So eine Anspruchshaltung find ich echt daneben. Es gibt nun wirklich viele Menschen, für die 100 Euro richtig viel Geld sind. Und dann dazu noch eventuell Anreise- und Übernachtungskosten, vielleicht neue Kleidung... sowas macht mich echt fassungslos. Ich weiß von den meisten Gästen bei uns gar nicht mehr, wieviel sie geschenkt haben. Mir war das aber auch nicht wichtig, ich wollte mit Menschen, die mir wichtig sind, feiern und nicht Geld einsammeln.
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Thema: Wieviel Geld schenkt man...?
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21.03.2010, 16:21
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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22.03.2010, 19:43
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Das klingt ja auch schon wieder so, als wären 40 Euro wenig....?Dann geschieht ihnen Recht, wenn keiner über 40 gibt!
Also ich sehe das auch so, wer einlädt soll auch einladen, sonst will ich nicht mit Freunden feiern sondern Geld verdienen, dann muss ich ein Restaurant aufmachen....
Wir haben das nochmal diskutiert und bleiben bei unserem Plan. Mit Anfahrt und Übernachtung und Kleid und Haaren und JGA (ok, müssen eh, aber dennoch kommt das alles zusammen) wird das sonst einfach zuviel. Und wir würden auch nicht auf die Höhe des Betrags schauen bei unserer Hochzeit....
[kleine Ausnahme: wenn zB meine Tante 20 Euro schenken würde, wäre ich beleidigt
]



Cytheria
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25.03.2010, 16:27
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Also ich finde, 40 EUR pro Person ist schon sehr viel. Bei uns gibt man zwischen 50 und 75 EUR pro Paar. Hat sich so eingebürgert. 75 EUR dann auch nur bei Verwandten.
Wir lassen uns oft auch noch was nettes (z.B. Fotobuch) fürs Brautpaar einfallen, das kostet ja auch nochmal was.
Und wegen der Tante: Meine Oma hat uns gar kein Geld zur Hochzeit geschenkt, sondern 3 Kuchen fürs Kuchenbuffet gebacken. Wir haben uns das so gewünscht. Sie hat so wenig Geld, ich hätte mich niemals wohl gefühlt davon was zu nehmen. Wir haben ihr im Gegenteil noch das Hotelzimmer bezahlt und sie natürlich auch im Restaurant (sie ist schon einen Tag früher angereist) komplett freigehalten.
Auch mein Bruder, der mit kompletter Family angereist ist, für die wir alle die Hotelzimmer bezahlt haben, hat nur ein kleines Sachgeschenk gemacht. Alles andere hätte mich beschämt - er hat einfach kein Geld, das er uns geben könnte. Ich wollte nur, dass er kommt. Das war mir Geschenk genug.
Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten geben.
Xanidae: Solche "Freunde" sollte man wirklich aussortieren bzw. in Eurem Fall haben sie das ja von alleine getan. Natürlich ist das im ersten Moment nicht schön, aber was wäre denn die Alternative gewesen? Hättet ihr Euch verschulden sollen oder einen Monat nur Nudeln essen?
Kann ein Freund das wirklich von mir wollen?
Bei uns im Freundeskreis gibt es sowas nicht. Der, der mehr hat gibt auch mehr. Nicht nur bei der Hochzeit, das fängt schon beim gemeinsamen Grillabend an. Ich will nicht, dass da jemand, der eh nicht viel hat, Fleisch für alle mitbringen soll. Der soll dann halt nen Kuchen oder Salat machen, um das Fleisch kümmert sich jemand der mehr Geld hat. Anders funktioniert für mich keine Freundschaft. Ich würde niemals nach einem solchen Abend rumrennen um von jedem 1,50 EUR einsammeln, weil ich mehr bezahlt habe.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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25.03.2010, 18:15
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Ja natürlich, wer wenig hat, der gibt auch wenig. Aber meine Tante hat normal bis viel Geld, ist aber todgeizig, isst immer das Teuerste wenn sie eingeladen ist und bringt das billigste und hässlichste Geschenk. Also: da wäre ich beleidigt
Und: genau damit muss ich rechnen......



