Hallo,
ich heirate bald und ich wollte fragen welche Rechte und Pflichten wir haben...ich habe NOCH kein Einkommen, bin auf Arbeitsuche und bekomme auch nur noch ein paar Monate Unterstützung.... Ich habe Angst nichts zu finden und kein Geld mehr auf dem Konto dann zu haben, ich zahle auch einen grossen Teil der Hochzeit von meinen Ersparnissen und mein Freund möchte dann ein Gemeinschaftskonto... Ich mag es nicht von anderen Leuten abhängig zu sein, aber wenn ich dann kein Geld mehr habe, bleibt mir nichts anderes übrig..... Kann er mir sein Geld verbieten??? Mich belastet das so sehr...ich hatte sogar schon Selbstmordgedanken und hatte Tabletten genommen (bin durchgedreht)...mein Freund war total verzweifelt und hatte geweint, dass er mich nicht verlieren möchte, er möchte sein Leben mit mir teilen..er hat mich gefragt, ihn zu heiraten, da ich auch keine Krankenversicherung habe (lange Geschichte)... ich habe Angst mich völlig fallenzulassen, denn sonst liege ich ihm auf der Tasche, ich bezahle im Moment die Hälfte (Miete, Essen usw.)...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
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30.09.2009, 17:50
Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
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30.09.2009, 18:01Inaktiver User
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
MUSS dich der Ehemann unterstützen ? Merkwürdige Frage.
Die Ehe ist eine Lebensgemeinschaft. Rein rechtlich steht dir Ehegattenunterhalt zu, das kann er dir nicht verwehren.
Warum zahlst DU den grössten Teil der Hochzeit, warum beteiligt ER sich nicht ?
Gruß, Elli
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30.09.2009, 18:11
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
Nur so ein paar Gedanken:
Hat dein zukünftiger Mann ein sicheres Einkommen? Und ein bisschen was gespart?
Welcher Art ist die Unterstützung, die du noch bekommst? Bei staatlichen Leistungen kann eine Heirat dazu führen, dass diese gestrichen werden, wenn dein Mann genug verdient.
Warum gibst du einen Großteil deines Geldes für die Hochzeit aus? Wenn es im Moment finanziell nicht so rosig ist, müsst ihr ja nicht unbedingt eine Hochzeit feiern, die euch "in den Ruin" oder kurz davor treibt.
Für ein Gemeinschaftskonto haftet ihr beide. Im schlimmsten Fall hält sich die Bank an dich, falls er z.B. das Konto tief in den Dispo versenkt und nicht zahlen kann.
Wie wäre es hier mit einem Drei-Konten-Modell, jeder hat sein eigenes Konto und dann habt ihr noch ein Gemeinschaftskonto (evtl. auf Guthabenbasis), auf das jeder seinen Anteil überweist und von dem dann alle gemeinsamen Ausgaben bezahlt werden?
Falls er während der Ehe ein Einkommen hat und du nicht, steht dir Taschengeld zu.A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
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01.10.2009, 09:27Inaktiver User
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01.10.2009, 09:29
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
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01.10.2009, 10:20
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
den vorschlag der anderen mit dem gemeinsamen konto finde ich super!

wir haben auch ein gemeinsames konto - und jeder dann noch sein eigenes, auf dem das gehalt eingeht usw.
auf das gemeinsame konto wird von jedem von uns ein vereinbarter betrag eingezahlt - davon werden dann miete, nebenkosten, einkäufe, versicherungen etc. bezahlt.
da jeder noch sein eigenes konto hat, ist man niemandem rechenschaft schuldig
wie ist das eigentlich: ihr wohnt doch schon zusammen?!? und du schreibst, du zahlst gerade alles anteilsmässig (also die hälfte). du schreibst du bist arbeitssuchend und bekommst noch unterstützung?
von wem bekommst du zur zeit finanzielle unterstützung? solltest du staatliche unterstützung bekommen, wärst du dann nicht eigentlich auch krankenversichert? wie alt bist du denn? und was hast du bis jetzt gemacht?
soweit ich weiss gilt folgendes (achtung: keine rechtsberatung und nicht definitiv gültig!!!):
also normalerweise wird auch bei nicht verheirateten paaren - die ZUSAMMEN LEBEN - eine lebensgemeinschaft vorausgesetzt - oder im beamtendeutsch "Bedarfsgemeinschaft".
das heisst, es wird das gesamte einkommen - also das von dir und deinem freund angesetzt! sollte dein freund genug verdienen und ihr würdet in der summe über einem bestimmten satz liegen, dann würde dir kein geld vom statt zustehen. sollte dies aber nicht der fall sein, bekommst du den differenzbetrag ausgezahlt.
und wie gesagt - dafür musst du ihn nicht heiraten, sondern das gilt auch schon, wenn ihr nur zusammenlebt (in einer wohnung)! (ich betone nochmal: meine aussage ist nicht rechtsbindend!)
in deinem fall würde ich mich beraten lassen! ich würde aber nicht unbedingt zu den behörden gehen, sondern schauen, ob caritative einrichtungen in deiner nähe sowas anbieten!
aber noch ein paar fragen:
- warum wollt ihr heiraten?
