Es ist noch nichts geplant, aber es sieht wohl doch so aus, dass mein LG und ich nach dann über 8 gemeinsamen Jahren doch noch heiraten werden. Hatten wir nicht vor, da "unnötig", aber es ist doch schöner zu sagen "mein Mann".
Wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer Hochzeit. Da auf jeden Fall ein Anhang aus dem Ausland anreisen muss (Spanien), werden wir entweder ganz allein zu zweit heiraten oder nur im allerengesten Familienkreis, soll heißen Eltern und Geschwister mit Partner, gaaanz vielleicht noch Opa und Neffen.
Macht mit Brautpaar zwischen 8 und 11 Personen.
Die spanische Familie spricht kein Deutsch, die deutsche kein Spanisch. Unsere Anhänge würden sich erstmalig kennenlernen. Es wäre eine standesamtliche Hochzeit, da ich die Kirche verweigere. Wahrscheinlichster Austragungsort ist unser Wohnort (Deutschland), wohin alle Anverwandten anreisen müssen.
Bisheriger Plan:
Wir tingeln alle aufs Standesamt. Die Spanier gucken doof, weil sie nichts verstehen. Anschließend geht es in das Etablissement (bisher: kein Plan), wo die Feier stattfinden soll. Es gibt Sekt, Kuchen, mehrgängiges Abendessen, eine kleine Hochzeitstorte.
Und was noch? Das ist sogar mir, die ich solche Feierei gar nicht mag, zu langweilig.
Soll man für rd. 10 Leute, von denen 3 nicht tanzen, einen DJ engagieren? Spiele oder nur "miteinander reden" fallen aus wegen der Sprachprobleme.
Ein Dolmetscher für diesen Tag ist nicht drin im Budget. Da wir sämtilche Reisekosten übernehmen müssen (unsere Verwandten könnten sonst nicht kommen, da leider das Geld fehlt), geht das nicht auch noch. Und wäre ja auch doof, da geht Spontanität verloren.
Was also tun?
Ich bin auch offen für ganz abgedrehte Ideen à la Karaoke-Singen oder was-weiß-ich. Inzwischen zermatere ich mir seit 2 Monate den Kopf und komme nicht weiter.
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02.03.2010, 16:54Inaktiver User
Hochzeit "ganz klein" - und dann?
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02.03.2010, 17:31
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass bei dem geschilderten Konzept keiner so richtig Spaß haben wird und es dazu noch für Euch teuer wird.
Wie wäre es mit folgender Idee: Ihr feiert in Deutschland nur mit der allerengsten deutschen Verwandtschaft (z.B. ganz stilvoll essen gehen oder so) und dann reist Du und Dein Mann nach Spanien und feiert dort mit den Spaniern.
Wäre das eine Alternative? Die kleine deutsch-spanische Runde, die sich untereinander nicht verständigen kann, finde ich nicht so prickelnd - auch nicht für Euch, weil Ihr die ganze Zeit vermutlich die Vermittler/Dolmetscherrolle habt.Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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02.03.2010, 17:53
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Ich würde auch zwei Feiern empfehlen. Eine in Deutschland, eine in Spanien.
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02.03.2010, 18:56
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
>Ich würde auch zwei Feiern empfehlen. Eine in Deutschland, eine in Spanien.
no es una idea que me gusta!
ich wuerde aufs standesamt einen befreundeten spanier mitnehmen, der den spaniern die zeremonie uebersetzt.
danach wuerde ich in ein spanisches restaurant gehen.
also mal ehrlich, nix schoeneres als ein gemischtes mehrsprachiges beieinander! so ein paar brocken werdet ihr ja wohl noch alle (!) auf deutsch, englisch, franzoesisch und nicht zuletzt spanisch zusammenbekommen . .
und nach ein paar cavas ist alles geritzt!
luego
luciernago
(lo se, no es correcto . . me llamo luciernaga! aprendo espanol . .)LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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02.03.2010, 19:25Inaktiver User
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Hallo Vishnja ...
erinnert mich ein bisschen an mich, bzw. uns:wir werden nach Ostern
standesamtlich im "ganz kleinen Kreis" heiraten, d.h. meine und seine
Kinder, meine Mutter und Patentante und sein Bruder mit Freundin.
Dann gehen wir richtig schön essen und tags drauf eine Woche "flittern"
Ich habe sowohl deutsche ,als auch (riesige) italienische Familie, das wäre alles ein Riesenaufriss, wollen wir nicht, zudem ich dann schon hochschwanger bin.
Um die werte Verwandtschaft jenseits der Alpen aber nicht gänzlich zu verprellen, gibt es im Herbst , September, eine Riesensause in der dortigen "Heimat", mit allem was dazu gehört, außer Kirche (seufz) .
Derzeit gibt es zwar wegen unseres "Hochzeitskonzeptes" in Italy
ein ziemliches Gewese und Tränen ( jau !), bei einigen Tanten und Cousinen, aber es geht nun mal nicht anders und bis Herbst ist eh alles wieder paletti (kenne die lang genug;-)...zudem sind alle froh, dass ich endlich wieder unter die Haube komme, nach fast 6 Jahren wilder Ehe, da schließt man eben Kompromisse
Alle unter "einen Hut", geht eben manchmal nicht und vor allem sollen
du und dein Mann sich wohl fühlen, man tut es ja nicht vornehmlich für die Verwandtschaft....