Cytheria
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25.03.2010, 22:26
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Ich finde 40 Euro pro Person vollkommen in Ordnung und ausreichend.
Und wenn es Freunde sind, kann man auch durchaus sagen: Hej, ok, ihr wünscht euch Geld - aber wir finden das zu unpersönlich und würden euch gerne etwas anderes schenken.Ich hab meine Ernährung umgestellt.
Die Chips stehen jetzt links von der Tastatur.
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26.03.2010, 10:36
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
Klar, das kann man schon sagen. Aber ehrlich, ich habe nicht wenige Sachgeschenke nach der Hochzeit einfach entsorgt weil total unpassend oder gar nicht unser Geschmack oder schon doppelt und dreifach vorhanden.
Eine Freundin hat uns ein Kochbuch geschenkt. Sie weiß, dass ich kochen hasse und sie weiß, dass ich tausende Kochbücher habe - unter Anderem weiß sie mir ständig welche schenkt. Da war ich dann schon ein bisschen beleidigt. Das Buch war sehr teuer und ist komplett nutzlos für uns.
Ich war die letzten Jahre auf sehr vielen Hochzeiten und jedes Paar hat sich Geld gewünscht. Wenn man schon um die 30 ist und länger zusammen wohnt, dann hat man halt schon so ziemlich alles.
Cytheria: Oh je, bei so einer Tante wäre ich sicher auch beleidigt. Wobei, wenn Du eh schon davon ausgehst, dann stell Dich lieber gleich drauf ein. Oder lad sie gar nicht erst ein. Nicht weil Du so wenig Geld zu erwarten hast, sondern weil solche Menschen einfach furchtbar sind.
Ich hab meine Tante auch nicht eingeladen, weil sie ein furchtbarer Querulant ist. Sie war kurz etwas eingeschnappt. Aber hätten wir sie eingeladen und sie wären gekommen und sie hätte sich benommen wir immer, dann würden wir heute sicher kein Wort mehr miteinander reden. War also für uns das kleinere Übel sie gar nicht einzuladen.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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26.03.2010, 15:35Inaktiver User
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
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Geändert von Inaktiver User (17.11.2021 um 19:44 Uhr)
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27.03.2010, 15:11Inaktiver User
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
auweia.
diese aufrechnerei im stil von
-da von dem brautpaar kam, dass sie uns ja 150€ geschenkt hatten und mindestens mit einem ebenbürtigen geschenk gerechnet hatten...
-und-
aber gerade hier in diesem forum habe ich schon öfter gelesen, dass das brautpaar mit den geldgeschenken rechnet.
da würde ich dann schon denken "tja, pech gehabt. verrechnet." mit so abgehobenen erwartungen kann man auch auf die nase fallen - diese erwartungshaltung, so nach dem motto: "ich gebe 10000€ aus, also erwarte ich von meinen 100 gästen, dass jeder 100€ schenkt." finde ich -obwohl sie immer mehr zeitgenossen an den tag legen- furhtbar. die gäste als re-finanzierer, da würde ich mich als gast unwohl fühlen.Geändert von Inaktiver User (27.03.2010 um 15:38 Uhr)
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29.03.2010, 13:29
AW: Wieviel Geld schenkt man...?
mir als schenkender wären 40 euro zu wenig.
aber das ist nun wirklich eine persönliche entscheidung, die von diversen - bereits genannten - faktoren abhängt.
ich habe noch keine hochzeit erlebt, bei der "aufgerechnet" wurde und fände das als anspruchsdenken auch sehr seltsam - was ich im zweifel den brautleuten sagen würde. wer seine kochzeit nicht ohne geldgeschenke bezahlen kann, hat sich wohl verplant.
bei unserer hochzeit habe ich einigen verwandten, die es nicht so dicke haben, explizit gesagt, dass ihr kommen (inkl der übernachtungskosten) für mich geschenk genug sei. von meinen freunden habe ich mir auch etwas immaterielles gewünscht, da ich kein geld von ihnen wollte... andere haben - je nach ihren möglichkeiten - geld geschenkt, wir haben gesagt, wofür wir es gern hätten (möblierung).
...natürlich freut man sich darüber, aber mit einer bestimmten summe rechnen... komisch!
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29.03.2010, 13:46Inaktiver User


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