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  1. User Info Menu

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Vielleicht bin ich ja naiv, aber was ist denn an einer Scheidung denn zwangsläufig teuer? Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass eine Scheidung vor allen Dingen dann teuer werden kann, wenn Kinder mit im Spiel sind, weil es dann auch darum geht, Unterhaltsansprüche und Umgang zu regeln.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  2. Inaktiver User

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Das ist wirklich ein interessanter Thread.

    Wir haben das Thema ja öfter - entweder in Threads, die von vornherein als Grundsatzdiskussion begonnen wurden oder in Threads "ich möchte heiraten, er/sie nicht" (oder auch "ich möchte geheiratet werden".)

    Und die "Ehemuffelfraktion" (bitte mit einem Zwinkern verstehen) argumentiert dann meist mit "das ist doch nur ein Stück Papier" oder "das ist kein Unterschied, Beziehung ist Beziehung, auch eine Ehe ist keine Garantie" o.ä.

    Hier schreiben jetzt mehrere, dass sie die Nähe, die Verbindlichkeit einer Ehe gar nicht wollen.

    Oder anders ausgedrückt:

    Das hat ja zwei Aspekte.

    Erstens "möchte ich die gegenseitige Entscheidung füreinander, dass es für immer ist, die höchste Verbindlichkeit, möchte ich, dass der Partner der nächste Angehörige ist, etc. ?"

    Und zweitens, wenn ich das möchte, "möchte ich das in einer Ehe leben, ist mir wichtig, das mit einem Eheversprechen zu besiegeln?"

    Das wäre vielleicht ein Thema zur Diskussion der "Ehemuffel" untereinander.


    Für mich steht im Mittelpunkt der erste Aspekt - und darunter hätte ich es nicht gemacht und nicht gewollt.
    Weil es mir nicht die Freiheit gegeben hätte, so zu leben, wie ich möchte.
    Bzw. weil man dann viele Möglichkeiten, die mir wichtig sind als Möglichkeit zu haben, nicht hat.

    Gruß, Leonie

  3. User Info Menu

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ehemuffel: ja
    deshalb:
    Wir sind nicht gläubig & Staaten sind mir auch egal. Wichtig ist, wie wir zueinander stehen!
    ...
    Aber man kann ja im Leben nicht ständig an Katastrophen denken & sich danach ausrichten.

    Shiki, bitte sag mehr zu der Vorsorgevollmacht. Wie sieht das aus, wozu berechtigt sie,…?

    Das ist richtig & trifft auf mich zu.

    Aber die Sache mit der Vollmacht für Notfälle… hm… Das wär, galub ich, nicht verkehrt. Oder was meint ihr?
    Für mich ist es eine Frage, was ich für wahrscheinlicher halte: Eine Trennung, die im Rahmen der Ehe sicher noch mal ein Stück komplizierter ist als die Auflösung einer langjährigen Beziehung ohne Trauschein ohnehin ist, oder ein gemeinsames Leben mit allen Eventualitäten. Krankheit und Tod mögen Katastrophen sein - aber sie kommen in jedem Leben vor. Dass ich das auch in unsere Lebensplanung miteinbeziehe, ist nur selbstverständlich, sobald ich mit einem Menschen alt werden möchte. Würde ich die Trennung für wahrscheinlicher halten als das gemeinsame Altwerden und die Auflösung der Beziehung durch Tod eines Partners, würde ich sicher auch nicht heiraten.

    Über Vorsorgevollmachten gibt es genug im Netz, auch Broschüren vom Bundesministerium der Justiz. Diese Vollmachten halte ich übrigens auch für Ehepartner für sehr sinnvoll, weil die Ehe allein noch nicht alle Rechte gewährt, die man im Falle des Falles brauchen könnte. (Die ärztliche Schweigepflicht gilt auch für Ehepartner, als Betreuer z. B. bei Koma, Demenz muss nicht zwingend der Ehepartner eingesetzt werden. Die Verfügungsgewalt über Konten des Partners muss ebenfalls geklärt werden. All das kann man in einer Vorsorgevollmacht - am besten notariell beglaubigt - klären.)

    Ich kann übrigens auch nicht verstehen, dass sich manche unverheiratete Paare darüber mokieren, im Fall des Falles eben nicht diese "ehelichen" Rechte zu haben. Woher soll denn ein Gesetzgeber oder Arzt wissen, dass ich mein Leben mit diesem Menschen verbringen will und das nicht irgendein dahergelaufener Heini ist, der mich gerade mal 2 Monate meines Lebens begleitet hat? DAVOR hätte ich als unverheirateter Mensch wirklich Angst.
    Geändert von Halina (15.02.2010 um 09:29 Uhr)

  4. Moderation

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    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Für mich ist es eine Frage, was ich für wahrscheinlicher halte: Eine Trennung, die im Rahmen der Ehe sicher noch mal ein Stück komplizierter ist als die Auflösung einer langjährigen Beziehung ohne Trauschein ohnehin ist
    Ist sie nicht, jedenfalls nicht zwangsläufig.