LG,
Cella
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02.03.2010, 20:48
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
In Spanien gibt es kein Gedöns bei der Hochzeit!
Nix tanzen, spielen oder ähnliches.
Man geht in die Kirche (hier: Standesamt), dann in ein exclusives Restaurant und dann noch in eine Bar.
Keine Reden, nix.
Alle aber sehr festlich angezogen. Hab mir extra ein Abendkleid dafür angeschafft.
Herzliche Grüße und alles Gute!
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03.03.2010, 04:38Inaktiver User
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Naja, kann auch witzig sein - meine Familie kann auch kaum Französisch. Spaß hatten sie bei der Hochzeit trotzdem. Und auch in deutscher Verwandtschaft quasselt man ja nicht quer-, sondern untereinander.
Getrennt feiern halt ich logistisch zwar auch für die bessere Variante - allein schon deshalb, weil ihr das Gesparte auch für ein nettes Extra vor Ort verwenden könntet, aber an der Sprache liegt es nicht.
Vielleicht ne nette Rundfahrt? Picknick? Flussfahrt? Irgendein Highlight. Oder am nächsten Tag bzw. am Tag davor was Typisches - Musical, Park, Museum?
Auf Zwang würde ich nix machen. Karaoke gehört dazu.
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03.03.2010, 07:06Inaktiver User
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Huhu,
wir hatten ein ähnliches Problem, wenn auch nicht mit den Entfernungen, aber auf jeden Fall mit den Sprachbarrieren.
Deutschland - Netherlands
Geheiratet wurde standesamtlich im ganz kleinen Kreis. Meine Eltern, Geschwister, seine Eltern, Geschwister und Trauzeugen mit Partner. Wir waren in einer Lokalität essen. Es war ein sehr schöner Tag.
Wir machen im Sommer eine große Feier, wo alle Freunde, der weitere Familienkreis mitfeiern werden.
Aus der Erfahrung raus, bringt jeder seine Sprachkenntnisse durch und irgendwie geht das schon
Aus Kostengründen, finde ich den Vorschlag, eine Nachspanienfeier zu machen aber auch prima. Da könntet ihr direkt einen netten Urlaub drumrumbauen.Geändert von Inaktiver User (03.03.2010 um 07:09 Uhr)
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03.03.2010, 07:26
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
Erinnert mich ein bisschen an meine Hochzeit. Partner ist Niederlaender, ich Deutsche... und zu der Zeit wohnten wir noch in Norwegen. Wir wollten eigentlich ueberhaupt kein Programm und nichts kompliziertes. Wir haben an unsere Eltern, und an meine Schwester und ihre Kleene Flugtickets geschickt und ein Hotel gebucht. Meine Eltern sprechen nur Deutsch und mein Vater auch noch einen schwer zu verstehenden Nuschelaccent. Trotzdem ging es recht gut. Am ersten tag haben wir mit zwei Autos eine tolle Rundfahrt gemacht mit viele Wasserfaellen und toller Landschaft. Am zweiten Tag sind wir nur nur fuer 15 Minuten zur Gemeinde, haben das Offizielle hinter uns gebracht, durch die Stadt gebummelt und abends in unser Lieblingsrestaurant gegangen. Das war eigentlich alles, aber auch mehr als genug. Natuerlich muss jede selber finden was sie zu viel oder zu wenig findet, aber fuer uns war es perfekt.. wenn wir auch fanden dass zu viele Leute gekommen waren um wirklich miteinander reden zu koennen.
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03.03.2010, 08:30
AW: Hochzeit "ganz klein" - und dann?
in meiner Familie gibts auch immer diese Sprach- und Entfernungsschwierigkeiten, da wir in der gesamten Welt verstreut sind. Inzwischen bin ich 63 und finde es immer witzig, neben einer Frau oder einem Mann zu sitzen, dessen Sprache ich nicht spreche. Es kommt dann auf den Tischnachbarn und einen selber an, was draus zu machen.
Meine Oma hat mir mal auf einer Hochzeit in Israel erklärt (sie sprach nur Saarländisch, dazu Hochdeutsch), sie habe sich eben mit ihrer Nachbarin bestens unterhalten.
Ich war milde erstaunt, denn diese sprach definitiv nur italienisch. Aber beide sahen glücklich aus.
Inzwischen haben sich alle - ausser den ewigen Miesmachern - daran gewöhnt, dass die standesamtliche Trauung in einem Land, die kirchliche in einem anderen Land gefeiert wird. Wenn keine kirchliche geht (ist halt schlecht, wenn Juden und Mohammedaner und dann noch ein paar versprengte Evangelen und Katholen und Nichtgläubige in ein Gotteshaus verfrachtet werden sollen), dann erfolgt eine Nachfeier (meist die Taufe oder Geburtsfeier
) im anderen Land. Wobei Eltern und Taufpaten usw. natürlich jedes Mal dabei sind.
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I'm waiting for the other shoe to drop.



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