- wie lange seid ihr zusammen?
- hat dein freund einen job?
ich frage deshalb: du hast angst, nach der hochzeit finanziell von ihm abhängig zu sein. du hast deswegen sogar selbstmordgedanken!!!!
ist es nicht so, dass man in einer ehe immer irgendwie abhängig ist - sei es emotional, finanziell oder auch rechtlich?!? (nicht negativ gemeint!)
vertraust du deinem freund in dieser beziehung nicht? denkst du wirklich, dass er dir dann kein geld geben würde? irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen! das wäre für mich keine grundlage für eine ehe!
zudem könntest du dir ja auch in der zeit, inder du noch arbeit suchst einen kleinen nebenjob zulegen! auf 400-euro-basis. so hättest du wenigstens ein wenig geld, über das du verfügen könntest!
ich bin immer noch etwas erschrocken über deine selbstmordgedanken!!! hat das wirklich nur diesen einen grund????
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01.10.2009, 10:21
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02.10.2009, 13:22
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
Das steht aber doch gar nicht da... Es steht lediglich da, dass sie einen Großteil der Hochzeit von ihren Ersparnissen zahlt. Es steht nichts davon da, dass er sich nicht beteiligt!
Nichtsdestotrotz finde ich die Aufteilung merkwürdig... Wenn er ein festes Gehalt hat und Du eine Unterstützung kriegst, liegt es doch bei Lebenspartnern auf der Hand, dass Dein Freund den größeren Teil der Ausgaben übernimmt, würde ich mal sagen. Wenn Ihr heiratet, wird Deine Unterstützung sicherlich anders berechnet. Schätze ich jedenfalls, Du sagst ja nicht, welche Art von Unterstützung das ist. Aber bei Bafögj oder Hartz IV spielt das Einkommen Deines dann Ehemannes eine große Rolle.
Verbieten kann er Dir sein Geld nicht, wie schon geschrieben wurde. Keine Angst, Du wirst nicht mittellos dastehen, er ist verpflichtet, für Deinen Unterhalt aufzukommen. Nur wie hoch der sein muss, das weiß ich nicht...
Aber mir stellt sich die Frage, warum Du heiraten willst, wenn Du Dir solche Gedanken machst. In einer Ehe ist es doch selbstverständlich, dass der eine für den anderen einsteht... Solltest Du glauben, dass Dein Zukünftiger das bei Dir nicht tut, dann hinterfrag besser mal die Basis Deiner Beziehung... Und sprechenden Menschen kann geholfen werden, vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Freund über Eure zukünftige finanzielle Situation und wie er sich das vorstellt, wenn Du erstmal keine Unterstützung mehr bekommst...Nur wer riskiert, zu weit zu gehen, kann sehen, wie weit er gehen kann... (keine Ahnung, wer das gesagt hat, aber ich finde den Spruch toll!)
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06.10.2009, 11:22
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
Eine Ehe ist ein Geben und Nehmen. Ehegatten sind sich gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet. Eine komische Ansicht, dass jeder selbst für seine Finanzen sorgt, wenn man ein Leben lang zusammenbleiben will.
Dein Ehemann muss für deinen Lebensunterhalt sorgen. Du hast sogar Anspruch auf ein Taschengeld.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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06.10.2009, 21:31Inaktiver User
AW: Muss mein Freund mich nach der Ehe finanziel unterstützen?
Nicht nur das: Die Frage richtet sich auf die Zeit nach der Ehe, bevor diese überhaupt geschlossen ist.
Netto, warum sprichst Du diese Themen nicht mit Deinem Freund durch? Es geht ja um praktische Dinge, die hier auch schon benannt wurden.
Warum reagierst Du mit Selbstmordgedanken, bevor ihr überhaupt etwas geklärt habt? Diese Reaktion empfinde ich als sehr heftig. Ist es eine Reaktion? Oder ist da mehr im Untergrund? Du kannst Dich nicht fallen lassen? Hat das mit Dir zu tun oder mit Eurer Beziehung? Warum willst DU heiraten? Das würde ich an Deiner Stelle klären, bevor Du heiratest.
Unsicherheit im Vorfeld einer Hochzeit ist sicherlich normal. Aber zwischen Unsicherheit und Selbstmordgedanken ist ein Riesenunterschied. Pass auf Dich auf und lass Dir ggf. helfen!


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