeder sich bietenden Gelegenheit damit prahlt, dass er mit 26 schon fast seine Eigentumswohnung abgezahlt hat, ein neues Auto hat, ein teures Motorrad hat und überhaupt jedes WE für mindestens 100 Euro saufen geht, Zitat: "Wenn ich feiern will, dann schau ich nicht auf's Geld!" (da ist der eigentlich ausschlaggebende Punkt!), uns dann aber 30 Euro schenkt, dann finde ich das schlicht frech. Denn würde er die selbe Menge Alkohol und Essen in einer Kneipe in sich reinschaufeln, würde er mehr als das dreifache dort lassen (und tut er sonst ja auch!) Sowas meine ich halt... SOWAS würde eine Freundschaft beeinträchtigen.
Aber sicher nicht, wenn ich jemandem 100 Euro geschenkt habe, dieser jemand aber nicht die Möglichkeiten hat, das selbe für mich zu tun... Und das muss er mir dann auch nicht beweisen.
PN, ich geh mal gucken... Ich muss mal die Popup-Funktion wieder zulassen, damit ich das immer gleich sehe...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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12.04.2010, 17:42
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Da macht mich jetzt doch glatt fassungslos, dass einen das fassungslos machen kann...
Wenn ich doch nunmal keine anderen Wünsche habe als den, einen außergewöhnlichen Tag zu meiner Hochzeit zu verbringen. Und das mein sehnlichster Wunsch ist, den ich mir aber allein nicht erfüllen kann. Dann finde ich es das allernormalste der Welt, sich DAS von deinen Gästen als Geschenk zu wünschen...
Ich meine, ich könnte natürlich auch sagen, ich wünsche mir ein neues Auto im Wert von 5000 Euro und meine Gäste bitten, alle 100 dafür zusammen zu schmeißen, mir das zu zahlen (bzw. so viel davon, wie sie eben können). Dieses "mehrere Leute schmeißen zusammen, um ein Geschenk zu ermöglichen, was für einen allein und für den Beschenkten allein zu teuer wäre" ist doch ein anerkanntes Konzept, oder etwa nicht? Warum darf dieses "Zusammenschmeiß-Geschenk" etwas sächliches, aber nicht die Feier selbst sein?
Im Gegensatz zum Auto, haben die Leute ja sogar von der Feier selbst etwas - wenn man es mal drastisch formulieren will...
Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, warum es unzulässig sein soll, sich einen Tag, eine Feier, ein Ereignis an sich im "Zusammenwurfverfahren" schenken zu lassen, das selbe mit Sachdingen (bzw. einem Haushalt!) aber möglich sein sollte. Wo ist der Unterschied?Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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12.04.2010, 17:43Inaktiver User
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
DAS z.B. macht fassungslos - ich passe die Feier meinen finanziellen Möglichkeiten an, denn ich lade ein und finanziere - und nicht den finanziellen Möglichkeiten der Gäste.
Ich bin derzeit nicht auf vielen Hochzeiten - und wir sind gut gestellt - schließlich könnte es mir vom finanziellen her völlig egal sein, ob wir 50, 100 oder 200 Euro geben.
aber ich finde 100 unangemessen viel - und ich schenke grundsätzlich kein Geld. Denn das führt das Schenken ab adsurdum. Das hat nichts mit Geiz zu tun - ich bin grundsätzlich großzügig, das hat mir noch keiner abgesprochen.
Wenn Ihr schon alles habt und keine weiteren Wünsche - dann gebt einen Spendenzweck an.
Gruß, Leonie
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12.04.2010, 17:45Inaktiver User


) - aber ein bisschen klingt das, wenn ich es zuspitzen würde, als müsste ich dir als Gast meine finanzielle Situation offen legen, damit du unter Umständen nicht enttäuscht bist, dass ich nicht mehr Geld schenke. Das muss ich aber nicht.
Wir verdienen ganz gut, zur Zeit aber z.B. weniger, weil mein Mann ja in Elternzeit ist. Und wenn wir nun ausgerechnet dieses Jahr auf drei oder vier größere Hochzeiten eingeladen wären, dann würden uns 400 Euro plus eventueller Anreise und Übernachtung (nicht jedes Brautpaar bietet da die Möglichketen, die ihr habt - wir hatten sie nicht) schon ganz schön ordentlich schmerzen. Und ich sehe es weiterhin nicht als Aufgabe der Gäste an, die Hochzeitsfeier (teil)zufinanzieren. Unsere Hochzeit hat die vielleicht 2/3 von eurer gekostet, irgendwas (ich nehme mal an, es ist das Buffet), ist da immer noch sehr, sehr exklusiv. Und das ist euer Wunsch - grundsätzlich gibt es ja auch noch etwas zwischen "sehr teuer" und selbstgegrillte Würstchen.
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