Erkannt:
Man erwartet von solchen Anlässen immer zu viel. Man sieht und hört, was andere machen und denkt "Bei uns muss es noch spezieller, toller, luxuriöser und pikanter sein!" Man interpretiert zu viel hinein und zieht am End Enttäuschung heraus.
Ich will Euch sagen, wie unser Abend verlief.
Wir haben den alten und nicht sehr fitten aber unendlich liebevollen Nachbarn das Babyfon "geliehen" und den Haustürschlüssel.
Wir sind Hand in Hand ins Kino spaziert und fühlten uns, wie bei unseren ersten Dates.
Wir haben einen schicksalstreffsicheren Film gesehen - Whatever works! (sehr passend bzgl. Botschaft, Unterhaltungslevel, läßt Fragen entstehen, bietet Perspektivwechsel an...)
Wir sind beschwingt, beseelt und bestens unterhalten nach Hause spaziert, haben unser Plärrfon abgeholt, haben den Nachbarn gedankt, die schlafenden Kinder geküßt und ne Flasche Schampus geöffnet.Wir haben uns unterhalten, über den Film, über unsere Kindheiten, Jugenden, jugendliche Erwartungen bezüglich uns selbst in Fortgeschrittenerem Alter (?), über Wein und Politik und unvergessene Schlagzeilen. Nicht, dass wir uns sonst nix zu erzählen hätten, aber es war anders.
Ist es nicht merkwürdig, eigentlich würde man sich fragen, so wie ich den Abend beschreibe "Ja UND? Was ist da jetzt Besonderes???"
Natürlich hätte ich nun auch die teuersten leckersten Spezialitäten auffahren können und er hätte mir ein glitzerndes Schmuckstück schenken können, aber das hätte nicht unsere Zweisamkeit gerettet.Oder weniger materiell *rolleyes*: eine Ballonfahrt gegen einen Bungeesprung.
Oder ganz spontan: eine Fuß- gegen eine Rückenmassage. (Wir haben beide schon umgerechnet ein dickes Bündel Gutscheine davon.) Es war gewissermaßen schicksalshaft, dass wir "nur" im Kino waren (waren wir seit etwa 2 Jahren nicht mehr) und "nur" auf der Couch geredet haben (nicht über Kinder, Erziehung, Arbeit oder Jammereien/Nörgeleien). Es hat einfach gut getan! Wir haben nämlich gemerkt, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass wir in die Mühle geraten sind.
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Antworten
Ergebnis 11 bis 12 von 12
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15.12.2009, 12:46Inaktiver User
AW: 2. Hochzeitstag - keine Oma für die Kinder - Murphys Gesetz
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15.12.2009, 13:24
AW: 2. Hochzeitstag - keine Oma für die Kinder - Murphys Gesetz
Schön !


Wir haben uns unterhalten, über den Film, über unsere Kindheiten, Jugenden, jugendliche Erwartungen bezüglich uns selbst in Fortgeschrittenerem Alter (?), über Wein und Politik und unvergessene Schlagzeilen. Nicht, dass wir uns sonst nix zu erzählen hätten, aber es war anders.
Oder weniger materiell *rolleyes*: eine Ballonfahrt gegen einen Bungeesprung.
Oder ganz spontan: eine Fuß- gegen eine Rückenmassage. (Wir haben beide schon umgerechnet ein dickes Bündel Gutscheine davon.) Es war gewissermaßen schicksalshaft, dass wir "nur" im Kino waren (waren wir seit etwa 2 Jahren nicht mehr) und "nur" auf der Couch geredet haben (nicht über Kinder, Erziehung, Arbeit oder Jammereien/Nörgeleien). Es hat einfach gut getan! Wir haben nämlich gemerkt, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass wir in die Mühle geraten sind.
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