    Dir Auflösung einer Ehe verleiht dem wirtschaftlich schwächeren Teil Rechte, die dieser im Falle einer "normalen" Trennung nicht hat. Und der wirtschaftlich schwächere Teil ist heute immer noch i.d.R. die Frau. Besonders wenn Kinder da sind. Und eben dann wenn Kinder da bzw. geplant sind, halte ich die Ehe inzwischen für das bessere Modell. (Wie gesagt, ich hab es auch mal anders gesehen)

    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Würde ich die Trennung für wahrscheinlicher halten als das gemeinsame Altwerden und die Auflösung der Beziehung durch Tod eines Partners, würde ich sicher auch nicht heiraten.
    Halina, ich habe gelesen, dass du bald heiratest. Natürlich denkt man dann nicht als erstes daran, dass die Ehe scheitern könnte. Genau wie unverheiratete Paare, solange sie glücklich miteinander sind, gerne glauben wollen, es würde alles immer so weitergehen, und Fragen von Unterhalt, Sorgerecht, Umgang etc. würden niiiie zum Problem werden. Bei anderen Leuten, klar, aber bei ihnen ganz bestimmt nicht
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Hm. Mir ist es eigentlich relativ egal ob andere Menschen heiraten oder nicht. Ein Trauschein ist keine Garantie für eine glückliche, erfüllende Bezeihung, kein Trauschein ist keine Garantie für eine glückliche, erfüllende beziehung - es gibt in meinen Augen keine Garantien.

    Aber: ich fand/finde es gut und sinnvoll, wenn es nach der grossen Verliebtheit, dem Kennenlernen, den ersten Überraschungen einen Punkt gibt an dem man sich für sich überlegt: ist es dieser Mensch? Entscheide ich mich wirklich ganz bewusst und aus freien Stücken für diesen einen Menschen?
    Dafür ist in meinen Augen eine Hochzeit geeignet. Ich war nie ein grosser Fan vom heiraten, das war kein Ziel von mir - aber jetzt, wo ich den Schritt doch gegangen bin, empfinde ich es noch mal als eine Stufe verpfichteter, näher, verschlungener, als vorher.

    Viele Grüsse

    annapaulemax
    The aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)

    ▬|████|▬

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    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Halina, ich habe gelesen, dass du bald heiratest. Natürlich denkt man dann nicht als erstes daran, dass die Ehe scheitern könnte. Genau wie unverheiratete Paare, solange sie glücklich miteinander sind, gerne glauben wollen, es würde alles immer so weitergehen, und Fragen von Unterhalt, Sorgerecht, Umgang etc. würden niiiie zum Problem werden. Bei anderen Leuten, klar, aber bei ihnen ganz bestimmt nicht
    Analuisa, ich weiß nicht, warum Du mich ansprichst. Ich bin die letzte, die von einer 100 %iger Garantie einer Ehe spricht. 48 % der Erstehen halten, wenn ich mich nicht irre. Nach all meinen Erfahrungen und Beobachtungen glaube ich, dass wir sehr gute Chancen haben, zu diesen 48 % zu gehören. Und diese Entscheidung habe ich mir sicher nicht leicht gemacht. Im Gegenteil - ich habe so lange gebraucht, dass ich erstaunt bin, dass mein Mann jetzt noch mitspielt. Und die rosarote Brille ist schon laaaange weg. Trotzdem hat die Welt mit ihm immer noch einen rosa Schimmer.
    Außerdem ist die Ehe für uns keine romantisch-verspielte Sache, sondern schon in erster Linie ein Vertragswerk, das unser Zusammenleben absichern und vereinfachen soll - aber es ist für mich auch der letzte und definitive Entschluss einem selbst und dem anderen gegenüber, in allen Situationen für einander da zu sein.
    Wir haben u. a. sehr lange über Ehevertrag und Regelung von Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinnausgleich gesprochen - auch wenn wir letztlich zum dem Punkt gekommen sind, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen die gesetzliche Lage ausreicht. Wir wissen aber auch, unter welchen Umständen ein Ehevertrag zusätzliche Absicherung bringen würde. Und ja, nach fast einem Jahrzehnt denke ich auch zu wissen, wie mein Partner in diversen Situationen tickt.

  7. Inaktiver User

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    70% der Erstehen halten. Und ich selbst habe ja Einfluss darauf, es wird ja nicht gewürfelt.

    und Garantien gibt es keine im Leben.

    Trotzdem ist eine Eheschließung für mich keine Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass es hoffentlich gut gehen möge - sondern eine Entscheidung und ein Versprechen.

    Und dann lebe ich, als wäre die Wahrscheinlichkeit für eine Trennung Null - Trennung kommt in meinem Denken nicht vor.

    Klar würde ich nicht in jeder Ehe bleiben, klar weiß ich nicht, auf was für Ideen mein Mann noch kommt.
    Ich weiß, dass es da eine Notbremse gibt - aber all dies führt nicht dazu, dass ich ein Leben oder eine Beziehung mit angezogener Handbremse führe - alle Entscheidungen werden "innerhalb der Ehe optimiert", unter der Annahme, dass das Versprechen "bis dass der Tod Euch scheidet" gilt.
    Und für mich ist das die Voraussetzung dafür, dass es so richtig gut wird.

    Andere können anders glücklich werden - aber der Unterschied sollte nicht weggeredet werden.

  8. Moderation

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    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Analuisa, ich weiß nicht, warum Du mich ansprichst.
    Ich dachte, das wäre klar geworden weil du das geschrieben hast:
    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Würde ich die Trennung für wahrscheinlicher halten als das gemeinsame Altwerden und die Auflösung der Beziehung durch Tod eines Partners, würde ich sicher auch nicht heiraten.
    Daraus schließe ich, dass du das Ende deiner Ehe durch Tod für wahrscheinlicher hältst, als dass es durch Trennung eintritt, richtig?

    Mit Verlaub gesagt: dies kann ein Vierteljahr vor Eheschließung niemand prophezeihen.

    Ich kannte meinen langjährigen Partner auch schon 15 Jahre, als wir heirateten. Und jetzt bin ich geschieden.

    Ich kenne dich nicht und will hier weiß Gott niemandem zu nahe treten, bin auch gleich wieder weg. Ich wollte nur sagen: es kann so sein, es kann aber auch anders sein.

    Und im Fall der Trennung, vor allem mit Kindern, bietet die Ehe eine bessere Absicherung. Eben auch für die Kinder.

    Überhaupt denke ich, dass die Ehe eben gerade im Hinblick auf eine eventuelle Trennung sinnvoll ist - hätte man die Garantie, dass man ewig zusammenbleibt, bräuchte man sie nicht.

    Aber ich will niemandem seinen Optimismus nehmen

    Tschüss
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  9. Inaktiver User

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Angorafrosch: Eltern sterben irgendwann. Sie als nächste Angehörige im Krankenhaus anzugeben empfiehlt sich dann nicht mehr.
    Unsere beider Eltern sind Mitte 50, da dauert das sicher noch ein bisschen. Und ich schrieb ja schon sind wir dann später allein auf der Welt ist es ja wohl klar, dass sich da der "nächste Angehörige" verschiebt, aber bisher sind wir ganz zufrieden so.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Und klar braucht man nicht zu heiraten, um nach außen irgendwas zu demonstrieren. Es hat aber ein paar ganz klare materielle Vorteile, vor allem dann, wenn beide Partner unterschiedlich verdienen.
    Hier ergibt sich die Situation bei uns so wie HasiII dies schon beschrieb: Wir verdienen beide sehr gut und fast auf den Euro genauso viel. Sind nun Steuerklasse 1, wechseln bei Heirat in Steuerklasse 4, Steuerersparnis vielleicht 50 Euro, ganz toll.
    Ich habe nur ein halbes Jahr Elternzeit gemacht und brauchte in dieser Zeit nicht mal wirklich foinanzielle Unterstützung von meinem Freund und das fand ich gut so.

    Ich bin absolut nicht der Typ der sich jeden Montag das Haushaltsgeld abholt, in Steuerklasse 5 mit nem 400 euro Job lebt.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Übrigens: heiraten bedeutet nicht zwangsläufig, dass man ein Vierteljahr vorher über nichts anderes mehr redet
    Ich bin geschädigt, denn ich hab mindestens 2 Freundinnen die schon mindestens 10 Jahre geheiratet werden wollten von den jeweiligen Freunden. Die unbedingt spätestens mit 25 Kinder haben wollten.
    Als dann endlich der Antrag da war, gabs kein anderes Thema mehr.

  10. User Info Menu

    AW: Treff der Hochzeitsmuffel - ich bin dabei!

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    1. Daraus schließe ich, dass du das Ende deiner Ehe durch Tod für wahrscheinlicher hältst, als dass es durch Trennung eintritt, richtig?

    Mit Verlaub gesagt: dies kann ein Vierteljahr vor Eheschließung niemand prophezeihen.

    2. Überhaupt denke ich, dass die Ehe eben gerade im Hinblick auf eine eventuelle Trennung sinnvoll ist - hätte man die Garantie, dass man ewig zusammenbleibt, bräuchte man sie nicht.
    3. Aber ich will niemandem seinen Optimismus nehmen
    1. Doch, ich kann sehr wohl prophezeien, was ich für wahrscheinlicher halte. Und ich bin so arrogant, zu glauben, dass ich damit auch recht behalte. Wie Leonie schon sagte - die Ehe ist auch eine Entscheidung. Es liegt in unserer Hand, was wir daraus machen.

    2. Witwen/r-Rente? Erbschaftssteuer? (Den Rest kann man weitgehend notariell regeln.)

    3. Das kann eh niemand mehr - dazu habe ich zuviel erlebt und beobachtet (ich muss nicht alle Fehler selbst machen) und mir trotzdem meine positive Meinung dazu gebildet.
    Geändert von Halina (15.02.2010 um 12:31 Uhr)

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